Posts by Ruudi

    Den Agnus im Sockel zu verlöten halte ich für völlig übertrieben.

    Wie gesagt: wichtig sind vor Allem GND und Vcc Pins, weil wenn die auch nur schlechten oder mal kurzfristig unterbrochenen Kontakt haben, dann kann das den Chip selbst oder auch andere Chips schädigen, weil sich der Strom dann andere Wege sucht...

    GND lost ist mit eine der häufigsten Versagensursachen von ICs überhaupt und die damaligen waren dagegen überhaupt nicht geschützt, hatten teils auch nur einen einzigen GND oder auch Vxx Anschluss (je Spannungsschiene nur ein einziger Pin)

    PLCC-Sockel sind in dem Alter meist auch mechanisch am Ende, Ersatz schwierig, da chin. Billigware es nicht unbedingt verbessert...

    Rate zu "einlöten" des Chips im Sockel (nach blankmachen sämtlicher Kontakte beider Beteiligter), ist zwar ne fummelige Arbeit mit Feinlötkolben und Lötpaste (wg. viel Fluxmittel mit drin), aber danach ist erstmal Ende mit solchen Fehlern.

    Wobei eine zeitweise fehlerhafte Masse- oder Vcc-Verbindung auch den Chip oder damit verbundene Bauteile killen oder schädigen kann...

    Zumindest diese Kontakte würde ich via Lötung überbrücken! Und rund um den Sockel rum dann nen Kabelbinder (am Besten Kantenschoner aus Metall basteln, um den Sockel nicht erst recht zu "sprengen")

    Bei Mosfets dieser Bauart bricht aber eher die Oxidschicht zwischen Gate und D/S oder (wenn vorhanden) eine Eingangsschutzdiode durch. Also hier der Port, der "Laufwerkstaste gedrückt" detektiert. Die gemessenen Werte bestätigen das auch.

    Ich hatte parallel auch erwähnt, dass erhöhte Stromaufnahme von einem echten, kaum behebbaren Defekt zeugen würde... Eventuell kann man aber sogar noch "nachhelfen", indem man genau den einen Port nochmals per dosierter externer Last "ganz" schiesst, so dass die Eingangsfunktion (hoffentlich) wieder reale Werte sieht...

    Wobei ich das angesichts des hier ja vernachlässigbaren Fehlers (die CPU könnte man z.b. im SX64 ohne Einschränkungen betreiben, sofern der Fehler sich nicht ausweitet, ebenso siehe Diskussion weiter oben..) bleiben lassen würde.


    Der Versuch mit Pull-Up im KOhm.Bereich ist aber nicht zerstörend und wäre somit der erste Schritt gewesen, um die CPU eventuell sogar im normalen C64 zu retten...

    Ich kenne den A205/210(K) nur im Plastikgehäuse. Mit Keramik habe ich die nie gesehen.

    Hab ich nicht behauptet, es ging um die Kühlfahnen, die quasi das Die-Pad nach Aussen hin massiv verlängern und um teils ab Werk schon montierte Kühlkörper...

    Heute würde man da nen Class D Verstärker realisieren und das Die-Pad direkt von unten lötbar an die PCB anbinden, um das bisschen Wärme, das der hocheffiziente Class D (bei integrierten Mosfets) noch produziert auch noch abzuführen ;-) Aber wir sind hier ja auf nem Retro-Forum ;-)


    Apropos abweichen: Preginho : Gibt es Ergebnisse, was die Wiederbelebung der CPU mittels externem Pull-Up anbelangt?

    Chromdioxd Bänder haben nur einen Vorteil.Bessere Höhen weniger Grundrauschen.Was für unsere Datasette völlig Wurst ist.

    Ich hab damals auch oft Chromdioxd Bänder benutzt, komischerweise sind die alle unlesbar im Gegensatz zu den identisch gelagerten Originalen.

    Das ist nicht "komischerweise" so, sondern physikalisch bedingt, da die C=-Datasette eben weder passende Frequenzgang-Entzerrung für CrO2 hatte noch die passenden Lösch-/Schreibströme. Daher haben die Kassettendecks, ja Umschalter für die Bandsorten (teils auch "automatisch") Dummerweise sind Mono-Rekorder mit Bandsortenumschaltung sehr sehr selten und Stereo-Geräte genauso wenig geeignet wie eben reine Eisenoxid-"Basis"-Recorder, wenn man unbedingt CrO2 nutzen möchte... Bliebe ein Umbau eines guten Stereo-Geräts wie der C47x/48x Serie von Grundig auf Mono-R/W-Kopf (Löschkopf ist immer mono...), aber ob da die Impedanzen dann passen und wie lange der Kopf hält, das sei mal dahingestellt...

