The C64 Mini vs. RetroPi auf RPi3 ?


  • RexRetro
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  • The C64 Mini vs. RetroPi auf RPi3 ?

    Zuletzt war ich mit der Familie in einem TechnoLaden (TM) - meine Frau wollte ein neues Telefon. Die Kinder wollten die Switch bestaunen und ich sehe:
    - NES Mini
    - SNES Mini
    - Sega Megadings Mini
    - Atari Flashback

    und tatsächlich:

    The C64 Mini.

    Das solche Emulator-Kistchen neuerdings allgemein beliebt sind, hatte ich mitbekommen. Dass es die alle vorrätig im Elektroladen in der Nähe gibt, hat mich aber doch überrascht und ich habe mich gefragt,
    ob man nicht besser mit einem Raspi und RetroPi eine all-in-one Lösung nimmt?

    Was ist eure Erfahrung: lohnen sich solche Dinger (ease-of-use) oder sind sie nicht zu beschränkt?
    Was für ARM HW steckt eigentlich im C64 mini? Wie ist die Emulations-Performance vgl. mit Raspi Zero W oder Raspi3 ?

    Wie sieht es eigentlich rechtlich in der C64 Ecke aus? Commodore ist solange tot, woher haben die C64 mini Leute (Koch Media) die Lizenzen z.B für Kernal etc.?
  • Zum Daddeln finde ich - wenn wir mal das echte Gerät außen vor lassen - den Raspberry Pi (3) mit RetroPie unschlagbar. Ich kann zocken was ich will und habe all die Vorteile dieser einzelnen Boxen wie SNESmini, AtariFlashback, NESmini, THEC64mini, in einem System vereint. Und ich kann es sogar erweitern, was bei Nintendos "mini"-Produkten z.B. nicht geht.

    Wenn ich in der Return oder in der "Retro Gamer" einen interessanten Artikel über ein spezielles Spiel lese, kann ich es mit wenigen Clicks egal welches 8/16-Bit System es auch sein mag auf dem Raspi mit RetroPie zum laufen bringen. Es gibt relativ wenig was nicht läuft.

    Und was mir am Raspberry Pi noch gefällt ist, ich kann wenn ich keine Lust mehr habe, einfach die SD Karte rausziehen und ein beliebiges anderes Betriebssystem in wenigen Sekunden an den Start bringen. Filme oder Youtube gucken? Dann hol ich die SD-Karte mit OSMC. Surfen und im Forum64 kommentieren? Hole ich die SD-Karte mit Raspbian. Es gibt sogar Windows IoT und Android wenn man es denn mag. Versuche das einmal mit einem NESmini 8o

    Diese unglaubliche Softwarevielfalt ist in meinen Augen die Stärke des Raspberry Pi, der als Einplatinencomputer sicher nicht der Beste in seiner Klasse ist, aber durch seine unglaublich große Nutzerbasis einfach das größte Softwareangebot bietet. Also ein bisschen so wie früher mit dem C64 :D
    krautguy.wordpress.com
  • Ich besitze alle diese Mini Konsolen und kann nach ausgiebigen Tests sagen, dass man mit dem Pi immer noch am besten fährt, nicht nur was die Vielfalt der emulierbaren Konsolen angeht. Der Pi (mit installiertem aktuellen Retropie) hatte von allen "minis" das geringste input lag, die höchste Spiele Kompatiblität und die besten features (WLan, Media Player, Internet, updates, bluetooth controller support.

    Die Nintendo Konsolen sind sehr solide, sie können genau das sehr gut wofür sie gemacht wurden. Klar kann man die hacken, aber aufgund des geringen onboard Speichers sollte man dann doch eher zum PI greifen

    Die Konsolen der Firma ATGames sind sehr durchwachsen, hier gibt es unschönes Tearing im Bild und auch mitunter Soundaussetzer

    Am meisten enttäuscht war ich aber vom TheC64mini. Im Grunde hätte man hier alles richtig machen können, aber die Konsole macht einfach keinen ausgereiften Eindruck. Die Spieleauswahl ist ziemlich durchwachsen, die Emulation geht im Grunde schon ok, aber das Input Lag ist nicht wegzudiskutieren. Auch nach mehreren updates der Firmware hat es der Hersteller nicht geschafft das in den Griff zu bekommen. Einige SID Musiken hören sich auch seltsam an. Der mitgelieferte Joystick ist jedoch der größte Schwachpunkt, sehr schlecht verarbeitet und bricht leicht. Man kann zwar mittlerweile einige andere Gamepads und auch den Speedlink Competition Pro anschließen, wenn da nicht dieses Input Lag wäre. Eigene Spiele lassen sich laden, aber nicht auf die Konsole selbst kopieren, so wird immer eins der 2 vorhandenen USB ports durch einen USB Stick belegt und wenn im anderen Port jetzt noch eine Tastatur steckt, dann kann man keinen Joystick mehr anschließen, also muss man zwangsläufig einen USB HUB verwenden. Bei Multi Disk Spielen lassen sich die Disketten nicht wechseln, zumindest kann man auf EF3 Versionen zurückgreifen.

