Posts by Ruudi

    Ja, mit FiFo geht ein wenig mehr, aber der C64, genauer seine 6510 CPU taktet eben nur mit 1 MHz und der Speicher ist auch sehr limitiert, d.h. kommt man damit nicht an heutige Baudraten des PC heran.


    Kurzzeitig kann man mit FiFo aber auch mal "echte" 230kBaud erreichen, z.b. für einen Programmdownload direkt ins RAM.


    Die meisten Versionen des 65C51 haben darüber hinaus Bugs, die einen durchgängigen IRQ-gesteuerten Betrieb fast verhindern, d.h. weitere CPU-Zeit für Abfragen und Workaround drauf gehen. Wobei der Ur-6551 wohl auch nicht ganz bugfrei war, aber dummerweise nicht der gleiche Bug, was die Software weiter verkompliziert, wenn diese auf allen Varianten laufen soll...


    Die Baudrate WÄHREND der Übertragung ist das Eine, aber die Pausenzeit zwischen zwei Bytes ist das Andere, d.h. es hilft nix, schnell ein Byte (als Mensch Wort) raus zu hauen, wenn danach dann eine lange "Denkpause" kommt...

    Sagt mal, der C64 kann von Haus schon/oder doch nicht RS232?

    Genau so, wie aktuelle Arduinos & Co. auch: mit TTL-Pegeln, die Baudraten waren aber deutlich niedriger, bis 2400 Baud gings regulär, bis 4800 mit Tricks, darüber nur mit zusätzlichem Modul. Pegelwandler auf echtes RS232 waren aber natürlich stark verbreitet, wenn auch selten das Original von Commodore, da schlicht schon damals abgehoben teuer (woran sich natürlich durch die Sammelwut nix geändert hat bis heute...)

    Nachvollziehbar ;-)


    Wobei ich immer noch ne defekte CMD FD2k/4k (gekauft als 4k lt. Gehäuse, aber mit 1.44 LW und auch umgerüstet auf 1.44 Controller, inzw. aber wieder rückgerüstet auf 2.88 Controller, da der besser verfügbar war...) rumliegen hab, die (mich?) irgendwie nicht mag... Lässt sich logisch ansprechen, aber liest nix. Laufwerk tut, Controller tut, ROM ok lt. dem, was im WWW zugänglich ist, Jumperkombinationen schon alle durch, bei toms01 PoC Vorstellung "gespickt", was die Stellungen anbelangt und gleiches LW probiert: nix!


    Hat 600 EUR gekostet, war wohl ne Fehlinvestition...


    Aber aktuell muss ich mich um mein Dachgeschoss-Fenster kümmern, sonst gehts mir im wahrsten Sinn des Wortes naß rein ( das ist mir gestern beim Versuch es zu kippen entgegengefallen (40kg!), Ameisen hatten ganze Arbeit am Holz geleistet, keine Termiten, rote "Rasen"ameisen, sehr aggressives Pack, lebt in einer Kolonie unter den Dachziegeln...

    Aber mit SMD wäre es natürlich auch nicht verkehrt, da hätte man auf der Unterseite viiiel Platz ...

    Schön wärs!


    Erinnert mich an so Sprüche wie " In der 4.Klasse glaubte ich, Mathe würde aber der 7. ganz leicht, weil dann ja Taschenrechner erlaubt sind..."


    SMD erfordert (wenn man denn den Größenvorteil der Bauelemente auch nutzen will!) meist 4 Lagen, um ordentlich routen zu können, man hat ja keine Bohrlöcher, die eh in alle Lagen gehen (und mit 2.54 resp. 1.27 mm "riesigen" Abstand haben), sondern muss sich die Durchsteiger aka DuKos alle selbst erstellen und die dürfen wiederum nicht auf Lötflächen liegen (weils sonst das Lötzinn beim Löten reinzieht) und sind üblicherweise allein aufgrund der Stromtragfähigkeit sowie mech. Vorgaben der Fertiger größer/breiter als die Leiterbahnen, d.h. stören schöne gleichmäßige Verlegung...


