Posts by Ruudi

    Interessant wäre vor Allem, ob Alle mit der "überhaupt was gedrückt"-Erkennung beginnen, sprich Alle Bits gleichzeitig auf aktiv und Ergebnis ungleich nix gedrückt startet dann erst den eigenlichen Scanlauf, oder ob da manche gleich direkt mit einzelnen Bits loslegen...


    An solchen Beispielen, die nur ne Submatrix oder gar einzelne Tasten abfragen, also ohne den pauschalen "überhaupt was gedrückt"-Schritt, wäre ich persönlich sehr interessiert ;-)

    Na ja, Gründe?


    a) man braucht nur das, was man seinerzeit schon gekauft und genutzt hat und entsprechend aus dem FF heraus kennt, schliesslich ist jede "neue" Erweiterung "totes" Wissen, das man beruflich etc. sicher nicht mehr brauchen kann


    b) man spielt oder gar "arbeitet" mit dem C64 wohl heutzutage aus nostalgischen Gefühlen heraus, manche ja gar mit Datasette, wie man hier immer wieder liest, eben genau SO WIE DAMALS (tm). Inclusive der Geräusche, dem Geruch, der Wartezeit, den alten Cassettengedudel mit den 80er-Hitparaden-Mitschnitten im Hintergrund laufend, ok die alten Bravos (oder Ü18 Joystick-Trainings-Literatur) lassen wir mal aussen vor...


    c) Viele haben damals auch in erster Linie kopiert was das Zeug hielt und das Taschengeld an Rohlingen hergab und sicherlich noch gar nicht alle "alten" Disks überhaupt mal angespielt resp. möchten nun mit WWW-Hilfe, also PDFs der Anleitungen etc. endlich mal bei ein paar so Frust-Erlebnissen wie Raid over Moskow weiterkommen als nur in den Hangar etc :pumpkin:


    d) will man ja auch seinen Kids und Enkeln (bei mir überschneidet sich beides gerade...) zeigen, mit welch rudimentären Mitteln man damals arbeiten/leben musste, so wie des eigenen Vaters Erzählungen vom "Barfußlaufen von Ostern bis Allerheiligen, egal ob Schnee lag oder nicht..."



    Wer das nicht will, der hat es ja vermutlich noch gar nicht gemerkt, dass seine 1541 nicht mehr geht oder schon von der Ehefrau vor zig Jahren entsorgt wurde :X

    Nicht ALLE hier sind absolute Nerds, es gibt wohl auch Einige, die eben aus nostalgischen Gründen hier vorbei schaun und mit der Originalausstattung gut klarkommen, so lange die eben auch funktioniert wie damals... Wobei das damals, das ich meine, also so um 1984/85 herum schon ein Anderes ist, als das von Leuten, die vielleicht 1992 als ersten Rechner einen C64-II samt Floppy bekommen haben und dann von zig älteren Bekannten die Diskettensammlungen, da die längst auf Amiga und/oder PC umgestiegen waren. Und die mit Geos starteten...

    Ob und wodurch so ein Defekt eintritt kann man nicht sagen und für eine statistische Auswertung (wenn die aussagekräftig sein soll) hat es schlicht zu wenig solcher Events bzw. Laufwerke.


    Vermutlich sind die Kopfspulen eine klein wenig zu stramm gewickelt, so das sie dann irgendwann brechen. Also ein rein mechanisches Problem.

    Aber dafür hast Du genügend statistische Evidenz?


    Schon erstaunlich, widersprichst Du Dir damit ja selbst (eins drüber...)



    Ausserdem geht es bei den Dauer-Tests auch noch um andere Aspekte, nämlich u.a. den, ob das verwendete Speeder-System rsp. sonstige auf die Floppy heruntergeladene Programme eventuell einen Einfluß auf die Sterberate haben.


    Daher ja die Aufforderung, zu notieren, was man damit gemacht hat (man weiß ja nie, ob es dann das nächste Mal noch geht...) oder am Ende jeder Session noch einen Test laufen zu lassen, der just das überprüft, so lange die Erinnerung an die geladenen Spiele, Anwendungen etc. noch frisch ist.


    Das Laufwerk stelle übrigens ICH und befreie auch von der Haftung für Defekte (ist ja so gewollt letztlich). Wer permanente Parallel-Speeder drin will, kann nach Rücksprache diese mir schicken zum Einbau, ich hab sowohl Knebel-1541-I, als auch 1541-II mit Mitsumi-D500 LW.


