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Oszilloskop Empfehlung

  • zu erwähnen wäre noch, daß bei den allermeisten Oszis (Ausnahme: z.B. das THS720a von Tektronix) die Masse der Tastköpfe miteinander verbunden und auf Erde gelegt ist. Die Masseklemmen der Tastköpfe an unterschiedliche Stellen in der Schaltung zu klemmen ist da nicht unbedingt zielführend.

    D.h. auch, wenn das Oszi an einem anderen Kreis hängt als die Schaltung, hole ich mir damit möglicherweise Brummschleifen in die Schaltung?

    Eher Qualmschleifen ;-)


    Im Ernst: Schutzerde ist Schutzerde, da spielt die Phase oder Absicherung im Haus keine Rolle.


    Messungen an Netzspannung mit einem Oszi sind aber sehr selten sinnvoll, aber potentiell gefährlich, insbesondere, wenn "normale" Tastköpfe dafür verwendet werden.


    Messungen in einer Schaltung, die potentialfrei ist, wie üblicherweise sekundärseitig im Schutzkleinspannungsbereich der Fall, werden durch die Oszi-Masseklemme an einer Stelle geerdet, eine Schleife entsteht da nicht.


    Messungen an miteinander verbundenen Geräten sind immer mit äusserster Vorsicht vorzunehmen, da es oft nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist, ob und wo eine Erdanbindung existiert. Klemmt man da dann das Oszi noch mit dessen Erde mit an und wählt einen falschen Bezugspunkt, dann schliesst man quasi hintenrum was kurz, Effekt siehe oben!


    GEFÄHRLICH wird es aber, wenn man meint, man ist ganz schlau und kehrt die Anordnung um und hängt das Oszi an den Trenntrafo! Denn dann führen die berührbaren Teile des Oszis, angefangen von den BNC-Steckern der Tastköpfe eventuell Spannung!


    An einen (einphasigen) Trenntrafo darf immer nur EIN Gerät angeschlossen sein!


    Die Tatsache, dass die Tastköpfe an normalen Oszis alle die gleiche Masse kontaktieren, kann einerseits zur differentiellen Messung mit Sets von je 2 verknüpften Kanälen genutzt werden (Erdanbindung des Oszis MUSS bestehen, sonst Gefahr!), aber verhindert natürlich Messungen mit unterschiedlichen Massebezugspunkten je Kanal!


    Kann zu Kurzschlüssen und Defekten führen!


    Daher immer nur an/von einem Kanal/Tastkopf die Erdungsklemme anschliessen, und keine großen Schleifen zwischen Erd-Anschlusspunkt in der Schaltung und Mess-Anschlusspunkt aufmachen! Doppelter oder mehrfacher Erdanschluss an zwar nominal auf gleichem Erdniveau liegenden, aber örtlich unterschiedlichen Punkten (z.b. einmal Netzteil-PCB, einmal CPU-PCB) führt zu Ausgleichsströmen bei Belastungssprüngen und verfälscht sowohl die Messung und destabilisiert die Funktion des DuT unter Umständen, als es auch im schlimmsten Fall zu negativen Spikes führen kann, durch die Halbleiter dauerhaft zerstört werden können!


    Messergebnisse von Punkten, die weiter vom gewählten Erdungspunkt entfernt sind, oder wenn die Tastkopfkabel nicht eng parallel geführt werden können, sind mit Vorsicht zu geniessen und entsprechend zu interpretieren!

  • Messungen in einer Schaltung, die potentialfrei ist, wie üblicherweise sekundärseitig im Schutzkleinspannungsbereich der Fall, werden durch die Oszi-Masseklemme an einer Stelle geerdet, eine Schleife entsteht da nicht.

    Hallo,

    nur eine kleine Zwischenfrage: Oft wird ja das Gehäuse und damit oft auch die Schaltung geerdet (Schuko Stecker). Kann es da nicht zu einer Schleife kommen?

  • Messungen in einer Schaltung, die potentialfrei ist, wie üblicherweise sekundärseitig im Schutzkleinspannungsbereich der Fall, werden durch die Oszi-Masseklemme an einer Stelle geerdet, eine Schleife entsteht da nicht.

    Hallo,

    nur eine kleine Zwischenfrage: Oft wird ja das Gehäuse und damit oft auch die Schaltung geerdet (Schuko Stecker). Kann es da nicht zu einer Schleife kommen?

    Nicht nur zu Schleifen sondern auch zu satten Kurzschlüssen. Wie in diesem EEVBlog-Video noch mal schön erklärt wird (ab 10:20 Scenario #3):