    Alles lösbar, aber pauschal "mehr Platz", das gilt nur dann, wenn die PCB gleich groß bleibt wie beim THT, was eher selten der Fall ist...


    Doppelseitige Bestückung hat auch ihre Tücken, insb. wenns dann industriell gefertigt werden soll, halbwegs bezahlbar ist dann noch, größere und tendenziell mit wenig Pins versehene Bauteile nach unten zu verlagern und dann bei der Bestückung fest zu kleben und mit Welle zu löten, die Oberseite dann mit reflow. Beidseitig reflow ist aufwändig, insb. wenn höhere oder empfindliche Bauteile mit drauf sind...

    Das mit dem Eng ist alles relativ, PLCC gehören zu den eher grobmaschigen Teilen aus heutiger Sicht...


    Wie man was am Besten anfängt?? Etwas allgemein Deine Frage, da könnte ich jetzt ein Buch zu schreiben ;-)


    Grundsätzlich macht man das routing je Ebene in einer Vorzugsrichtung, bei mehr als 2 Ebenen nimmt man üblicherweise GND und Vcc noch als Fläche hinzu und routet nur "notfalls" und STRIKT in einer Vorzugsrichtung, aber keinesfalls mit einer einzelnen Leiterbahn "ums Eck" in einer dieser beiden Ebenen.


    Wenn Du den Sockel in THT (also kein smd) nimmst, hast Du ja eh schon die DuKos in alle Ebenen, d.h. muss einfach nur noch entsprechend routen.

    Leiterbahnen bis 0,15mm und ebensolche Lücken nehmen die PCB-Hersteller heute meist ohne Aufpreis an, darunter gehts entweder mit deren Equipment gar nicht mehr, oder es kostet eben Aufpreis, da sog. Feinstleitertechnik.


    Wenn Du auf 0,2mm für Leiterbahnen und Mindestabstand (Aura) für reine Logikschaltungen bis 20V Pegel! *1) gehst, dann hast Du, wenn wirklich mal eng wird noch etwas Spiel... Leistungsleiterbahnen, also GND (IMMER!) und Vcc (fast IMMER) sowie Schaltausgänge für nennenswerte Lasten gehören natürlich breiter geroutet je nach Stromstärke, Kupferauflage auf der PCB (geh für China mal besser von 30µ aus, 15µ auf Innenlagen von Multilayern, 35/17µm sind der offizielle Standard *2) ) und natürlich auch der erlaubbaren Erwärmung (meist 40°C).


    Es gibt Tools im Internet (oder möglicherweise direkt in der Anwendung, Target3001 z.b. hat sowas, bei Sprint weiß ich es nicht), mit denen Du die max. Strombelastbarkeit nach obigen Vorgaben ausrechnen lassen kannst oder auch für eine bereits verlegte Leiterbahn den Widerstand bestimmen lassen kannst und eventuell auch die Erwärmung bei einem vorgegebenen Strom.


    Ansonsten: bei schnellen Signalen scharfe rechtwinklige Leiterbahnführung vermeiden, bei mehrfach sich verzweigenden Signalen "Busse" die Länge der Stichleitungen möglichst kurz halten, schnelle Signale nicht über längere Strecken parallel oder (insb. auf Innenlagen) direkt übereinander führen (kap. Kopplung!). Keine Leiterschlaufen, Masse möglichst Sternförmig oder Masseebene (auch dort Sternförmige "Inseln" für analoge Subsysteme möglich).



    Oder was sonst? Bitte konkret fragen ;-)



    *1) Wenn höhere Spannungen und/oder Verschmutzungsgrade, Betriebshöhe größer 2000m über NN oder erhöhte Betriebssicherheit hinzukommen, dann steigen die erforderlichen Abstände zu anderen Leiterbahnen sowie zum Rand der Karte oder Bohrungen etc. schnell ganz erheblich an.


