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Welches Headset taugt was?

  • Also bei einem Kopfhörer in der 200-Euro-Klasse (BeyerDynamic und Plantronics) wäre mir ein "sehr oder ziemlich zufrieden" doch etwas wenig. Für soviel Geld würde ich schon mindestens ein "der ist der Hammer!" erwartet. Ziemlich zufrieden kann man auch mit einem Kopfhörer für 30 Euro sein.


    Vor allem müsste der bei dem Preis für den Privatbereich auch einen Topklang für Musikwiedergabe haben.


    Ich habe einen Sennheiserkopfhörer für's Musikhören, aber warum man diese Qualität in Videokonferenzen braucht, leuchtet mir irgendwie nicht ein.

  • Ich verwende einen Beyerdynamics DT-770 Pro (80 Ohm version) Kopfhörer mit einem externen Mikrofon, dem Antlion. Welches an den Kopfhörer mit einem winzigen Magnetclip befestigt wird. Soundkarte ist eine Sennheiser GSX, wobei das eher im Spielebereich wichtiger wird. Allerdings ist das Mikrofon in einer anderen Soundkarte angeschlossen, eine günstige Creative USB Soundkarte, weil die Sennheiser GSX Karte bei Mikrofon nur geringe Audioqualität mitbringt.


    Der Vergleich mit dem BeyerDynamic MMX300 wurde schon gemacht. Preislich ist man mit dem Kauf des DT und einem externen Mikrofon deshalb deutlich günstiger unterwegs.


    130-180 Euro f. Kopfhörer, + 60-90 Euro f. Antlion Modmic varianten.


    Das benutze ich so seit einigen Jahren und bin damit vollauf zufrieden. Auch wenn weniger nach der Soundkarte und mehr nach dem Headset selbst gefragt wird: unterschätzt nie so Benutzerfreundliche Features, wie das direkte Umschalten zwischen Output -> Lautsprecher / Output -> Headset, ohne im OS am Mixer den Schalter von Input/Output Quellen benutzen zu müssen, wobei die meisten Spiele dann auch noch neu gestartet werden müssen, damit's auch funktioniert.

    Also beim Kauf einer Soundkarte auf so einen Schalter achten, und ganz generell sind externe USB Soundkarten nicht zu verachten.


    Einem Normal PC Benutzer würde ich jedenfalls dringend ans Herz legen, sich statt einem typischen Gaming Headset einfach einen halbwegs brauchbaren Kopfhörer zu kaufen, und ein externes Mikrofon (auch wenn es ein günstiges ist). Man bekommt im Schnitt hochwertigere Geräte.


    Beim Kauf auch darauf achten, dass es ein *geschlossener* Kopfhörer sein sollte, wenn man weniger Lärm von draussen hören will, und das Mikrofon weniger mit Geräuschen aus dem eigenen Kopfhörer füttert. Offene Kopfhörer eignen sich zwar oft auch hervorragend, aber man kann schon bei geringeren Lautstärken das Problem bekommen, dass die anderen Gesprächspartner sich doppelt hören, oder gar das Spiel was bei dir läuft.

  • Ich arbeite in einer sehr audioaffinen Firma, und da haben sich in COVID-Zeiten natürlich etliche Leute etwas mit separatem Kopfhörer und Großmembranmikrofonen gebastelt. Ist leider weit störanfälliger als ein normales Headset, und die Qualität der Mikros geht im Processing der Konferenzsoftware verloren. Tolle Basswiedergabe brauche ich für stundenlange Telefonate auch nicht, das einzige das zählt ist Sprachverständlichkeit. Insofern würde ich persönlich immer ein USB-Headset vorziehen.

  • Moin!


    Wir haben auf der Arbeit im Team (20 leute) mit den Jabra Evolve Bluetooth Headsets nur Ärger gehabt:

    - Akku schnell leer

    - Mikrofone, die dann in Online-Konferenzen ihre Dienste einstellten

    - ständige Verbindungsabbrüche (Teilnehmer war dann weg)


    Wir sind dann auf Plantronics Blackwire 3225 (USB Kabel) umgestiegen:

    - angenehm leicht

    - überraschend guter Klang

    - keine Ausfälle nach ca. 1 Jahre HomeOffice


    Habe mir das auch privat gekauft und bin sehr zufrieden mit dem Teil, schon weil ich nicht immer aufladen muss

    und das Teil nicht so mörderschwer ist.


    MfG

  • Je höher der Ohmwert, desto stärker muss normalerweise der Kopfhörerverstärker sein. Studiokopfhörer haben zum Teil 660 Ohm, die sind z.B. am Handy dann oft einfach zu leise. 80 Ohm ist aber noch im normalen Bereich.

  • Der Preis darf gerne etwas höher sein wenn ich dafür ein langlaufendes Produkt bekomme.

    Dann kannst du dir die Beyerdynamic ja mal anschauen.

    Die haben halt den Vorteil, dass sie in Deutschland gefertigt werden und man für Reparaturen wohl zumindest auf Anfrage so ziemlich jedes Einzelteil erhalten kann.


    Der Anpressdruck mit den Standardpads hat mich am Anfang etwas "gestört", ich denke als Brilenträger ist das dann schon unangenehm.

    Da helfen die oben genannten Pads von Dakoni, die sind wirklich angenehm und sollten mit dem wirklich hochwertigen Memory-Schaum auch für Brillenträger kein Problem sein.

  • Also bei einem Kopfhörer in der 200-Euro-Klasse (BeyerDynamic und Plantronics) wäre mir ein "sehr oder ziemlich zufrieden" doch etwas wenig.

    Zum MMX300 kann ich nur sagen, dass es für mich (persönlich) einfach das beste Headset ist. Der Klang ist enorm gut, es sitzt angenehm auch über Stunden und das Mikrofon ist für ein Headset einfach genial.

    Ich schleppe das große Teil sogar fast jeden Tag mit zur Arbeit, weil ich es lieber trage, als die Headsets dort.


    Ich habe einen Sennheiserkopfhörer für's Musikhören, aber warum man diese Qualität in Videokonferenzen braucht, leuchtet mir irgendwie nicht ein.

    Ich habe mich für das entschieden, weil ich am PC nicht noch mehrere Headsets zusätzlich zur Anlage liegen haben will.

    Die Musikwiedergabe ist auf dem Niveau von guten Kopfhörer (DT-770 halt), beim Spielen spürt man die Explosionen und kann trotzdem Geräusche wie Schritte sehr genau verorten und für Videokonferenzen sticht es mit dem Mikrofon auch heraus.

    War für mich einfach das optimale Paket um nicht mehrere Geräte zu kaufen.


    Edit:

    Noch etwas zum Vergleich mit dem DT-770 :)

    Mittlerweile liegen die Preise nicht mehr so weit auseinander.

    Das MMX300 kostet bei Beyerdynamic aktuell 235€ und das DT-770 mit einem guten Mikrofon nach Jammet s Rechnung bei um die 200€.

    Das MMX hat nur 32Ohm, lässt sich also auch mit dem Handy etc. gut antreiben. Das sollte aber beim DT-770 mit 80Ohm auch gehen.

    Für's Handy ist ein kürzeres 4-Kanal Klinkenkabel dabei, damit man es da direkt auch mit Mikrofon benutzen kann (Das Kabel ist an einer Ohrmuschel gesteckt).

  • Wir haben auf der Arbeit im Team (20 leute) mit den Jabra Evolve Bluetooth Headsets nur Ärger gehabt:

    welche Jabra Nummer denn genau ??


    wir haben hier eine "3-stellige" Anzahl (Jabra Engage 75) in der Firma am laufen... und keine Probleme...

    (klar, Geräte mit Akku unterscheiden sich zu Kabelvarianten... )

  • Moin!


    Meine Angaben sind nicht repräsentativ ;) In einem Hochaus mit 12 Etagen und zig Notebooks, Bluetooth-Headsets und DECT Telefonen

    wundern mich (!) die Probleme mit den Jabra-Teilen nicht. Mit den Plantronics Headsets sind wir in unserem Team glücklich, ich finde

    das preis- Leistungsverhältnis unschlagbar!


    MfG

  • Soundkarte ist eine Sennheiser GSX, wobei das eher im Spielebereich wichtiger wird. Allerdings ist das Mikrofon in einer anderen Soundkarte angeschlossen, eine günstige Creative USB Soundkarte, weil die Sennheiser GSX Karte bei Mikrofon nur geringe Audioqualität mitbringt.

    Ne extra Soundkarte für ein Headset?

  • Ne extra Soundkarte für ein Headset?

    Das ist besonders im Gamingbereich mittlerweile recht häufig.

    Vorallem USB-Soundkarten, da weniger extern Interferenzen als direkt im PC auftreten.

    Meistens braucht man das aber eher für die Highend-Kopfhörer oder -Headsets, die sehr hochohmige Treiber haben.

  • Ich verwende einen Beyerdynamics DT-770 Pro (80 Ohm version) Kopfhörer

    Wofür ist diese Ohm Angabe?

    Damit lässt sich bestimmen, ob du so einen Kopfhörer z.B. an einem Handy betreiben kannst, oder nur an einer Anlage mit starken Vorverstärker. Der DT 770, würde ich schätzen, kommt auf seine 60 dB wenn man den direkt an eine USB Soundkarte klemmt. Wenn dazwischen also noch ein Verstärker gesteckt wird, was ich empfehle (dabei geht es nicht nur um Lautstärke, der Klang ist einfach besser-) dann geht's auch viel lauter, und solange man die Gesundheitsgrenzen nicht zu sehr belastet, ist das eine schöne Sache.


    Bei mehr Ohm ist es schwerer für den Verstärker, die feineren Klänge durchzudrücken, dafür ist im Klang für manche Ohren aber spürbar besser zu hören, was genau wo im akkustischen Raum gespielt wird. Der DT mit 80 Ohm ist aber auch schon absolute Sahne. Wenn man mit guten Kopfhörern die alten Musikstücke hört, kommt's einem so vor, als hätte man garnicht bemerkt, das man eigentlich eine Brille brauch. Man erkennt viele Details die vorher an einem vorbei gingen.