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    Solides Kassettenchassis von Grundig aus den 1970ern, sogar reineisentauglich ;-)

    Ist ja richtig. Meine Erfahrung mit der 8bit-Technik der 80iger ist dass es dreimal gut geht und einmal stirbt es weiter.

    Wenn man mit einem Kühlkörper die abstrahlende Oberfläche vergrößert, ist schon ein (geringer) Nutzen vorhanden. Passende IR-Aufnahmen sollten sich dazu genug im Netz finden. Bei den 264ern habe ich CPU mit einem Kühlkörper deshalb versorgt.
    Beim C64 nur die alten SIDs. Der Rest hat m.E. "Betriebstemperatur".

    A210K: ist ein A210D mit Kühlkörper. Dort wurde duie Kühlfahne Die-nahe eingesetzt und dann die Plastegehäuseschalen gesetzt.

    Ja, die Durchschnittstemperatur bringt man etwas runter, aber auf Hot-Spots hat man kaum Einfluss... Leider haben die alten Chips meist nur einen einzigen GND oder eben Vcc Pin der direkt am DIE-PAD hängt, d.h. eine optimale Entwärmung ist nicht wirklich trivial...

    JEDE Verringerung der Temperatur wirkt lebensdauerverlängernd im Betrieb, in der Lagerung (von ganzen Baugruppen) hingegen sollte man nicht unter +12°C gehen, sonst gibts Zinn-Whisker und Zinnpest, d.h. großflächige kaum reparable Zerstörung, bei verzinnten IC-Pins sowieso dann nicht mehr...

    weil die CPU nach einer Überspannung (ESD...) weiter stirbt.

    Das kann man meines Wissens nach nicht so pauschal sagen!

    Es KANN zu beschleunigtem weiteren Verfall kommen, aber MUSS nicht!


    Man darf dabei nicht vergessen, dass die Strukturgrößen dieser URALT-Chips noch um einige Größenordnungen über denen der "heutzutage" so gebräuchlichen liegen und somit metallurgische Effekte nicht derart ausgeprägt sind.

    Ein Indiz, dass eine nicht lokal begrenzte Schädigung vorliegt (oder schlicht der "Verschleiß" schon weit fortgeschritten ist...) wäre eine erhöhte mittlere Stromaufnahme verbunden mit einer höheren Betriebstemperatur (welche ohne Gegenmaßnahmen *) dann selbstverstärkend auf die Alterung wirkt!)

    Allerdings dürften die wenigsten Hobby-Geräte jemals derart viele Betriebsstunden runter haben, dass solche Effekte einen Einfluss auf die restliche Nutzungsdauer hätten.

    Viel stärker schlagen da makroskopische Effekte durch wie etwa Wackelkontakte resp. durch Oxidation entstandene parasitäre Halbleiterstrukturen an den Anschlusspins, welche bei Vcc und insb. GND fatale Folgen für den Chip haben wie auch Effekte durch entlang der Oxidation der Anschlusspins ins Gehäuse eindringende Feuchtigkeit und darin gelöste Salze, was zu verstärkter Oxidation sowie teils sogar zu Dampfblasen und in Folge offenliegenden Chipstrukturen führt, die dann erst recht schnell oxidieren und ausfallen.

    Von "dauerhaften" Überspannungen und erhöhtem Brummanteil (der zu Wärmearbeit in allen Strompfaden führt!) durch defekte "taube" Elektrolytkondesatoren, sowie Nutzerfehlern wie falscher Lagerung, Ein/Abstecken von Erweiterungen im Betrieb, falschem Erdungskonzept (was sogar für uns Menschen gefährliche Berührspannungen beim An/abstecken bewirken kann!) sowie thermische Überlastung ganz zu schweigen.


    *) Übrigens: ein Kühlkörper oben drauf sieht bei DIL-ICs vielleicht "profimäßig" aus, aber bringt fast gar nix, da zwischen eigentlichem Chip und der oberen IC-Gehäuse-Aussenseite sehr viel Epoxidharz "Plastik" liegt, das eine recht geringe Wärmeleitfähigkeit aufweist. Wenn dann müsste man von UNTEN her entwärmen unter Einbeziehung derjenigen Pins, die auf die Baseplate gehen (je nach Chiptyp GND oder Vcc), denn dort ist das Epoxidharz deutlich dünner und die Pins führen als Metalle überproportional viel Wärme ab...

