Hello, Guest the thread was called1.6k times and contains 58 replays

last post from syshack at the

(eure) Zeitung aus dem C64

  • Ich hab mal in den Sommerferien mit "The Newsroom" eine "Zeitung" ("Holiday News") mit "Neuigkeiten" aus unserer Siedlung gemacht ... Auflage war glaube ich 1. :-D

    Die Daten habe ich noch, nur lässt sich TN momentan nicht starten. Wenn ich es schaffe, das Zeug zu laden stelle ich mal ein oaar Bilder ein.


    "The Newsroom" war ein cooles Programm, das auch viele ClipArts usw. mitbrachte. Hab ich sehr gemocht.

  • P.S. hier ist ein Bild des Originals.

    Dass es mit GeoPublish (ohne PS-Umwandlung) entstanden ist, erkennt man noch am Ehesten an der geringen Auflösung. Was mir aber auch heute mehr auffällt als früher (der Blick hat sich natürlich geschärft) ist die schlechte Qualität vieler früherer Schriften (bei den etwas größeren/höher-auflösenden Überschriften-Fonts). Damit meine ich nicht die geringe Auflösung, sondern die Gestaltung/Konstruktion. Auch noch bei den 16/32-Bittern gab es gruseligen Brotschriften (das sind die für den täglichen Text-Gebrauch, keine Zierschriften) – das gilt für den Bildschirm wie für den Drucker. Man merkt, dass da damals nicht die Meister ihres Fachs (Typografie) beteiligt waren. Die Kenntnisse über gut lesbare (und harmonisch wirkende) Schriften sind ja nicht erst mit dem Computer entstanden sondern teils uralt. Aber anscheinend hatte vor allem Adobe die richtigen (vielleicht teuren) Leute ins Boot geholt, um zu Anfang wenigstens Helvetica (1957) und Times (1931) in den Postscript-RIP (und damit auf den Apple-Laserdrucker) zu bekommen. Das sah dann (auch wegen der hohen Auflösung aber eben auch wegen der Buchdruck-ähnlichen Schriften) "professionell" aus.


    Wenn ich es schaffe, das Zeug zu laden stelle ich mal ein oaar Bilder ein.

    Ja, mehr Bilder/Scans/Fotos ....

  • Ja, mehr Bilder/Scans/Fotos ....

    Ich kämpfe gerade mit VICE, der mit die TN-Page nur verstümmelt ausdruckt ... :-D

  • Dass es mit GeoPublish (ohne PS-Umwandlung) entstanden ist, erkennt man noch am Ehesten an der geringen Auflösung.

    Das Bild wurde auch nicht gedruckt, sondern direkt aus Publish in ein geoPaint-Bild konvertiert und dann von geoPaint nach PCX. Währe natürlich toll wenn man sowas auf einem LaserWriter ausdrucken könnte... mir fehlt es da aber an der Motivation (und an der Technik). :whistling:


    Aber so war das halt früher, man ist ja kein Profi, und nimmt dann halt das was man gerade da hat :D

  • What a PITA ... :cursing:


    Ich hab jetzt die Elemente einzeln geladen und per c&p ins Zeichenprogramm kopiert. Das Ergenis ist etwas schlechter, als der Druck tatsächlich ausgesehen hat, weil ich mir keine Mühe gegeben habe. :-D Vor allem die schwarzen Ränder sahen anders (schöner) aus. Leider habe ich es nicht geschafft, die Page aus VICE auszudrucken. :-(



    Wenn ich mir ansehe, wie lange ich nur zum Laden und anzeigen der Elemente - im Emulator mit Warp-Mode! - gebraucht habe (eine "Seitenvorschau" gibt es nicht!) wundere ich mich, dass ich das damals überhaupt so weit getrieben habe. ^^ Das dauernde Wechseln zwischen Proigramm- und Datendisk ... war damals wohl standard. :bgdev Kannte man nicht anders.


    Lustiges Detail: Ich habe das damals offensichtlich mit meiner Jugendfreundin gemacht. Konnte ich mich gar nicht mehr erinnern. ^^


    Offensichtlich hatte ich noch ein zweites Zeitungs-"Projekt", da kam ich dann aber über das Titel-Banner nicht mehr hinaus ... ^^ ... OMG ...



    Ähm, und ja: Ich war jung und brauchte das Geld ... :-D

  • Das Bild wurde auch nicht gedruckt, sondern direkt aus Publish in ein geoPaint-Bild konvertiert und dann von geoPaint nach PCX

    Die Auflösung wäre aber nicht höher gewesen, wenn es (auf einem Nicht-PS-Drucker) gedruckt worden wäre, oder? Soweit ich weiß, war das GEOS-Wysiwyg doch pixelgenau. Ein 24-Nadler hat doch bei GEOS, soweit ich weiß, fast das gleiche produziert, wie ein 9-Nadler – weil er ja "nur" die Bildschirm-Pixel reproduziert hat. Oder haben die Druckertreiber da irgendwas zur Auflösungserhöhung herumgetrickst?

