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Bomb Jack DX (C64): Neue Portierung

  • Das wird schon oftmals nicht gemacht, also der Kraftwerk Rechtsstreit mit (Moses Pelham glaub ich) ist da sicher nicht der einzige schätze ich mal. Und ob Leute wie die "Bloodhound Gang" bei Falco's Management nachgefragt haben, als sie Teile aus "Rock me Amadeus" gesampled haben für einen ihrer Songs, wage ich auch etwas zu bezweifeln, schließlich reden sie in dem Song noch blöd daher über Falco. Schon merkwürdig, Sachen von jemand zu verwenden und dann noch so ohne Wertschätzung zu reagieren. Aber naja. Da stand übrigens auch nichts auf dem Cover von wem gesampled wurde, meine Exfreundin hatte diese CD und ich fand nix, weil ich da damals auch explizit mal nachgeschaut hatte, rein interessehalber.

  • Komponist und Texter werden i.d.R. immer genannt, allerdings natürlich nicht fett auf dem Cover sondern im Kleingedruckten.

    Da liegt wohl auch ein eher modernes Problem, denn im Stream oder Download ist es leider immer noch keine Selbstverständlichkeit, auch das komplette Booklet mit anzubieten.


    Und um Erlaubnis gefragt wird bei Covern und Samples in der Regel schon. Das was so durch die Skandalpresse geht, sind wohl eher die Ausnahmen. Credits sollten natürlich immer eine Selbstverständlichkeit sein. Da würde ich auch drauf bestehen, wenn jemand meine Werke verarbeitet.

  • Dann sollten wir das hier vielleicht Bomb Jill nennen

    Ja, das hat bei den Gianna Sisters auch gut geklappt ;)


    Ist zwar alles OT, aber:

    denjenigen zumindest (1) zu fragen ob er einverstanden damit ist und (2) ihn dann auch zu grüßen im eigenen Release, also irgendwo auf dem Cover oder sowas.

    Manche haben aber Dutzende von Samples drin, oft mit Längen von weniger als einer Sekunde. Das wäre eine lange Liste. Schon mal gesehen, wie Daft Punk ihre Songs zusammenstückeln? Alleine die Aerodynamic-"Gitarre" besteht nur aus zusammengestückelten Micro-Samples :)

    Es gab mal ein super Video dazu bei Youtube, ich finde es aber nicht wieder. Es war nicht eines dieser FL-Cover, sondern ähnlich wie dieses:

  • Manche haben aber Dutzende von Samples drin, oft mit Längen von weniger als einer Sekunde. Das wäre eine lange Liste. Schon mal gesehen, wie Daft Punk ihre Songs zusammenstückeln? Alleine die Aerodynamic-"Gitarre" besteht nur aus zusammengestückelten Micro-Samples :)

    Wenn es sich um kleinste Mikrosamples handelt, an denen man gar nicht nachvollziehen oder raushören kann, vom welchem Lied sie überhaupt stammen, dann sage ich ja nichts. Ich meinte eher so Sachen, wenn beispielsweise ganze Beatlines gesampled werden und ein Viertel des neuen Songs dann auf einer von EINEM Song geklauten Sequenz basiert. Einer Sequenz von der ältere Leute sofort wissen "Moment das kenne ich doch irgendwoher". ;)

  • Was ich überhaupt nicht mag bei vielen Ports, Demakes und Remakes, sind Credits, die mit keinem Wort den Design-Urheber erwähnen, vor allem mit Hinsicht auf die Grafik und Design.

    Guter Punkt. Dazu (also speziell zu Re-/Demakes) habe selbst ich mir, obwohl aus der Kreativ-Branche kommend, noch keine sehr tiefen Gedanken gemacht. Ich denke, man wird versuchen, die ursprünglichen Grafiker und Musiker zu nennen, wenn man 1) die Assets wirklich übernimmt, wenn diese 2) von den Machern des Spiels auch wirklich stammen und wenn man sie 3) überhaupt kennt.


    3) Bei kommerziellen Produkten (wie z.B. Arcade-Automaten) steht ja meisten nicht das Entwickler-Team mit einzelnen Namen drauf, sondern halt Tekhan, Namco, Atari o.ä. (ganz anders als bei Homebrew-Produkten). Wer dort in der Firma dann z.B. den Sound für genau das Spiel gemacht hat, weiß man oftmals nicht. Dazu kommt, dass in Ländern, wie den USA, Urheber-Rechte abgetreten werden können – und somit oft bei der Firma liegen, für die die Kreativen gearbeitet haben.


