C128 Modellunterschiede

  • Rotzwald : Das Schaltnetzteil im C128D ist erheblich leistungsfähiger als das im C128Dcr. Aber die Leistung benötigt auch eine entsprechende Kühlung. Diese Leistung schafft das Netzteil im C128Dcr gar nicht. Der Lüfter ist somit auch nicht überflüssig Wie C=Mac schrieb.


    Der C128Dcr ist also auch in diesem Punkt eine auf Kosten optimierte Version.

  • Hallo,
    ich habe mir zwei 128er zugelegt einen D und einen DCR. Grundsätzlich möchte ich gerne den DCR nutzen, weil er 64KB Video-RAM hat und den neueren SID.
    Nur bin ich momentan nach Lüfterumrüstung doch lieber mit dem älteren D-Modell unterwegs. Die Floppy scheint mir im DCR softwaerseitig zu unzuverlässig.
    Gereinigt und justiert sind beide. Der Griff zum Floppyresetknopf ist ja bei beiden schon Gewohnheit. Ich gucke mir z.B. viele Demos des aktuellen Jahrtausends an.
    Aber beim DCR nervt es , da hilft häufig auch nur ausschalten. Außerdem ist die Floppy im Vergleich zum D extrem laut. Obwohl das auch ein Mitsumi-Laufwerk ist, nur
    eine neuere Mechanik. Sieht aber gepflegt und unverschlissen aus. Bin etwas ratlos. Sollte ich vielleicht mal die Floppymechaniken tauschen und gleich mal ein
    venünftiges (Jiffy-)DOS einbauen. EPROMS würde ich mir ja selbst brennen. Gibt es die Images igendwo ?
    Danke und Grüße
    Mark

  • Die Floppy scheint mir im DCR softwaerseitig zu unzuverlässig.

    Die ist in der Tat etwas anders. Spezielle Supuer-Duper-Track-Sector-Rückwärts-Schnelllader können da schon mal die Fr... äh Nase fallen. Auch diese FastHackEm Teile laufen meist nicht (auf einer einfachen 1571 aber auch nicht).



    Außerdem ist die Floppy im Vergleich zum D extrem laut.

    Sollte ich vielleicht mal die Floppymechaniken tauschen

    Das liegt eher am Metallgehäuse. Die Floppy ist direkt damit verbunden, deshalb rattert es etwas lauter. Ein Austauschen der Mechanik bringt hier nur bedingt was....



    gleich mal ein
    venünftiges (Jiffy-)DOS einbauen.

    Das kann nicht schaden, hab ich auch hier so laufen.


    Gruß, Gerd

  • Ich gucke mir z.B. viele Demos des aktuellen Jahrtausends an.

    Ich vermute mal es handelt sich um C64-Demos (Gibt's überhaupt Demos für den C128 ausser RoO?).


    Wie kommst Du in den C64-Modus?
    Per Go64 oder per drücken der C= Taste beim einschalten?


    Je nach dem ist die Floppy in einem anderen Modus und somit nicht ganz kompatibel.



    gleich mal ein
    venünftiges (Jiffy-)DOS einbauen.

    JiffyDos ist immer gut. :D



    EPROMS würde ich mir ja selbst brennen. Gibt es die Images igendwo ?

    Ja sind offiziell käuflich, Nachteil es gibt nur die US-Version.
    Sie hier.


    Gruss C=Mac.

  • Hallo Gerd, hallo C=Mac,
    ich gehe immer mit der Resettaste vom FinalCartridge III in den C64-Modus, falls ich doch mal im 128er war.
    Sonst startet er ja eh immer im 64er Modus mit der FCIII. Es ist nur so, dass der 'modernere' 128D noch
    instabiler in Sachen Floppy scheint. Ladeprobleme sind nicht signifikant schlimmer,
    aber die Floppy 'hängt' sich häufiger un-resetable auf, wenn man mit der C64-Demo durch ist.
    Habe hier immer einen Plastedübel liegen für die vertieft liegende Floppy-Reset-Taste.
    Gab es Jiffy-DOS mal in Deutsch, was ist denn da der Nachteil in der US-Version ?
    Wenns nur die Sprache ist, geschenkt. So Y-Z-Tatatatur-Gedöns ist dann eher nervig...
    Gruß
    Mark

  • Gab es Jiffy-DOS mal in Deutsch, was ist denn da der Nachteil in der US-Version ?
    Wenns nur die Sprache ist, geschenkt. So Y-Z-Tatatatur-Gedöns ist dann eher nervig...

