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Drucker für C64

  • olly, toller Bericht, wieder was gelernt. Wenn Dein LQ-200 noch in Betrieb ist, würde sich dieser Thread hier sicher mal über ein Bild der Druckqualität freuen. Das Printerface ist sicher ziemlich selten, kann mich grad nicht erinnern, das die letzten Monate/Jahre mal auf eBay gesehen zu haben, und ich beobachte eigentlich recht viel.


    Für mich ist "Drucken mit dem C64" ein tolles Ding und steter Gag im Freundeskreis, aber solche Wuchtbrummen wie den Epson LQ-570 könnte ich mir derzeit leider aufgrund mangelndem Platz in meinem Büro gar nicht leisten.

    Daher muss ich derzeit mit einem in einem Konvolut erstandenen gut funktionierenden Citizen 120D vorlieb nehmen (damals hatte ich einen Star LC-10, leider ging der mir kaputt). Ein MPS-1230 steht auch noch rum, leider hatte ich noch keine Zeit den zu restaurieren.

    [External Media: https://youtu.be/yT-v2CRyTBg]

  • ich war in den 80er einer der größten epson händler. epson hat es nie verraten, werder größte ist.
    auf jeden fall war ich einer der 5 größten. die wurden von epson, 1987 nach japan eingeladen,
    und ich war mit dabei :) .

    es ging um ein jubileum, so wurden weltweit nur 100 oder 111 personen da eingeladen.
    um welches jubileum es sich handelte, weiß ich leider nicht mehr.

    da epson zum hattori familienkonzern gehört, die mit kaufhäusern in tokio angefangen haben
    und dazu gehören viele firmen, wie seiko, seikosha und andere, ging es da nicht um epson alleine.

    in den 10 tagen besichtigten wir ein epson werk, wo damals schon robotter den größten teil montierten.

    jeden tag waren wir in mindestens einer stadt, in japan und dann jeden tag in einem anderen hotel.

    wir sind auch mit dem shinkansen gefahren. aber fast immer mit dem bus, quer durch japan.

    über die japanische kultur konnte ich nur staunen. auch eine eigene geisha hatte ich,
    weil ich mit essstäbchen nicht umgehen konnte, so bekam ich eine geisha, die mich fütterte.
    danach konnten plötzlich auch die anderen nicht mehr mit den stäbchen umgehen,
    die wurden durchschaut und hatten pech, sie mussten sich selbst bedienen ;)
    so waren wir zu dritt, die je eine geisha hatten und gefüttert wurden :)

    nun aber zurück zu den druckern
    ich hatte aber auch die vertretung für andere computer, drucker, plotter hersteler firmen usw.


    epson kenne ich von anfang an, als die in deutschland angefangen haben.
    epson war ein kleines büro, im gebiet vom neusser hafen.

    der geschäftsführer hatte sein lager noch mit im büro. er saß zwischen vielen epson tx-80 kartons.


    das erste mal, war ich mit meinem freund gernot klein, der dann von mir die commodore vertretung

    für bonn bekommen hat, er sollte die zuerst leiten und ich sollte dann, nach meiner kündigung,

    bei braun büromaschinen köln, einsteigen. so war die bedingung von commodore.

    als ich dann gekündigt hatte, hat mir commodore abgeraten da einzusteigen und

    überredete mich, ich solle alles selbst machen und gab mir köln.

    aber hier geht es nicht um commodore ;)

    epson wurde zum größten drucker hersteller der welt.
    und auch dem besten, mit sehr guter qualität. nie damals probleme gehabt mit ersatzteilen
    und schulungen.

    andere hersteller z.b. star, die hatten schon keine ersatzteile und unterlagen,

    nach der auslieferung der drucker. so musste ich neue drucker, wegen ersatzteilen ausschlachten.

    nach ca. einem jahr und ca. 30 zerlegten neuen druckern, als ersatzteilspender,

    habe ich die star drucker, den schrott, aus dem programm genommen, wir konnten die keinem

    kunden empfehlen. so verkaufte star nur noch an versandfirmen und kaufhäuser.

    die ersatzteile habe ich nie bekommen. die ganzen drucker wurden abgeschrieben und verschrottet.

    Also ich war damals ganz froh über meinen Epson LQ, der eigene Schriften integriert hat,

    LQ = das sind die epson drucker mit mindestens 24 nadeln.
    je höher die modellzahl ist um so besser und stabiler der drucker.
    von privater benutzung bis zum büro usw. einsatz mit tausenden seiten pro monat.
    ein kleiner drucker wäre schnell verschlissen usw.

    der kleinste LQ war der LQ100 hatte aber mehr möglichkeiten als der vorher gebaute und kleinste LQ200
    von diesen druckern wurden, in deutschland sehr wenige verkauft, da für privat doch zuteuer.

    für die meisten kunden, schon damals, ging es um den preis und in den kaufhäusern, saturn usw. hat

    schon damals keiner die unterschiede vorgeführt und erklärt. so kauften die kunden,

    beim vorbeigehen, ein billiges modell. nach dem motto geiz ist geil.
    obwohl sie aber eltern hatten, die noch gelernt haben, was nichts kostet, ist nichts wert.
    so wurden damals schon z.b. die tv fachhändler und später die computer fahhändler ruiniert.
    die beratung holte man sich noch im fachhandel und gekauft im kaufhaus oder versandhandel.
    wir alle wissen nun, was aus den fachhändlern, inzwischen in allen branchen, geworden ist.

    ein LG570 ist viel besser als ein LQ200, und noch besser ist ein LQ870

    als übergang gab es auch NLQ, z. b. den epson FX85 NLQ.
    das war der sehr stabile und sehr erfogreicher FX80, in den epson dann eine huckepack platine verbaute.

    es ist ein 9 nadel drucker, der versetzt doppelt druckt. oder im normalen modus, wie FX80 nur mit den 9 nadeln.

    da wir sehr viele FX80 an kunden und händler verkauft haben und kaum probleme mit dem drucker,
    selbst im dauerbetrieb hatten. und epson den umrüßtsatz nur kurze zeit liefern konnte.

    so habe ich, mit erlaubniss von epson, es etwas optimiert, ich glaube zwei ics eingespart und meine version herausgebracht.

    die 1:1 kompatibel war. das betriebssystem wurde 1:1 übernommen.

    so habe ich alleine tausende von diesen umrüstsätzen von FX80 auf FX85 NLQ verkauft.
    und das weltweit. so gibt es mancheinen epson FX80 mit meiner platine huckepack :)
    drei platinen davon habe ich sogar in meiner garage gefunden, wenn einer einen FX80 hat, dann bitte melden.
    zwei gebe ich ab.


    dass eben kein C64-Font gedruckt wurde

    mein erstes vc20 = c64 interface, war wie meine vielen anderen ohne einen prozessor.

    es wandelte von iec ser. in centronics parallel mit der umwandlung der groß und kleinschreibung und den umlauten.

    und hatte über die gewählte device adress +16 den 1:1 modus.
    den ich ursprünglich für den watanabe plotter entwickelte. das wäre wieder eine andere geschichte.
    so konnte man z.b. über die adress 4 den text, mit der original drucker schrift drucken,

    und über die adresse 4+16=20 die steuerbefehle 1:1 ausgeben, wie im epson handbuch vorgesehen.
    so konnte man in diesem 1:1 modus auch alle nadel einzeln ansteuern, somit grafikbilder dateien,

    von anderen rechner auch ausgeben usw.
    später hatte ich auch eine interface version, wo man mit der adresse +16 und mit der sekundäradresse den

    interface modus umschalten konnte.

    so konnte man, egal welcher druckerhesteller und welcher drucker oder plotter oder messgerät usw.

    alle original befehle benutzen.

    so verkaufte ich tausende von diesen iec ser. und iec par. = ieee488 interface,

    nicht nur an commodore geräte, sondern auch an hp, tektronix und andere geräte mit einem ieee488 bus.

    manche firmen benutzten sogar meine interface nicht nur für drucker,

    sondern auch als ports um damit maschinen, relais und viele andere dinge zu steuern.

    sie freuten sich, wie einfach es mit meinen interface war.
    manche hatten sogar einen drucker mit meinen interface, so konnte ich der entwicklungsabteilung,

    am telefon erklären, wie sie es für steuerungen benutzen können.

    eine centronics schnittstelle ist ja eigentlich ein 8 bit data port plus ein paar handshacke leitungen.

    und das Schriftbild für damalige Verhältnisse professionell aussah.

    im 1:1 modus immer, es ist der beste schrift modus, der schnellste und ganz wichtig
    der verschleißfreiste modus.