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    Das DIE PAD unten ist aus Kupfer -meist überlegiert- aber dominiert mit den daran befestigten Pins die Wärmeabführung. Zudem ist die Unterhälfte oft mit weniger Materialstärke ausgeführt und letztlich kann man dort auch etwas gefahrloser Material abschleifen, da zuerst ja das metallische Pad zum Vorschein käme (und das Stanzgitter der übrigen Pins...) (Abschleifen sollte nur, wer dann auch wieder ordentlich versiegeln kann...)

    (es gibt auch Chips, bei denen die Konstruktion andersrum war, d.h. die Baseplate oben lag und auch solche bei denen die Baseplate rausgeführt wurde in Form von breiten "thermischen" Pins, die auf Kupferflächen gelötet und/oder an Kühlkörpern befestigt werden konnten. Der 10W Audio-Verstärker-IC A210K aus DDR-Fertigung (ein TBA810 Klon) ist ein Beispiel für diese Bauart (mit integriertem Alukühlkörper im Gegensatz zur reinen Kühlfahne beim TBA810S) Bei Chips im Keramikgehäuse war die Wärmeleitfähigkeit eben der Keramik deutlich höher, sowie auch die Dichtigkeit gg. eindringende Feuchtigkeit und entsp. Oxidationsvorgänge im Inneren. Daher setzt z.b. das Militär bis heute auf diese recht teure Bauform...)

    Dann muss es wohl eine neue CPU werden :(

    Eventuell auch nicht...

    Probier mal einen 3k3 (2k2 - 4k7 gehen auch, aber ja nicht direkt verbinden!) Widerstand von +5V an den jeweiligen Port-Pin der CPU zu legen. (insb. Sense-Leitung, s.o,)


    Hintergrund: Die CPU ist in NMOS gefertigt, d.h. jeder Ausgang kann nur aktiv nach LOW schalten, der Zustand high wird allein über fixe chipinterne Stromquellen (wirken wie Pullup-Widerstände) hergestellt.

    Wenn nun Überspannung (auch ESD, also elektrostatisch Entladung) an so einen Portpin kommt, dann wird diese fix eingeschaltete Stromquelle leicht zerstört, während der dann NICHT angesteuerte Transistor eventuell überlebt hat. Nur ohne Pullup-Widerstand ist der Pegel extern weder sichtbar, noch -bei Betrieb als Eingang - rücklesbar, sofern kein externer Pullup verbaut ist...

    Nen Versuch ist es wert, wenn das nix oder nur wenig (unter 2V Spannung am Portpin) ändert, dann ist auch der CPU-interne Port-Schalttransistor hinüber oder was Anderes so zerschossen, dass der Port auf GND dauerhaft liegt...

    Mit einer halbwegs gescheiten Hotair

    Es gibt Aufsätze aus Blech, die die Heißluft genau an die Pins leiten, sowas kann man sich natürlich auch selbst zurecht biegen, wobei dann Kupferblech einfacher zu handhaben ist ...

    Beispielfoto aus ebähh:


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    Wobei der Preis fast schon unverschämt ist, daher kein Link zur Auktion, aber in China gibts sowas fürn Apple und nen Ei, da sitzt Du ja an der Quelle sozusagen...

    Ich hab mir in die originalen QS-II moderne smd-Microswitches eingebaut, funzte auf Anhieb, so gut und genau war der davor NIE gewesen...


    Kostenpunkt: keine 2 EUR und ne halbe Std. Basteln...


    Einziger Grund mir vielleicht nen Neuen zu holen: langsam aber sicher wird das Gehäuse brüchig, meine Kids sind nicht so vorsichtig, wie ich seinerzeit...

    Ich habe es nicht mal geschafft, den Chip herunter zu bekommen, ohne das Modul zu zerstören.

    Mit Heißluft und passendem Aufsatz einfach pcb kopfüber halten, erhitzen und dann fällt Dir der Chip schon entgegen oder etwas oben drauf auf die PCB klopfen mit Schraubendrehergriff etc...

    Etwas flux drüber davor kann auch nicht schaden...

