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Raspberry Pi 400 - ein neuer Heimcomputer?

  • Ich meine auch zu wissen, dass die Streamsache mit dem Browser zusammenhängt.

    Ich nutze schon lange Vivaldi und hier erzählt mir die Amazon-Webseite immer, dass mein Browser aufgrund nicht vollständiger DRM-Unterstützung kein FullHD darstellen kann. Das OS ist Windows 10.

    Ist aber egal, ist eh nur ein HD-ready Fernseher. :D

    Ich bin gespannt - testen werde ich das ganz sicher auch, einfach weil ich es wissen möchte.

  • Ich nutze schon lange Vivaldi und hier erzählt mir die Amazon-Webseite immer, dass mein Browser aufgrund nicht vollständiger DRM-Unterstützung kein FullHD darstellen kann. Das OS ist Windows 10.

    Ist aber egal, ist eh nur ein HD-ready Fernseher.

    Und wenn der Film taugt merk man den Unterschied zwischen 720p und 1080p nicht wirklich.

  • Neuer Heimcomputer? Desktop computer Ersatz f. alle?

    Nein, dazu reicht es wohl noch nicht so ganz, aber...

    Das ist doch wieder so ein Ding, das man sich kauft und nach ein paar Wochen vergammelt es im Schrank, oder?

    DAS absolut nicht!

    Ob als Video/Audio player (OSMC, moodeaudio), Netzwerk-Helfer (PiHole, OMV), 3D-Drucker-Tool (octopi), Stream Deck tool (companionpi) oder

    Gamesemu (retropie)... usw usw... finde die Teile super! :thumbsup:

  • Also ich weiß nicht ob ich den 24/7 durchlaufen lassen möchte. Dafür finde ich ihn dann doch etwas zu "Schade". Aber ansonsten geb ich dir Recht.

  • Netflix und Co haben eine Verschlüsselung (DRM) und offenbar gibts da in erster Näherung keinen offizielle Implementierung der DRM Software.

    Wobei man Kodi auf dem Raspberry installieren und darin das Netflix bzw. das Prime-Plugin nutzen kann, solange es nicht den widevine-DRM-Kram für den Browser gibt.

  • Das habe ich gerade für den Raspi entdeckt: Kid's PC IchigoJam - first programmable computer


    Hier stehen die Infos für den Raspi und die Downloadseite für das Image: IchigoJam BASIC RPi/RPi+


    Laut Anleitung startet dieses BASIC nur 3 Sekunden nach dem Einschalten des Raspi.


    Klingt auf den ersten Blick ganz interessant: Anschalten und BASIC tippen. Wie damalstm bei C64. :D





    Edit: Hier findet sich eine Befehlsreferenz dieses BASICs: IchigoJam BASIC reference ver 1.4

  • Klingt auf den ersten Blick ganz interessant: Anschalten und BASIC tippen. Wie damalstm bei C64.

    Grundsätzlich ist es toll, dass man mit dem Raspi so unterschiedliche Sachen machen kann. Dieses Linux oder ein anderes, Android, Kodi, RISC OS, dieser oder jener Emulator und die verschiedensten Programmiersprachen und Entwicklungsumgebungen. Aus meiner Sicht ergibt sich daraus aber auch ein Problem: Die Fragmentierung der Plattform. Und das steht komplett im Gegensatz zu den früheren Homecomputern. Die zeichneten sich ja u.a. dadurch aus, dass sie über eine längere Zeit unverändert für alle Kunden einer Plattform das gleiche boten. Man konnte sich beim C64 oder Specci oder CPC darauf verlassen, dass die User auf jedem Gerät das gleiche Betriebssystem hatten und auch jeder User einer Plattform z.B. das gleiche BASIC genutzt hat. Dadurch war dann auch die Zielgruppe (für Software, für Anleitungen, für Tipps usw.) sehr groß. Das ist beim Pi 400 (oder Pi allgemein) nicht so. Die Freiheit der Wahl hat somit auch eine Kehrseite – eben die "Zersplitterung" der Plattform in dutzende Unterplattformen.

  • Auf der anderen Seite genuegt ein simples Wechseln der SD-Karte und schon hat man einen "anderen Rechner". Sowas ist schon wieder deutlich simpler als wenn man am PC irgendwas mit Dual Boot machen will oder sonstiges...

  • Klingt auf den ersten Blick ganz interessant: Anschalten und BASIC tippen. Wie damalstm bei C64.