    2) Dann stellt sich die Frage, ob die damaligen Macher sich nicht auch schon haben "inspirieren" lassen. Gerade im Musikbereich wurde seinerzeit viel "geklaut", also zurückgegriffen auf vorhandenes. Bei klassischer Musik ist das auch vollkommen OK, aber z.B. Jean Michel Jarre lebt noch und ich weiß nicht, ob es eine Lizenz für den Elite-Port gab. Aber auch bei Grafik wurde sehr oft irgendwas einfach (damals noch per Hand) digitalisiert, was schon analog existierte (als Gemälde, Foto, Zeichnung ...). Ich denke, man ging einfach davon aus, dass schon allein die digitale "Interpretation" (bei Musik, wie auch bei Grafik) ausreichte, um ein neues Werk zu schaffen. Wenn also die damaligen Content-Produzenten gar nicht die wirklichen Urheber von Grafik und Sound waren, wen nennt man dann?


    Und dann bleibt noch Punkt 1: Was hat der Port aus dem Original übernommen? Beides, Sound und Grafik, wird meistens nochmal neu "interpretiert", meistens aufgrund von technischen Unterschieden von Original-Hardware und Ziel-Plattform. Man kann wahrscheinlich noch erkennen, dass ich als Basis natürlich die Grafiken aus dem Automaten übertragen habe, um sie dann als Ausgangspunkt für meine eigene Arbeit zu verwenden – wie damals™ halt auch schon bei den jeweiligen Ports, nur mit besserer Technik. Es ging mir ja auch darum, den Vibe der Originale möglichst gut zum C64 zu transferieren. Erst später fing ich an, die Grafiken "aufzupeppen", wo mir schon das Original nicht so gut gefiel. Also, was bleibt letztlich von den Original-Assets beim Portieren erhalten? Bei der Amiga-Beer-Edition (und evtl. auch beim MSX2-Port) wurde nicht neu interpretiert, sondern die Automaten-Grafiken direkt übernommen (weil es geht) – da kam wenig neues/eigenes hinzu. Wenn ich mir aber die alten Portierungen und auch die vom Atari XL/XE von 2008 so ansehe, dann würde ich nicht sagen, dass die Arcade-Grafiken wirklich übernommen wurden. Und auch bei meinen Grafiken ist ja kein Pixel mehr so, wie er mal war, auch wenn natürlich eine große Ähnlichkeit vorhanden und beabsichtigt ist.


    Wir haben in unseren sehr kurzen (nicht scrollenden) Credits einfach die Firma Tekhan als Urheber des Originals genannt, schon allein aufgrund von Punkt 3). Vom Elite-Port haben wir eigentlich nur die Jean-Michel-Jarre-Melodie "übernommen", allerdings komplett neu von OneBitman interpretiert.


    Und deren Werke sind aus den 70ern, da läuft also so schnell nix ab.

    Man muss erst bis zum Tod der Urheber warten und dann noch 70 Jahre ...

  • Urheberrecht und 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers ist richtig, aber bei Sampling zaehlt evtl. das Leistungsschutzrecht, und da kann das anders sein, das hab ich grad nicht im Kopf.


    Was das Sample von Falco angeht, es muss da nicht zwingend "das Management von Falco" gefragt worden sein, das kann auch einfach nur die Plattenfirma gewesen sein die die Rechte an der Aufnahme hat. Die entscheiden da u.U. nicht nach moralischen Gesichtspunkten und koennen je nachdem welche Rechte sie haben auch ueber den Kopf des urspruenglichen Autors hinwegentscheiden. Auch kann es sein dass Falco selbst an dieser Aufnahme gar nicht beteiligt war. Ich kenne jetzt das Sample nicht, aber sofern es sich nicht um seine Stimme handelt sondern um einen Beat oder eine Melodie aus seinem Song, dann muss er den a) ja gar nicht geschrieben haben und b) auch nicht produziert haben, d.h. an der konkreten Aufnahme hat Falco selbst vielleicht so oder so keine Rechte. Sondern auch da greift dann allenfalls das Leistungsschutzrecht und zwar das des Produzenten, also der der am Mischpult hockt und am Synthesizer schraubt.