    Kopfhörerverstärker - falls keine Anlage da ist - gibt's dutzende, und viele schwören auf den Klang, den man bekommt, wenn man Röhrenverstärker verwendet. Sowas muss nicht unbedingt teuerer als 50 Euro sein.


    Falls du die zweite Soundkarte dich wundert - das liegt einfach nur daran, dass die erste Karte super klingt, was Output angeht, aber dessen Mikrofon-Sprachkanal (getrennt von Hauptkanal) einfach viel zu wenig leistet:

    GSX Sprachkanal: 16.0 kHz bei 16 Bit (klingt fast wie ein Telefonat)

    Creative Labs USB Play 3 Mic: 48.0 kHz 24 Bit (klingt natürlich)


    Jede x-beliebige 10 Euro USB Soundkarte ist da besser. Und so eine (eine Creative Play 3, Jahre alt) benutze ich nur deswegen auch nur für das Mikrofon. OnBoard Sound existiert zwar auch, aber den werde ich wegen Störgeräuschen nicht benutzen.


    Ignorier lieber einfach meinen Gedanken zu Soundkarten -- was du hast wird (mit extra Verstärkung) sicherlich auch sehr gut klingen. OnBoard, vielleicht ebenfalls, aber da gibt es oft Störgeräusche. USB und Extern wär bei mir jedenfalls immer die erste Wahl. Ich brauchte was spezielleres, weil ich das Mikro nicht nur für TeamSpeak oder ZOOM benutze, sondern auch für Sprachaufnahmen in längeren Videos, und um bei Aufnahmen von Spielen immer eine getrennte Tonspur von allen Gesprächspartnern, mir, und dem eigentlichen Spiel möchte, um die Lautstärken später noch anzupassen oder die Gespräche aus der Aufnahme komplett zu entfernen.

  • Bei mehr Ohm ist es schwerer für den Verstärker, die feineren Klänge durchzudrücken, dafür ist im Klang für manche Ohren aber spürbar besser zu hören, was genau wo im akkustischen Raum gespielt wird. Der DT mit 80 Ohm ist aber auch schon absolute Sahne. Wenn man mit guten Kopfhörern die alten Musikstücke hört, kommt's einem so vor, als hätte man garnicht bemerkt, das man eigentlich eine Brille brauch. Man erkennt viele Details die vorher an einem vorbei gingen.

    Um dem mal einen technischen Unterbau zu verpassen ;): hochohmige Hörer belasten die Ausgangsstufe des Kopfhörerverstärkers mit weniger Stromstärke, was (z.B. Intermodulations-) Verzerrungen durch thermische Effekte in der Ausgangsstufe reduziert. Verzerrungen führen in der Tat zu einem "verwaschen" klingenden Sound, das ist wohl was Jammet mit "was wo im akustischen Raum gespielt wird" meint.


    Wie relevant das heute bei hochwertigen Verstärkern ist, sei mal dahingestellt, aber Soundkarten etc. haben hie und da natürlich auch mal eher miese Verstärker eingebaut (ob die dann aber die nötige Spannung für eine angemessene Lautstärke produzieren?).


    Das ist alles für Sprache aber m.E. völlig irrelevant, da geht es ja um Verständlichkeit. Wenn man so sieht, wie z.B. Sprache im Radio verarbeitet wird, hat das mit Hifi herzlich wenig zu tun.


    EDIT: ah, noch einen Artikel gefunden: https://blog.beyerdynamic.de/w…danz-bei-kopfhoerern-aus/. Höhere Impedanz geht auch mit einer geringeren bewegten Masse (weil leichtere Spule) einher, das kann natürlich dann auch zu Klangverbesserungen führen (zumindest hat es einen Einfluss auf das Resonanzverhalten).

  • Zu den MMX 300 Thema möchte ich mich auch einklinken. Die sind wirklich sehr gut und wie die DT-770 jeden Euro wert. Ich hab sie damals in Aktion direkt bei Beyerdynamic gekauft, der Preisunterschied zu DT-770 war nicht allzu groß. Sie sind geschlossen, also Geräusche von außen werden gemindert. Es gibt alle Ersatzteile auch auf Jahre, aber nicht gerade billig. Wenn in 5 Jahren mal was hin ist, muss man schon überlegen ob es sich dann noch auszahlt.


    Aber: Nur für Videokonferenzen alleine sind sie einfach zu hochpreisig. Wenn man jedoch sowieso für z.B. Gaming ein gutes Headset braucht, dann ja, klare Empfehlung.


    Ich hab mir nach viel Frickelei mit Logitech und anderen die MMX 300 mit passender Soundkarte gegönnt und ich bereue nichts.

  • Man sollte auch überlegen, ob es einem wichtiger ist, gut von der Umwelt isoliert zu sein (also einen geschlossenen Hörer zu verwenden), oder eben gerade nicht. Ich sitze wirklich viel und lange in Videokonferenzen und bin froh über mein offenes Headset, denn im Homeoffice ist es eher ruhig.