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Amiga Grafikkarten Picasso Merlin sinnvoll?

  • Moin in die Runde,


    ich bin endlich glücklicher Besitzer eines A3000. Er muss noch restauriert werden, da bin ich gerade dran. Nach dem Öffnen des Geräts ist mir

    eine Grafikkarte aufgefallen, eine Merlin 3.1. Ich habe hier schon andere Freds gesehen, wo der Einsatz einer Picasso diskutiert wird.


    Daher mal eine Frage in die Runde: Was soll ich mit einer Graka im Amiga?


    Aufwändige Grafikgeschichten will ich nicht machen. Spiele gibts wahrscheinlich auch nicht, die eine Graka nutzen könnten.


    Nach Möglichkeit will ich meine Kisten nur mit Commodore/Amiga Hardware betreiben. Gut, ein Vortex Bridgeboard würde ich auch nicht aus der

    Hand geben wollen, aber bei einer Graka fehlt mir die Phantasie, was ich damit anfangen soll.


    Einziges Szenario wäre vielleicht eine Maschine mit OS 3.9 oder größer aufzubauen, aber da habe ich mich noch nicht tief genug eingelesen, d.h.

    ich weiß gar nicht ob für diesen Fall überhaupt eine Graka notwendig ist oder ob nicht schon der Chipsatz reicht.


    Ansonsten fällt mir da nichts mehr ein, warum ich diese in der heutigen Zeit noch drin lassen sollte. Wie gesagt, Arbeiten mit Grafikprogs

    habe ich kein Interesse. Ich bin leider ein recht phantasieloser Ing. und für Grafikarbeiten kaum zu gebrauchen.


    Vielen Dank!

  • Wenn du nur spielen willst, ist eine Grafikkarte unnötig.

    Es gibt jedoch einige wenige Spiele, die von einer Grafikkarte profitieren. Schau dich mal bei http://hol.abime.net/ um und suche mal mit "Harware is" nach "RTG".

    Neo Geo AES 3-4 || Apple IIe || C64 ASSY 250407 || A500+ || A1000 (GB-Edition) || A3000D rev.9.01 || A4000D rev.B

  • Der Vorteil einer Graka sind eben die höheren Auflösungen. Wenn der interene Flifi des A3000 einwandfrei funktioniert kann man ja auch da nen PC Monitor anschließen. Ob man ne Graka im A3000 unbedingt braucht muß eben jeder für sich selbst entscheiden. Ich tendiere eher zu nein. Im Internet Surfen kannste eh vergessen da es keinen aktuellen Browser gibt welcher die aktuellen Internetstandards auch anzeigen kann.

  • Das mit dem Monitor war für mich noch nie ein Thema gewesen, egal ob 8-Bitter oder Amigas. Ich habe hier für ca. 10-20€/ Stk mehrere Samsung 220er "Flachbildschirmfernseher" rumstehen, die haben so viele Anschlüsse, das man da so ziemlich alles dran betreiben kann, ganz ohne Flikkerfixer, Scandoubler usw. Die Bildqualität ist für mich vollkommen ausreichend, lediglich der 80 Zeichen Modus des C128er ist recht matschig.

  • Du schreibst, dass Du am A3000 programmieren möchtest. Wenn dein Editor auf der Workbench basiert, dann machts mit höheren Auflösungen natürlich mehr Spaß, man sieht halt eben einfach mehr. Ich habe in meinem 3000er keine Graka, da er auch nicht sonderlich hoch frisiert ist und mir die HighGFX Screenmodi absolut reichen.

  • in meinem 3000er steckt eine Grafikkarte, weil es eben gerade beim Programmieren einen großen Unterschied macht, ob der Editor in 640x256/512 oder in 1280x768 läuft und dabei butterweich scrollt.


    Außerdem gibt es für den Amiga ja nicht nur Spiele. Vieles ist heutzutage mehr oder weniger obsolet, aber eine Tabellenkalkulation, eine Textverarbeitung oder gar DTP, eine Datenbank, Raytracing usw. profitieren alle von höheren Auflösungen. Raytracing macht auf einem 68030/68882/25MHz aber eher wenig Spaß... Bildanzeiger profitieren dazu natürlich von höheren Farbtiefen.


    Zum Spielen habe ich übrigens einen 600er mit ACA620. Der 3000er wird für alles andere genutzt, aber NICHT für Spiele.

  • Schon mal Danke für die Rückmeldungen.


    Ist jetzt Off-Topic: Warum ist das Spielen auf'm A3000 so'n rotes Tuch. Meine SMD Amigas sind mir auch heilig. Einen A3000 finde ich einfacher zu reparieren als einen A600. Beim A3000 sind viele Chips gesockelt, das macht die Geschichte doch deutlich einfacher

  • Einen A3000 finde ich einfacher zu reparieren als einen A600. Beim A3000 sind viele Chips gesockelt, das macht die Geschichte doch deutlich einfacher

    Da bist Du aber sowas von auf dem Holzweg. Das Amiga 3000 Board ist das am schwierigsten zu reparierende Board da es sich hier um ein 4 Layer Board handelt.

