Posts by 1570

    Wenn der Slicer G-Code produziert hat, bei dem beim Drucken niemals mehr als ca. 12kBytes/Sekunde an Befehlen übermittelt werden müssen, passt das. Je nach Slicer(-Settings) und 3D-Modell und am Drucker eingestellter Flow Rate klappt das also ohne Pausen. Hat mit Octopi/Raspberry also bestenfalls mittelbar was zu tun. Wie auch - die können auch nicht die USB2Serial-Krücke beim Arduino wegzaubern.

    Das liegt eher am Protokoll das die FW verwendet.

    Bei den normalen Arduinos wird ein ATmega 2560 benutzt, der kein USB kann. USB wird dort so realisiert, dass ein weiterer Chip das Interfacing mit USB übernimmt und auch den ATmega über serielle Schnittstelle programmieren kann. Über USB eingehende Daten sind also auf die rund 115200 bps = ca. 12kBytes/Sekunde der internen Seriellen limitiert, WEIT unterhalb dessen, was USB schafft.


    Das merke ich hier schon beim Unterschied "Drucken von SD-Karte" vs. "Drucken vom PC via USB": Von SD-Karte geht alles fluffig (denn die SD-Karte ist fix per SDIO am Microcontroller angeschlossen), aber via USB muss der Drucker bei komplexen Modellen ab und zu Pausen machen, während er auf Daten wartet (das gibt dann kleine "Nasen" im Druck, ganz toll).

    Ja klar, so argumentiere ich ja durchaus auch. "Unix-Philosophie: Kleine Tools werden zu großen Anwendungen kombiniert" ist da nur etwas irreführend, denn aus cp/find/tar und Konsorten baut man schließlich keine ernsthaften Anwendungen, sondern eben nur praktische (handgeklöppelte) Skripte; und das man daraus irgendwas mit GUI macht, dürfte auch eher die absolute Ausnahme sein...


    Du hast völlig recht, dass das alles angenehm stabil über die Jahre ist: Z.B. ist mir ein bash-Skript zum Einrichten eines neuen Servers allemal lieber als ein hippes Puppet- oder Ansible-Skript, bei dem man fest davon ausgehen kann, dass sich die Semantik einiger Konstrukte beim nächsten Release der Plattform mal wieder leicht geändert hat.


    Was Skripte angeht, soll bei Windows wohl u.a. WSL und PowerShell in die Bresche springen. Wobei sich Windows mit dem Defizit grundsätzlich in "guter" Gesellschaft befindet, denn auch macOS oder sogar Solaris etc. ist ja nur mit den mitgelieferten Tools eher nicht zu gebrauchen (= niemand, der ernsthaft die Konsole benutzen will, gibt sich mit dem zufrieden, was man da von Haus aus vorfindet)...

    Das schöne an der UNIX/Linux Konsolen Philosophie ist ja gerade das atomistische. Ein Tool für eine scharf umrissene, relativ kleine Aufgabe, die es aber hervorragend erledigt und was in Kombination mit anderen Tools richtig mächtig werden kann, woraus man andere, tolle Tools schaffen kann. Die Mächtigkeit kann man dann wegen mir gern in ein GUI-Tool gießen, das wegen mir auch gern im Hintergrund einfach nur diese Tools nutzt. Warum nicht?

    Was macht das denn schon wirklich genau so und benutzt nicht etwa Libraries? Mir fällt da gerade mal das typische CD/DVD-Brennprogramm ein bzw. die Audio-CD-Auslese-Software oder LyX oder (und da wird's schon obskur) Denemo. Und bei allen diesen Anwendungen ist dieser Ansatz die Seuche. Ständig funktioniert irgendwas nicht, weil z.B. das benutzte Backend-Tool in einer anderen Version vorliegt als erwartet oder das Backend-Tool für Fehlerfall X gar nicht das passende Signaling eingebaut hat oder Funktionalität Y nicht eingebaut werden kann, weil kein Informationsfluss in die nötige Richtung vorgesehen ist.


    Schnittstellen sind eben schwierig.