    Ja es gab eine deutsche Version, hab die damals von CMD-Direkt erhalten.
    Jim Brain bietet diese aber nicht an.


    Soweit ich es noch im Kopf habe betrifft es nur die Umschaltung des Zeichensatz (Ascii/DIN-Taste).
    Solang ein Programm nicht die DIN-Tastatur verlangt, spielt es auch keine Rolle.


    Wie weit sich die Kompatibilität zwischen den zweit D-Modellen unterscheidet, kann ich nicht beurteilen.
    Habe zwar auch ein DCR, dieser ist aber defekt und ohne Laufwerk (hab ich für einen D gebraucht).


    Gruss C=Mac.

  • Grundsätzlich möchte ich gerne den DCR nutzen, weil er 64KB Video-RAM hat und den neueren SID.

    Das ließe sich beides auch beim D nachrüsten bzw. wechseln. Die Erweiterung für 64KB VDC RAM gibt es immer wieder mal bei ebay.co.uk und um einen SID 8580 im C128D verwenden zu können, gibt es diverse Lösungen. Die meisten davon Stereo-SID-Schaltungen, womit man dann z.B. zwischen 8580 und 6581 wechseln kann.



    Wie kommst Du in den C64-Modus?
    Per Go64 oder per drücken der C= Taste beim einschalten?


    Je nach dem ist die Floppy in einem anderen Modus und somit nicht ganz kompatibel.

    Kurz gesagt, sollte man mit gdrückter C=-Taste beim Einschalten bzw. Reset in den C64-Modus wechseln, damit die Floppy keine Probleme macht. Das lässt sich aber auch per Befehl umschalten.



    m.W. geht hier nur um die Tastaturbelegung

    Genau. Zumindest für die deutsche Tastatur gibt es einen Patch hier im Forum.



    Tut mir leid, dass ich jetzt keinerlei Links parat habe. Sollte aber alles relativ einfach im Forum zu finden sein.



    Edit: Eine Frage meinerseits. Wofür brauchst du 64 Kilobyte RAM für den VDC?

  • Hallo -trb-,
    64 KB RAM brauche ich erstens um anzuschauen was so schon mal Nettes programmiert worden ist für den VDC und zweites weil ich mich selbst damit programmierend auseinandersetzen möchte.
    Das reizt mich als altgedienten Assemblerprogrammierer schon ziemlich, mal was Echtzeitiges für den VDC zu versuchen, am liebsten 8502 und Z80 im mixed mode. Der nächste Winter kommt bestimmt....
    Einen umschaltbaren FPGASID im Plaste-D und nachgelöteten RAM für den VDC könnte ich mir schon vorstellen. Der Blech-DCR müsste dann als Backup- und Referenz 128er dienen.


    Da sind wir nämlich wieder beim Thema: Unterschiede.


    Habe mal eine alte Rasterdemo aus dem 128er Sonderheft auf beiden Rechnern getestet und war gelinde gesagt etwas enttäuscht von der Genauigkeit auf dem Plaste-D.
    Das Ding hatte Ecken und Haken und zappelte. Liegt das an den unterschiedlichen CIA-Bausteinen der beiden D-Versionen ? Sowas müsste man dann natürlich ausprogrammieren,
    da gibt es ja wohl einen Taktzyklus Versatz beim Time-Out des CIA, habe ich mal irgendwo gelesen. Erkennen kann man die CIA-Version sicher softwareseitig. Als erstes müsste ich
    mal in meine beiden Fotos der Mainboards schauen, ob es wirklich der Unterschied in den CIAs sein könnte.


    Gruß
    Mark


  • Habe mal eine alte Rasterdemo aus dem 128er Sonderheft auf beiden Rechnern getestet und war gelinde gesagt etwas enttäuscht von der Genauigkeit auf dem Plaste-D.
    Das Ding hatte Ecken und Haken und zappelte. Liegt das an den unterschiedlichen CIA-Bausteinen der beiden D-Versionen ?