    Die Köpfe sind mit nem winzigen Temperatursensor bestückt und nem Hologrammaufkleber mit Nummer "versiegelt".


    Die 1571er bleiben vorerst mal aussen vor, aber wer just damit arbeitet, kann sich auch melden, mal schaun, vielleicht opfere ich ein-zwei von denen...

    "Damit arbeiten" heißt: Auf die OBERseite schreiben, also im Nativemode 340KB Disks voll machen


    Die Laufwerke sind bis auf die beschriebenen Modifikationen und den Datenlogger, welcher weder Fernzugriff noch Audio oder gar Video kann, werksmäßig, das Netzteil der 1541-II ist aber entweder moderner Ersatz oder zumindest überholt, bei den 1541 ist eine Crow-Bar verbaut, also ein Überspannungsschutz auf der 5V Schiene, der eine zusätzliche Sicherung auslöst.


    Ein paar werden mit reparierten "read-only" Köpfen geliefert, aber physikalisch aktiviertem Schreibschutz, so dass definitiv KEINE Disketten deswegen kaputt gehen können, die anderen mit voller Funktion. Die Read-Only-LW dienen dazu, die Haltbarkeit der Reparatur zu testen, natürlich nur mit kleiner Stichprobe, aber immerhin. Auch da wiederum wäre interessant, ob es eine Häufung der Ausfälle bei gewissen Speedern, oder sonstigen Programme gibt, die das ROM der Floppy erweitern oder ganz umgehen.

    Hallo Zusammen,


    im Frühjahr hatte ich ja mal für etwas "Wirbel" gesorgt, als ich meine Entdeckung hier postete, wie man einen defekten Schreib/Lese-Kopf an ner 1541 oder 1551 - sowie auch 1571, wie sich im Verlauf rausstellte - zumindest für reinen Lese-Betrieb wieder instandsetzen kann, galt ja davor als Totalschaden.


    Mich würde nun interessieren, ob es noch Jemanden gibt, der regelmäßig rsp. sehr viel am C64 spielt oder gar "arbeitet" und dazu eben eine physikalische 1541 oder am C16/C116/+4 eine 1551 oder gar -an welchem kleinen C= auch immer eine 1571 in Verwendung hat?


    Ich selbst gehöre zwar letztlich auch in diese Kategorie, zumindest an meinem SX64, der original ist und auch bleiben soll, da ich meist zu faul bin, da extern SD2IEC anzuschliessen und das Image auf dem PC zu suchen etc. (früher, als DOS-PCs noch das tägliche Arbeitsgerät waren, da hatte ich eine Verbindung rüber zum C64 und lud direkt vom PC, aber lange her...)


    Die Diskettenbox mit den 10 liebsten Spielen ist ja immer in der Nähe und gut sortiert ;-)


    Allerdings kommt das nur alle heiligen Zeiten mal vor, dass ich mir da ne Runde gönne, d.h. fehlt das "sehr häufig/regelmäßig" bei mir...



    SUCHEN würde ich daher Jemanden, der die Floppy wirklich noch intensiv nutzt, auch zum kopieren, formatieren, beschreiben von Disketten...


    Es geht mir darum, weitere Erfahrungen über die Standfestigkeit und "Todesursache" von den Mitsumi-LW zu gewinnen und dazu erscheint mir ein Praxistest als geeigneter, als nun stumpf ein und diesselbe Diskette via Basic-Skript zu formatieren, dann mittels sequenzieller Zufallsdaten vollzuschreiben und dann mit erhöhtem Zähler die nächste Runde...


    (mit einem solchen Test habe ich inzw. 2 originale Netzteile und RAMs der verwendeten C64-II zerschossen, die sich wohl bei Überspannung opferten, aber noch KEIN D500 in die Knie gezwungen...)


    Es würde mich dann, wenn ein LW kaputt geht interessieren, was als Letztes gemacht wurde. (im Detail). Ein kleiner PIC-basierter Datenlogger zeichnet darüber hinaus Spannungen, Temperaturen und Luftfeuchte sowie die ON-Zeiten der Floppy/Floppies auf, die ich dazu zur Verfügung stellen würde.


    Entspricht Jemand dem obigen Profil und hat Lust hier mitzumachen?


    DANKE!

    . Das Kühlblech steht zu knapp 1/3 aus der Vergussmasse raus. Eine Belastung mit 1A über einen längeren Zeitraum erwärmt den Regler nur auf ca. 30°C. Erst ab 1.5A zieht die Temperatur an. Da ich den C64 aber eher minimal betreiben werden, ist das ausreichend.