  • Gerade bei Sampling gibt es ja keine einfache Rechtsprechung, sondern die Schaffenshoehe der Samples wird relevant etc.

    Was man aber ohne nachzufragen machen darf ist ein komplettes 1:1 Cover eines Songs ohne neues Arrangement.

    Ueber die GEMA fliessen die 'Rundfunkeinnahmen' dann aber an den Originalinterpreten.

  • Ist eigentlich bekannt, ob oder wann es eine weitere Beta geben wird?

    Wahrscheinlich wird es irgendwann eine begrenzt öffentliche Beta-Phase geben. Dafür werden wir dann einige wenige Tester suchen, die sich wirklich mit Bomb Jack (Arcade) auskennen müssen und das Spiel auf Herz und Nieren testen können. Die Tester werden einen Fragen-Katalog abarbeiten müssen – das wird mit Spaß nur wenig zu tun haben. Die Phase wird aber erst gestartet, wenn wir der Meinung sind, dass sich nur noch ganz wenig am Spielverlauf ändern wird.

  • Wir sind mit der Überarbeitung der Gegner-KI jetzt weitgehend durch. Die fliegende Untertasse war eine kleine Herausforderung aber nun verhält sie sich auch in etwa, wie man es von der Arcade-Version kennt – ist echt gemein geworden. ;) Ein paar weitere Punkte haben wir aber noch auf der Liste, wir halten euch auf dem Laufenden.

  • Da bei Lemon64 der Streit darum, ob mein neuer City-Backdrop wirklich eine Verbesserung darstellt, noch nicht ganz verebbt ist, wollte ich folgende 2 Bilder dort als Vergleich hochladen. Aber "hochladen" gibt es dort nicht, oder? Könnte ich die Bilder von hier aus verlinken? Oder muss ich so einen Bilder-Hoster (die nach ein paar Monaten von der Bildfläche verschwinden) dafür bemühen?



    Links WEC's möglichst originalgetreue City-Backdrop-Umsetzung, rechts die aus Bomb Jack DX. (Runde 14, gleiche Größe, gleiche Palette)


    Die Bilder sollen zeigen, dass meine Version nicht schlechter dasteht, was die Erkennbarkeit der Plattformen vor dem Hintergrund angeht, im Vergleich zu einer möglichst originalgetreuen Umsetzung des Arcade-Backdrops. Besser als die Plattform-Erkennbarkeit bei der Elite-C64-Version ist unsere allemal. Insgesamt sehe ich ich nicht, dass der neue Hintergrund die Spielbarkeit verschlechtert.

  • "Retrofan", spontan würde ich dazu sagen - deine Version gefällt mir besser, ist wesentlich detailreicher ABER zwei Farben würde ich vertauschen und das sind diese beiden Blautöne in deiner Version.


    Ich würde dieses Blau welches in einigen Häusern mit enthalten ist, als Hintergrundfarbe nehmen und mir für dieses Blau in den Häusern dann einen anderen Farbton (vielleicht auch das hellere Blau (Cyan) des jetzigen Hintergrundes) suchen. Diesen cyan Hintergrund-Farbton finde ich etwas grell. Also ist meine Meinung dazu. Siehe Screenshot:


  • Schwarzer Hintergrund könnte besser aussehen & spielbar sein?

    Auf jeden Fall wäre bei einem einfarbigen (vielleicht nicht schwarzen) Hintergrund alles optimal erkennbar. Aber das wäre dann nicht mehr das Bomb-Jack, das alle kennen und lieben.


    Ich würde dieses Blau der Kuppel des einen Hauses (also das dunklere Blau) als Hintergrundfarbe nehmen und mir für das Blau in den Häusern dann einen anderen Farbton (vielleicht auch das hellere Blau, dieses Cyan des jetzigen Hintergrundes) suchen.

    Du hast nicht ganz unrecht. Allerdings muss man die Backdrops als Abfolge sehen und schon in der Arcade-Version wechseln die Himmels-Farben sehr auffällig. Und beim C64 habe ich nunmal nur wenige Blautöne, um das ein wenig nachzubilden. Daher wollte ich cyan (das ganz helle Blau) gerne mal als (3.) Himmelsfarbe verwenden und da bot sich der Backdrop an, den ich komplett frei von der Vorlage gestalten wollte.