    *2) 70µ auf Aussenlagen ist mit Aufpreis ab und an bestellbar, aber dann gehen meist aufgrund der Produktionsverfahren auch die Mindestbreiten nach oben. 105µ ist im gewerblichen Bereich auch noch gebräuchlich, darüber kommt man dann in den Bereich, in dem andere, hybride Lösungen in Frage kommen.

    Ok, nicht CMD, sondern der Rechteinhaber von Jiffy-Dos, wie hiess er gleich nochmal? ;-)


    Aber das steckt ja nun blöderweise auch in fast jeder CMD-Hardware mit im ROM...


    Kann man für 10-25 EUR kaufen, ok, aber genau das lockt dann die Trittbrettfahrer an, sowohl die, die

    glauben, sich da mit dreisten Angeboten was dazu verdienen zu können, als auch die, die mit Abmahnungen

    sowohl die Dreisten, als auch Zufallsopfer, die ihren alten C64 mit Jiffy-ROM anbieten, aber dann keine Lizenz vorweisen

    können, so richtig ordentlich ausnehmen...


    Prinzipiell kann natürlich jeder entscheiden, ob er alte (c) aufgibt oder weiter verfolgt, im Tonträgergeschäft läuft das ja sogar noch im

    Zeitalter der Erben ganz gut, aber dort ist eben auch der Markt deutlich übersichtlicher, zumindest im traditionellen Bereich mit physischen Tonträgern...


    Das Dumme ist, es schweben über unserem Hobby eben ständig die dunklen Wolken, denn jederzeit könnte wieder irgendein Rechteinhaber aus den Löchern

    gekrochen kommen und so richtig Stress machen...


    Manche, wie die Nightfall Crew sind ja richtig frech, andere wieder übervorsichtig, aber schön wärs, wenn es zumindest ne Art zentrale Stelle gäbe, an der man nachsehen

    kann, ob und in welchem Umfang Rechte schon freigegeben wurden...

    Es gibt silberne Klebefolien für Laserdrucker.

    Ja, aber keine echten "Alu"folien, da das Metall die elektrostatische Arbeitsweise jeglicher Laser oder Kopierer torpedieren würde, das Original sieht aber sehr nach Alukern aus...


    Hab das bislang immer mit Negativdruck auf spezielle Klarsichtfolie gemacht, Vorteil:abriebsfest, aber sieht eben NICHT GENAU SO aus, wie bei Scanntronik seinerzeit...



    Haben die den ganzen C64 Zeugs eigentlich offiziell freigegeben? Oder zicken die auch so rum , wie CMD? Für private Basteleien kanns ja egal sein, aber man will ja auch mal tauschen oder das auf Treffen herzeigen...

    Keine Sorge, das ist ok so, aber ist mir zunächst auch aufgefallen, aber sieht so aus, als ob da die Auren mit eingeblendet sind (vemutlich 0,3mm) in weiß.

    Aber 0,56mm oder auch 0,3mm Abstand sind kein Problem, ist ja keine nennenswerte Spannung drauf...


    Für nen Erstversuch sehr ordentlich (kann jetzt natürlich nicht gg. Schaltplan prüfen, rede nur vom Layout selbst).


    Einziger Punkt, wo ich -wenn ich es beruflich reviewen müsste, mäkeln würde: die eine Duko neben der großen mittigen Bohrung, die ja nun eine Fräsung ist, die ist da ziemlich nah dran, bei den Fräsungen fallen die Toleranzen meist recht großzügig aus, da würde ich ein wenig mehr Abstand halten...


    Und die Thermal traps, d.h. die "Dehnungsfugen" an den in Flächen eingebundenen Pads erscheinen mir auch recht mickrig, aber das kann täuschen, kann in ner anderen Zoomstufe schon wieder ganz anders aussehen...


