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Heute so repariert ...

  • Die letzten Tage meine Vissmann Gasheizung repariert.


    Symptom:

    Schon seit März blieb die Heizung sporadisch morgens hängen. Der Gasbrenner solle eigentlich - nach der Nachtabsenkung - morgens wieder anspringen, tat er aber manchmal nicht.

    Laut Anzeige im Display sollte der Brenner laufen (Flammensymbol an), tat er aber nicht. Die Temperatur blieb demzufolge bei 20 bis 30 Grad hängen. Brauchwasser kalt. Heizkörper kalt.


    An der Bedienung konnte man einstellen was man wollte (z.Bsp. Kaminfegermodus, Partymodus, usw.), der Brenner lief nicht.

    Das einzige was half. Heizung Aus und wieder Einschalten. Dann wurde - so schien es - ein Reset gefahren, die Relais klickten und nach ca. 1 Minute sprang der Brenner wieder an.


    Es lief dann meist einige Tage wieder, bis irgendwann das Spiel von vorne losging.


    Zuerst die Düsen gereinigt und die Zündkabel und Kontakte geprüft, sah aber normal aus und half auch nicht.

    Immer wenn morgens das Wasser nicht warm kam, kurz in den Keller gerannt, Heizung aus und wieder an, dann ging es wieder.


    Weil es nur sproradisch vorkam, hab ich das Problem eine Weile vor mir hergeschoben.

    Der Schornsteinfeger kam zwischenzeitlich mal und hat bei seinen Messungen gute Werte bescheinigt. Die Heizung ist Baujahr 2007, da sollte die grundsätzlich schon noch i.O. sein.


    Die letzten Tage kam das Problem aber häufiger vor, zuletzt fast schon täglich, deshalb musste jetzt was passieren.


    Weil der Brenner recht zuverlässig nach Aus-/Einschalten wieder startete, hatte ich zunächst die Steuerung in Verdacht, evt. Absturz der Software, schlechter Kondensator im Netzteil oder sowas in der Art. Weiterhin Recherche im Netz nach Serviceanleitung. Die gabs tatsächlich und hat wertvolle Hinweise geliefert.


    Also Hauptschalter Aus und den Deckel der Steuerung mal abgenommen. Das Netzteil konnte man abziehen. Die Kondensatoren sahen optisch gut aus.



    Dann mal das Bedienteil abgenommen uns inspiziert. Auch da konnte man nicht viel sehen.


    Als nächstes den Relaistest durchgeführt. Der Brenner sollte lt. Serviceanleitung eigentlich bei Relais 1 auf "On" laufen, tat er aber nicht.

    Über den X12-Stecker (der weiße zweipolige Stecker, sieht man auf dem ersten Bild) konnte man den Relaiskontakt überbrücken, also ein Kurzschlußkabel gebaut und überbrückt.

    Dazu hatte ich die Heizung aber ausgeschaltet. Nach wiedereinschalten lief der Brenner mit der Überbrückung, ohne ging er wieder aus.


    Blöderweise lief der Brenner nach Aus- und Wiedereinschalten sowieso meist. Das Brennerrelais war trotzdem auf jeden Fall mal der Hauptverdächtige.

    Ein neues Relais bestellt und in der Zwischenzeit gehofft, dass der Fehler wieder auftritt.


    Der Brenner lief ein paar Tage normal bis er irgenwann morgens mal wieder hängenblieb.

    So jetzt nochmal Relaistest. Brenner lief nicht an.

    Dann X12 überbrückt und zu meiner Überraschung lief der Brenner immer noch nicht an. Also waren es die Relaiskontakte wohl doch nicht.


    Wenn ich das Kabel zum Brenner (brauner Stecker) abzog und wieder einsteckte, dann startete der Brenner.

    Somit stand fest, dass es nicht an der Steuerung lag, sondern irgendwas mit dem Brenner selbst nicht in Ordnung war.


    Der Vitagasbrenner wird über eine Honeywell-Platine gesteuert. Dort ist die Zündung integriert und es wird das Gasventil gesteuert.

