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SMD vs THT

  • ist zu viel und zu Heiß

    wenn du meinst!

    du kannst auch 260°C einstellen oder die Temperatur so lange erhöhen bis deine Lötpaste schön schmilz.

    Bei mir klappt 360°C super zum entlöten sowie auch löten.

    Die Platine muss sich halt schön gleichmäßig erhitzen und dann ist gut.

    Bisher hatte ich noch keine defekten Bauteile ... :thumbup:


    Auf wieviel Grad stellst du denn deinen Lötkolben?


    Aber jeder wie er will :thumbsup:

  • Und mal wieder kann ich mich nur über die Anspruchshaltung mancher "Konsumenten" hier im Forum wundern... :huh:

    Klingt nach: Lieber SMD billig und schlecht, also THT gut und günstig ;)

    Das ist Blödsinn warum soll SMD billiger sein? Die Bauteile kosten genauso viel wie THT. Aber es ist zum Teil praktischer. Ich hab mein Dolphindos 2 komplett in SMD gemacht jetzt passt es auch ohne lang rum zu machen auch in eine 1541 II oder Oceanic Floppy! Was mit THT nie gehen würde!

    Das war auf das Equipment gemappt. Ein 100 Euro LCD-Mikroskop ist keine Option, wenn man aufgrund des Alters schon eine Lese- oder Gleitsichtbrille hat.


    Also in Langform:

    "Klingt nach: Lieber billiges SMD Equipment und schlecht damit gearbeitet als vernünftiges THT Equipment fürs gleiche Geld, womit man vermutlich qualitativ besser arbeitet."


    Und du hast recht: SMD Bauteile sind nicht billiger (das wurde oben aber behauptet), der einzige Vorteil ist, dass die Platine kleiner wird. Und ja, es gibt einige nette Bauteile nur in SMD, aber dann hat man meist auch das Problem, dass man auf 3.3V gehen muss. Wenn dann I/O mit 5V gemacht werden muss, hat man den Mist mit Pegelanpassung am Bein.


    Wer Bock hat (aber kein Geld) kann ja so Vorschläge wie ein umgebautes Bügeleisen nehmen, um SMD bearbeiten zu können, aber ich habe vernünftiges Equipment für THT (und ja, damit kann man auch SMD löten, was ich aber auf o.g. Gründen nicht mag). Und wenn da dann ein Vorschlag kommt "ja, dann musste mal etwas Geld in die Hand nehmen, für ein Mikroskop etc.pp.", um vielleicht ein paar wenige Dinge zu löten, ist das an der Realität einfach vorbei.


    Ich habe nichts gegen SMD, wenn es sinnvoll ist (kleine Platine im engen Gehäuse). Aber nur die Platine nicht umdrehen zu müssen, ist kein Totschlagargument für SMD.

  • Also ich als Löt-Einsteiger mit wenig Erfahrung habe auch schon SMD gelötet mit einer China-Lötstattion. War einfacher, als gedacht.

    Natürlich frickelkram, wenn man sich nicht auskennt und es das erste Mal macht, aber funktioniert.


    Projekte mit THT Elementen sind mir zwar lieber, aber wenn es erforderlich ist, ist SMD für mich auch ok.

    Erforderlich ist es aus meiner Sicht, bei manchen Replacements, da man nur eine bestimmte Menge an Platz hat, die das Board einnehmen darf/kann, da würde an manchen Stellen SMD für mich Sinn ergeben.

    Ansonsten, gerade im 8bit Bereich finde ich passen THT oftmals viel besser zum Gesamtbild.

    :thumbsup:

  • Wie sagte mal ein Bekannter zu mir es gibt 1000 Gründe was nicht zu können! SMD löten ist nix anderes wie THT man muss nur wollen!

    Iiiegittigit... Das hört sich so nach Disziplin, Eigenmotivation und diese ganzen Fremdworten an... :P

    Ich glaub ich mache jetzt aus Prinzip nur noch SMD Platinen, dann kann nur ich und ander SMD löter Die aufbauen!

