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Entlötpumpe ZD-915, wie gut ist die?

  • Heute ist die Aoyue Int 474 A++ angekommen. :)


    Alles zusammengebaut und mal ein bißchen probiert wie die funktioniert. Und dann gleich mal 2 CIA's ausgelötet. Einer von denen war nämlich Teildefekt.


    Geht sehr gut. Alle Pads und Leiterbahnen sind heile geblieben. Geht viel schneller als mit Entlötlitze.


    Wo aber auch die nicht mit klarkommt, sind Pads in großen Masseflächen. Da nehme ich dann doch wieder den 90 Watt Lötkolben und die Entlötlitze. =O


    Und wieder, wie bei den neueren Boards üblich, der Pfusch mit den verbogenen Beinchen. Die eine CIA ging ja noch relativ gut raus. Dafür war die andere eine Katastrophe. Die Beinchen auf einer Seite waren nicht nur verbogen bzw. umgebogen, sondern auch bei mindestens dreien auch noch in sich gedreht. :/


    Und dann zwei die extrem kurz abgeschnitten waren. Eins davon auf einer riesigen Massefläche. :evil:



    Micky

  • ich habe eine ZD-987, das ist eine ZD-915 mit integrierter Lötstation, also 2-in-1. da hat auch vor einiger Zeit die Saugleistung deutlich nachgelassen und deshalb habe ich das Gerät mal geöffnet. Die Pumpe ist hier so bescheuert eingebaut, dass ein Schlauch vom Deckel abgeknickt wird, das hat bei mir dann sogar zu einer Undichtigkeit bzw. einem Riss geführt. Also hab ich den Schlauch getauscht und neu montiert. Und den Deckel seitlich so aufgebogen, dass er den Schlauch nicht mehr knicken kann!


    In der Umbauanleitung der ZD-915 habe ich gesehen, dass es die Pumpe auch mit 90° Schlauchstutzen gibt, das wäre für meine Station viel besser geeignet, dann wäre der Fehler gar nicht aufgetaucht!


    Auf jeden Fall funktioniert sie jetzt wieder viel besser.


    Zuletzt repariert:
    21.2. Logitech M570 Microschalter ausgetauscht - geplante Obsoleszenz durch Billigtaster?
    19.11. Toshiba 3,5" Floppy defekter Elko durch Kerko getauscht auf Motorplatine
    27.11. 1541B Dauerlauf, Elko im Resetschaltkreis defekt, nicht der 7406 wie zuerst verdächtigt!

  • Wo aber auch die nicht mit klarkommt, sind Pads in großen Masseflächen. Da nehme ich dann doch wieder den 90 Watt Lötkolben und die Entlötlitze. =O


    Und wieder, wie bei den neueren Boards üblich, der Pfusch mit den verbogenen Beinchen. Die eine CIA ging ja noch relativ gut raus. Dafür war die andere eine Katastrophe. Die Beinchen auf einer Seite waren nicht nur verbogen bzw. umgebogen, sondern auch bei mindestens dreien auch noch in sich gedreht.


    Große Masseflächen schreien geradezu nach (Infrarot-)Heizplatte (oder Fön, NICHT Heissluftgebläse!) unten drunter, dann ist die Temperaturdifferenz nicht mehr so groß und es geht ohne sonstige Hilfmittel. (aber natürlich Verbrennungsgefahr, wenn man hinfasst...)


    Alternativ geht auch beidhändig, mit Lötkolben auf die Massefläche und der Entlötpistole auf den Pin und wie immer: warten, bis es so richtig flüssig ist und etwas Luft lassen, dann zieht die Pistole besser, als wenn die quasi gg. Vakuum ankämpfen muss...


    Allerdings verzieht es bei punktueller Wärmezufuhr auch stets die Leiterplatte, d.h. wenn man Pech hat, hat man danach schwer zu lokalisierende thermische Ausfälle durch Risse in der Cu-Schicht...


    Bei defekten (oder günstigen) Bauteilen würde ich lieber das Beinchen abzwicken, als die Leiterplatte zu sehr zu stressen...