    Grundsätzlich ist es toll, dass man mit dem Raspi so unterschiedliche Sachen machen kann. Dieses Linux oder ein anderes, Android, Kodi, RISC OS, dieser oder jener Emulator und die verschiedensten Programmiersprachen und Entwicklungsumgebungen. Aus meiner Sicht ergibt sich daraus aber auch ein Problem: Die Fragmentierung der Plattform. Und das steht komplett im Gegensatz zu den früheren Homecomputern. Die zeichneten sich ja u.a. dadurch aus, dass sie über eine längere Zeit unverändert für alle Kunden einer Plattform das gleiche boten. Man konnte sich beim C64 oder Specci oder CPC darauf verlassen, dass die User auf jedem Gerät das gleiche Betriebssystem hatten und auch jeder User einer Plattform z.B. das gleiche BASIC genutzt hat. Dadurch war dann auch die Zielgruppe (für Software, für Anleitungen, für Tipps usw.) sehr groß. Das ist beim Pi 400 (oder Pi allgemein) nicht so. Die Freiheit der Wahl hat somit auch eine Kehrseite – eben die "Zersplitterung" der Plattform in dutzende Unterplattformen.

    Das sehe ich hier weniger kritisch.


    Man kann als Softwarehersteller auch ein komplettes Image für die SD-Karte zum Download anbieten und sich sein Programm für die Auslieferung "genau passend zuschneiden". Die verwendete Hardware "Rapsi 400" bleibt ja jeweils gleich.


    Das ist im Grund nichts anderes als wechselbare Steckmodule für den C64, nur kleiner. ;)

  • Genau so ist es. Den C64 konnte man damals auch als Spielekonsole, als Haushaltsbuch, als Eisenbahn-Steuerungsgeraet, als Musikmaschine usw nutzen. Genauso wie heute das Raspberry Pi. Nur hat man damals die Software per Modul oder per Diskette reingeladen, heute wechselt man dafuer einfach die SD-Karte.

  • Das ist im Grund nichts anderes als wechselbare Steckmodule für den C64

    Solange das ein monolithisches Ding ist, also z.B. ein Spiel oder ein Textverarbeitungssystem – kann ich das komplett nachvollziehen. Wenn das aber je "Modul" eine Plattform ist, für die (oder auf der) man etwas entwickelt, dann wird das ganze schon etwas komplizierter. Das ist dann vergleichbar z.B. mit dem Simons-Basic-Modul. Dafür wurde viel weniger entwickelt als für das deutlich schlechtere, eingebaute, Basic V2 – weil es nicht jeder hatte. OK, man kann heute damit argumentieren, dass die "Module" nichts mehr kosten und man sich eben drölfzig davon neben den Rechner legen kann.


    Letztendlich entwickelt man für eine unter vielen Software-Plattformen (Betriebssystem, IDE, Plug-In-fähige Mediaplayer ...), die auf dem Pi laufen können (wenn man nicht gerade eine weitere Plattform oder Bare-Metal-Game entwickelt) – und nicht für eine bestimmte Hardware (Pi oder ähnliches). Wenn ich jetzt z.B. ein tolles Programm auf dem o.g. IchigoJam BASIC entwickeln würde, könnte ich nicht sonderlich sicher sein, dass sich alle Pi-400-User erst die Basic-Entwicklungsumgebung herunterladen und auf eine SD-Karte ziehen, um dann mein Programm auszuprobieren.


    Wie gesagt – ich wollte die Flexibilität des PIs nicht als etwas Negatives darstellen, sondern nur die kleine Kehrseite der Medaille (Fragmentierung) herausarbeiten und den Unterschied zu damaligen Homecomputern aufzeigen.

  • Mal andere Frage: gibt es immer noch Mathematica kostenlos für Raspi(4) ?

    Falls ja, läuft das mit der aktuellen Performance/RAM Kombi halbwegs benutzbar ?


    Ich meine für einfache CAS Anwendungen und zum Lernen, natürlich nicht komplexe Visualisierungen oder DeepLearning.


    Wenn dem so ist, wäre das schon alleine ein Grund sowas zu kaufen, da für klassische PCs die Home-Edition über 400€ kostet.

  • Wenn ich jetzt z.B. ein tolles Programm auf dem o.g. IchigoJam BASIC entwickeln würde, könnte ich nicht sonderlich sicher sein, dass sich alle Pi-400-User erst die Basic-Entwicklungsumgebung herunterladen und auf eine SD-Karte ziehen, um dann mein Programm auszuprobieren.

    Ich kenne jetzt die Lizenzbedingungen vom IchigoJam BASIC nicht, aber im Regelfall könntest du ein Image zum Downbload anbieten, auf dem sowohl das OS als auch deine Anwendung fertig konfiguriert drauf ist. Das kopieren sich dann die Nutzer auf eine SD-Karte, stecken sie in den Raspi und schalten ihn ein. Und alle haben die Software genau so vor sich, wie du sie konfiguriert hast.


