Posts by advotax

    Warum allerdings auch auf den Datenleitungen diese Spitzen daherkommen kann ich mir im Moment nicht erklären.

    Das können natürlich auch Einkopplungen in die Messleitungen sein. Der C64 ist ja schließlich fast so viel Radiosender wie Computer. :)


    bigby Hast du Zeit, Lust und Möglichkeit, das Ganze auch mit Original-PLA zu testen bzw. zu vergleichen? Wenn es damit genauso glitcht, ist zumindest der PLA-Ersatz (welchen hast du überhaupt drin?) als Quelle augeschlossen und es "muss" so sein.

    Unterschiedliche Signallaufzeiten im PLA

    Du meinst, (nur) dort? Dann müsste es ja - ich hänge mich mal weit raus - deutliche, also wenigstens messbare Unterschiede zwischen original PROM, CPLD- und EPROM-Versionen geben, allein schon aufgrund der unterschiedlichen Geschwindigkeit der Bausteine. Nur mal schnell die Datenblätter nach Gatterlaufzeiten überflogen:


    • 82S100: 35-80 ns
    • XC9356XL (z.B. PLAnkton): max. 10ns
    • 27C512: 90-150ns

    Wobei ich jetzt nicht weiß, ob man den EPROM-Wert oder diese Werte überhaupt gleichsetzen kann. Eslapion hatte ja rausgefunden, dass es meist an zu schnellen EPROMs (45ns) scheitert und nur die echten 90ns OTP von ST problemlos funktionieren, weshalb er beim PLAnkton auch entsprechende Verzögerungen (softwareseitig?) eingebaut hat.


    Vielleicht liegt es ja weniger (nur) an den Laufzeiten, als (auch) an derartigen Spitzen auf den Bussen, dass z.B. Super Zaxxon nicht mit EPROM-PLAs läuft?


    Ich dachte aber eher an andere Busteilnehmer und eventuelle Wechselwirkungen. Daher die Idee mit dem stufenweisen Aufbau. Die INIT-Routine des 6510 läuft ja beispielsweise "ohne alles". Da könnte man immer wieder mit definiertem Start (RESET-getriggert) messen. Vielleicht muss man einfach nur konsequent µT-RAMs einsetzen und schon flutscht alles. :) Aber eine solche Analyse ist wohl auch einfach zuviel Aufwand bei höchstwahrscheinlich geringer Ausbeute. Dann wiederum wäre die nächsten Tage und (hoffentlich nicht) Wochen genug Zeit...

    Es wurden zwar Experten gefragt, aber ich sehe das wie kinzi Langstrumpf. :) Da die Spitzen offenbar nichts machen/auslösen, ist das eben ein digitales Rauschen, was nur mit diesen neumodischen hochauflösenden Messgeräten überhaupt sichtbar wird.


    Interessant wäre aber schon, wer bzw. was die Spitzen verursacht. Du baust nicht zufällig gerade ein KU-Board o.ä. auf und könntest nach jedem jeweils neu hinzugekommenen Teil am Bus neu messen? :)

    ich bin jetzt gerade mal Bedenkenträger.


    Das ist gar nicht so verkehrt! :) Ich hab mal ein wenig im Datenblatt gelesen. Leider ist es nur mit 12V anlegen nicht getan. Beim 8er ist es etwas aufwändiger als bei den Tiny, vor allem im eingebauten Zustand. Am Reset-Pin sollte zwar eigentlich nichts weiter hängen, wo die 12V gefährlich werden können. Allerdings ist es beim ATMega8 nur per HV Parallel- Programmierung möglich, den RESET wieder zu reaktivieren.


