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250466+ oder der Versuch ein klassisches Board etwas zu optimieren

  • Von Kleinigkeiten wie ein paar zusätzlichen Buchsenleistenanschlüssen abgesehen, will ich vor allem den Mikrocontroller-Anschluß (derzeit ganz links unten) nochmal überarbeiten. Derzeit sind zwar die Leitungen für die Kernal-, Joystick- und SID-Umschaltung auf diesen Anschluß geführt, aber nur die Restore-Taste, was dann doch etwas schwierig wird. Ich habe darüber nachgedacht, ein paar Kommunikationsleitungen vom Tastaturanschluß rüberzuführen, um dort einen Multiplexer verbauen zu können, aber eleganter wäre es wohl doch, gleich den ganzen Mikrocontrolleranschluß am Tastaturtstecker zu haben. Leider ist es dort bereits einigermaßen eng und dicht verdrahtet, aber schauen wir mal.

    Für den Augenblick mein Status Quo vor dieser (letzten?) größeren Überarbeitung:




    [Edit]

    Falls ich das nicht schon erwähnt habe: ist zwar alles WIP, aber trotzdem in Bitbucket eingespielt. Auch die WinCUPL-Sachen für die EEPLDS:

    https://bitbucket.org/fade0ff/c64-250466/src/master/

  • Hätte mir ja mal auch jemand sagen können, daß ich da ein paar Löcher/Lötpads rausoptimiert habe. Außerdem war der Footprint des Modulators falsch.

    Habe außerdem den µC-Anschluß verschoben, ein paar Header für Spannungen usw. eingebaut und ein einige Details überarbeitet.


     


    Eigentlich bin ich jetzt vom Funktionsumfang fast fertig. Bin noch nicht so ganz sicher, ob meine Hard-Reset-Schaltung der Weisheit letzter Schluß ist.

    Ansonsten bin ich immer noch nicht dazu gekommen, zumindest ein paar Sachen wie die TOD-Erzeugung mal aufzubauen und zu testen.

    Danach muß ich alle Footprints prüfen, nochmal Fehler im Schaltplan suchen und dann das Layout finalisieren (inklusive diverser Beschriftungen auf dem PCB).

    Aber OK, so langsam sehe ich ein Licht am Ende des Tunnels.

  • Habe leider wieder ein paar Sachen gefunden, die Layoutänderungen nötig gemacht haben. Zum einen waren zwei der Spulen sehr optimistisch dimensioniert. Als Resultat daraus habe ich die gesamte 9VAC-Erzeugung vom Userport nach links unten verschoben. Das war aber insgesamt gesehen eh eine gute Idee. Ansonsten habe ich fest gestellt, daß ich große Kondensatoren und eines der Trimmpotis für den Lumafix zu nahe am unteren Rand positioniert habe. Die echte Innenhöhe ohne die Metallabschirmung kann ich zwar nur schätzen, aber so sollte es gehen bzw. zur Not kann man die beiden Elkos rechts unten jetzt liegend montieren.



    Ich habe mir auch nochmal die Hard-Reset-Schaltung angesehen.

    Status Quo:


    Das Timing muß allerdings genau stimmen, sonst geht der RAM-Test teilweise schief. Ansonsten muß man an R47 rumfummeln. Mit diesem Ansatz ist der Hard-Reset auch immer aktiv sobald J3 geschlossen ist, was per se nicht so schlimm wäre.

    Ich denke, ich werde das erstmal so lassen, aber vermutlich ergibt es mehr Sinn, statt FRCRST und INTRST lieber nur INTRST und EXROM auf den µC-Anschluß zu legen. Wenn man einen Microcontroller benutzt, kann der dann das exakte Timing der Leitungen selber bestimmen, statt sich auf den 556 und empirisch bestimmte Tiefpaßfilter zu verlassen.

  • 90%, aber spätestens jetzt ist jede Verbindung ein K(r)ampf

    Deshalb haben gute Layout-Programme nicht nur Funktionen, wie Gattertausch, sondern eben auch push&shove, damit geht das, was hier Magenschmerzen macht, wie von selbst ;-)

  • Damit wir uns nicht mißverstehen: ich gehöre zu den Leuten, die Push'n'Shove seit Jahren für DipTrace fordern und die sich Jahr um Jahr ärgern, wenn andere Features vorgezogen werden und es mal wieder auf die nächste Hauptversion verschoben wird. Gefordert ist es mindestens seit 2012, angekündigt mindestens seit 2017. Keine Ahnung, ob es zu meinen Lebzeiten noch was wird.

    Aber es ist halt ein Komfortfeature, daß mir hier nicht wirklich viel geholfen hätte. Ich habe Stunden damit zugebracht, Netze zu entflechten und wenn ich ICs an ganz andere Positionen verschiebe (also nicht nur ein paar Mlilimeter hoch oder runter), dann muß ich damit wieder vor vorne anfangen. Das ist ein Krampf, obwohl DipTrace den für mich intuitivsten und am schnellsten zu bedienenden Editor hat. Mit Push'n'Shove hätte ich hier und da bei der Feinarbeit etwas Zeit gespart, aber die angesichts der bereits für dieses Projekt verbrannten Lebenszeit hätte das auch kaum einen Unterschied gemacht.

    Davon abgesehen stehen Altium Designer und Co. jetzt auch nicht unbedingt im Ruf, besonders einsteigerfreundlich zu sein. Und für ein Tool, daß ich normalerweise ein paar Mal im Jahr für ein paar Tage benutze, will ich jeder tausende von Euro raushauen noch jedesmal wieder über unintuitive Bedienung stolpern.