    Ist generell nicht der beste Chipsatz, aber es müsste gehen, wenn Du Dich mal seitens IDE Unterstützung rantastest und nacheinander die div. "Boost" Einstellungen nur aktivierst. Also DMA/Ultra-DMA mode vs. PIO Mode 0-4 und 32bit IDE Access oder ähnlich, dazu noch die Möglichkeit PnP OS auf "no" zu stellen und die IRQs und DMAs selbst korrekt resp. überlappungsfrei zu vergeben.

    Generell muss ein Patch für AMD-Systeme installiert sein, da sonst der Stapel überläuft, da irgendein Counter zu schnell läuft und somit abläuft, bevor das System damit rechnet... War eigentlich erst ab 400MHz Systemtakt relevant, aber möglicherweise variiert das je nach CPU-Typ und Chipsatz... Abhilfe wäre, mal die CPU-Caches zu deaktivieren (erst Level2, wenn das nix bringt auch level1), dann startet es zwar in Zeitlupe, aber wenn es dann hochkommt: AMD-Patch!

    Zudem die Config.sys auf mögliche 16bit Treiber prüfen, die verhindern ansonsten die korrekte Erkennung des IDE-Controllers, das "verhakt" sich dann gerne so, das man besser gleich neu installiert, da man ansonsten die internen (geräte-ID) Einträge in der Registry löschen müsste...

    Wie vom Kollegen oben schon geschrieben: ist schon ne Zeit her, seit man damit noch häufiger zu tun hatte, aber es waren definitiv einige potentielle Hürden zu nehmen...

    Würde es auch erst mit ner "echten" IDE-Platte oder wenigstens CF-Karte mit passivem Adapter (CF kann IDE!) probieren und beide LW, Platte und CD-ROM an jeweils eigenem Kabel und Anschluss am Mainboard als Master gejumpert betreiben. Erstmal auch KEINE externe Soundkarte, die brachten oft eigene IDE-Anschlüsse mit, das könnte sich dann auch verhaken... (auch wenns ohne Gerät dran meist unkritisch ist..)

    Ich konnte bisher keinen Artikel finden, wo jemand durch ein Original-Apple-Netzteil umgekommen ist,

    Ich war 2016 Augenzeuge bei dem sogenannten OEZ-Attentat in München. Dieses spielte sich zu 99% in einem Fast-Food-Restaurant weit ausserhalb des OEZ ab, der Täter flüchtete lediglich final durch das OEZ und richtete sich in einer kleineren Siedlungsstraße dann selbst.

    Die Todesopfer waren fast ausschliesslich im oder vor dem Restaurant zu beklagen, er hatte dieses Ziel auch willentlich gewählt. Dennoch schaffte es die weltweit agierende Firma, ihren Namen von dem Attentat zu trennen, ja, sogar das Mahnmal steht auf einem Nachbarareal der Saturn-Mediamarkt-Gruppe, nicht aber dort, wo es eigentlich hingehören würde...


    Ganz ähnlich auch in einem früheren Fall aus den späten 1980ern, wo ein Kleinflugzeug auf eine andere Filiale dieser Kette in einem Vorort von München gestürzt war und viele Opfer in dem Restaurant zu beklagen waren.... Hier wie dort wurde nach denkbar kurzer Zeit wiedereröffnet...


    Was will uns das sagen? Lobbyismus ist allgegenwärtig und führt -gerade im digitalen Zeitalter- schnell mal zu Löschungen und "Unauffindbarkeiten", wenn mächtige Konzerne betroffen sind und/oder politische Größen...

    Aber ganz falsch ist das mit den "Clones" ja nicht: auch Apple produziert NUR (noch) in China und anderen asiatischen Billiglohnländern, d.h. business as usual...

    Hi "Problemkind"


    "Sandgefüllte Metallkästen": Das braucht es bei klassischen 50Hz-Trafonetzteilen auch nicht... Ein Metallgehäuse ist allerdings Pflicht, soll das uralte und nach der Überholung ja nicht mehr originalverschlossene C64 Netzteil unbeaufsichtigt laufen, denn auch die (wenige) Elektronik darin hat prinzipiell genug Energie zur Verfügung, um Zigarettenanzünder zu spielen...

    Die sandgefüllten Kästen sind aber sehr wertvoll, wenn man Li-Akkus unbeaufsichtigt laden will, denn da sind sowohl die modernen Ladegeräte (mit teils extrem mangelhafter Netzisolation) als auch die Akkus selbst besser drin aufgehoben...

