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Faszination Fantasykonsolen und wieso man stattdessen vielleicht doch einen Emulator eines Retrosystems nehmen sollte

  • Ja der Ansatz ist gut, fand ich aber auch zu minimalistisch und inside ist Lua damit habe ich mich auch nicht anfreunden können, aber das ist mehr so persönlich weil ich die Klammern hasse.

    Ansicht ist es ja eben das was "Platformübergreifend" fehlt, eine Engine - und die kann eben eine Multi-Original kompatibler-Emulator oder eine Game Engine die auch einen Multiemulator dabei hat, sein. Also eine Game engine einer fiktiven Konsole/Computer.

    ich für mein Teil habe einfach mal mit Pygame angefangen weil es eben genug Tutorials gibt, um überhaupt erstmal zu lernen wie ich ein Spiel wie ich es mir vorstelle auf den Bildschirm kriege.

  • Was mich an jeder "unechter" Platform immer stört, ist das "Feeling beim Einschalten":


    Wir emulieren perfekt vom Atari2600 Pong bis zum Intel-Mac quasi alles. Kein Problem.

    Hab gerade MacOS 11 Big Sur auf ne VM geballert. Weil Thimbleweed "Delores" nicht auf Win7, wohl aber ab MacOsX läuft.


    Aber das schöne am originalen ist:

    -"Power->an"

    -Nix booten (oder nur minimal),

    -keine darunterliegende GUI, bei der ich mich erstmal zum entsprechenden Emulator durchklicke.


    Der Raspi ist so "auf halbem Weg", da booten Emus zwar mit drunterliegendem Linux,

    aber ohne ein typisches, im Hintergrund immer mitlaufendes OS/GUI. Quasi der Rückschritt vom Multitasking ;-)


    Obwohl mir der "Mister" bisher relativ wurscht war, glaube ich, dass das Ding meinem Wunsch ziemlich am nächsten kommt (jetzt halt öfters bei RMC gesehen).

    Einschalten-> und los. Zumindest versteh ich das im Moment so?!

  • Ahja, das ist übrigens auch so eine Fantasykonsole von Microsoft aufgekauft, Makecode Arcade aber noch im Beta Stadium https://arcade.makecode.com/beta#


    Umbedingt mal runter scrollen unter Hardware, da sind mehrere ( auch DIY und Raspi) Systeme aufgelistet. Das Konzept finde ich schon gut aber die Beschreibung manchmal nicht so durchsichtig.

  • der Rest ist vernachlässigbar.

    Nun ja, BASIC-8 hat sich recht gut verkauft, und die anderen sind zwar auch nur Nischenprodukte, aber immerhin existent und wohl auch in Benutzung. Ich verfolge das ja zumindest am Rande und schau alle Jubel Jahre mal im Fatasykonsolen Discord vorbei.


    Also ich halte PICO-8 nach wie vor fuer ein tolles Tool, um Neulingen einen Einstieg die Spieleprogrammierung zu verschaffen

    Weiß net, das kann ich auch mit der Dosbox und QBASIC schaffen, es gab in den 90ern und 00ern eine blühende und emsige Community für den Interpreter. Dann kam halt QB64 und FreeBASIC und die Leute sind weiter gezogen.
    Trotzdem finde ich das man, wenn man schon mit künstlichen Einschränkungen bauen will, man auch genauso gut Dosbox auf 315 Cycles, entspricht ungefähr einem XT, und Tandy stellen und dann mit QBASIC Gas geben kann. Oder vielleicht auch mit Maschine wenn einem danach ist.

    Das ganze läuft dann auch auf jeder denkbaren halbwegs modernen Maschine, selbst einem hochgezüchteten Amiga, und hat aus heutiger Sicht auch locker den Charme einer Fantasykonsole. Nur das man, wenn man will, auch noch echte Maschinen finden kann auf denen das dann läuft.

  • Der Raspi ist so "auf halbem Weg", da booten Emus zwar mit drunterliegendem Linux,

    Ich weiß zumindest von einem Barebone Spectrum Emulator: http://zxmini.speccy.org/en/index.html

  • BastetFurry das tolle an PICO-8 ist aber nicht nur dass man programmieren kann, sondern es hat auch einen eingebauten Grafik- und Sound-Editor, die sehr zugaenglich sind, sowie eine API, die das ganze sehr einfach macht. Die Grafiken sind automatisch in einem Array abgelegt (ohne dass ich dazu wissen muss, was ein Array ist) und ich kann mit SPR(nummer) sofort eine davon auf den Bildschirm zeichnen. Mit QBasic ist man da bei weitem nicht so schnell bei einem ansehnlichen Spiel wie mit PICO-8. Wie in meinem Vortrag zu sehen (Seite vorher), ist ein einfaches spiel-aehnliches Programm (was nicht in Richtung Zahlenraten oder sowas geht) innerhalb von wenigen Minuten (!) machbar.