    Die Beinchen werden beim Schwall-, Schlepp- oder Wellenlöten übrigens absichtlich (teils sogar automatisiert!) verbogen, um ein Herausfallen der Bauelemente zu verhindern. Nur bei lauter gleich hohen Bauteilen arbeitet(e) man teils mit Gittern/Masken drüber, um die Bauteile von oben nieder zu halten. Die Gitter nehmen aber auch Wärme (und eklig klebrige Flux-Rückstände) auf, d.h. man braucht mehr Heizleistung und/oder Zeit in der Vorwärmephase.

  • oder Fön, NICHT Heissluftgebläse!

    Was ist denn der Unterschied?



    Die Beinchen werden beim Schwall-, Schlepp- oder Wellenlöten übrigens absichtlich (teils sogar automatisiert!) verbogen, um ein Herausfallen der Bauelemente zu verhindern.

    Nicht nur das. Alte Lehrmeister-Weisheit: Weichlöten ist eine elektrische Verbindung, keine mechanische. Alle Verbindungen zwischen Bauteil und Träger (Platine oder Lötstützpunkt) sind so herzustellen, dass sie auch ohne Lot bestehen.


    Wenn man bedenkt, wie störrisch Lötzinn gerade beim Auslöten sein kann... :)

  • Heute ist die Aoyue Int 474 A++ angekommen. :)


    Wo aber auch die nicht mit klarkommt, sind Pads in großen Masseflächen. Da nehme ich dann doch wieder den 90 Watt Lötkolben und die Entlötlitze. =O

    => du "hättest" ja auch die ZD-915 kaufen sollen ;)


    deine Aoyue hat anscheinend nur 50Watt,... die ZD-915 80Watt,... und daher wirst du zu deinem 90Watt Lötkolben, keinen großen Unterschied merken... eher im "Gegenteil".. (wie hier schon einmal von einem User geschrieben wurde...)

    kann man quasi mit der 915 auch "fette Stellen" löten..

  • Auf jeden Fall funktioniert sie jetzt wieder viel besser.

    Irgendwann reisst hier aber auch gern die Pumpenmembran. Ich hab meine damals umgebaut auf eine Venturi-Düse/Magnetventil mit vorhandenem Flüsterkompressor. Der Unterdruck lässt sich da gut mit einem Druckregler am Kompressor einstellen. Dann bekam ich eine LF8800 geschenkt, die läuft hier bisher sehr gut.

  • oder Fön, NICHT Heissluftgebläse!

    Was ist denn der Unterschied?

    Scheinbar noch nie mit nem Heissluftgebläse wie nem Leister über die Finger gefahren...:X:S


    Mit Fön meine ich Haushaltsfön, für alle boldheads: den der Ehefrau etc, der geht nämlich bei 80°C von selbst aus...


    Die Leister & Co. werden bis zu 500°C heiß, das stellt sogar die Platine auf (Delamination).

  • Auf jeden Fall funktioniert sie jetzt wieder viel besser.

    Irgendwann reisst hier aber auch gern die Pumpenmembran. Ich hab meine damals umgebaut auf eine Venturi-Düse/Magnetventil mit vorhandenem Flüsterkompressor. Der Unterdruck lässt sich da gut mit einem Druckregler am Kompressor einstellen. Dann bekam ich eine LF8800 geschenkt, die läuft hier bisher sehr gut.

    Deshalb auch mein Tipp, die Düse der Pistole nie FLÄCHIG aufzudrücken, sondern etwas ankippen und Luft lassen, dann wirkt diese Anordnung wie eine Venturi-Düse und die Pumpe muss sich nicht so anstrengen und die Düse verstopft auch nicht so oft, da mehr Luft und weniger Zinn auf einmal gefördert werden.


    Aber vermutlich hält die Pumpe natürlich auch dann nicht ewig, nach knick kommt ab ?(

  • Heisluftgebläse gibt es auch temperaturgeregelt und einstellbar. Das weis ich ganz genau, weil ich eine solche besitze.