    Mal den Deckel gelupft, aber an der Platine wollte ich nicht rumpfuschen, zumal die unter Netzspannung arbeitet.


    Bei Vissmann kostet die Platine als Ersatzteil ca. 450 Euro.

    Das musste günstiger gehen...

    Bei EKA hab ich einen Verkäufer gefunden, der dieselbe Brennersteuerung übrig hatte. Sein Gasbrenner sei undicht gewesen und komplett ersetzt worden.

    Die Steuerung sei immer zuverlässig gelaufen und er hat sie für 36 Euro angeboten.


    Heute kam die Steuerungsplatine. Links die neue, Rechts meine defekte. Passt überein:)


    Dann die alte Steuerung abgebaut. Die neue eingebaut und eingeschaltet.


    Zunächst passierte nichts. Klar die Kesseltemparatur betrug ca. 50 Grad und da musste nichts nachgeheizt werden.

    Also den Kaminfegermodus gestartet.

    Sofort lief der Brenner an. Bingo! Das war es wohl gewesen. :thumbsup:


    Die nächsten Tage noch etwas beobachten, aber bin guter Dinge, dass damit wieder alles in Ordnung ist.


    Gruß Manfred

  • manfred.moser kein mieses Gefühl bei dem gebrauchten Feuerungsautomat gehabt?

    Gerade bei den Honeywell Dingern.

    Trotzdem gut gemacht. Nur nicht an die große Glocke hängen, daß du selbst Hand angelegt hast.

    Nö, kein mieses Gefühl. Im Gegenteil, Super Gefühl, wenn die Kiste wieder läuft:thumbsup::saint:


    Aber im Ernst. Ich habe im Vorfeld mal in diversen Heizungsforen etwas quergelesen, ob vlt. jemand anderes schon denselben Fehler hat oder hatte. Wirkliche Lösung hab ich dort aber nicht gefunden.

    Gerade bei sporadisch auftretenden Fehlern konnte man häufiger lesen, dass die Beauftragung eines Heizungsmonteur/Servicetechnikers darin endete, dass Anfahrt und eine Servicepauschale zu zahlen war, aber der Fehler nicht beseitigt wurde. Das ging dann häufig schon in den dreistelligen Bereich.8\|

    Kommentare wie: "Solange der Fehler nicht da ist, kann ich den auch nicht eingrenzen" oder "Wir tauschen prophylaktisch dieses oder jenes" kamen vor.


    Solche Dinge haben mich davon abgehalten, den "Profi" zu holen. Deshalb hab ich lieber selber nach dem Fehler gesucht.

    Ich konnte schließlich warten, bis der Fehler wieder kommt um dann systematisch einzugrenzen, und wenn es mehrere Tage gedauert hat.


    Heute morgen lief der Brenner übrigens astrein an. Hoffe ... Nein, bin zuversichtlich das bleibt so:)

  • Solche Dinge haben mich davon abgehalten, den "Profi" zu holen. Deshalb hab ich lieber selber nach dem Fehler gesucht.

    Ich konnte schließlich warten, bis der Fehler wieder kommt um dann systematisch einzugrenzen, und wenn es mehrere Tage gedauert hat.


    Heute morgen lief der Brenner übrigens astrein an. Hoffe ... Nein, bin zuversichtlich das bleibt so :)

    Kann ich nachvollziehen.

    Der wird jetzt auch wieder ohne Probleme laufen. Die Feuerungsautomaten von Honeywell sind z.T. grottig. und bei den älteren Viessmann egal ob Gas oder Öl je nach Brennerserie wirklich häufig kaputt. Sollte bei Dir aber nicht zutreffend sein.

    Ich hatte auch mal an nem alten Edelstahl-Kessel von Viessmann nen defekten Gasfeuerungsautomat. Hat der Brenner beim Zünden geknallt. Da war die halbe Straße auf einmal vor der Tür:thumbsup:

  • Wie viel Kohle hast nun dadurch gespart?