  • Da stimm ich dir voll und ganz zu! Aber auch wegen dem Gejammer hab ich mich hier so langsam raus gezogen und nichts mehr raus gegeben. Sollen sie sich doch selbst wie du schon sagst in KiCad / Eagle einarbeiten!

    Was heißt Gejammer? Für einen gewissen Anteil (hauptsächlich die Ältern) fallen solche Projekte einfach raus. Die können die dann weder selber aufbauen noch reparieren. Das ist dann eben so.

    Du spricht mir aus der Seele!

    Ich löte ja auch SMD, wenn es sein muss, brauche dann aber mehr Zeit. Als Hobby am Abend ist die aber auch begrenzt, so dass ich THT einfach bevorzuge.

    Ich finde die Lösung beim o.g. Tester gut. Ich hatte damals befürchtet, einen TQFP-100 löten zu müssen. Gott sei dank, war der vorbestückt. Für die paar Euro hätte ich da ungern mehrere Stunden dran gesessen oder den Chip noch verbruzzelt.


    Jetzt sagen bestimmt wieder einige, TQFP-100 geht mit etwas Übung ganz einfach. Klar, aber wo soll ich die hernehmen? Erst einmal ein paar Dutzend SMD-Projekte mit TQFPs versemmeln und mich dann an das eigentliche Projekt setzen? So waren das zwei nette Abende, ein Mann, ein Lötkolben und zig Tütchen mit Material. *ggg*

  • Ohne mich jetzt für oder gegen SMD aussprechen zu wollen aber ich finde es schon sehr vermessen sich hinzustellen und zu sagen wenn andere das unter diesen und jenen Bedingungen hinbekommen dann kann das jeder andere auch. Jeder Mensch ist verschieden und so hat auch jeder seine Grenzen an anderer Stelle. Es ist bis zu einem gewissen Punkt sicher eine Frage des wollens (auch das muss man akzeptieren) aber für manche ist es eben auch jenseits ihrer körperlichen Fähigkeiten.

  • Jetzt mal ganz ehrlich: Geht's noch? Ich will keine professionelle Elektronik-Werkstatt aufmachen, sondern versuche hin und wieder das eine oder andere Gerät zu reparieren.

    hmm ich weiß jetzt nicht warum du so aufgeregt reagierst. Ich habe einfach nur ein paar Tatsachen ums SMD löten aufgeschrieben. Wenn das für Dich komplett aus dem Rahmen fällt dann ist das OK. Nur sollte man dann halt nicht rumjammern dass einige Projekte, und zukünftig sicher immer mehr, an einem vorbei gehen.


    Ich kann aus meiner Erfahrung sagen dass es inzwischen manchmal sehr schwer oder gar unmöglich beziehungsweise teuer (NOS) ist an THT ICs zu kommen. Während man die SMD Varianten nachgeschmissen bekommt. Für jemanden der eine Schaltung entwirft ist es natürlich auch wichtig dass er auch in 5 Jahren noch die Bestückungsteile bekommen kann und nicht bei Ebay zweifelhafte Quellen abklappern muss. Da hab ich schon einige schlechte Erfahrungen gesammelt was Ausfallquote und Preis angeht.


    Wie einige schon geschrieben haben muss man auch sicher nicht gleich mehrere hundert Euro ausgeben um SMD löten zu können. Wie teuer der Einstieg ist hängt zum großen Teil von der eigenen Anspruchshaltung ab. Großteils genügt eine normale Lötstation, Flussmittel und ein günstiges USB Mikroskop und viel Übung.

  • ich glaub ich mache jetzt aus Prinzip nur noch SMD Platinen

    SMD ist Klasse!

    Warum?