    Hier hat der PI mit seiner aktuellen Version 3.2 von Vice eindeutig die Nase vorn!

    Preislich liegt ein gut ausgestatteter Pi3B+ mit 64GB, vernünftigen NESPI+ Gehäuse und gutem controller um die 100€ - 120€

    Nunja, meine Meinung dazu.

    Grüße,
    A.
  • Ich hab (fast) alle dieser Minis ;) Und ja, sie haben schon ihre Berechtigung: für Leute, die damals so eine Original-Kiste hatten, und seither höchstens mal vor ner XBox/PS gesessen sind um zu spielen, denn der easy-to-use Faktor ist für diese Zielgruppe schon genau richtig. Alle Minis haben schön ausgearbeitete Menüs und es ist damit eine Leichtigkeit ein Spiel zu starten ohne sich vorher um ROms/D64/Einstellungen/Sync etc zu bemühen (und alles völlig legal). Hier ist aber auch schon der Nachteil: es gehen halt nur die Spiele, die dabei sind - mit Aufwand lassen sich einige auch erweitern, da muss man aber schon wissen was man tut (z.B. Unterschied kennen von D64, T64, etc), Anleitungen im Netz lesen, usw.

    Der Raspi ist super, allerdings hat man hier auch einige Hürden zu nehmen - wie bekomme ich ein Image auf meine SD? Welches fertige IMG-Pack soll ich nehmen? Wie kann ich Spiele erweitern? Und ist das überhaupt legal? Usw...
    Empfehlung: Immer die Spieleliste der Minis lesen - wenn man gar nicht viel spielen will (z.B. weil man früher eh nur ein paar wenige Spiele gespielt hat), sind diese Minis schon recht gut - und für "Casual"-Gamer ist auch das Lagproblem nicht nachvollziehbar.
    Wer sich nicht scheut, ein paar Anleitungen/Tutorials auf Youtube anzusehen und sich nicht um den rechtlichen Rahmen Gedanken macht, der sollte auf einen Raspi mit einem der zahlreichen Images (z.B. von Arcadepunks, etc) schon zu recht kommen und hat hier viel mehr Möglichkeiten.

    PS: Der Joystick des NeoGeo Minis ist analog, lässt sich aber überraschenderweise trotzdem gut bedienen....
  • Kann man beim Raspi eigentlich den C64 ohne Tastatur bedienen bzw. auch die Disketten-Images entsprechend wechseln?
    Beim C64 Mini gibt es ja die Onscreen-Tastatur. Zwar nicht so praktisch wie eine echte, aber gut genug um ohne Extra-Tastatur durch die Startmenüs zu kommen usw.

    Wobei der C64 Mini allerdings durch die Eingabe-/Ausgabeverzögerung unspielbar ist.
  • Flexman wrote:

    Kann man beim Raspi eigentlich den C64 ohne Tastatur bedienen bzw. auch die Disketten-Images entsprechend wechseln?
    Ja, kann man. Ich habe auf meinem Handheld "Ugly Gameboy" Combian64 laufen, da kann man, wenn man es richtig konfiguriert hat, alles mit dem Gamepad machen. Es gibt auch eine virtuelle Tastatur die man sich anzeigen lassen kann, dann sind auch kleine Tastatureingaben möglich.

    DoReCo #60 30.03.2019 im HNF Paderborn!
  • Ich bevorzuge auch die RasPi-Lösung. Mit Retropie hat man ja auch so ein Games-Auswahl-Menü, wie am Mini.
    Das hat man mit den reinen C64-Lösungen (Combian64, BMC64, ...) nicht, dafür startet BMC64 rasend schnell...
    n paar Cevies, n paar Amigas, n paar FPGAs, n Haufen Zubehör und viel zu wenig Zeit...
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    MiCv2 wrote:


    Seit der neuen Firmware, und dem EF .CRT- Support, kann ich wunderbar damit schnell und unkompliziert zwischendurch spielen. :thumbup:

    Der Joystick ist hier die Schwachstelle.. leider..

    Mit der neuen Firmware sollten ja auch andere USB-Joysticks gehen, oder?
    Wobei ich ja zuerst auch geglaubt habe, dass der Joystick die Schwachstelle ist, aber dann haben wir eben das Delay als Schuldigen ausgemacht, warum man mit den Autos so herumwackelt.