    Meinen Kids habe ich so Geldkassetten gekauft und ihres Innenlebens beraubt und NUR dort dürfen Sie ihre div. Akku-Geräte resp. deren Akkus auch UNBEAUFSICHTIGT laden in ihren (meist vollgestopften) Kinder/Jugendzimmern... Da ich gnadenlos alle Geräte einziehe, mit denen gegen die Regelung verstoßen wird, klappt das meist auch ganz gut, **knockin on wood**


    n.B.: Ich mache Elektronik seit über 40 Jahren beruflich und das im Alter von gerade mal 56 Jahren, war davor schon begeisterter Hobby-Elektroniker und "Radio-Bastler", wie man das damals nannte...


    beste Grüße!

    Danke, sieht wirklich nach irgendwas mit der Datasette aus, aber die Klinkenbuchse hat erstaunlich viele Anschlüsse, könnte ne 4 oder gar noch mehrpolige Spezialausführung sein, da müsste man dann das Gegenkabel und die dran hängende Peripherie kennen, aber der 2. Chip huckepack könnte durchaus wie von andi6510 gemutmaßt auf ne Datasettenkopierlösung hindeuten... Was das Signal vom LS257 an der Stelle dann soll, dafür bräuchte es aber nen Blick in den Schaltplan...

    Sieht beides sehr ominös aus, leider nicht scharf genug, resp. aus falschen Winkeln aufgenommen, um die genaue Beschaltung erkennen zu können...

    Das Rot-schwarze Kabel zusammen mit dem grauen an nur einer Klinkenbuchse??? Normal hatte man so eine ja für Audio, danach sähe auch (ohne jetzt auf der PCB nachgemessen zu haben!) der Abgriff in Modulator-Nähe aus *), aber dazu passt eben nicht der rot/sw Abgriff, der eher auf Versorgungs-Ein/Ausschleifung aussehen würde, aber beides an EINER Buchse, höchst merkwürdig und potentiell gefährlich, würde ich schlicht zurückbauen oder mich auf EINE Anwendung (universalnetzteil oder Kopfhörer) "einigen" und dann neu und nach Schaltplan verdrahten.

    Der Umschalter hinten scheint auf einen "huckepack" gelöteten TI-Chip zu gehen, der aber (entweder digital fürs Foto???) oder generell seiner Typbezeichnung beraubt wurde... Man müsste jetzt mal in den Unterlagen nachsehen, welche Funktion der Chip an dieser Stelle hat und dann könnte man anhand des Schaltplans vielleicht mutmaßen, was man da mit nem anderen, drübergelöteten Chip anfangen könnte...
    Offenbar geht ja ein Kabel noch rüber zu dem 74xy257, das könnte auf irgendne Sauerei mit den dyn Rams hindeuten, die 257er wurden meist in Zusammenhang mit den gemultiplexten Adressleitungen an diesen DRAMs eingesetzt, aber wie gesagt: ohne jetzt den C16 SChaltplan so 1:1 vor Augen zu haben oder nachgesehen zu haben.

    ROMs scheinen alle original und ohne "huckepack" zu sein, d.h. wohl eher ne Speziallösung, eventuell ein NTSC/PAL-Umschalter, der TED konnte ja im Gegensatz zu den VICs davor beide Normen, aber das ist jetzt auch nur ins Blaue geraten und eher als Vorschlag für weitere detaillierte Betrachtungen zu sehen, als denn als Lösung ;-)


    *) Audio ohne DC-Entkopplung und Pufferung/Impedanzwandlung etc einfach so "vom Chip weg" nach aussen zu führen ist nicht nur aus elektrostatischen Gründen ziemlich gefährlich, auch kleinere Potentialunterschiede oder "Überspannungen" im Voltbereich können die C= Spezialchips grillen, der SID im C64/128 z.b. stirbt häufig durch Verwendung des externen Audioeingangs, den C= auch nicht wirklich abgesichert hatte...

    Mir sind schon seit einiger Zeit diese "Commodore Saver" in der Suche aufgefallen.

    Was ist denn davon zu halten? ....

    Wenn man mal vom Preis absieht (da bekomme ich einen Netzteilnachbau für): Würden die reichen?