  • Heisluftgebläse gibt es auch temperaturgeregelt und einstellbar. Das weis ich ganz genau, weil ich eine solche besitze.

    Die aus dem Baumarkt oder ebay-China sind das leider meistens nicht, zumindest nicht so, dass man sich nicht dennoch ordentlich die Haut grillen kann damit...


    Mein Leister ist auch geregelt, aber zum Haarefönen würde ich ihn dennoch nicht nehmen und für meine PCBs auch nicht, die delaminieren ab 150°C verdammt schnell....

  • Scheinbar noch nie mit nem Heissluftgebläse wie nem Leister über die Finger gefahren...

    Achso, du meinst portable Hochöfen. :D Heißluftpistolen (auch die mit und mehr 500W) lassen sich entweder direkt am Gerät in der Temperatur regeln oder eben per Abstand. Das mit dem Abstand geht beim Haare fönen naturgemäß nur in einem gewissen Rahmen, zumindest bei den eigenen. :)


    Ich nehme einen normalen Fön zum Schrumpfschlauch schrumpfen. Der muss also direkt am Auslass über 80°C haben...


    Aber das Vorwärmen von großen Flächen oder auch überhaupt ist natürlich grundsätzlich eine gute Idee! Den Aufwand scheuen die meisten oder wissen nicht um die Vorteile. Neben dem schnelleren Lötvorgang ist eben auch der Stress durch sonst nur punktuelles Erhitzen geringer, sowohl platinenseitig, als auch bauteilseitig.

  • Als Preheater nutze ich ne Rotlichtlampe. :P

    2x VC20, unbekannte Anzahl von C64 Brotkästen (KU-14194HB/250407/250425/250466), 2x C64G, 2x C64C transparent Dallas (KU Replika, Reloaded MK2), 1x C128, 2x A500 Rev.3, 2x A500 Rev.5, 3x A500 Rev.6, 4x A500+ Rev.8, 3x A600, 3x A1200 transparent, 2x A1200 Escom, 2x A2000 Rev.6.2, 1x A2000 Rev.4.1, 1x A4000D, 1x MISTICA FPGA16 Acryl, 1x MISTer FPGA

  • Ich nehme einen normalen Fön zum Schrumpfschlauch schrumpfen. Der muss also direkt am Auslass über 80°C haben...

    Alleine dafür hat sich die Anschaffung meiner 858 Heisslufti schon gelohnt. Wenn Du mal mit 200 Grad punktgenau den Schlauch geschrumpft hast, willst Du keinen Föhn mehr nehmen. Und ich hab das über 10 Jahre so gemacht...

  • Mit dem Föhn schläft mir ja das Gesicht ein.

    Du darfst das Gesicht nicht in den Luftstrom halten! :D Dauert bei mir nicht länger als ein Feuerzeug zu suchen und hat den Vorteil, bei Kunststoffteilen nichts anzukokeln oder zu schmelzen. Von oben arbeiten ist mit Feuerzeug auch ungünstig.


    Alleine dafür hat sich die Anschaffung meiner 858 Heisslufti schon gelohnt. Wenn Du mal mit 200 Grad punktgenau den Schlauch geschrumpft hast, willst Du keinen Föhn mehr nehmen.

    Steht auch schon länger auf meiner Wunschliste. Nicht (nur) zum schrumpfen, als vielmehr zum Vorwärmen und Lötreste entfernen nach dem dem Entlöten, vor allem bei Durchkontaktierungen. Aber die Wunschliste ist lang...

  • Von oben arbeiten ist mit Feuerzeug auch ungünstig.

    Ich hatte immer so einen Kerzenanzünder mit Schwanenhals. Damit kam ich immer überall super hin. Und im "Feld" mach ich das heute immer noch so.


    Aber natürlich verwende ich inzwischen in meiner Werkstatt auch die Heißluftstation. Die steht erstens, sowieso da und zweitens, wie schon gesagt, kann man sehr punktgenau auf die Schläuche halten.