    Ordentliche Arbeit, weiter so!:thumbup:

    Heute habe ich meinen Pagefox-Nachbau fertiggestellt:

    Wow, sieht aus wie echt, wann steigst Du um auf Banknoten oder Goldbarren mit Koboldkern :X


    Aber hab -allen Unkenrufen was die ebay-Preise derzeit anbelangt zum Trotz- in den letzten Monaten 2 Stk für je unter 10 EUR von denen geschossen, da lohnt Nachbau nicht wirklich... (oder waren das schon Nachbauten und der Markt ist nun gesättigt ????)


    edit: wird Zeit dass ich meine neue Brille abholen gehe, dachte echt, das wären beides Nachbauten, erst im ganz großen Format jetzt die Unterschiede gesehen, ist auch keine Silberfolie wohl beim Nachbau?


    Was mich -aus anderen Gründen- aber interessieren würde: Wie hast Du das mit der Silber-Folie gelöst, Negativdruck auf Klarsichtfolie oder ???


    Wäre sicherlich interessant für viele hier incl. der genauen Materialien ;-)


    DANKE!

    Puh, ich habe hier auch noch 2 alte, selber nie benutzte Fernseher aus den 80ern, habe mich noch nicht so recht getraut, die mal einzuschalten. Keine Ahnung wann der Vorbesitzer sie zuletzt in Betrieb hatte.

    Netzstecker raus und ein paar Stunden warten, dann Rückwand ab, Chassis rausklappen und IM FREIEN bei trockenem Wetter (Gattin und Nachbarn vorwarnen, dass es gleich staubt!) mit Kompressor oder Druckluftdose ausblasen. Dabei ne Ausblaspistole aus Metall verwenden, bei der Dose mit einem Finger ans blanke Metall, damit keine statischen Ladungen entstehen. Sehr kritisch sind da auch die Plastik-"Schnüffelstücke" von Staubsaugern, die ganz vorne halten, damit da kein Funke auf die Elektronik springen kann...


    Danach wieder zusammenbauen und in der Wohnung akklimatisieren lassen. (bei möglichst trockener Luft...)


    Dann einschalten. Wenns kracht und stinkt, dann Stecker raus, Fenster auf und Rückwand ab, und schaun (NUR SCHAUEN MIT AUGEN, NIX FINGER! :whistling::saint:) wo es herkam...

    Aber in 95% der Fälle wird das Teil dann anstandslos tun.


    Unbeaufsichtigt laufen sollte so ein älterer TV allerdings NIE, auch damals schon nicht, die können auch mal spontan anfangen zu brennen!


    Staubfrei innen drin ist die eine Absicherung gg. solch Unbill, das Erneuern der Elkos die andere Maßnahme, aber auch danach NIE unbeaufsichtigt laufen lassen!

    Ob sich die Erneuerung lohnt, das kann man dann ja am Bild schon grob festmachen, es gibt allerdings auch ein paar BILD-Fehler, die von den Elkos selbst verursacht werden und "schlimmer" aussehen, als sie sind...


    Viel Spass und Erfolg!


    Es gab und gibt (antiquarisch) gute Bildfehler"Fibeln" für die TV-Geräte, da kann man schon mal viel lernen und den Fehler eingrenzen mit, aber ist teils recht technisch geschrieben und auch (da damals alle Farbfotos als Block gedruckt wurden) unübersichtlich... Hab aber noch kein PDF gefunden, das sich mit dem Thema beschäftigen würde und/oder gar das Manko beheben...

    Bei den alten Linearnetzteilen des C64 könnte es zu Überspannung kommen durch defekten oder bald defekt werdenden 5V Regler. Das verkraftet meist einer der RAM Chips am Schlechtesten und "opfert" sich dann für den Rest durch so hohe Stromaufnahme, dass die Spannung wieder auf erträgliche Werte sinkt... (aber natürlich defekt ist und repariert/ersetzt werden muss, ansonsten bekommt man auch den C64 nicht mehr fertig repariert...)