    Wie oben erwähnt, die Basisschaltung für Netzteile mit ädequater Ausgangsleistung ist relativ einfach und für ca 2 EUR realisierbar und besteht aus Feinsicherung und starker Z-Diode, eine etwas teurere Variante wäre dann die Erweiterung um eine aktive Klemmschaltung, oft als Crowbar oder Crossbar bezeichnet, die die Ausgangsspannung aktiv kurzschliesst, um Situationen zu verhindern, wo die Z-Diode zuerst den Hitzetod stirbt, BEVOR die Sicherung anspricht und somit dann die verheerende Wirkung doch eintritt, nur etwas später... Solche Schaltungen kosten um die 10 EUR an Bauteilaufwand heutzutage (vor ein paar Jahren wars noch deutlich günstiger...), werden aber eben teils zu immensen Preisen vertickt, wobei man selbst dann NIE weiß ob und wie die Schaltungen überhaupt getestet wurden... (selbst CE-Zeichen sieht man da eher selten...)

    Gegen ein "Abbrennen" des Netzteils und gegebenenfalls einen Zimmer- oder gar Hausbrand helfen aber auch solche Schaltungen nur begrenzt, da sie auf die Mitarbeit des betroffenen (dann ja bereits teildefekten!) Netzteils zur (dauerhaften) Abschaltung angewiesen sind, da kann man bei mancher Konstruktion aus (Fern-)Ost schon so seine Zweifel haben...

    Klassische 50Hz Trafonetzteile wie die originalen von C= (nur VC20, C64,264 serie, 1541) sind da fast schon als vergleichsweise sicher einzustufen, während jegliche Schaltnetzteile da deutlich mehr Potential für Verheerungen bergen...

    Früher hat man den primären Schalttransistor absichtlich etwas liederlicher ausgelegt und damit dafür gesorgt, dass diese Teile statistisch zuerst versagten und die gesamte Schaltung dadurch in einen HARTEN Kurzschluss brachten, wo die Netzsicherung auch sicher angesprochen hat, heute sind zig Abschalt- und Wiederanlauf-mechanismen implementiert und manch "verbesserter" Kühlkörper oder Zusatzlüfter sorgt eben dafür, das dann andere Bauteile kritisch werden, als die vom Designer vorgesehenen...

    Zudem wird heute -siehe Kupferpreis- zunehmend an den Trafos gespart, echte 50Hz Netztrafos sind eh raus, aber selbst die HF-Trafos der Schaltnetzteile werden immer kleiner und härter am Limit -die Sicherheitsnormen dafür um so kreativer- ausgelegt, die Folgen sind bekannt, siehe Todesfälle durch nicht sicher von der Netzspannung getrennte Apple-Ladeadapter vor einigen Jahren, aber das war nur die Spitze des Eisbergs, aber immerhin hatte es Apple einmal geschafft, als Erste damit in den Schlagzeilen zu sein... *sarkasmus off* Aber auch an Cent-Bauteilen wie X/Y-Kondensatoren kann die Sicherheit von Anwender und Umgebung abhängen, daher eben der Rat, hier NICHT auf ebay-Anbieter, Eigenbaulösungen etc zu setzen, sondern auf Markenhersteller, die neben dem obligatorischen (an sich immer nur selbstausgestellten) CE-Zeichen auch VDE oder äquivalente Sicherheitsprüfungen nachweisen können und mehr als einen guten Ruf zu verlieren haben, sprich namhafte und etablierte Firmen sind.

    Ansonsten aber wenigstens die inzw. metaphorische "Sandbox" bemühen: eine Metallkassette (z.b. alte massive Wertsachen-/Wechselgeldbox), die mit feinem Quarzsand in ganz dünnen Folien- oder Papierbeuteln gefüllt ist und in die man das oder die Netzteile möglichst ohne große Lücken bis oben hin einbringt.

    Wenn nun innen ein Brand ausbricht, schmilzt die Folie rsp. verkokelt das Papier und der Sand löscht den Brand und sorgt für Sauerstoffmangel, Schadstoffbindung (durch hohe Oberfläche) und Kühlung zusammen mit dem dicht schliessenden Blechgehäuse und natürlich entspr. Abstand zu allem Brennbaren ausserhalb!

    Durch Folie resp. Papier erspart man sich aber die Sauerei mit offenem Sand zu hantieren und entfällt das Problem mit der Luftfeuchte/Mikroflora, die den Sand sonst gerne verklumpen und eklig werden lässt....