    Dazu müssen neben der 5V-Betriebsspannung, der 12V-Programmierspannung auch 4 "PROG_ENABLE" Pins angesteuert werden, um in den Programmiermodus zu kommen und dazu noch 8 Datenleitungen (eben parallel), um die Fuses setzen zu können. Das sind also 15 Leitungen, die an den Chip angelötet werden müssen. Man könnte sicher rausfinden, ob manche Pins z.B. die ganze Zeit auf "0" bzw. "1" bleiben müssen und das in der Schaltung vielleicht schon sind, die könnte man dann sparen. Unabhängig davon ist aber bei der Programmierung zu beachten, das die Signale in einer gewissen Reihenfolge bzw. mit Verzögerung zu setzen sind. Das lässt sich wahrscheinlich sehr einfach programmieren, wie ich es für die ATTiny ja schon verlinkt hatte. Das geht wahrscheinlich sogar "von Hand", indem man die Pins manuell auf 5V bzw GND legt/steckt/klemmt. Aber ganz ehrlich, bei 15 Leitungen anlöten und ein passendes Programm schreiben ist der "zugefusete" Chip vermutlich schneller aus- und ein frischer reingelötet, selbst in der SMD-Version.


    Aber von mir aus können wir das auch angehen und versuchen umzusetzen. Du musst nur die Zeit, Lust, Geduld dazu haben. Und ruhige Hände. :) Und vor allem die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass auch nach der Rettung und dem erfolgreichen erneuten Flashen trotzdem nichts oder nicht richtig funktioniert.

    Nein, das ist die Lösung, falls man (nur) die falsche Takterzeugung eingestellt hat. So kann man dann mit einer anderen/externen Takterzeugung den Atmel wieder zum Mitmachen bewegen. Um ihn programmieren zu können oder auch nur die Fuses zu ändern, brauchst du den RESET-Pin, der bei dir aber außer Gefecht gesetzt ist.

    Würde mich aber nicht wundern, wenn das bei heise bzw. Make nicht auch irgendwo dokumentiert ist.

    Damit ist der WatchDogTimer aktiv und ungünstigerweise Reset deaktiviert, aber deswegen noch lange kein "Brick" entstanden. Dass das Auslesen nicht klappt, muss gar nichts heißen. Manchmal lassen sich die Fuses trotzdem löschen, vor allem, wenn keine Firmware drauf ist. Aber der Atmel lässt sich auch so in jedem Fall wieder beleben. Man benötigt dazu zusätzlich 12V auf dem RESET-Pin (sog. "High Voltage Parallel Programming" oder so ähnlich), um die Fuses löschen zu können bzw. den RESET-Pin wieder zum RESET-Pin zu machen. Das steht im Datenblatt oder einer Application Note. Aber dazu findest du notfalls auch (deutsche?) Anleitungen, ich meine sogar mal bei Youtube etwas gesehen zu haben.


    Die Frage ist natürlich, ob du dir den Aufwand antun willst. :)

    was sich bei 35 Jahre alten Rechnern so auf der Platine alles angesammelt hat

    Auch dieser Dreck ist schnell analysiert. 99% davon ist Haushaltsdreck, wie wir ihn täglich ungefiltert einatmen. Wer einen Computer aus dem Klärschlamm zieht oder aus einer Industriemülldeponie rettet, hat wahrlich andere Sorgen. Aber da wird die Familienbadewanne sicher auch nicht die erste Station der Reinigung sein.


    ob die Boards 1984 überhaupt ein Ultraschallbad gekannt, geschweige denn gesehen haben

    Sieh dir mal an, wie eine fabrikneue Platine aussieht. Vor allem solche, wo das Flussmittel entfernt werden musste (vor der "NoClean"-Zeit). Welche von 1984 finden wird schwierig, aber noch gibt es ja Zeitzeugen. :alt: Jüngere Modelle sollten aber zu finden sein. Und was gut für ein Macbook oder Iphone ist... Preis ist ja in etwa der gleiche. :D

    Aber meine Badewanne ist nicht aus Plaste sondern aus Metall mit Emaille beschichtet und die kann ich besser reinigen als nen Geschirrspüler.

    Dein Geschirrspüler ist aus Plaste? Kann ich fast nicht glauben! :D Meine Wanne reinige ich mit einer Bürste. Meine Spülmaschine bleibt "von alleine" blitzeblank.


    Ich kann die Bedenken verstehen. Aber wenn man über Funktionsweise und Ablauf nachdenkt und auch noch ein wenig Schulwissen in Physik und Chemie hat, müsste man die Bedenken eigentlich zerstreuen können. Gerade hier sind doch eher Techniker als Esotheriker zugange. Platinen in der Produktion und im Reparaturbereich kommen grundsätzlich in eine Ultraschallbad. Da wird - bitte das Phrasendreschen zu entschuldigen - auch nur mit Wasser "gekocht", was noch dazu normalerweise mehr als 50°C hat!