    Also ich hab mit Versand 41 Euro für den gebrauchten Feuerungsautomaten gezahlt, ein Schnäppchen :thumbsup:

    Den Profi das machen lassen mit neuem Feuerungsautomaten hätte schätzungsweise 600 Euro aufwärts gekostet. :DevilPeace


    Hab mich heute morgen noch beim EKA-Verkäufer herzlich bedankt. Das ist ein ganz lieber Typ.

    Es kam gleich zurück:

    "Hallo Manfred, es freut mich sehr , das von Ihnen zu hören. Nachdem mein Heizkessel undicht geworden war und alles auf Brennwerttechnik umgestellt werden musste, habe ich Einiges aus der alten Anlage gerettet. Dazu gehört auch der Feuerungsautomat, der jetzt bei Ihnen läuft. Viele Grüße"


    Schön, dass es auch noch solche Verkäufer gibt:)

  • Die tauschen bei solchen Fehlern auch direkt die Platine aus. Kost ungefähr 1000 je nach Modell. Bei uns wars die Vaillant und die lag alles in allem bei 800. Schon stolze Summe....

  • Die tauschen bei solchen Fehlern auch direkt die Platine aus. Kost ungefähr 1000 je nach Modell. Bei uns wars die Vaillant und die lag alles in allem bei 800. Schon stolze Summe....

    Quatsch. Je nach Vaillant ist der Feuerungsautomat "die" Platine bzw. auf der Hauptplatine integriert.


    Edit: natürlich gibt es auch schwarze Schafe bzw. Idioten die gleich alles tauschen, weil Fehlerfinden zu viel arbeit macht.

  • Die tauschen bei solchen Fehlern auch direkt die Platine aus. Kost ungefähr 1000 je nach Modell. Bei uns wars die Vaillant und die lag alles in allem bei 800. Schon stolze Summe....

    Quatsch. Je nach Vaillant ist der Feuerungsautomat "die" Platine bzw. auf der Hauptplatine integriert.


    Edit: natürlich gibt es auch schwarze Schafe bzw. Idioten die gleich alles tauschen, weil Fehlerfinden zu viel arbeit macht.

    Ja..aber auch Fehlersuche kostet gern nen 50er die Stunde. Aktuell auch deutlich mehr. Das käme ja noch dazu. Und ob der Installateur den Elko auslötet ...;)...wohl kaum.

  • Und ob der Installateur den Elko auslötet ... ;) ...wohl kaum.

    Natürlich wird dort nichts drauf gewechselt.Was ich meinte war: ist der Feuerungsautomat auf der Hauptplatine drauf, dann wird die gewechselt. Ist er seperat (ggf. als Platine) wird nur dieses Teil gewechselt.

    Ist aber auch egal. Führt zu weit.

  • Und ob der Installateur den Elko auslötet ... ;) ...wohl kaum.

    Natürlich wird dort nichts drauf gewechselt.Was ich meinte war: ist der Feuerungsautomat auf der Hauptplatine drauf, dann wird die gewechselt. Ist er seperat (ggf. als Platine) wird nur dieses Teil gewechselt.

    Ist aber auch egal. Führt zu weit.

    Ja..hab eh keine Ahnung, Hauptsache warm...;)

  • Meine Tochter hat sich neulich auf dem Flohmarkt von ihrem eigenen Geld einen kabel-ferngesteuerten Pluto gekauft, der Bellen, sich bewegen, mit dem Schwanz wedeln und komische Geräusche machen kann. Zuhause angekommen, stellte sich heraus, dass er kaputt ist. Oder zumindest: Nicht funktionierte. Denn es waren noch immer Batterien eingelegt, drei verschiedene, alle ausgelaufen. Ich hatte testweise den gröbsten Mist entfernt und neue Batts eingesetzt: Lief aber nicht. Erstaunlicherweise war meine Tochter nicht so traurig, wie ich es angenommen hätte...


    Jetzt ist sie gerade mit Mama unterwegs und ich dachte mir so: Guckst' Dir das Teil halt noch mal an.


    In der Fernbedienung sind drei AA Batterien. Zufällig habe ich auch ein Batterienhalter für drei AAs zum Basteln, also habe ich den in der Fernbedienung testweise überbrückt und meinen Halter direkt mit dem Steuerboard verbunden und siehe da: Der Hund tuts noch. :)


    Also: "Fernbedienung" komplett demontiert, Kabel von den Batteriefach-Kontakten (wie heißen die Dinger eigentlich? Die mit Knubbel auf der einen und Spiralfeder auf der anderen Seite..) abgelötet, Kontakte ausgebaut, Steuerplatine mit IPA gereinigt, Gehäuse saubergepustet, alle relevanten Kontakte durchgemessen, zwei davon nachgelötet, Kontakte gereinigt und auf Leitfähigkeit geprüft, alles wieder zusammengebaut, funzt.


    Ich hoffe, die Kleine freut sich. <3


  • Ich finde immer DAS sind die besten Reparaturen!

    :love:

  • Heute mein kürzlich erstandenen C64C mit 250466er-Board repariert.


    Ausgangssituation war dieses Einschaltbild hier:


    Wurde dann von ADAC und tulan messerscharf als CIA-Fehler (U2 Defekt) erkannt. Danke nochmal für den Tipp :thnks:

    Etwas kurios war an diesem C64C, dass Commodore offensichtlich ab Werk für U1 einen 6526A und für U2 einen 8521R0 eingelötet hat.

    Heute dann den defekten CIA 8521R0 ausgelötet, gesockelt und durch einen Known Good - 6526A ersetzt. :loet



    Gleich probiert, ob die Aktion erfolgreich verlief.

    Jep, dachte ich zunächst, läuft wieder, denn das freundliche bekannte Einschaltbild begrüsste mich :thumbsup:


    Ich war zunächst guter Dinge und hab das DIAG-Harness angeschlossen um zu prüfen, ob wirklich alles i.O. ist

    Uuuuups... was war das :cry:Serial Port, User Port, U1 und U2 wird als defekt erkannt.


    Dann mal mit Tastatur und einer SD2IEC versucht, ob die Tasten und der IEC-Port geht.

    Alle Tasten der Tastatur haben funktioniert aber Laufwerk 8 kennt er nicht. Device not Present Error.


    Sollte der ersetzte 6526A doch nicht in Ordnung sein??? Nee, in einem anderen C64 hatte der doch funktioniert.


    Also mal die Leitungen vom IEC-Port durchgemessen.

    Im Verlauf der Leitungen gibt es auch Schutzdioden. Die mal durchgemessen.

    CR15 hatte komische Werte, also mal ausgelötet. Tatsächlich war CR15 hochohmig.

    Meistens haben Dioden einen kurzen, wenn sie kaputt gehen, so hatte ich das schon des öfteren gehabt.


    Die Diode wurde durch eine neue 1N4148 ersetzt, aber das war leider nur ein Nebenkriegsschauplatz.

    Eine hochohmige Schutzdiode erziehlt zwar keine Schutzwirkung mehr, aber behindert auch den Datentransfer vom IEC-Port nicht.

    Das stellte sich dann auch so raus, als ich nochmal versuchte, ob er von LW8 lädt.



    Wegen der Bilderbeschränkung unterbrechen wir hier unser Programm und setzen es gleich wieder fort...

  • Hier sind wir wieder :)


    Die Leitungen vom IEC-Port enden an U8 einem 7406 den ich als nächstes in Verdacht hatte.

    Also den 7406 ausgelötet, gesockelt und durch ein neues Exemplar, das ich zum Glück in meinem Fundus hatte, ersetzt.


    Dann probiert, ober er von LW8 lädt.

    Jep, das war es, er lädt wieder :juhu:


    Anschließend nochmal das DIAG-Harness angeschlossen und den DIAG 586220 gestartet.

    Hurraaa! DIAG jetzt bestanden. Reparatur erfolgreich abgeschlossen. :roll2:


    Habe jetzt schon 2 funktionierende C64C mit 250466er-Board. :thumbsup:


    Viele Grüße

    Manfred