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Ein neuer Blackscreen

  • Hallo an alle in diesem Forum.


    Ich hab mich gerade hier angemeldet, weil ich mir einen C64 zugelegt habe. Da er nicht mehr funktioniert habe ich ihn umsonst bekommen.
    Ich hab mir ein Kabel von Video/Audio auf Chinch besorgt und den Brotkasten an den TV gehängt. Leider nix ausser schwarz. Das einzige was passiert ist, daß das "kein Signal" vom Fernseher weg geht. Also kommt was an. Wenn ich den C64 wieder ausschalte erscheint nur kurz ein dicker weißer verzerrter Balken.


    Es handelt sich um ein Assy No. 250407 Artwork No. 251137 Rev B.


    Ein Multimeter ist vorhanden und ich weiß wie es funktioniert. Löten kann ich, ich hab mal Elektroniker gelernt.


    Ein Foto vom Board habe ich gemacht und versuche es hier hochzuladen.


    Ich habe beim auseinander bauen gesehen, daß der Vorbesitzer bereits ganz schön im Bereich des U4 rumgebraten hat. Sah sehr übel aus. Das Ding wurde ehr schlecht als recht gesockelt. Auf der Rückseite befinden sich 2 sehr seltsame provisorisch angelötete Drahtbrücken in Richtung U7 und U5. Ob das einen Grund hat und vor allem welchen, kann ich mir nicht erklären.


    Ich weiß auch nicht, ob sich hier eine Reparatur lohnt, aber zumindest war die Ausgangsbasis mal kostenlos.


    Auf den Bildern ist der U4 aus dem Sockel entfernt.

  • Ich weiß auch nicht, ob sich hier eine Reparatur lohnt, aber zumindest war die Ausgangsbasis mal kostenlos.

    Das lohnt eigentlich immer, vor allem bei dem "Grundpreis". ;)


    Die Drahtbrücken sehen aus, also ob da jemand die Leiterbahnen auf der Oberseite, die er beim "professionellen Sockeln" :D zerstört hat unten wieder "repariert" hat. Kommt vor, kann man machen, tut hier wohl nix.


    Auf U4 steckt ja kein ROM? Dann kann er nicht "hell" werden. Ist das Absicht?

    "Wenn du überredet, ermahnt, unter Druck gesetzt, belogen, durch Anreize gelockt, gezwungen, gemobbt, bloßgestellt, beschuldigt, bedroht, bestraft und kriminalisiert werden musst. Wenn all dies als notwendig erachtet wird, um deine Zustimmung zu erlangen, dann kannst du absolut sicher sein, dass das, was angepriesen wird, nicht zu deinem Besten ist." - Quelle unbekannt.


    "Steve Jobs hat User hervorgebracht, Jack Tramiel Experten." - Quelle unbekannt.

    "Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie äußern dürfen." - Voltaire.

    "Diskutiere nie mit einem Idioten - er zieht dich auf sein Niveau hinunter und schlägt dich dort mit seiner Erfahrung!" - Volksweisheit.


  • Ja sowas hatte ich mir auch schon gedacht, dass erbeim Auslöten die Platine geschrottet hat.
    Ich hab ja oben geschrieben, den U4 hab ich aus dem Sockel gezogen. Funktioniert aber mit und ohne gleich schlecht/gar nicht ;(
    Das am U4 sah ja auch viel schlimmer aus ursprünglich, ich habe ja schon mit Isoprop und Wattestäbchen sauber gemacht. Das sah mal so aus...

  • Ja, schaut :kotz aus ... muss aber nichts heißen.


    Eventuell ist U4 defekt durch die Löterei. Kannst du mal ein Foto vom U4, also vom IC selbst machen?

    "Wenn du überredet, ermahnt, unter Druck gesetzt, belogen, durch Anreize gelockt, gezwungen, gemobbt, bloßgestellt, beschuldigt, bedroht, bestraft und kriminalisiert werden musst. Wenn all dies als notwendig erachtet wird, um deine Zustimmung zu erlangen, dann kannst du absolut sicher sein, dass das, was angepriesen wird, nicht zu deinem Besten ist." - Quelle unbekannt.