    Nein, das Problem bei den Rasterdemos aus dem 128er Sonderheft ist, dass der Programmierer wohl davon ausgegangen ist, dass alle VDC gleich schnell laufen. Da gibt es aber Unterschiede, unabhängig vom C128-Modell.
    Dies kann man nur umschiffen, wenn man den VDC-Takt erstmal ausmisst und dann einen entsprechenden CIA-Timer mit dem gemessenen Wert aufsetzt. So macht es die "Risen from Oblivion"-Demo z. B. Wie gesagt, ob C128, C128D oder C128DCR ist da irrelevant.

  • Im Prinzip ja, aber in der ersten ROM-Version stimmte irgened ein Timing-Parameter nicht. Und die Feinabstrimmung des VIC-Quarzes ist auch etwas flexibel...

    Kann eigentlich nur dieser Parameter sein, denn am VDC hängt ein 16 MHz Oszi der nicht abgestimmt werden kann und wenn der Quarz für den VIC nicht in engen Grenzen stimmt hast du keine Farben über S-Video / FBAS sondern nur ein s/w-Bild.


    Würde mich auch nicht wundern wenn sich die verschiedenen Revisionen des VDC im Bezug auf Zugriffe der CPU unterschiedlich verhalten würden (Mir bekannt sind R64C, R7A, R9 und R9B). Dieser Teil machte ja lange Ärger.

  • Edit: Eine Frage meinerseits. Wofür brauchst du 64 Kilobyte RAM für den VDC?

    Es gibt Programme die 64 kB VDC-RAM voraussetzen.
    Zum Beispiel MP3 besser gesagt der dort verwendete TopDesk, auch diverse Programme der Bachmann-Brüder verlangen den grossen VDC-Speicher.


    Auch kann das VDC-RAM für Kopierprogramm verwendet werden.



    nachgelöteten RAM für den VDC könnte ich mir schon vorstellen.

    Ist eine Möglichkeit und sicherlich die Saubere, zweite Option sind Zwischenplatine, welche unter den VDC kommen und den Speicher zu verfügung stellen.


    Gruss C=Mac.

  • Es gibt Programme die 64 kB VDC-RAM voraussetzen.

    Ja, prinzipiell klar. Ich wollte halt nur wissen, ob es um konkrete Programme geht.



    diverse Programme der Bachmann-Brüder

    Handelt es sich dabei ausschließich um Software für GEOS? Denn ich vermute, außer einige GEOS-Geschichten und Kopierprogrammen wird es nicht viel mehr geben. Risen from Oblivion, Graphic Booster und BASIC 8 fallen mir da ein. Maverick angeblich auch. Vielleicht auch Der Hexer?


    Im C64-Modus kann man das VDC-RAM ebenfalls nutzen, soweit ich weiß. Gibt es da Software (außer GEOS64 evtl.), die das überhaupt macht? Oder eine generelle Übersicht, welche C128-Programme 64 Kilobyte VDC RAM voraussetzen oder zumindest unterstützen?


    Hier findet man etwas: http://www.zimmers.net/anonftp/pub/cbm/c128/ALLFILES.html


    Und hier für GEOS: http://www.zimmers.net/anonftp/pub/cbm/geos/c128/

  • Handelt es sich dabei ausschließich um Software für GEOS?

    Die Bachmann-Brüder haben meist für GEOS & Co programmiert.
    Es gibt noch Programme um ein ZIP-Laufwerk zu nutzen (setzt die CMD-HD voraus), welche ohne GEOS funktionieren.



    Im C64-Modus kann man das VDC-RAM ebenfalls nutzen, soweit ich weiß.

    Ja geht u.a. war es möglich mit dem SuperSnapshot-Modul den VDC-Speicher beim kopieren zu nutzen.
    Und wenn ich es noch recht im Kopf habe, gab es ein Programm, welches den VDC-Speicher als RAM-Disk zu verfügung stellte.


    Ne Übersicht hab ich nicht, muss mal Deine Links studieren.


    Gruss C=Mac.