    "Einheitlicher" für jeden Nutzer geht fast nicht mehr. ;)


    Mal andere Frage: gibt es immer noch Mathematica kostenlos für Raspi(4) ?

    Es wurde aus den offiziellen Raspi-Listen entfernt, weil nach 5 Jahren der entsprechende Vertrag ausgelaufen ist.


    Allerdings bietet der Macher von Mathematica es weiterhin kostenlos für den Raspi an.


    Die Installationsanleitung und paar (englische) Worte findest du hier:


    How to download and install Mathematica on the Raspberry Pi (for free)

  • Moin!

    Solange das ein monolithisches Ding ist, also z.B. ein Spiel oder ein Textverarbeitungssystem – kann ich das komplett nachvollziehen. Wenn das aber je "Modul" eine Plattform ist, für die (oder auf der) man etwas entwickelt, dann wird das ganze schon etwas komplizierter. Das ist dann vergleichbar z.B. mit dem Simons-Basic-Modul. Dafür wurde viel weniger entwickelt als für das deutlich schlechtere, eingebaute, Basic V2 – weil es nicht jeder hatte. OK, man kann heute damit argumentieren, dass die "Module" nichts mehr kosten und man sich eben drölfzig davon neben den Rechner legen kann.


    Letztendlich entwickelt man für eine unter vielen Software-Plattformen (Betriebssystem, IDE, Plug-In-fähige Mediaplayer ...), die auf dem Pi laufen können (wenn man nicht gerade eine weitere Plattform oder Bare-Metal-Game entwickelt) – und nicht für eine bestimmte Hardware (Pi oder ähnliches). Wenn ich jetzt z.B. ein tolles Programm auf dem o.g. IchigoJam BASIC entwickeln würde, könnte ich nicht sonderlich sicher sein, dass sich alle Pi-400-User erst die Basic-Entwicklungsumgebung herunterladen und auf eine SD-Karte ziehen, um dann mein Programm auszuprobieren.

    Vollste Zustimmung! :thumbsup:

    Ich kenne jetzt die Lizenzbedingungen vom IchigoJam BASIC nicht, aber im Regelfall könntest du ein Image zum Downbload anbieten, auf dem sowohl das OS als auch deine Anwendung fertig konfiguriert drauf ist. Das kopieren sich dann die Nutzer auf eine SD-Karte, stecken sie in den Raspi und schalten ihn ein. Und alle haben die Software genau so vor sich, wie du sie konfiguriert hast.


    "Einheitlicher" für jeden Nutzer geht fast nicht mehr. ;)


    Umständlicher geht es wohl für einen potentiellen Anwender nicht mehr. Stell dir vor, ich führe auf der Arbeit SAP aus und müsste die ganze Entwicklungsumgebung als Image runterladen und ausführen, um das Stück Software zu testen/nutzen. (Ja, Lizenzrechte mal aussen vor)

    Einfacher ist es, wenn man bereits eine "starre" Umgebung (C64 mit Basic V2) hat und die geschriebene Software auf diesem Standard-C64 ausführbar ist.


    Just my 2 cents aus Anwendersicht

    MfG

  • Einfacher ist es, wenn man bereits eine "starre" Umgebung (C64 mit Basic V2) hat und die geschriebene Software auf diesem Standard-C64 ausführbar ist.

    Du hast die "starre" Umgebung "Raspberry Pi 400" (die bei jedem gleich ist, sofern er nicht seine eigenen Erweiterungen dran hat) und jedes SD-Image ist auf diesem Computer ausführbar. Und zwar exakt so, wie es der Programmierer gewollt hat.


    Natürlich sind auch ganz "normale" Anwendungen für RetroPi (Linux) möglich. Genauso wie auf jeden anderen PC.


    Mir kommt es so vor, als soll "ums Verrecken" ein Argument gefunden werden, warum der Raspi 400 "schlecht" sein soll. ;) Der ist ein Computer wie jeder andere auch. Mit dem Bonus(!), dass man ihn problemlos von "einheitlichen" SD-Karten booten kann.

  • Mir kommt es so vor, als soll "ums Verrecken" ein Argument gefunden werden, warum der Raspi 400 "schlecht" sein soll.

    Zunächst hatte ich dieses Gefühl auch im Bauch. Es ist aber eine normale Diskussionen verschiedener Sichtweisen auf das System mit kritischen Fragestellungen. Solange es Antworten gibt, die für das System sprechen, halte ich diese Fragen sogar für förderlich.


    Letztlich ist es aber eben Geschmackssache, für welches System ich mich entscheide. War zu Zeiten des C64 schon so (man erinnere sich an die diversen "Lager" zu den jeweiligen Heimcomputern :guenni: