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Habt ihr schonmal einen SID geschrottet?

  • Habe es ganz ganz knapp mal vermieden und ich kann nichtmal sagen das ich es selbst war der das Desaster verhinderte. Es war wirklich nur der Zufall.

    Seit dem bin ich mega-vorsichtig.


    Wie auch schon oben geschrieben, sehr aehnliches Szenario: 250407 NTSC Board und 250425 PAL Board. Bei der Fehlersuche dann den SID in den PLA Sockel gesteckt.

    Rechner angeschaltet. Nix. Schwarzer Bildschirm. Dann nachgeschaut und bemerkt. Da kam mir das Grauen. Dann aber: Hm die Power LED war auch nicht an?


    Es stellte sich raus das ich das Kaltgeraetekabel nicht am (selbstgebastelten) C64 Netzteil stecken hatte. Vergessen.

    Mords Schwein gehabt!

  • Aber natürlich und den ganzen C64 gleich mit, als ich damals am Audio-In-Eingang was gelötet habe und mein Bruder war gerade was am spielen (am selben C64) Das war so rund 1988.

    War bei mir so ähnlich - allerdings nicht mit meinem Bruder, sondern bei nem Kumpel. Da wollten wir die tolle SID-Musik mit einem Radiorekorder aufnehmen. Also schnell ein paar Leitungen zusammengetüddelt und eigentlich mehr verklebt statt verlötet. :loetDie Konstruktion war dann wohl etwas instabil und irgendwann war der C64 dann tot. War ja zum Glück nicht meiner... :bgdev

  • Habe vor kurzem eine ESD-Stange mit SID Chips eingelagert und vergessen den PlastikStöpsel reinzudrücken.

    Da sind alle SID rausgerutscht und bei den meisten die Pins kräftig verbogen und bei ein paar abgebrochen.


    Shit happens...

    Ich melde mich freiwillig und mache eine kostenloser Entsorgung:thumbsup:

  • schon entsorgt... über die freien Tage musste nicht mehr benötigte Hardware weichen

    Nein!!!!!!!!!! :cry::umfall::haue::D

    Achso, ich wollte ja auch etwas dazu schreiben. Also : nen SID habe ich noch nicht geschrottet, aber einen Swinsid Ultimate habe ich auf fast unerklärlicherweise

    geschafft. Es befanden sich 2 Stück auf der MixdSid Platine, mein Kabel zur Stereoanlage hatte nen Wackelkontakt, nur so ist es für mich zu erklären das ich den einen habe abrauchen lassen. dukestah hatte sich dieser Angelegenheit angenommen, konnte es sich aber auch nur so erklären.

    Naja, neuen SwinSidUltimate rein und alles wieder tutti.

  • Ist sowas schon irgendwo hier zu lesen gewesen? Ganz im Gegenteil erinnere ich mich an vergleichsweise frühe Tage des Forum64, wo andere User genau dieses Ärgernis beschrieben haben, wie sie auf diese oder ähnliche Weise einen SID in die ewige Stille geschickt haben.

    Das mit dem "irgendwo" kann ich eingrenzen auf zw. 2013 und 2015, finde das auch, wenn ich will. Ist aber auch für mich selber unangenehm, meine naiven 10er Jahre sind vorbei. Die Praxiserfahrung mit Mixern, Umschaltungen (wobei der SID der empfindlichste von allen Möglichkeiten war), A/D D/A Konvertierungen, Consumerprodukten vs. Studio, DAW Vergleiche, Altsynth vs. Neue, etc. sind eine andere Sache, als Elektronikerdiskussionen. Habe bei letzterem auch nicht die Fachkompetenz, die teils unterschiedlichen Behauptungen zu überprüfen, aber weiß halt, was ich aus der Praxis weiß.

    Das gilt auch für MO Laufwerke, MD Technologie, ATRAC vs. mp3, VSTi kram etc. Und jedesmal sind gewisse Individuen sich, ich sag' mal "bedingt sachlich oder gar freundlich", am einmischen. Die Praxiserfahrung wird zerlabert von praxisfernen.

    Irgendwo stehen diese Sachen hier, wie z.B. SIDs rauchen auch mal per Zufall ab (ja weiß ich, aber es ging um genau die Mixerumschaltung) oder es kann nichts passieren außer am Audio IN (ausgerechnet da habe ich mit dem Loop MOD noch keinen gebraten, lasse das heutzutage aber nur noch ganz bleiben).