    EDIT: In diesem kleinen nicht-oeffentlichen Video zeige ich das in unter 6 Minuten:

  • Also ich halte PICO-8 nach wie vor fuer ein tolles Tool, um Neulingen einen Einstieg die Spieleprogrammierung zu verschaffen

    Weiß net, das kann ich auch mit der Dosbox und QBASIC schaffen

    Eben nicht. Du hast das Pico-8 Ökosystem nicht angeschaut - es ist ein all-in-one Produkt und super einfach zugänglich und läuft auf

    diversen Hardwares, im Webbrowser und lässt sich super simpel weitergeben - und das OHNE rumgefrickel mit DosBox-Konfigs etc.

    Auch LUA ist eine schöne kompakte Sprache, die weit weit mehr kann als ein popeliges BASIC jemals kann (sorry) - sie spielt

    eher in den Skriptsprachen mit als in tradionellen Compilersprachen.


    Da kann KEIN existierendes Retrosystem mithalten. Keines.

  • Richtig, zumal man jemandem ja etwas zeigen moechte, damit dieser das dann nachmachen kann. Demjenigen wird es auch lieber sein, es handelt sich um ein "modernes" Ding, was er einfach downloaden oder kaufen kann, als irgendein BASIC aus den spaeten 80ern / fruehen 90ern, welches er in einem Emulator eines Rechners aus den spaeten 80ern / fruehen 90ern laufen lassen muss, usw. Klar geht das, aber man moechte das ganze ja fuer neue User moeglichst huerdenfrei gestalten.

  • Ich weiß zumindest von einem Barebone Spectrum Emulator: http://zxmini.speccy.org/en/index.html

    Der Vollständigkeit halber sei auch BMC64 erwähnt, ein C64-Pi-Barebone

  • Hier wurde geschrieben, dass eine Entwicklungsumgebung für die alten Systeme mit Zugänglichkeit fehlt. Ich habe vor ner Weile das Entdeckt: http://8bit-unity.com/

    So kann man Spiele einfach für mehrere Retrosysteme entwickeln.

    Genau so denke ich dass es mit dem Scorpion Editor eine zugängliche Lösung für Amigas gibt.


    Warum der Pico 8 so gut ankommt und alte Systeme von anderen Leuten als uns oftmals als "alter scheiß" abgetan werden erschließt sich mir auch nicht. Ich vermute dass allein die Tatsache dass es was "neues", wenn auch limitiertes, war viel hergemacht hat. Man braucht sich bei retro Themen nur mal die Heise/Golem Kommentare durchlesen (CT Retro, Sam's journey, the C64,...) da gibt es Zum Einen die Fraktion die sagt "oooh toll sowas hatte ich auch mal, ich erinnere mich gern an meinen C64, aber das war damals" und die anderen die meinen es sei was für ewig gestrige und niemand braucht es. Kaum einer dort steht den Sachen dort zu 100% positiv gegenüber.

  • Naja PICO-8 kommt vielleicht auch deshalb so gut an, weil es zugaenglich ist. Man braucht sich keinen "alten Scheiss" kaufen, sondern nur die $15 zahlen fuer die Software. Auch hat es wie beschrieben die super-einfache IDE, und eine super-einfache Programmiersprache. Zudem laufen die Ergebnisse sogar im Browser. Solche Faktoren sollte man schon auch bedenken. Wenn ich nie einen C64 oder Spectrum oder sonstiges hatte, warum sollte ich mir sowas altes dann zu horrenden Preisen kaufen, wo ich noch zig Dinge beachten und lernen muss (z.B. welches moderne Netzteil ich benutzen darf/sollte, wie ich mit Disketten usw umgehe usw), und mich ueberhaupt auch erstmal fuer eines dieser vielen alten Systeme, zu denen ich keinen Bezug habe, entscheiden muessen, wenn ich auch ein modernes "Retro-System" nutzen kann, auf dem ich mich austoben kann? Ich kann den Erfolg unter dieser Hinsicht schon verstehen. Mit Sicherheit ist bei PICO-8 auch nicht alles supergeil, aber es hat durchaus auch seine Daseinsberechtigung.

  • Es gibt ja Emulatoren, somit muss man sich nix kaufen, und die laufen z.T. auch schon im Browser. (Das Internet Archive stellt einem so die Spiele zur Verfügung).

    Aber ja. Ich denke die Programmiersprache macht es. Damals war zeilenorientiertes Basic state of the art und im Gegensatz zu ASM/ML tatsächlich einfach und simpel, heute ist es ein Krampf.