    Ich habe vor etwa 20 Jahren damit angefangen, weil mir die Bohrerei der Platinen auf den Sack gegangen ist. Da gab es halt noch kein "Billig-Chinese-für-Privat" und wenn man sich erst einmal hingesetzt hat und die Platine gezeichent ... ich habe noch böse Erinnerungen an Rubbelsymbole auf Overheadfolie (über 35 Jahre her), das Platinenätzen war ja nie das Problem, aber dann die elendige Bohrerei und die daraus resultierende Sauerrei.

    Meine ersten SMD-Platinen waren dann auch Zwitter, teilweise Transistoren flach (TO126 / TO220) aufgelötet und von ICs die Beinchen gekürzt und auf die Platine gelötet, weil SMD gab es beim lokalen Händler nicht und es ist ein Trugschluss, dass SMD immmer weniger Platz benötigt und unter so ein DIL passen dann noch ein paar Bauteile. Nicht gerade servicefreundlich, aber so einen "Mist" verbreche ich heute teilweise auch noch, weil kein Platz vorhanden.

    Was heißt Gejammer? Für einen gewissen Anteil (hauptsächlich die Ältern) fallen solche Projekte einfach raus. Die können die dann weder selber aufbauen noch reparieren. Das ist dann eben so.

    Dann viel Spaß mit 60. Vor allem mit den eigenen SMD-Projekten.

    Also ich bin jetzt zwar erst knapp vor der 5, aber blind wie ein Fisch und gerade mir liegt SMD viel mehr und THT geht mir mittlerweile schlechter von der Hand, weil ich nicht permanent mit den verschiedenen Brillen herumhantieren muss. Sicherlich ich löte unter dem Mikroskop, aber dann brauche ich keine Brille - auch nicht zum Schaltplan/Bestückungsplan lesen ... nur wenn ich etwas auf dem Bildschirm lesen bzw. etwas weiter weg sehen möchte, dann braucht es wieder eine Optik.

  • Und du hast recht: SMD Bauteile sind nicht billiger (das wurde oben aber behauptet), der einzige Vorteil ist, dass die Platine kleiner wird. Und ja, es gibt einige nette Bauteile nur in SMD, aber dann hat man meist auch das Problem, dass man auf 3.3V gehen muss. Wenn dann I/O mit 5V gemacht werden muss, hat man den Mist mit Pegelanpassung am Bein.

    Bei Mikrocontrollern stimmt das mit dem billiger leider oft. Wenn ich z.B. nach nem AtMega für ein sd2iec schauen, dann bekomm ich bei AliExpress nur die SMD Version zu nem guten Preis.

    Viele neue LowCost Controller bekommt man leider nur noch als SMD. Siehe z.B. der berühmte Padauk 3ct Controller.


    https://hackaday.com/2019/04/2…t-microcontroller-useful/


    Da weiss ich gar keine THT Version mehr... :nixwiss:

  • Ich glaub ich mache jetzt aus Prinzip nur noch SMD Platinen, dann kann nur ich und ander SMD löter Die aufbauen!

    Noch exklusiver wirds, wenn Du den Bestückungsdruck so klein machst, dass man ihn nur unter dem Mikroskop lesen kann ^^. Und in Altgriechisch :D.

  • Also ein ehemaliger Kollege, der bei uns in der Firma für Hardware Entwicklung zuständig war, hatte damals schon 12 Dioptrien.

    Ohne dicke Brille ging da nix.

  • von Amscope gibt es immer wieder Stereo-Mikroskope für kleines Geld, teilweise unter 200€, auch über Amazon oder die Bucht der Flöhe ...


    muß ja nicht sofort ein trinokulares sein. Hab auch kaputte Augen, geht nur noch mit Lesebrille, AAAAABER ich will mein Mikroskop echt nicht mehr missen.

    Braucht man auch zur Kontrolle von durch Batterien oder Elkos angefressenen Leiterbahnen und Durchkontaktierungen bei THT (oder bei der Reparatur von durch Reparaturversuchen seitens der Forengorillas getöteten Platinen)