    Und MD klinge ja nicht (Referenz: die ersten Dinger aus den Anfangstagen), und Soundunterschiede zwischen SIDs höre man nicht (da bin ich aber froh, auch ganz andere Meinungen gelesen zu haben, ja). Und Leute mit guten Ohren können im Zirkus auftreten, der Begriff Goldohr (Mastering-Althasen aus dem Profibereich mit Jahrzehnten Erfahung) wird als Lächerlichmachung gebraucht für in der Audiowelt völlig normale Fähigkeiten, die man in der Gehörbildung schon in den ersten Schulmonaten hat (z.B. SAE. Im Fachbereich maßt sich sowas aber keiner an, weil man da weiß, wer wirklich zu den ,im menschlichen Umgang oft ehrer bescheiden auftretenden, Goldohren gehört).

    Und so weiter und so fort.

    Kurz gesagt: habe es begriffen, als Audiomensch soll man hier nicht mitmachen. Ist auch jetzt ok für mich, war alles zu naiv und zu begeistert von mir, ich mag diese C64 Sachen halt wie kaum was anderes. Aber es passt nicht. "Begriffen" haben das einige andere auch (wobei das dann ganz raus hier hieß). Somit hat es sich gelichtet hier, ist also kein Problem mehr.

    Wollte nur auf dieses Thema schreiben, dass man genau das kennt, ist mir und anderen auch passiert.

    Das ist ein altbekannter "SID-tot"

    Altbekannt unter den Audioleuten, die hier nicht mehr sind. Wenn es auch im F64 altbekannt ist, freut es mich.

    Ganz im Gegenteil erinnere ich mich an vergleichsweise frühe Tage des Forum64, wo andere User genau dieses Ärgernis beschrieben haben, wie sie auf diese oder ähnliche Weise einen SID in die ewige Stille geschickt haben.

    Dann muss ich das hier mal suchen, bin ja erst seit 2011 hier. Evtl. von davor in den 9 Jahren? Ich stöbere demnächst mal wieder in den alten Zeiten herum, das kommt sowieso ab- und zu ganz gut.

    In DIESEM Thread jedenfalls bin ich erstaunt, auch mal ähnliche Dinge zu lesen, auch ohne manche Audioleute (ich meine übrigens welche mit Ahnung und jetzt weniger aus dem Bereich Bühnengehopse oder Musik anderer Leute abspielen können). Ist also tatsächlich auch hier bekannt, wie schnell es bei SIDs passieren kann, umso besser. Wunderte mich etwas, dass soviele Antworten kommen.


    Also vorsichtig, die SIDs sind in ein paar Punkten besonders, leider auch bei der Empfindlichkeit. Experimente mit leichter ersetzbaren

    Emulationsmöglichkeiten zu machen, ist ein guter Tipp.

  • Leider wird mit diesen alten Chips diese Sachen ganz normal passieren. Es hört sich an als ein ESD Puls, das ihnen den SID hat getötet.

    ESD gibt es in zwei formen: als statischer Ladung (wohlbekannt) und als Machine-Model MM. Das heißt das (am meisten) eine kleine Spannungs unterschied mit großen Strom für ein sehr kurzen zeit etwas kaputt macht. Beide formen sind nicht auf ein mal fatal - aber jedes mal das ein ESD Puls auf den Chip passiert wird es schwacher bis die tot folgt.

    Nein, das ist falsch.

    ESD ist eine Spannung, die zu hoch ist, und sich entlädt. Dazu gibt es sogar drei gängige Modelle: Human-Body-Model, Machine-Model und Charged-Device-Model.

    Wenn ESD auftritt, ist es entweder schädlich oder nicht. Wenn nicht, leitet die ESD-Schutzstruktur, die Energie ohne Schaden ab, oder die abzuleitende Energie ist zu hoch, dann wird im Silizium etwas geschädigt, was in der Regel weiter degradiert, oder komplett zerstört. In den meisten Fällen ist der Fall über die Degradation relevant, das heißt, das Bauteil hat einen verfrühten Ausfall, jedoch nicht direkt nach dem ESD-Ereignis.

    Im Ausgangsfall von Beitrag 1 mit erhöhtem Strom handelt es sich nicht um einen ESD- sondern EOS-Fall. Das ist der Fall, wenn das Bauteil durch einen Anwenderfehler, außerhalb der Spezifikation betrieben wird.