    Wasser wird bei ca. 100°C zu Dampf. Auch das in der Luft übrigens. Ich habe allerdings noch nie Kunststoff mit Wasser aufweichen können. Und wenn Chips Wasser reinlassen, sind sie undicht und korrodieren sowieso.


    Aber das ist am Ende wie das Bleichen. Der eine traut sich, der andere nicht. Es gibt Erfolgsgeschichten und es gibt Bedenken. Jeder wie er mag. Sind ja alle erwachsen hier und können selbst entscheiden. :)

    Wozu den Kram unnötig lange Wasser, Reiniger und Hitze aussetzen im Geschirrspüler ?

    Ohne Hitze! Gläserspülprogramm heißt das meist, mit max. 40°C. Es kommt auch auf die Wasserqualität (aus dem Hahn) an. Wer hartes Wasser mit viel Kalkanteil hat, ist mit der Spülmaschine und entsprechend enthärtetem Wasser besser dran. Selbst der Klarspüler hilft beim Trocknen bzw. Ablaufen. Man muss nicht bürsten und nicht (trocken)reiben. Vielleicht bei Gehäuseteilen nicht so entscheidend anders, aber bei Platinen definitiv. Wenn du nach dem Reinigen in der Badewanne nicht nachbehandelst (spülen mit dest. Wasser, Alkohol), korrodieren dir über kurz oder lang Kontakte und Leiterbahnen, auch unter dem Lötstopplack.

    An welchen Beinchen muß dann ein Jumper gesetzt werden?

    Nirgends. Der Jumper versetzt den ATMEGA in den Programmiermodus, damit du über USB flashen kannst. Du programmierst mit einem Programmiergerät über ISP. Darüber kannst du sowohl Flash (Programmspeicher) als auch EEPROM (Datenspeicher, der auch vom Programm selbst beschrieben werden kann, z.B. Laufwerksnummer o.ä.) beschreiben. Im Zweifel gehst du nach der Größe. Ist das HEX-File größer als 512 Byte (nicht Kilo oder Mega, nur Byte! :) )? Dann passt es schon gar nicht ins EEPROM.


    Probier mal die Firmware von hier:


    https://easyeda.com/wagiminator/y-xu1541


    Da sind auch zwei verschiedene "BIOS" enthalten, was wohl die Bootloader sind mit denen man dann über PC->USB->XU1541 die Firmware flashen kann. Vielleicht klappt es damit besser.

    Ja, das ist zu kalt, dann ist der Pin durchgeheizt, wenn es endlich soweit ist.

    Das hatte bei mir auch eine ganze Reihe Fehlversuche gebraucht, bis ich zu dieser Erkenntnis kam und es mal mit Temperatur erhöhen statt verringern probiert hatte. Seit dem geht es. Aber man zweifelt erstmal an einem selbst. :D


    Gilt übrigens auch für die Isolierung der Litzen und Drähte. Wenn die wegschrumpelt, dauert der Lötvorgang zu lang. Den verkürzt man eben mit mehr "Bumms" an der Spitze. Und einer einigermaßen ruhigen Hand natürlich. :)

    Die Raumtemperatur niedrig und gleichmäßig halten, ohne direkte/gerichtete Wärmestrahlung (Heizlüfter, Halogen-Spots, Scheinwerfer, Ofenrohr oder eben Sonnenschein durchs Fenster), dann sollte die Lichtzusammensetzung egal sein.


    Indirekte LED-Beleuchtung im unbeheizten und fensterlosen Keller und du bist auf der sicheren Seite. :)

    Ein "LIST 40060" sollte auch Klarheit schaffen, was alles zur Zeile 40060 gehört.


    Ansonsten sind die Klammern um das PEEK eigentlich unnötig, oder?


    EDIT


    Tipp mal RUN, kinzi ! Ob du auch einen SYNTAX ERROR bekommst.