    Dass man die Box selbst schutzerden sollte und alle Kabeldurchführungen möglichst gut schützt und abdichtet (z.b. Verwendung von hochtemperaturfähigen Kabeln mit üppig dimensionierten Querschnitten), das versteht sich von selbst, hoffe ich mal ;-)

    Das alte Netzteil ist grundsolide, aber leider geht ab und an der Spannungsregler kaputt und reißt den C64 oder was sonst dran hängt mit in den Tod...

    Abhilfe: den Spannungsregler und möglichst auch die Elkos und Gleichrichterdioden auf der Platine im Netzteil ersetzen, beim Spannungsregler ist das ein wenig kompliziert, da dieser auf einer fest eingegossenen Aluplatte montiert ist, an die man nicht ordentlich drankommt.

    Man könnte jetzt versucht sein, diesen Linearregler gegen einen modernen getakteten Ersatz zu tauschen, aber dann müsste man einiges an Filtern sowohl im Netzteil als auch im C64 an die neue Situation anpassen, daher rate ich davon AUSDRÜCKLICH ab!

    Es geht aber auch mit neuem Linearregler, denn man benötigt sowieso ein neues und (wenn aus Metall) SCHUTZGEERDETES Umgehäuse für das geöffnete Netzteil, da das originale Gehäuse sich zwar mit etwas Geschick öffnen, nicht aber wieder VDE gerecht verschließen lässt! Dieses Umgehäuse kann man auch als Kühlkörper für einen Linearregler verwenden! Bitte die Schutzerdung wirklich ernst nehmen sich auch drüber klar werden, das damit das Erdpotential vom C64 schutzgeerdet ist, was davor NICHT der Fall war. Das hat beim Anschluss weiterer Komponenten an den C64 nämlich möglicherweise Konsequenzen, deren man sich bewusst sein sollte. Wer das nicht will, nimmt ein Plastikgehäuse mit vielen Kühlöffnungen und montiert den Linearregler innen auf einen Kühlkörper, der dann aber ohne von aussen berührbare Metallteile (schrauben etc) befestigt sein muss, auch an Zugentlastung für die Kabel denken! Den passenden Linearregler gibt es von vielen Herstellern, 78S05 oder ähnlich, positiver Festpannungsregler mit 1,5A oder mehr (2A ratsam) maximalem Strom bei guter Kühlung. der Linearregler braucht 2 kleine keramische 100nF Kondensatoren NAHE an den Anschlussbeinchen, ansonsten besteht Schwingneigung, insb. mit langem Kabel bis zum Verbraucher (C64) in unserem Fall.

    Es gab mal Ersatzplatinen in Nachfertigung, die teils für Linearregler, teils für getaktete Ersatzlösungen (wie die Recom R78 Serie) ausgelegt waren. Ob es da aktuell noch was zu kaufen gibt, entzieht sich meiner Kenntnis, aber man kann auch die alte PCB neu bestücken und den Linearregler samt Kühlkörper dran befestigen. Das Verlängern der Trafoleitungen ist problemlos möglich. Der Trafo geht äusserst selten kaputt, wenn dann würde der deutlich lauter brummen und schon im Leerlauf (also ohne angeschlossene Platine oder externe Last) deutlich Leistung aufnehmen und sich schnell erwärmen (ohne Last sollte der Trafo allein kaum handwarm werden!) Kommt wie gesagt sehr selten vor, wenn dann meist nach missbräuchlicher Nutzung oder Dauerkurzschluss am Ausgang...


    Wer mag, kann noch eine primitive Überspannungsabsicherung hinzufügen, indem er längs in die Leitung +5V zum Computer eine Sicherung einfügt (2A träge) und eine 5.6V Zenerdiode mit min. 2W Leistung dahinter (also auf Computerseite) antiparallel zw. +5V und GND hängt. Diese Diode sperrt normalerweise, aber leitet schlagartig ab ca 5.6V und löst dann die Sicherung aus. Die begrenzte Leistung des Trafos hilft hier auch den Schaden zu begrenzen, da der C64 ja bereits einen Großteil des lieferbaren Stroms verbraucht und insofern die Z-Diode als zusätzlicher Verbraucher nur noch den Rest ableiten muss. Das wird oft vergessen, wenn Netzteile überdimensioniert werden, dann steigt die Gefahr von Überspannungsschäden extrem an, da diese Netzteile im Falle einer Fehlregelung deutlich mehr Strom liefern können auch bei mehr Spannung noch, der originale Trafo kann das NICHT!