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  • Ja, also ich habe so eine Art von Sockel selbst noch nie gesehen. Ich kenne nur die "offenen"


    Ich hab jetzt hier mal mein U4 angehängt. Es scheint der originale zu sein.


    Jetzt meine Überlegungen: Der Vorbesitzer hat den U4 ausgelötet, dabei die Leiterbahnen auf der Oberseite beschädigt und unten die Drahtbrücken eingelötet. Soweit so gut, aber warum steckt dann oben ein originaler U4 drin. Entweder er war nicht kaputt, was aber die ganze Arbeit ansich nicht erklären würde, oder er ist aus einem Schlacht C64 als Ersatzteil entnommen worden.


    Die Frage ist, ist er jetzt wieder kaputt, oder ist was anderes geschossen.


    Wie würdet ihr an die Fehlersuche rangehen?


    Ich hatte ihn angeschlossen aber nach 5 Minuten nichts festgestellt was besonders warm wird. Dann habe ich die Datasette angeschlossen. Sie bekommt auf jeden Fall mal Strom über den C64. Dann habe ich mal blind Load eingegeben und Return gedrückt. Dann hab ich auf Play gedrückt in der Hoffnung er wird anlaufen und irgend ein Programm auf der eingelegten Kassette finden und dann würde ja automatisch das Band anhalten.


    Das tat es aber nicht. Gut, das kann jetzt auch daran liegen, dass kein Programm auf der Kassette ist.


    Gibt es nicht irgendwelche Messpunkte, die ich im angesteckten Zustand mal nachmessen kann?


    Ich weiß halt leider nicht genau wo ich mit der Fehlersuche anfanen muss. Gut, am Netzteil kann ich ja mal beginnen. Wo muss denn da welche Spannung anliegen?

  • Wo muss denn da welche Spannung anliegen?

    Wenn du auf den DIN-Stecker schaust: die beiden oberen 9V AC (unbelastet sind das etwas mehr), die beiden unten: 5V DC. Und keinen Kurzen beim Messen bauen ;-)


    Wenn du aber ein schwarzes Bild bekommst (nicht zu verwechseln mit: kein Bild), dann sind die 9V AC schon mal da

  • Steck mal U4, schließ die Datasette an und schalte den C64 ein. Dann gib blind ein:


    POKE1,23


    Das sollte den Datasettenmotor einschalten - er läuft dann, ohne dass an der Datasette eine Taste gedrückt wurde, man hört es ganz leicht.


    POKE1,55


    schaltet ihn wieder aus. Sollte das funktionieren (unwahrscheinlich), läuft der C64 und das Problem liegt zwischen VIC und Anzeigegerät.


    Ansonsten: Netzteilüberprüfung wurde ja schon gesagt. Die Spannungen kannst du am User-Port prüfen:

    • Pin 2 gemessen gegen Pin 1 = 5 V DC.
    • Pin 10 gemessen gegen Pin 11 = 9 V AC.

    Weiters mit dem Multimeter mal am 6510 die Pins 40, 3, 4 gegen GND messen. Beim Einschalten sollte Pin 40 kurz (einige 100 ms) auf 0 V liegen und dann auf 5 V springen und dort bleiben. Pin 3 und 4 sollten auf 5 V liegen.

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  • Hallo,


    Ich hab mal eben auf die Schnelle den Datasetten Test durchgeführt.


    Ich habe ein ganz anderes Ergebnis. Sobald ich den C64 anschalte, fängt auch der Motor in der Datasette an zu laufen. Ich muss dazu garnix eingeben. Davon abgesehen habe ich es trotzdem gemacht. Allerdings ohne irgendeine Reaktion. Erst wenn ich den Commodore ausschalte geht auch der Motor in der Datasette aus.


    Die Messungen mache ich später noch, dankeschön schonmal dafür, mal sehen was da raus kommt.

  • Ich habe ein ganz anderes Ergebnis. Sobald ich den C64 anschalte, fängt auch der Motor in der Datasette an zu laufen. Ich muss dazu garnix eingeben. Davon abgesehen habe ich es trotzdem gemacht. Allerdings ohne irgendeine Reaktion. Erst wenn ich den Commodore ausschalte geht auch der Motor in der Datasette aus.

    Das lässt darauf schließen, dass der C64 nicht anläuft, also auf jeden Fall die Kernal-Routinen beim Einschalten usw. nicht abarbeitet. Das kann natürlich verschiedene Ursachen haben. Eventuell ist wirklich das ROM kaputt. Ein anderes ROM oder ein EPROM mit Adaptersockel würde hier Klarheit bringen.


    Wenn du ein Multimeter mit Durchgangsprüfer hast, klingle doch mal die Leitungen des ROMs durch, siehe Schaltplan: http://www.zimmers.net/anonftp…uters/c64/326106-2of2.gif
    Die Adress- und Datenleitungen sowie R/W, Vcc und GNDkannst du auf die anderen beiden ROMs durchklingeln, das /CS-Signal zur PLA hin. So kannst du feststellen, ob da leiterbahnmäßig noch was kaputt ist.


    Wenn geeignetes (Ent-) Lötwerkzeug zur Verfügung steht, würde ich dann den Sockel auf U4 entfernen, die Platinenoberseite unter dem Sockel auf weitere Beschädigungen (Leiterbahnunterbrüche, Lötaugen, usw.) prüfen, die Platine reinigen, einen neuen Sockel sauber einlöten und die defekten Leiterbahnen reparieren. Bei dem Murks weiß man nie, ob nicht doch noch eine "kalte" dabei ist.

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  • So, ich habe die Messungen durchgeführt:


    User-Port:


    Pin 2 zu Pin 1 = 4,82V DC
    Pin 10 zu Pin 11 = 9,2V AC


    Am 6510


    Pin 3 zu GND = 4,84V
    Pin 4 zu GND = 4,79V
    Pind 40 zu GND = 4,8V nach dem Einschalten dauert es ganz kurz bis die 4,8V da sind. ob es 100 ms sind vermag ich nicht zu sagen, könnte aber hin kommen.

  • Hallo,


    ein auslöten vom U4 würde ich nicht machen, Du kannst alle Adress- und Daten Leitungen
    überprüfen mit dem PIN gleichen linken IC (Basic) außer Pin 20 die geht zur PLA.
    Prüfe alle Leitungen die auf die CPU gehen mit, kann ja sein das eine Ltg. insgesamt def. ist.
    Am besten wie bereits gesagt mit dem Schaltplan auf zimmers.net.
    Viel Erfolg :thumbup:

  • OK, ist alles im Rahmen. Es sollten einige 100 ms sein, nicht "gar nix" und nicht stundenlang auf GND. :)


    Hat dein Multimeter Frequenzmessung? Sofern es mindestens 2 MHz messen kann, bitte mal an Pin 1, 2, 5 und 39 der CPU messen, was da für eine Frequenz ansteht.

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  • Okay, ich glaube ich kann so einigermassen folgen:


    Ich habe alle Pins auf Durchgang mit der Basic Rom getestet. Alle Pins bis auf Pin 20 haben durchgang. Pin 20 habe ich auf Durchgang mit Pin 16 der PLA getestet. Diese Verbindung hat auch Durchgang.


    Also scheint der Sockel zumindest so eingelötet zu sein, daß er keine kalten Lötstellen hat. Ich habe mit gestecktem U4 gemessen an den IC Pins. somit ist auch kein Kontaktfehler im Sockel.

  • Also scheint der Sockel zumindest so eingelötet zu sein, daß er keine kalten Lötstellen hat. Ich habe mit gestecktem U4 gemessen an den IC Pins. somit ist auch kein Kontaktfehler im Sockel.

    Ja, soweit richtig.
    Möglich wäre jetzt allerdings noch ein Kurzschluss zweier benachbarter Pins.

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    "Steve Jobs hat User hervorgebracht, Jack Tramiel Experten." - Quelle unbekannt.

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