    Die Crowbar habe ich aus dem Vorschlag nachgebaut. Funktioniert gut

    Ist auf dem Foto in Deiner "Collage", Ausschnitt s.u. der "neue" 78S05 verbaut?



    Denn die Auflagefläche sieht ja nicht unbedingt sehr eben aus und bei nicht minimiertem Spalt hilft die beste Wärmeleitpaste nix, besser als Metall auf Metall leitet kaum was...


    Das würde die Aussage oben mit den 30°C relativieren, die Frage wäre dann eher: wie heiß wird der Regler selbst...


    Die Crowbar unten im Bild: hast Du die "probeweise" abgeglichen und dann mit passendem Festwiderstand bestückt, oder passte das eher zufällig?


    OT: 0xdeadbeef wollte auch nix abgleichen müssen und hat daher in seiner Onboard-Realisierung auf seinem verbesserten C64-Board eine genaue Spannungs-Referenz verwendet, wenn auch mit einem Mosfet als "Brecheisen". das bedingt eine Sicherung davor, ansonsten oszilliert die Schaltung, sprich schaltet selbst wieder ein, bis das nächste Mal die Schwelle überschritten wird.


    Die Kombination von beiden Konzepten, Thyristor aber auch Spannungsreferenz wäre so meine Empfehlung ;-)

    Hat aber mE nichts gebracht ....

    Doch: jetzt friert es die Platte nicht mehr :pumpkin:


    Körperschall kannst du nur durch flexible Aufhängung etwas minimieren oder einfach: durch Abstand!

    Deshalb kamen u.v.a. ja auch die Towergeräte in Mode, die hinter/unterm Schreibtisch standen, einfach weiter weg und etwas gedämpft durch weniger direkten Schall.


    Einfach die Mucke lauter drehn, dann hört man die Platte auch nimmer!:thumbup:

    das mit meinem Design/SW

    etwas über 1.000.000 wfms/s schafft, das entgeht mit kein Fehler!)


    Also betrachten wir das doch mal ganz konkret:


    Ich generiere einen Sinus von 50MHz, der also aus 100 Millionen Halbwellen je Sekunde besteht.


    Ich nutze dazu einen Arbiträrgenerator, der IM SCHNITT jede 100. Halbwelle weglässt, jedoch zufällig und NICHT GLEICHVERTEILT im Abstand.


    Das Scope sampelt mit 250MS/s, d.h. von jeder Schwingung sind gerade mal FÜNF Samples vorhanden (da es ja nun kein strikt periodisches Signal mehr ist, kann auch nicht getrickst werden...).

    Ein ECHT analoges Oszi würde mit z.b. einer Horizontalablenkung von z.b. 10 ns/div Je Raster eine Halbwelle anzeigen.

    Dafür würde es bei 10 [div]isions Bildschirmbreite 10 Millionen Updates fahren, natürlich viel zu schnell für einen Menschen, um die wenigen Aussetzer direkt sehen zu können.


    Jedoch würden die fehlenden Halbwellen zu einem Muster auf der Grundlinie führen, das sichtbar wäre und auf die Störung hinweist.


    Stelle ich von 10ns/div auf 200ns/div und single trigger, dann sähe ich (hohe Nachleuchtdauer vorausgesetzt) statistisch immer noch min. EINE ausgelassene Halbwelle.


    Fange ich von den noch gut darstellbaren 10 Millionen notwendigen Updates jedoch nur 10.000 oder meinetwegen auch 100.000 mittels eines digitalen Oszis ein, dann sehe ich mit großer Wahrscheinlichkeit: GAR KEINEN Fehler!


    Denn, wie ich weiter oben geschrieben und auch die Posts nach mir bestätigt haben: die Ausgabe erfolgt nochmals langsamer:


    Stellt das digitale Oszi das Bild dar, wird wiederum nur ein Teil des Sample-Speichers auch wirklich dargestellt, welcher, das entscheidet -neben der gewählten virtuellen Zeit/div-Darstellung- mehr oder minder der Zufall, einen Trigger auf "ausgelassene" Halbwelle bieten nur die Oszis der Spitzenklasse.


    Wenn dann der digitale TFT-Bildschirm eine reale Bildrate von z.b. 60Hz zulässt, dann müsste unter den aufgezeichneten Daten im gewählten Fenster der Fehler in eben min. einem (eher mehreren, um erkennbar zu sein) der NUR 60 Frames vorhanden sein. 60 vs. 500.000 beim analogen Oszi!