    Der "viele kleine Executables"-Ansatz macht auch, dass die Tools dann schlecht integriert werden, denn "das andere Tool ist ja nicht mein Job". Sieht man auch schön beim Feld der 3D-Drucker: Was man da nicht alles machen könnte, wenn CAD-Programm, Slicer und G-Code-Feeder richtig integriert wären. Sind sie aber (meist) nicht, und so ist das alles unflexibel und fehleranfällig.


    Gerade mal in mein pstree geschaut, da sehe ich jetzt gerade gar nichts, was wirklich eine Kombi aus mehreren einzelnen Executables wäre...

    Derzeit wird an einer Erweiterung entwickelt die sowohl eine Kamera als auch eine SD Karte direkt an einem ESP32 unterstütz. Somit würde sich der File Upload um einiges beschleunigen lassen.

    Wobei es 32-Bit-Boards auf Aliexpress für unter 20€ gibt (SKR V1.X etc.), die diese Probleme nicht haben und auch für z.B. Marlins LIN_ADVANCE in jedem Fall genug CPU-Ressourcen haben. 8-Bit-ATmega-Boards sind schon ewig eigentlich nur noch überteuert.

    Also ich zumindest habe es bei Dingen, die ich tun muss, möglichst bequem. Und da gehört die Kommandozeile nicht dazu.

    Na das kommt ja nun voll auf die Sache an, die man machen will. Natürlich wählt man z.B. visuell 10 aus 1000 Bildern zum Umkopieren nicht per Kommandozeile raus. Andererseits ist z.B. sowas wie "Alle Bilder, die aus letztem Monat sind (außer Thumbnails) aus allen Unterverzeichnissen ohne Kompression in eine ZIP-Datei packen und danach mit GPG verschlüsseln/auf den Webserver kopieren und URL in Clipboard packen" per Kommandozeile super-einfach (oder "Erinnere mich in zwei Jahren dran, den Perso zu erneuern". Oder "Sag mir bescheid, wenn sich Website X verändert hat". Oder "Mach täglich eine Sicherheitskopie der Dateien X auf Netzwerk-Share Y"). Da tun mir dann die Leute leid, die sich für sowas durch ach-so-benutzerfreundliche grafische Tools quälen, "mit einfachen 50 Klicks, bei denen kein Fehler passieren darf" und die am besten noch Geld kosten, ja klar. Oder Leute, die Server nur per GUI/VNC et al administrieren können/wollen. Man kann sich das Leben auch mit Anlauf schwer machen.


    Letztendlich hat auch noch kein Computer von mir unter keinem Betriebssystem ganz ohne Öffnen der Motorhaube funktioniert. Windows 10? Da lief der anscheinend höchst ungewöhnliche Standard-AMD-SATA-Controller nicht 100%ig. 30-Sekunden-Hänger ca. drei Minuten nach dem Hochfahren, weil Energiesparmodi im Treiber buggy waren. Lösung: In der Registry (Wie startet man denn diese Woche regedit? Ahja. Bastel. Klick, klick, klick, frickel, frickel, so einfach und toll "grafisch"!) einen Key hinzufügen und den SATA-Energiesparmodus abschalten. Wäre unter Linux ein "sudo echo irgend.ein.key=0 > /etc/sysconf.d/sata.conf" gewesen. Das kann ich hier eben so hinschreiben, ganz ohne Youtube-Video zur Erklärung und ohne auf fünfzig OS-Varianten eingehen zu müssen! Aber Konsole ey, voll die Raketenwissenschaft.


    Um zum Thema zurückzukommen: Hat mal jemand mit Qubes OS experimentiert? Z.B. https://www.computerbase.de/2020-01/qubes-os-4.0.2/ liest sich ja ganz interessant, und vor allem ist das nicht wie die meisten anderen Distributionen letztendlich nur anderes Skin und/oder anderer Paketmanager.

    Einmal gelernt, für ewig sinnvoll.

    Das schafft keine graphische Oberfläche, schon gar keine kommerzielle, die jedes Jahr auf die neueste Mode umgestrickt wird.

    Das ist richtig. Dafür kann ich aber mit einer grafischen Oberfläche spontan ein Programm bedienen, das mir völlig unbekannt ist. Das wird dann mit der Kommandozeile schwierig ;).

    Ich bezog mich auf die häufige panische generelle Angst vor der Kommandozeile, nicht dass man alles per Kommandozeile machen soll.

    Wenn man mal cd/ls/chmod/rm/chown/find/less und ein klein wenig Piping gelernt hat, ist man ja eigentlich weitgehend mit den "niedrighängenden Früchten" durch, und das Wissen dafür passt auf was, ein, zwei DIN A4-Seiten?

    funktioniert Youtube bis 1080p einigermaßen flüssig

    Youtube liefert je nach Browser auf Client-Seite andere Formate aus. Dein Notebook wiederum kann insbesondere mit einer alten Grafikkarte nicht alle Formate gleich effizient darstellen und muss evtl. auf (viel) CPU-Support zurückfallen (insbesondere Googles Lieblinge VP8/VP9 gehen nur auf relativ aktueller Hardware gut). Youtube ist also ein recht schlechter "Benchmark". Z.B. mit dem Plugin "h264ify" kann man da u.U. was drehen. (ob das speziell bei der Radeon Xpress 1100 was hilft, k.A., ausprobieren...)

    man hat mit der Kommando-Zeile keine Dates mehr

    Ich finde es ja komisch, wenn ein C64ler sowas sagt. Hast Du den C64 nur per FC3-Menü bedient oder wie? ;)


    Der Punkt ist tatsächlich der gleiche wie beim C64: So wie LOAD"*",8,1 auch heute noch funktioniert, benimmt sich Bash heute immer noch weitgehend so wie 1989. Einmal gelernt, für ewig sinnvoll.

    Das schafft keine graphische Oberfläche, schon gar keine kommerzielle, die jedes Jahr auf die neueste Mode umgestrickt wird.

    Wenn es eine Möglichkeit gibt Linux am eigenen Rechner zu testen (live-Stick oder sowas) und dann zu sehen welche zwingend erforderliche Software unter WINE läuft schaue ich mir das gerne nochmal mal an.

    Oder aus gutem Grund ignoriert weil ich zu einfach gedacht habe - no offense, just asking.


    Hier finde ich den Umgangston übrigens als sehr freundlich, ich hänge ja nicht umsonst schon so lange in diesem Forum rum.

    Also eine Runde :thumbsup::thumbsup: für alle.

    Klar, z.B. https://tutorials.ubuntu.com/t…ubuntu-before-you-install


    Aber Linux ausprobieren und als allererstes probieren, Windows-Software darauf zum Laufen zu bekommen, kann eigentlich nur schiefgehen.

    Wobei Du natürlich z.B. virtualbox und eine Windows-VM installieren kannst, darin sollte das so ziemlich alles bis auf Spiele gehen.

    Ist das nur ein anderer Desktop, oder heißt das, das Programme auch in verschiedenen Versionen vorliegen müssen?

    Unity war nur ein anderer Desktop und hatte gar keine eigene "Suite", sondern hat die normalen Gnome-Anwendungen per Standard dabeigehabt, wenn ich mich richtig erinnere/nachschlage. :)


    Das ist aber immer so, oder? Also z.B. Gnome-Anwendungen laufen ja auch unter KDE und umgekehrt. Und am Schluss läuft ja eh' 99% Chrome/Chromium/Firefox... ;)


    Das nervigste bei solchen Wechseln ist aus meiner Sicht noch, dass sich die ganzen kleinen Tools ändern: Welchen Clipboard-Manager kann man jetzt benutzen? Wo sind die ganzen Einstellungen hin? Und so weiter.

    Es ist genau dieses elitäre Gehabe was meinen letzten Anlauf im Sande hat verlaufen lassen. Evtl. war ich als ahnungsloser Interessierter aber auch einfachin in den falschen Linux-Foren unterwegs (nur kurzzeitig), dann bin ich eben bis auf weiteres eben bei Windows geblieben.

    Windows wurde Dir auch nicht in die Wiege gelegt, sondern Du hast vermutlich viel über die Zeit gelernt und die ersten Schritte ganz sicher nicht über Internetforen gemacht.

    Das geht bei Linux genauso. Z.B. kannst Du Dir vermutlich vor Ort eine Linux User Group suchen. Da geht Hilfe dann fix und freundlich und ist noch gut fürs soziale Netzwerk.

    Wenn Du einen so restriktiven Anwendungsfall baust - ein Windows auf dem Zeitlebens nur fünf Programme ausgeführt werden und an denen auch offenbar nichts verändert wird - dann wirst Du auch bei Windows keinen Support durchführen müssen. Warum auch?