    Kann aber auch mehr kaputtgehen, d.h. würde ich die Ausgangsspannung zumindest mal messen und falls alle noch ok, das Netzteil nehmen (Wenn Du mehrere hast), das optisch noch am Fittesten aussieht oder am Jüngsten ist, denn Elektronik stirbt je früher desto "heisser" sie lebte, manche "Türkeile" sehen schon optisch so aus, als wären sie kurz vorm Schmelzen gewesen...


    Beim C128D ist immerhin ein Schaltnetzteil verbaut, das kann zwar massiv Ärger machen, aber Fälle von zu hoher Spannung am Ausgang sind eher selten. Schaltnetzteile sind aber nix für mal so nebenbei reparieren, schon gar nicht, wenn sie nicht anlaufen, denn dann bleibt der primäre Ladeelko geladen und der hat genug Energie für nen potentiell tödlichen Schlag!


    Dieser Elko geht auch gern mal kaputt, ebenso die sekundären Glättelkos, und natürlich die Leistungsdioden und Transistoren. ( die sog. Zementwiderstände, das sind so weiße, rechteckige, relativ große, meist niederohmige Widerstände sind auch ein Geheimtipp, wenn so ein altes Schaltnetzteil nicht mehr ordentlich läuft: die werden gern etwas hochohmiger als sie sein sollten und dann schaltet das Netzteil (teils auch sporadisch) ab oder liefert zu wenig Leistung...)


    Im Netzfilter sind auch noch die X2-Kondensatoren kritisch, aber die hörst Du dann, wenn sie durchknallen, mehr als FI oder Sicherung raus passiert da aber nicht (es sei denn, Du schaust aus der Nähe zu, die fliegen gut!) oder fackelst Dir durch unbeaufsichtigten Betrieb die Bude ab...


    Also raus mit dem Zeugs, ist nur Pfennigware!


    Beim Monitor gleiches Spiel mit dem Netzfilter, aber dann wirds unübersichtlich... Angst vor Restladung brauchst Du nach Jahren keine mehr zu haben, solange beim Ausschalten eines Röhren-TV oder -Monitors KEIN Einbrennfleck oder sich aufweitender heller Fleck erscheint, funktioniert auch die Entladeschaltung und dann ist dort schon nach ein paar Stunden spätestens alles safe. Man spürt die Restladung ja auch elektrostatisch am Glas aussen und solange man den HV-Stecker an der Röhre in Frieden lässt, kommt man dort eh nicht ran.


    Schlimmer ist da schon, wie auch oben erwähnt, wenn der Monitor gar nicht startet, denn dann bleibt der primäre Ladeelko voll geladen, da herrscht dann beim Berühren akute Lebensgefahr, aber am Besten immer die Elkos mit einem 10k/2W Widerstand entladen, nicht "funkend" mit einem Stück Draht, das schädigt die Elkos!



    Grundsätzlich gefährdet für Defekte durch Lagerung sind übrigens Geräte, die ständig feucht und sehr kühl (also unter 12°C) lagerten oder im Wechsel (Schuppen, Fertiggarage etc) mal heiß mal kalt, mal feucht mal trocken abbekommen haben.


    Denn die Feuchte führt zu Oxidation und bei unter 12°C beginnt auch beim verbleiten Lot die Gefahr der Zinnpest, d.h. die Lötungen fangen an zu zerbröseln!

    Das ist ohne komplettes Nachlöten nicht in den Griff zu bekommen und Feuchtigkeit kann selbst in Bauteile wie Chips eindringen und dort wieder Oxidationsvorgänge auslösen...


    Meiner Erfahrung nach sind aber spätere Generationen von Geräten aus den 1990ern stärker gefährdet als die doch noch mechanisch recht groß bauenden Geräte der 80er.