    Natürlich werden jetzt die Fachkundigen einwerfen, dass die Digital-Oszis ja mit allerlei Filtern über die Samples gehen und somit eventuell doch was anzeigen, aber das wiederum ist dann schlicht und ergreifend verfälscht und für mich als Anwender auch nicht nachvollziehbar, über welche Merkmale das ausgewählt und wie es letztlich dargestellt wird!


    Die Funktion der sog. Persistenz ist natürlich eine Möglichkeit, das zu verbessern, aber auch da werden zwangsweise ganze Zeitabschnitte ausgelassen, in denen der Samplespeicher übertragen wird etc. (es sei denn, es laufen, wie bei Oberklassegeräten mehrere Wandler abwechselnd, die Abtastung wäre also stets lückenlos gewährleistet)


    Aber solange das digitale Oszi gleich an zwei Stellen aussetzt: zum Einen das sampling, um die Daten (langsamer) aus dem Sample-Speicher in den Controller-Speicher zu übertragen, zum Anderen aus diesen Daten dann willkürlich oder über nicht offengelegte Algos einen Ausschnitt oder wie auch immer gearteten Durchschnitt bestimmt, der für die Dauer eines TFT-Frames angezeigt wird, so lange kann keiner behaupten, damit JEDEN Fehler zu sehen!


    Was folgt daraus:


    1) für sporadische und dazu noch statistisch verteilte Fehler sind selbst die besten Digitaloszis im "free running" mode NICHT das geeignete Messgerät und analoge Oszis nur dann, wenn das die Nachleuchtzeit und der Kontrast der Röhre hergeben.


    2) Hat das Digitaloszi einen sehr tiefen Speicher, dann kann aber wenigstens ein gewisser Zeitausschnitt 1:1 später offline analysiert werden. Dafür aber bleibt der Bildschirm relativ lange unverändert resp. hinkt hinterher. Aufgrund der wertemäßigen Aufzeichnung mit meist 8, besser 12bit ist der Speicherbedarf aber immens groß. Zudem kann nicht sichergestellt werden, dass die gespeicherten Samples das gesuchte Fehlerbild enthalten, da kein komplexer Trigger darauf möglich ist, bestenfalls später via Auswertesoftware am PC die Suche nach einem solchen Muster.


    3) ein Logic-Analyzer würde zwar die Wellenform nicht richtig darstellen, sondern als Rechteck entspr. der Triggerschwelle sehen, aber er würde das Muster, ganz gleichgültig, wie unregelmäßig es auch sein mag, korrekt aufzeichnen und mir damit erlauben, es in Korrelation zu anderen Messungen zu setzen, um die Ursache finden zu können. Zudem erlaubt die Reduktion eine Echtzeit-Datenreduktion mittels Huffman-Code, also Lauflängenkodierung, es wird also die Anzahl der nacheinanderfolgenden Abtastungen gleicher Werte gespeichert anstelle der Werte im Zeitverlauf selbst. (dieser Trick z.b. wird auch beim Fax eingesetzt und reduziert die Übertragungszeit von 10 min. auf unter 20s je Seite!) Selbst OHNE diese Kompression würde ein Logicanalyzer mit dem gleichen Speicher achtmal länger aufzeichnen können, resp. 8 Signale parallel.


    Kennt man ein zu suchendes Muster, kann ein komplexer Trigger über mehrere Signale hinweg eingerichtet werden, incl. wählbarer Vorlauf- und Nachlaufzeit der Aufzeichnung zumindest im Rahmen der (durch Kompression erweiterten) Speichertiefe.


    Insofern eignet sich ein Logic-Analyzer deutlich besser für die Fehlersuche, insb. nach sporadischen Mustern oder Aussetzern in digitalen Systemen. Das Oszi kann helfen grundlegende Probleme aufzuspüren, wie zu langsame Anstiegszeiten, falsche Pegel oder ganz fehlende Signale.


    Erst eine Kombination aus Beiden ist wirklich hilfreich, d.h. sollten beide Geräte oder eben ein Kombi-Gerät zur Verfügung stehen. Daher meine Empfehlung, ein solchiges anzuschaffen!

    angeschaut und ja, ist irgendwie eine Eierlegendewollmilchsau

    Und wieder einmal zeigt sich, selbst bei der sehr wohlwollenden (lt. Eigenauskunft gesponsorten!) Betrachtung des Videoerstellers, dass die Software dieser asiatischen Billiggeräte einfach sehr mies programmiert ist!