    Das kann ich sagen:

    • Weil sich irgendwann entweder Windows Update verhaspelt (auf meinem Rechner letztens gesehen: Update auf 1909 geht nicht nach jeweils fünf Minuten Rödelei, endet mit seltsamem Fehlercode, der wohl "FILE NOT FOUND" heißt. Lag wohl an etwas, das das MS-eigene Tool MBR2GPT vor längerer Zeit verbaselt hat. Gut gemacht, MS!)
    • Oder weil irgendwann das Windows Update den Rechner komplett plättet, wie z.B. Anfang 2018, als so ziemlich alle AMD-Rechner nach einem offiziellen Update nicht mehr hochfuhren.
    • Oder Windows grüßt einen auf einmal mit "Sie müssen eine PIN festlegen" (wut?).
    • Oder die Oberfläche ändert sich mal wieder (Windows 7 zu 8 zu 10: da ist ja z.B. Ubuntu mit seinem Wechsel von Gnome zu Unity zu Gnome wirklich GAR NICHTS gegen).
    • Oder von heute auf morgen gibt's auf einmal neue Programme im Startmenü oder andere verschwinden oder Einstellungen finden sich an anderer Stelle (aber werden natürlich von der Suche nicht gefunden).
    • Überhaupt, dieses Desaster mit den Einstellungen! Wieviele separate Oberflächen sind unter Windows 10 da inzwischen versammelt, mindestens drei, oder? Und eine schlimmer als die andere. Alleine den freien Festplatten-Speicherplatz verlässlich herausfinden ist für den Laien schon eine Herausforderung.
    • Oder nach einem Update ist die Platte auf einmal voll (entweder dank Savepoints oder wegen der N+1sten Recovery-Partition, die während des Upgrades still angelegt wurde. Ich habe hier inzwischen schon zwei Recovery-Partitionen. Die Platte schrumpft! Windows macht's möglich)
    • Oder die Leute haben sich schlicht und ergreifend einen Virus eingefangen, z.B. weil ein "wohlmeinender Bekannter" eins dieser tollen MEGA-SUPERDUPER-Driver-Packs installiert hat. Linux auf dem Rechner => keine verschlimmbessernden Nachbarn oder Verwandten. Das ist tatsächlich ein nicht zu vernachlässigender Faktor, auch wenn MS an der Stelle natürlich dafür nichts kann. ;)

    Dies mal als kleines Beispiel. Sollte man / ich so etwas als Buf / Fehler / Problemmelden? Nach dem ganzen Debakel hier, auch dem Eindruck, den ich gewonnen habe: wage ich das gar nicht erst, denke ich nicht einmal darüber nach, habe ich nicht einmal Lust mehr. Nicht mal im Ansatz. Warum? Weil mein Eindruck, das Team weder an Lösungen noch Engagement interessiert ist.

    Woher kommt der Eindruck? compyx z.B. hatte doch sehr deutlich gesagt, dass er Zeit in den Windows-Port investiert (hat), obwohl er den Port selbst nicht braucht und auch das Programmieren daran nicht mag. Ist das etwa "kein Engagement"?


    Echte Bugs (im Sinne von Regressionen wie beim Joystick) würde ich immer melden, denn das wird sich nur um eine Kleinigkeit handeln, die nicht absichtlich passiert ist und vermutlich schnell in Ordnung zu bringen ist.

    Das versuchen wir hier zwar – aber letztlich sollte sich das VICE-Team darum kümmern, dass ihre Software auf allen (von ihnen selbst gewünschten) Plattformen sauber läuft. Dafür müssen sie es nicht unbedingt selbst programmieren aber halt Vorkehrungen treffen, dass andere es möglichst einfach können.

    Warum "sollte" sich das "VICE-Team" darum kümmern? Und was ist das "VICE-Team" überhaupt? Das ist doch nur eine lose sich ständig ändernde Gruppe Freiwilliger... und warum "müssen" sie irgendwas? Insbesondere wenn sie es in der aktuellen Zusammenstellung der Leute offensichtlich nicht *können*? Insbesondere letzteres scheinst Du nicht ganz zu verstehen.