    Aber mal angenommen es gäbe, unabhängig von pico8, eine auf Spieleentwicklunng ausgelegte Bibliothek samt Compiler die simple Lua/Python Programme in sauberen ML Code für 8bitter übersetzen würde, rein hypothetisch, würden dort ähnliche Kommentare kommen. Bei unsereins würde es gefeiert werden.

  • Also ich tu mir z.B. schwer, mich mit einem unbekannten System zu befassen. Den C64 kenne ich seit meiner Kindheit, aber wenn ich jetzt z.B. einen Spectrum vorgesetzt bekomme, egal ob in echt oder als Emulator, dann habe ich eigentlich keine Lust, mich erstmal mit den Grundlagen zu befassen. Ein Emulator kann recht sperrig sein fuer jemanden, der von dem System keine Ahnung hat. Wenn ich jetzt keines dieser Systeme jemals besessen habe, dann sind das fuer mich alles namenslose Systeme, warum sollte ich jetzt das eine waehlen oder das andere?

  • Ich denke, es gibt selbst auf dem C64 Gamemaker, mit denen man recht ordentliche Ergebnisse bekommen kann. Und diese Fantasie- Konsolen/ Computerprogramme brauchen ja eine Umgebung, auf denen sie laufen, Windows, Linux,... Und wenn sie irgendwann keine Updates mehr bekommen, war es das dann. Eine C64- Emulation z.B. läuft aber in zig verschiedenen Emulatoren so ziemlich überall, vom Smartphone bis zur Playstation und wird das auch noch in 20 Jahren. Von daher ist es vielleicht sperriger, im Retrokonsolenemulator zu programmieren, aber wesentlich nachhaltiger und kostet gar nichts.

  • ZeHa So ging es mir sogar beim PICO-8. So nett und knuffig ich das fand, ich habe mich gefragt, warum ich ausgerechnet dafür Zeit und Energie investieren soll, ich habe zu wenig Bezug dazu bekommen.

    Das ich mich überhaupt näher damit beschäftigt habe, lag glaube ich daran, das es mit dem PocketChip sogar eine nutzbare Hardware gibt und es nicht nur virtuell ist.

  • Okay ja, das mag natuerlich sein. Du hast aber natuerlich auch einen Retro-Bezug. Aber wenn jetzt ein Neuling den Wunsch hat, sich mit sowas zu befassen - nimmt er dann lieber einen Emulator eines uralten Systems, zu dem er keinen Bezug hat und von dem er auch keine Ahnung hat, welches er ueberhaupt waehlen soll, oder nimmt er dann vielleicht lieber was modernes, mit einer simplen IDE und einfachen Programmiersprache, bei dem es eine grosse Community von Gleichdenkenden gibt, und bei dem die Spiele sogar direkt im Browser laufen? Ich kann mir schon vorstellen, dass einige da lieber die zweite Loesung waehlen wuerdene.

  • Also ich teste so ziemlich jeden Emulator, den ich in die Finger bekomme, zumindest mal an. :thumbsup:

    Kann dann durchaus auch bedeuten, dass ich mich eine Woche oder so ausschließlich mit diesem Rechner / Emulator beschäftige, Zeitungen, Bücher lade, die ich dann erst einmal studiere.

    Für mich ist es, als ob ich jeweils ein neues System zu Weihnachten bekomme. Und es gibt noch jede Menge zu tun. ;)

  • Es ist doch - wie schon geschrieben - immer eine Frage der Zielgruppe:

    Manche hatten 8-Bitter und haben Spaß daran, sich in Registern, Peeks & Pokes zu vergraben,

    andere hatten keinen Bezug dazu und gehe eher auf was neues. Und es gibt noch Leute

    zwischen drin - d.h. Fantasykonsolen sprechen eben einen bestimmten Kreis an, und viele

    fahren auch darauf ab (siehe Anzahl Releases von Pico-8, und auch die Releasequalität spricht Bände).


    Ich denke, man sollte nicht so eng denken - jeder mag halt was anderes ;-)

  • Ein Bekannter von mir hatte einen C64 und hätte damalstm sehr gerne was für den C64 programmiert. Er meint, er hatte damals paar Ideen, aber seine Fähigkeiten reichten dafür nicht aus. Er programmiert nun begeistert für den Pico-8, weil er damit das recht einfach umsetzen kann, was er damals auf dem C64 nicht geschafft hat.


    Da ist ganz klar ein Bezug zum C64 als "Erinnerung", aber mit der bequemen und relativ einfachen Umgebung zum Entwickeln die Motivation für ihn.