  • Einen A3000 finde ich einfacher zu reparieren als einen A600. Beim A3000 sind viele Chips gesockelt, das macht die Geschichte doch deutlich einfacher

    Da bist Du aber sowas von auf dem Holzweg. Das Amiga 3000 Board ist das am schwierigsten zu reparierende Board da es sich hier um ein 4 Layer Board handelt.

    Ok, board selbst ist ein Punkt, aber wie oft kommt denn das vor. Abgesehen von einem A2000, wo der CPU Sockel angefressen war, hatte ich noch nie einen ernsthaften Schaden an den anderen Boards. Elkos und Batterie verursachten bei mir immer hässliche Oberflächenschäden. Ich habe noch keinen Fall gesehen, wo die Lauge in die unteren Schichte ging.


    Entweder war die Spannungsversorgung hinüber oder irgendwelche Chips hatten einen weg. Beim A600/1200 tauscht man die nicht mal eben durch. Beim A3000 hingegen sehr einfach

  • Die Killeranwendung für die Grafikkarte ist meiner Meinung nach Shapeshifter um MacOS samt Spiele, Photoshop, Microsoft Office 4.2 oder bei vorhandener Netzwerkkarte auch Safari oder Netscape nutzen zu können. Je nach CPU und Speicherausbau sollte der A3000 genauso gut wie ein A4000 sein, da AGA hier keine Rolle spielt. Eine CPU Karte mit 68040 oder gar 68060 und eigenem Fast RAM mit Grafikkarte war mit Software MAC Emu produktiver und schneller als jede PC Brückenkarte.

  • hatte ich noch nie einen ernsthaften Schaden an den anderen Boards. Elkos und Batterie verursachten bei mir immer hässliche Oberflächenschäden. Ich habe noch keinen Fall gesehen, wo die Lauge in die unteren Schichte ging.

    Da hast Du einfach Glück gehabt. Die Lauge/Säure was auch immer frißt mit der Zeit immer weiter. Sie zerfrisst das Lötzinn in den Vias, und gelangt so auch in die anderen Schichten des Boards. Wenn man den Akkuschaden nicht komplett sondern nur oberflächlich beseitigt kann es zu bösen Folgechäden in den nächsten Jahren kommen. Oft muß man um den Akuubereich im A3000 viele IC`s und Sockelt entlöten um dem ganzen herr zu werden und das auslöten von IC´s und Sockeln bei einem 4 Layer Board ist nicht so einfach ohne dabei die Durchkontaktierungen zu beschädigen.

  • Die Killeranwendung für die Grafikkarte ist meiner Meinung nach Shapeshifter um MacOS samt Spiele, Photoshop, Microsoft Office 4.2 oder bei vorhandener Netzwerkkarte auch Safari oder Netscape nutzen zu können.

    Früher mag das ja Sinn gemacht haben – aber heutzutage bekommt man einen 040- oder PPC-Mac für 50 Euro, während ein hochgerüsteter Amiga mehrere Hunderter kostet. Wer also klassische Mac-Software laufen lassen will, kommt viel billiger mit einem Original-Mac zum gewünschten Ergebnis.

  • diese Geschichten mit der ewigen Lauge lese ich dauernd und weiß nicht wie das funktionieren soll. Ein Laugemolekühl, das ein mal mit Zinn, Kupfer oder Platinenlack reagiert hat ist weg. Solange noch Brühe da ist, geht der Schadprozess weiter, aber irgendwann ist mal Ende.


    Beim 2000 konnte ich das gut sehen. Der Platinenlack war zerfressen und die obere Schicht. Nach ein wenig Kratzen mit Glasfaser kam wieder blankes Kupfer. Der Schaden ging ordentlich in die Fläche, aber fast nicht in die Tiefe, vielleicht 0.5 mm, wenn überhaupt. Die Lötaugen des CPU Sockels waren ebenfalls nur oben angefressen, dafür waren ein paar Leitungen gekappt.


    Ich hasse dagegen SMD Löten. Ist mir gerade passiert Lötpad beim A600 abgerissen. Flicken ist dann immer eine sch* Fummelei.


    Trotzdem ist es die Grafikkarte, die dies alles benutzbar macht. Eine Brückenkarte macht noch weniger Sinn aber darum geht es doch nicht, es geht ums können. Die Fragestellung war: was man mit Grafikkarte kann was ohne nicht geht.

    Bzw. Ob es noch Sinn macht. Ich nach der Diskussion für mich persönlich nur noch die Option für OS 3.9 oder größer