    Richtig schlimm wirds zukünftig mit den Bleifrei-Shice ab 2006, da ist teils nach 12 Jahren schon die Zinnpest dran... Und da die Strukturen immer kleiner werden, trifft es auch die Chips eher häufiger und natürlich steigt auch die statistische Chance auf einen Defekt mit der Anzahl der Einzelelemente an...

    Also Z-Dioden haben an sich schon eine etwas engere Toleranz als TVS, Erstere dienen ja auch der Spannungsstabilisierung und -Regelung, aber natürlich bei einem kleineren Steuer-Querstrom, mit einem solchen funktioniert ne klassische Crossbar mit Thyristor einwandfrei, sowohl mit Sicherung als auch mit PTC.


    Ein Tl431 ist natürlich nochmals besser und eine "echte" Spannungsreferenz erst recht.


    Aber über den kleineren Steuerstrom eines Thyristors und einem Poti oder der zuvor schon erwähnten Reihendioden lässt sich das eigentlich schon auch mit günstigen Bauteilen ganz gut hinbiegen. Wobei ich speziell bei H-Brücke zur Erzeugung der 9VAC da schlicht die PWM passend regeln würde anstelle solcher Umstände und nur bei richtig hoher Überspannung dann abschalten. Und wenn man die H-Brücke entsprechend auslegt, dann kommt man gar nicht mehr in Bereiche, in denen man hart begrenzen müsste...


    Von nem 0R als "Sicherung" würde ich persönlich aufgrund meiner Berufserfahrung Abstand nehmen, das kann nach hinten los gehn, und sich ne Leiterbahn als Ersatzsicherung betätigen oder gar irgend ein anderes Element der Schaltung...

    Leider ist meine Stromzange nicht mehr sehr genau.

    Wer mißt mißt Mist!


    Welche Stromzange hast du denn da im Einsatz?


    Hoffentlich was Gescheites von Tektronix (gibts auch von LeCroy, HP & Co., aber ist eigentlich immer ne Tektronix drin). Alles Andere kannst du knicken (zumindest in bezahlbarer Preislage).


    Die Messung ist schon realistisch, denn das Netzteil regelt ja dagegen und die Diode verhält sich einfach wie ein Widerstand, der sich selbst so einstellt, dass eben die maximale Spannung konstant bleibt, EGAL wie hoch der Strom auch wird! Und da das Netzteil wiederum den Strom begrenzt, stellt sich eben stationär dann der max. Strom des Netzteils bei "maximaler" Spannung an der Diode ein. Üblicherweise sind die TVS so steil, dass da mit den Kapazitäten im Netzteil zusammen auch nix oszilliert. Ne TVS ist nicht für solche dauerhafte Überspannung zu gebrauchen, die opfert sich einfach thermisch, wenn ihr kein PTC oder Sicherung zur Hilfe eilt!


    Das mit den Toleranzen der TVS-Dioden ist "normal", die streuen erheblich und werden daher üblicherweise im Eingangspfad eingesetzt, d.h. an Stellen, an denen ein paar Volt hin oder her nicht das Problem sind, sehr wohl aber kurze Spikes mit dem zigfachen der Spannung...


    Aktive Klemmschaltung mit Referenz und Komparator wäre bei sehr engen Toleranzen (z.b. am 5V Pfad) dann angesagt.


    Wenns nicht ganz so genau sein muss und auch nicht "schnell", dann wäre eine starke ZD und ein PTC (also auch selbstrückstellende Sicherung) davor noch ne denkbare Alternative, aber der PTC altert natürlich schnell, wenn ständig erwärmt, d.h. sollte man in Reihe zur ZD noch ein, zwei normale Dioden vorsehen, die man durch Brücken ersetzen kann, wenn die ZD-Spannung an sich passt, aber ansonsten eben noch um je ca. 0.7V nach oben korrigieren kann. Die Dioden natürlich -im Gegensatz zur ZD- in Flussrichtung.