  • Die Auflösung wäre aber nicht höher gewesen, wenn es (auf einem Nicht-PS-Drucker) gedruckt worden wäre, oder? Soweit ich weiß, war das GEOS-Wysiwyg doch pixelgenau. Ein 24-Nadler hat doch bei GEOS, soweit ich weiß, fast das gleiche produziert, wie ein 9-Nadler – weil er ja "nur" die Bildschirm-Pixel reproduziert hat. Oder haben die Druckertreiber da irgendwas zur Auflösungserhöhung herumgetrickst?

    Ich glaub das sind 640x720 Pixel. Die Druckertreiber (zumindest die RasterDrucker) interpolieren da durchaus noch Pixel dazu. Sonst hätte man nur eine Auflösung von ca.80dpi (bei A4-Druck).


    Das ersetzt zwar keinen PS-Druck, aber zumindest konnte man keine einzelnen Pixel mehr erkennen und schwarze Flächen waren dann auch "Flächen".


    Hatte da selbst auch mal Druckertreiber für EPSON entwickelt, und da gab es dann Interpolationen Horizontal, Vertikal, Diagonal... waren dann glaube ich die 360x180dpi oder 360x360dpi...


    Zum Schluss hab ich aber nur noch unter GEOS in NLQ gedruckt (also Textdruck), das ging schneller als Grafikdruck, wenn auch ohne Grafiken.

  • Ok, die machen das alles etwas "rund", indem sie mehrfach (evtl. leicht versetzt) über die gleiche Stelle drucken, oder?

    Da müsste ich mir jetzt wirklich mal alten SourceCode anschauen, ich meine bei meinem alten STAR 9-Nadler war das so. Beim Epson meine ich wird Horizontal gleich mehr Info ausgegeben und dann ggf. mit einem minimalen Vorschub nochmal drübergedruckt. Aber das ist 20Jahre her. Den Code müsste ich aber evtl. noch haben.


    Ganz 100%ig rund war das aber nie, aber Qualitativ besser als reine Pixel-Verdopplungsmethoden oder einfacher 9/24-Nadeldruck.

  • Das Bild wurde auch nicht gedruckt, sondern direkt aus Publish in ein geoPaint-Bild konvertiert und dann von geoPaint nach PCX

    Die Auflösung wäre aber nicht höher gewesen, wenn es (auf einem Nicht-PS-Drucker) gedruckt worden wäre, oder? Soweit ich weiß, war das GEOS-Wysiwyg doch pixelgenau. Ein 24-Nadler hat doch bei GEOS, soweit ich weiß, fast das gleiche produziert, wie ein 9-Nadler – weil er ja "nur" die Bildschirm-Pixel reproduziert hat. Oder haben die Druckertreiber da irgendwas zur Auflösungserhöhung herumgetrickst?

    Ich glaube, dass die Original-GEOS-Treiber tatsächlich pixelgenau gedruckt haben. Ein Pixel war ein Dot. 72 dpi oder so. Es gab aber das geniale Programm GEOS LQ. Das hat die GEOS-Zeichensätze durch hochauflösende Versionen ersetzt. Der Drucker hat dann mehrmals leicht versetzt über die gleiche Zeile gedruckt und die Qualität war fantastisch. GeoPaint-Sachen wurden interpoliert gedruckt.

  • Ich hatte (bzw. habe es noch) GEOS LQ mit den LQ Fonts, waren ja zig Disketten. Aber richtig genutzt... eher nicht.


    Aber nach einer kurzen Suche waren die Fonts wohl größer damit man eine höhere Druckdichte erreichen konnte. Und da wurde wohl wirklich mit leichtem Versatz mehrmals über die Zeile gedruckt.


    So viel Grafik hab ich ja dann zum Ende hin auch nicht mehr gedruckt... fast nur noch NLQ.

  • Haben das viele benutzt? Ab wann gab es das? Und was hat es gekostet? Als ich noch mit GEOS 1.2 (oder so) herumgekrebst habe, da gab es das doch noch nicht, oder?

    GEOS LQ war von Thilo Hermann, Anfang der 90er Jahre. Es hat damals mit Zusatzzeichensätzen 69 DM gekostet, ohne 49 DM (dann waren nur die 5 Standard-Fonts dabei). CMD hat das damals als "Perfect Print - LQ for GEOS" lizenziert und verkauft. In der GEOS Szene war das durchaus verbreitet. Das Schriftbild war aus Sicht der damaligen Zeit sensationell. Ich war damals der Meinung, dass es nahe an Laser-Qualität war, was es natürlich nicht ist. Aber der Unterschied zwischen dem Standard GEOS-Treibern und GEOS LQ war doch enorm. Schwarze Flächen waren wirklich tief schwarz und nicht gerastert, Linien waren Linien und durch die hohe Auflösung des Zeichensatzes waren nicht sofort die Pixel zu erkennen. Also ein bisschen der iPhone 4-Effekt, bei dem man zum ersten Mal ein Retina-Display in der Hand hat und meint, dass es ausschaut wie gedruckt, wenn du verstehst, was ich meine. Der Unterschied war wirklich ähnlich groß.