  • [...] und spare mir die echte SIDs auf (alle gut verpackt).

    androSID schrieb vor kurzem, dass nach seiner Erfahrung 6581 auch bei Lagerung sich gern mal verabschieden. Dann vielleicht doch lieber die 6581 nutzen, solange die mitmachen.

    Das kann aber mit anderen Bauteilen genauso jederzeit passieren.

  • Schmitti

    > Im Ausgangsfall von Beitrag 1 mit erhöhtem Strom handelt es sich nicht um einen ESD- sondern EOS-Fall. Das ist der Fall, wenn das Bauteil durch einen Anwenderfehler, außerhalb der Spezifikation betrieben wird.


    Hmm, ist es wirklich so das audio eingang umstecken, das IC auserhalb der specification vor 1982 betrieben wird? War das schon bekannt?

    Ich dachte diese problemen waren erst ab ~1990 "common practice" und gut bekannt in die IC design community.


    Audio-eingangen und ausgangen so mie mischer sind in moderne aparatur sehr gut entstort und haben excellente uber und unter spannungs protectionen. Grossen, serien gechaltete Elco capacitat am meisten weil das ist am billigsten.


    Was ich much gedacht habe, werden diese grossen elcos werden langsam mit eine kleinen spannung aufgeladen wenn nicht angeschlossen, durch earth loop effecten. (50Hz eingestrahlt, von 220V in den muhren).


    Wie gross diese aufgebaute spannung ist is ja nicht so einfach zu sagen. Aber wenn dan ein C64 angeschlossen wird, welches eine andere instantane spannung hat (ist wieder ganz von wie die 220V kabels laufen abhangig) werden C64 und den elco am eingang zuerst eine gemeinsame spannung erreichen,


    Das ist dan im algemeinen, eine kleine spannung von vielleicht ein paar Volt, aber diese elcos entladen sich dan in nanosecunden uber den 6581 pins.


    Ich dachte das Machine Model ist dasselbe, im production von ICs: Earth-loops strahlen eine kleine spannungs unterschied in irgendwo.

  • merlintwa: Elkos laden sich meistens nicht von alleine auf, da die auch einen Leckstrom haben. Keramikkondensatoren im Vergleich haben meistens eine bessere Isolierung. Ebenso Gatekapazitäten.

    Weiter laden sich Elkos nicht auf sehr hohe Spannungen auf, da die dann selbst kaputt gehen würden. Deren Spannungsfestigkeit ist oft nur recht gering, beispielsweise 10 V.


    Wenn eine kleine Spannung von einem Elko schlagartig entladen wird, ziehtdas im Regelfall einen hohen Strom nach sich, wenn viel Energie abfließt.

    In dem Fall ist die Menge an Energie entscheidend, ob die SiliziumStruktur in derSchaltung die Energie abtransportiert bekommt. Wenn das nicht klappt, wird etwas zu heiß und es schmilzt etwas auf. Das kann auch nur eine kleine Struktur sein, aber die Aufschmelzung kann weitere Kurzschlüsse in der Versorgung erzeugen und dann schmilzt als Folge eine große Fläche Silizium auf.

  • androSID schrieb vor kurzem, dass nach seiner Erfahrung 6581 auch bei Lagerung sich gern mal verabschieden. Dann vielleicht doch lieber die 6581 nutzen, solange die mitmachen.

    Das kann aber mit anderen Bauteilen genauso jederzeit passieren.

    Sicherlich. Aber nachdem androSID ja mehr als genug Erfahrung hat mit allen SID-Revisionen sowie auch jeder Menge anderer ICs, wird er wohl nicht aus dem blauen Dunst heraus erwähnt haben, dass 6581 da besonders betroffen sind.

  • sind die SID’s dir aus der 12 Etage aus dem Fenster rausgefallen, dass die Pins sogar abgebrochen sind? Grinns;)

    Nein. Was soll die blöde Frage/blöder Kommentar? ?(


    Die sind aus der ESD-Stange rausgerutscht und in den Versandkarton mit den anderen Stangen gefallen.

    Ich habe es nicht bemerkt und beim zusammenstauchen habe ich die Pins an ~halbes Dutzend SID *kräftig* verbogen und

    bei ein paar abgebrochen.


    Scherz oder?


    Die hätte man alle reparieren können auch wenn man dafür das Gehäuse aufsägt! :D

    Lohnt den Aufwand nicht.