    Die Wartezeit bis zur Anzeige des richtigen Werts, verbunden mit Fehlanzeigen davor, die je nach Messbereich fälschlicherweise auf ein Kontaktproblem oder aber auf schwankende Eingangswerte hindeuten, finde ich als NO GO, denn das provoziert Fehlmessungen und Fehleinschätzungen.


    Im AC-Bereich reißt das Teil sofort massiv die eigenen Specs, es sei denn, der Videoersteller hätte bei seinem DIY-Kalibrator einen Denkfehler gemacht. (0,77 liegt doch deutlich näher am Crestfaktor für Sinus von 1/SQRT(2) ~ 0,71 als am lt Tonspur angepeilten Wert 1,0)


    Schlimmer aber noch der Dioden- und Durchgangstest: es steht in der Anleitung, dieser würde nur bis 2 V gehen, schon das eigentlich zu hoch für absolut zerstörungsfreie Messungen an empfindlichen Halbleitern, zeigt sich dann jedoch, dass damit nur der fest eingestellte Spannungsmessbereich im Display gemeint ist, auch eine blaue LED mit um die 4V Vorwärtsspannung leuchtet noch beträchtlich hell...


    Was im Video fehlt, ist eine externe Messung des dabei zur Anwendung kommenden Meßstroms, jedoch liegt die Beschädigungsschwelle bei manchen Halbleitern sehr tief, mehr als 1 mA sollte keinesfalls verwendet werden. Die hohe Meßspannung in Zusammenhang mit möglicheerweise in der Schaltung befindlichen Kondensatoren kann aber auch so zu Zerstörungen führen, da über diesen Kondensator dann deutlich mehr Strom im Moment des Erreichens der Leitfähigkeit im Halbleiter fliessen kann. MOSFETs bringen diesen Kondensator dummerweise gleich selbst mit...


    Sollte man zumindest wissen und tunlichst nicht an wirklich empfindlichen Sachen rum fummeln damit.


    Das extrem spiegelnde Display zusammen mit dessen Winzigkeit wäre für mich ein weiteres NO GO, da ich das Teil (als Oszi) nur mit Lupe und im abgedunkelten Raum nutzen könnte.


    Der Hinweis im Video auf die gemeinsame Erdung von Ladeschaltung und (natürlich) der beiden BNC-Eingänge ist Goldes wert, wenn gleich diese Tatsache natürlich die Verwendbarkeit am PC für automatisierte Messungen sehr einschränkt (lt. Einblendung kann das Teil SCPI, wäre als prinzipiell verwendbar dafür)


    Was mir auch zu denken gäbe ist die extrem miese Qualität der Meßkabel, diese sollte man sofort ins Recycling geben und sich ordentliche holen, ansonsten ist Frust vorprogrammiert! Das teilweise "gummierte" Gehäuse sieht auch nicht unbedingt langzeitstabil aus, wäre blöd, wenn das nach ein paar Jahren (oder im rauhen Einsatz, z.b. im KFZ-Bereich auch deutlich früher...) anfängt zähflüssig eklig zu werden. Eine abnehmbare Gummihülle und ordentlicher schlagfester Kunststoff wäre meines Erachtens nach hinsichtlich der Haltbarkeit und auch Reinigungsfähigkeit besser.


    Die Standard-Akkuzellen sind definitiv ein Fortschritt, insbesondere bei Geräten von relativ exotischen Herstellern, ich würde die mitgelieferten Akkus auch gleich entsorgen und Markenware einsetzen, um hier kein unnötiges Risiko einzugehen. Wobei ich Lithium-Akkus generell nicht über den Weg traue und in Messtechnik, die doch oft länger unbenutzt irgendwo eingelagert ist, erst recht nicht.



    Mein Fazit: als Oszi ein nettes Spielzeug, in Ermangelung von erweiterten Triggermöglichkeiten und dem winzigen und spiegelnden Display -dem ich im Übrigen die behaupteten 10.000 Bildwechsel (das wäre 0,1 ms für einen Bildaufbau!) absolut NICHT zutraue- aber nichts, mit dem ich -auch nur ab und an- arbeiten wollen würde.
    Für die Kids als Spielzeug zur Ergänzung altehrwürdiger EE-Kästen aber durchaus eine Geschenkidee.


    Von Netzspannung und entsprechend Netzteilschaltungen würde ich mit dem Teil absolut die Finger lassen, es sieht Vieles danach aus, dass es die dafür notwendigen Schutzvorgaben nicht einhalten könnte!