  • Ehrlich gesagt habe schiebe ich die anderen Sachen vor mir her, speziell die Überprüfung aller Footprints...

    Ich brauche manchmal etwas negative Motivation für langweiliges Zeug. Würde Dir etwas Genörgel von uns helfen? :-D

  • Konstruktives Genörgel schon ;)

    Ich hatte ja immer gehofft, daß sich jemand erbarmt und ein Schaltplan-Review macht. Im eigenen Ramsch Fehler zu finden, ist leider ziemlich schwierig. Irgendwie sieht man da ohne großen zeitlichen Abstand immer nur das, was man machen wollte und nicht das, was man gemacht hat. Und die Schaltpläne im "C64C Service Manual" sind jetzt auch nicht so richtig toll lesbar.

  • falls es dich tröstet: selbst der "GROSSE" Matthias hat gerade einen supergenialen Schnitzer geliefert:


    bei der für mich gerouteten Atari S-Drive-Max-Platine hat er einfach mal eben die Masseverbindung vergessenROTFL:lachtot2

    ..aber das kann man ja relativ einfach mit einem Blankdraht "nachbestücken"


    tja - sowas passiert also auch den besten :roll2:

  • Ich hatte über eine SRAM-Option nachgedacht, war aber schon zu Beginn des Threads skeptisch, ob das sinnvoll ist. Mein Ziel war und ist ja auf jeden Fall, daß man alle ICs eines originalen 250466er Boards verwenden kann, also hätte ich die DRAMs nicht komplett ersetzen können. Und eine Bestückungsoption hätte viel Platz gebraucht. SMD-Bauteile wollte ich auf diesem Board ja auch um jeden Preis vermeiden. Dazu kommt, daß es zu den einfacheren SRAM-Lösungen Ende 2020 nochmal eine Kompatibilitätsdiskussion gegeben hat und man wohl noch noch etwas mehr Aufwand treiben muß (Latches usw.).

    Ich habe mich allerdings bemüht, die beiden RAM-Sockel genauso auszurichten wie auf einem 469er Board (muß nochmal bei meinem 466er nachmessen, hoffe mal der Abstand ist gleich).


    Die gleiche Entscheidung habe ich beim MOS8701 und beim Modulator getroffen. Ich will auf jeden Fall die Originalteile unterstützen, aber halte (mir) damit die Möglichkeit offen, verbesserte Ersatzschaltungen einzusetzen. Für den MOS8701 habe ich ja selber ein paralleles Miniprojekt, das jetzt aber etwas unter die Räder gekommen ist. Beim Modulator überlege ich noch, ob ich später noch eine eigene Miniversion mache oder eine existierende Lösung verbaue.

  • Ich habe mich allerdings bemüht, die beiden RAM-Sockel genauso auszurichten wie auf einem 469er Board (muß nochmal bei meinem 466er nachmessen, hoffe mal der Abstand ist gleich).

    Das ehrt Dich, aber ich denke das sind Gedanken, die Du Dir nicht machen solltest.

    Wenn jemand Dein Board verwendet und SRAM verbauen will, wird es sicher jemanden geben, der die SRAM-Lösung auf einen für Dein Board passendes PCB neu designed.


    Nur mal blöd gefragt, ich habe nicht so den technischen Background, wie Du oder andere dazu: Wäre es evtl. möglich, S- und DRAM auf dem Board unterzubringen und per Jumper o.ä. dann entscheiden zu können, was man verwenden möchte?

  • Das VSP-Problem besteht doch nur, wenn man einen 5V-VIC benutzt.

    Wenn man das unbedingt machen will, obwohl es ja andere Shortboard-Derivate gibt, kann man dann ggfs. eine existierende SRAM-Lösung passend einsetzen.

    Ich finde das Vorgehen von 0xdeadbeef optimal.

  • Nur mal blöd gefragt, ich habe nicht so den technischen Background, wie Du oder andere dazu: Wäre es evtl. möglich, S- und DRAM auf dem Board unterzubringen und per Jumper o.ä. dann entscheiden zu können, was man verwenden möchte

    klar geht das - hat ja Matthias schon beim Tuning-Board so gemacht:

    pasted-from-clipboard.png braucht aber halt nochmal extra viel Platz für zusätzliche Leiterbahnen

    und 3 IC-Sockel zusätzlich

    das wäre für das Projekt hier deutlich oversized... wie schon erwähnt - es gibt jede Menge SRam-Ersatz-Platinen zum Aufstecken

    ..und wenn die IC-Sockel im richtigen Abstand sind, kann ja jeder selbst entscheiden, was er nutzen will:thumbup:

  • Zum einen benutzen alle mir bekannten Ersatzschaltungen SMD-SRAM. Es gibt zwar potentiell auch noch SRAM als DIP, aber wäre wieder ein anderer Baustein mit gewissen Risiken. Außerdem sind die DIP-Lösungen halt recht groß.

    Außerdem braucht man noch zwei Latches und ein Logikgatter. Und dann muß der ganze Kram mit dem Datenbus und Adreßbus parallel zu den DRAMs verdrahtet werden.

    Alles in allem wäre das eine ziemlich große Herausforderung fürs Routing geworden mit aus meiner Sicht geringem Nutzen aber recht hohem Risiko. Falls man doch den VSP-Bug hat oder das DRAM irgendwann nicht mehr verfügbar ist, kann man immer noch eine vorhandene Ersatzschaltung benutzen. Und wenn ich die Abstände einhalte, sollte man alle vorhandenen Lösungen benutzen können.

    Wobei: diese Lösung hier geht von 15.24mm aus (linke Seite zu linker Seite), gemessen habe ich eher 15.1mm. Wobei; mit etwas Schmackes wird es schon passen ;)