    Hat man damals etwas ausgedruckt und das mit etwas verglichen, das vielleicht ein Kollege mit dem PC und seinem Nadeldrucker zu Papier gebracht hat, dann war man sicher im Vorteil. Ich kann mich erinnern, dass ich Labor-Protokolle so gedruckt habe und die ganzen PC-Leute haben gefragt, wie ich das gemacht habe. Ich habe einfach gesagt: "Mit meinem 64'er, wieso?" :thumbsup:


    Ich habe GEOS LQ 1.33 gehabt. GEOS LQ hat damals von geoWrite aus gedruckt, leider nicht unter geoPublish. Für geoPaint gab es einen Interpolationstreiber, der eben auch die Flächen und Linien schöner gemacht hat und die Kanten etwas interpoliert hat. Hattest du Grafiken in geoWrite eingebunden, dann wurden die zwar auch in mehreren Durchgängen gedruckt und waren daher ähnlich schwarz wie der Text, aber sie haben die alte 72 dpi-Auflösung gehabt. Das wurde mit einer späteren GEOS LQ-Version behoben, dann wurden die Grafiken innerhalb eines geoWrite-Dokuments auch interpoliert. Diese Version habe ich aber leider nicht gehabt.


    Die Zeichensätze hießen so, wie ihre Counterparts von GEOS, aber mit der Ergänzung "LQ". Also "California LQ" zum Beispiel. Sie waren aber von der Dateigröße her viel heftiger, was beim Einsatz auf einer 1541-Disk zum Problem werden konnte. Ich habe daher mehrere geoWrite-Disks gemacht. Darauf immer geoWrite und so ca. 3 Fonts. Auf jeder Disk andere. Und dann habe ich die Disk mit den gewünschten Fonts genommen und dort dann das Dokument geschrieben. Man weiß sich halt irgendwie zu helfen, wenn man nur mit einem Laufwerk arbeitet.


    Das ging dann später mit 2 1541 und noch später mit RAMLink & Co leichter.

  • GEOS LQ war von Thilo Hermann, Anfang der 90er Jahre. Es hat damals mit Zusatzzeichensätzen 69 DM gekostet, ohne 49 DM (dann waren nur die 5 Standard-Fonts dabei). CMD hat das damals als "Perfect Print - LQ for GEOS" lizenziert und verkauft. In der GEOS Szene war das durchaus verbreitet.

    Danke für die Infos. Das habe ich nicht mehr mitbekommen – um 1990 herum hatte ich schon meinen Mega ST inkl. HP Deskjet.


    GEOS LQ hat damals von geoWrite aus gedruckt, leider nicht unter geoPublish.

    Blieb das so oder konnte man irgendwann auch GeoPublish-Dokumente mit den hochauflösenden LQ-Fonts drucken?

  • Blieb das so oder konnte man irgendwann auch GeoPublish-Dokumente mit den hochauflösenden LQ-Fonts drucken?

    Das blieb so. Für geoPublish gab es sogenannte HQ-Fonts, die im Lieferumfang von GEOS LQ dabei waren. Die haben die Interpolation von geraden und 45-Grad-Linien ausgenutzt, um eine bessere Qualität zu erzielen. Das kam aber natürlich nicht an die hoch aufgelösten LQ-Fonts ran.


    Ich habe jetzt nachgeschaut. Auf einem 9-Nadler erreichst du mit GEOS LQ erstaunliche 240x216 dpi, mit einem 24-Nadler sogar 360x360 dpi. Beides unterscheidet sich nicht mehr wirklich von der Auflösung her von einem Laserdrucker, nur noch in der Schärfe (weil die Farbe eines Nadeldruckers am Papier leicht verläuft, der Toner-Ausdruck eines Lasers dagegen nicht). Vergleiche das mit den 72 dpi-Ausdrucken der Standard-GEOS-Treiber... ;)

  • Das kam aber natürlich nicht an die hoch aufgelösten LQ-Fonts ran.

    Das heißt, dass man mit GeoWrite ein besseres Druckergebnis bekam als mit GeoPublish?

    Definitiv. Und zwar um Längen. GEOS LQ war nämlich nicht einfach nur ein Treiber, sondern ein neues Drucksystem. Man startete es mit StartLQ aus dem geos-Menü innerhalb von geoWrite und nicht über das nun obsolet gewordene Print-Kommando.

  • Zum Thema GEOS LQ und PerfectPrint gab es doch schon mal einen Thread und die entsprechenden Sachen dann in der Wolke:

    GEOS Fonts als TrueType