    Als Multimeter wäre es mit der Displaygröße und Leuchtstärke gut ablesbar, patzt aber in nahezu sämtlichen Meßbereichen ausser DC-Voltage, was es somit -selbst im Hobbybereich- disqualifiziert. Eine ordentliche Meßmöglichkeit im Oszi-Betrieb wäre da sinnvoller gewesen. (aber in lesbarer Größe!)


    Auf den Signalgeneratorteil wurde im gesamten Video nicht wirklich eingegangen, da wäre insb. die Fremdspannungsfestigkeit und Kurzschlussfestigkeit interessant, sowie das Verhalten bei Frequenz/Wellenformänderungen im laufenden Betrieb. Was man sehen konnte, waren teils heftige Über- und Unterschwinger beim Wechseln der Wellenform. Arbiträre Signale kann das Teil offenbar nicht, auch nicht die Wiedergabe von gespeicherten Signalverläufen des Oszis. Das wäre jedoch ein weiterer Pluspunkt gewesen, auch wenn natürlich im digitalen Bereich ein Kanal für die wenigsten Dinge genug ist.


    Ebenso wenig wurde auf den XY-Betrieb eingegangen, auch dieser ist in den meisten Digitalen Scopes sehr rudimentär nur implementiert, d.h. wäre interessant zu sehen, wie es hier ist...


    just my 2 Cents

    Aehm, ich glaube ich stelle meine Fragen zu einem späteren Zeitpunkt nochmal, wenn sich die allgemein etwas ungünstige Stimmung, die ich dieser Tage hier wahrnehme, etwas gebessert hat.

    Sorry, war nicht meine Intention gewesen, siehe erster Post!


    @Administratoren: bitte die Diskussion auslagern, damit feltel s Frage beantwortet werden kann.


    Meine Kurzantwort: Hantek 6022BL (nicht BE!) mal ansehen als Alternative, viel mehr Messmöglichkeiten, aber natürlich (siehe Saskia s Einwände) NUR für NIEderspannung, gemeinsame Masse aller Kanäle beachten!

    Gab es hier eigentlich schonmal einen Thread mit der Vorstellung deines Messgeräteparks?

    Nicht direkt, aber in Summe dürften schon einige der aktuell über 70 Mess & Testgeräte mal Erwähnung gefunden haben. *)


    Dummerweise bin ich nicht nur von TEAS, sondern auch von akuter Röhrenradionitis und Commodoritis befallen, mit dazu paranoider IBM-collectivitis, also ein hoffnungsloser Fall, ausgebeutet von meinem Arbeitgeber, der für die Nächte, die ich gratis (Stempeluhr stoppt ab ca. 20 Uhr) dort verbringe, inzwischen sogar Wärmgeld und Miete haben will...


    Und daheim verschanze ich mich vor dem Rest der Familie in Türmen noch jungfräulicher ebay-Lieferungen...


    *) ich war mal auf die dumme Idee gekommen, meinen Gerätepark zur Vermietung anzupreisen, eigentlich nur an bekannte Partnerfirmen und -Freiberufler, aber das endete in Chaos und gewissen Verwerfungen, daher wird es auch hier keine Liste mehr geben, sondern bestenfalls ein "me too" ab und an...


    Andere Leute fahren Autos im Wert von ganzen Jahreseinkommen, ich sammel halt Elektronik aller Art in ähnlichem Umfang und fahr dafür olle Mühlen, auch Youngtimer genannt... Sind wir nicht alle ein bisschen Bluna ???

    PUH so einen Quatsch habe ich lange nicht mehr gelesen!

    Es ging um NEU-Geräte und da war Hameg nunmal die letzten 7 Jahre mit R&S im Bett und nun sind se mausetot...


    Aber natürlich ist das damals kleinste Hameg und ein damaliges großes TEK nicht vergleichbar, aber TEK hatte deutlich schlechtere Einstiegsoszis (man denke nur an die Mini-Oszis T-211) als Hameg, aber natürlich auch weiter oben im Markt Geräte, zu denen es kein Hameg Gegenstück gab.


    Die HM-8000er Einschübe sind technisch jedenfalls fortschrittlicher als das, was TEK zur gleichen Zeit noch so alles an Analog-Zeugs verkaufte, habe Beides in meinem Fundus und würde jederzeit die Hamegs bevorzugen. Aber natürlich auch hier: bei TEK war es Einstiegsklasse, bei Hameg das ganze Sortiment.


    Und so richtig günstig war Hameg ja auch wieder nicht, weder in den 1970er - 2000er Jahren noch gar nach Übernahme durch R&S...


    Und Tek hat auch schon mal bessere Zeiten gesehen, aktuell würde ich von TEK kein Oszi mehr kaufen, bestenfalls noch von Agilent Keysight oder eben R&S. (mein alltime-Favorit LeCroy fiel ja auch der Übernahmeschlacht durch Teledyne zum Opfer und verkauft jetzt China-Ramsch -wie Siglent- unter eigenem Label und Yokogawa (als mein Geheimtipp) hat sich aus den unteren Segmenten (also bis ca. 15.000 EUR) komplett zurückgezogen...

    Da darf es auch schon mal was preiswertes sein. Der Focus liegt hier zudem auf Platzsparend.

    Hantek 6022BL : ca. 80 EUR für 2 Ch Digi-Scope und 16 Ch. (TTL) Logic-Analyzer im Format einer kleinen externen 3.5" USB-Festplatte, mit ebensolchen USB-Interface

    ans vermutlich eh rumstehenden PC, notebook oder wintel-tablet.


    z.b. hier: https://www.ebay.de/itm/273372…44b6c4:g:02YAAOSwcSleqUMj


    Aber, ums nochmal deutlich zu sagen: ich fahr lieber uralten BMW oder Porsche als neuen DongFeng, BYD, Geely oder auch Hyundai, Daewoo oder sonstigen Reiskocher und ebenso handle ich bei Messtechnik:


    Lieber alt, robust, reparabel, wohldokumentiert und servicefreundlich aufgebaut (und kalibrierbar!) als obigen Umweltsünder-Kinderarbeits-Elektroneugeräte-Müll!


    Platzsparend ist natürlich relativ, also so ein 30 Jahre altes Tek202 ist auch platzsparend:


    https://www.ebay.de/itm/174923…3a034a:g:XMEAAOSwcNphMxvp

    Und gar nicht mal soooo teuer im NOS - Zustand und Screenshot kompatibel mit jedem IOS, Android und Polaroid ;-)

    Du liest nicht mal mehr die Beiträge, auf die du antwortest. Es ging in meinem Beispiel um 4 MHz.

    Ich zitiere DICH: "..und wenn es das nicht mehr gibt, dann eben 50MHz".


    Also: Kopf beiseite legen, dann läuft das Hirn zusammen, sagte meine Mutter selig in solchen Momenten immer...



    n.B.: 4 MHz ist vielleicht ein bisschen wenig, wenn der Dot-Clock im C64 schon 8,irgendwas MHz hat und der wird - wie auch der Farbhilfsträger 4.43 MHz - aus nem 17,x MHz (oder waren es 14,x MHz, aber egal) erzeugt. Erst kürzlich wurde hier in einem Thread geknobelt, worans liegen kann, wenn die Takte allesamt nicht mehr stimmen, also kein rein theoretisches Problem.


    Und allein für die 1571 wird er sich das Teil wohl kaum zulegen, dann wäre nämlich eine 1571 in Zustand ok günstiger, für die defekte gibts ja auch noch Geld...

    Und nachdem auch von 16bittern die Rede war im initialen Post, hab ich die Latte sogar noch etwas höher gelegt, steigen bei Amiga, ST & Co. ja auch die sonstigen Frequenzen... Mein Harris 80C286-25 hat z.b. ein 50MHz Quarz und ist definitiv ein 16bitter...

    dann eben 50 MHz. Mit ensprechender Bandbreite und Samplingrate. Aber nicht 200 MHz und 4 Kanäle und RS232-Protokol-Analyser und 16-Kanal Logik-Analyser

    50 MHz Analogbandbreite erfordert eine Samplingrate von min. 100 MS/s, dann ist aber (bei Ausnutzung der Bandbreite) jegliche Phaseninformation resp. Wellenforminformation futsch. Also min. das nochmals Doppelte und genau den Bereich hatte ich auch empfohlen (100MS/s-200MS/s).


    RS-232 u.ä. Protocoll-Analyzer hatte ich auch als "nice to have", aber letztlich Spielerei bezeichnet.


    Und das mit dem Logic-Analyzer ist rein meine persönliche Erfahrung, dass man mit 2 Analog-Kanälen im digitalen Bereich nicht sonderlich weit kommt, resp. dann ständig Hilfskonstrukte wie selbstgeschriebene Programme auf dem DuT braucht, was nicht immer so einfach funktioniert...


    Daher meine ganz klare Empfehlung: statt des Multimeters mit "grafischer" Wellenformanzeige sich USB-Messtechnik mit den genannten Mindestbandbreiten und Kanälen zuzulegen. Kostet zwar vielleicht in der Anschaffung jetzt ein klein wenig mehr, aber macht sich vermutlich bald bezahlt.


    Hab grad gesehen, dass Hantek es scheinbar geschafft hat, die in seinen kleinen USB-Scopes immer schon verbauten Digital-Ports jetzt endlich auch nutzbar zu machen, jedenfalls wird das 6022BL nun als MSO beworben, ist aber im Vergleich zu dem 6022, das ich vor Jahren mal nem interessierten und netten Praktikanten zum Abschied geschenkt habe von 60 auf über 120 EUR auch im Preis entsprechend gestiegen... Das hatte ich davor auch ausprobiert und sogar mal in ner Vorlesung eingesetzt, um am Beamer schnell mal ne Wellenform in der Praxis zu zeigen, aber die Darstellung war damals furchtbar dünn und "zittrig" im Vergleich zu dem, was man von den Markengeräten eben so gewohnt ist...

    Im Professionellen Bereich ist es sch...egal, ob das nun 500 EUR oder 5000EUR kostet, es muss zuverlässig und langlebig sein, da auch die Einarbeitung resp. Umstellung Geld kostet. Und LANGLEBIG ist das China-Zeugs DEFINITIV NICHT!


    Und insofern auch nicht nachhaltig. Und am Ende des Tages kommt man mit dem Markengerät vermutlich günstiger über die Zeit, Stichwort: TCO.


    Und der Umwelt wie auch den heimischen Arbeitsplätzen ist auch geholfen, wenn wir nicht alles hier in der EU kampflos aus der Hand geben, nur weils aus Fernost ein paar Cent billiger erscheint.


    Just my 2 Cents!

    Da es bei mir ja nur um die "Optik" geht... bei JLCPCB gibt es auch Alu-Platinen ? Zwar nur in wenigen Farben... aber ich glaub das muss ich mal testen... i


    Alu-PCBs sind üblicherweise nur einseitig, denn das Trägermaterial ist ja dann Alu und somit leitfähig, da durchzukontaktieren ist nicht trivial. Zudem sieht man von dem Alu so gut wie nix, an den Rändern und Bohrungen rsp. Fräsungen, ok und auf der Rückseite natürlich, aber auf der Print-Seite sieht das ziemlich "normal" aus, je nach gewählter Lötstopplackfarbe eben.


    Oder wie meinst Du das mit "Alu-PCB"?

    Thema verfehlt. Gefragt war nach einen Oszi und nicht danach, was für super-tolles Equipment man selber rumstehen hat.

    Überlass das mal dem Threadstarter, was er für nützlich hält.


    Zudem ist klar im Vorteil, wer lesen kann: ich habe geschrieben, dass ich ANSTELLE eines kleinen mobilen -aber mit sehr viel Kompromissen behafteten- Geräts eher zu zwei USB-Geräten rate, die das zu 99,99% vorhandene Notebookdisplay nutzen und somit mehr Funktionalität fürs Geld bieten. Zudem sind wir bei den angegebenen Sachen immer auch in der Digitaltechnik und dort hilft ein Zweikanal-Oszi reichlich wenig, ein Logic-Analyzer aber sehr viel.



    Deine Empfehlung darfst Du ja gerne in Deinem Post abgeben, anstelle hier rumzumäkeln...



    Für unser Retro-Hobby tut es auch ein Hameg-Oszi oder ein Voltcraft Multimeter.

    Hameg ist seit Jahren R&S und somit HOCHWERTIGER als Tektronix, inzwischen gibt es m.W.n. gar keine neuen Hameg-gelabelten Geräte mehr die Marke wurde voll in R&S integriert, Hameg gibt es also auch nur noch gebraucht und ein solches würde ich durchaus empfehlen, ist nur dummerweise auch größer als das, was dem Threadstarter wohl so vorschwebt...


    VoltCraft ist eine Handelsmarke von Conrad Elektronik, da kann Alles Mögliche Drin sein, aber meist nix Gescheites (früher, vor 1990, viel osteuropäisches Zeugs, jetzt u.a. die genannten asiatischen Firmen)


    Und: es ging übrigens NICHT um Multimeter, aber Du weißt ja über Themaverfehlung und so gut Bescheid, s.o.