    Die normalen Text-Programme nutzen den Zeichen-Modus und nicht den Grafikmodus.

    ja, aber die meisten interface, die mit einem microkontroller, z.b. wiesemann,
    die benutzen die meisten drucker im grafik modus. so druckt oft der drucker nicht mehr vorwärts und

    rückwerts, sondern nur vorwärts und wenn der drucker auch rückwärts druckt, dann ist die

    schrift, durch das spiel in den zahnrädern, dann schlechter.


    aber viel schlimmer ist, die nadeln, in diesem modus, durch die grafik-nadel-ansteuerungen

    verschleissen viel schneller, das wurde damals verschwiegen.

    es ist immer besser die vielen original drucker zeichensätze zu benutzen.

    es sieht besser aus und der druckkopf hält viel länger.


    ich hate auch so eine version selbst entwickelt. weil manche kunden unbedingt auch die
    commodore grafikzeichen drucken wollten. natürlich hatte mein interface auch immer die anderen modi.

    aber nach einer vorführung und dem zeigen defekter köpfe, oft nicht nur verschleiß sondern durch hitze,

    haben die meisten meine anderen interface gekauft.

    besonders wennn ich erklärte oder zeigte, was man mit dem interface noch alles anstellen kann.

    so hatte ich mancheinen jugendlichen, der seine lampen, musik usw. steuerte.

    Im Zeichenmodus kann der Drucker immer alle seine Nadeln nutzen

    ja, das ist auch das schriftbild beim drucker selbsttest.
    eine drucker bedintaste festhalten und dann den drucker einschalten.
    wenn es einen unterschied gibt, zwischen dem selbsttest schriftbild und dem drucker bild im normal modus.

    dann hat man eben ein interface, was wohl commodore zeichen drucken kann,
    aber auch die oben genannten probleme. natürlich haben viele nachbauer auch meine anderen modi nachgebaut.

    aber oft ist ohne extra steuerbefehle der ihr mist modus aktiv.

    als ob jeder nur den drucker für ein listing mit grafikzeichen gekauft hat.
    und kaum einer konnte ja die software ändern.

    Das muss nicht extra vom Programm angesteuert werden.

    ja, wenn der drucker den original schriftsatz auch wirklich benutzt. siehe oben selbsttest.

    GEOS druckt halt im Grafikmodus.

    das ist das schlimste was man einem nadeldrucker antuen kann.
    das ist das, was die meisten interface, mit eingebauten microkontroller auch machen.

    der armer druckkopf und die schrift ist oft viel langsammer als die original verbaute schrift und oft viel schlechter.

    so kann man aber fast jeden grafikdrucker nehmen, egal was er sonnst kann,

    alles wird mit einzelnadelansteuerung gemacht. oft nur von links nach rechts.

    da hat man aus einem ice eine bummelbahn gemacht.

    Werden denn die Nadeln überhaupt von einem C64-Programm direkt irgendwie angesteuert oder macht der Drucker das nicht doch selbst?

    die angeblichen inteligenten interface machen alles selbst im grafikmodus.
    sie übertragen nicht nur ein byte für das ascii zeichen sondern mindestens acht byte für den einzelnadelmodus.

    so ist die übertragung auch viel langsammer, als der drucker kann.
    damals hatten die drucker nur einen ganz kleine druckerbuffer.
    der reichte z.b. für eine druckzeile. z.b. 80 zeichen, so konnte der drucker die daten schnell übernehmen
    und vor und zurück drucken. da er dann die zweite zeile komplett bekommen hat, vor dem rückwärtsdruck.

    im grafikmodus recht aber der kleine druckerpuffer nicht aus, wenn doch im grafikmodus

    schon mindestens 8x soviele daten übertragen werden müssen.

    so fährt der druckkopf zum anfang und kann dann nur, weil die daten ja vom computer nicht rückwärts kommen,

    nur vorwärtsdrucken.

    ich kenne kein interface, welches selbst die (grafik) daten vorwärts und dann die nächste zeile rückwärts ausgibt
    und woher soll es überhaupt den seitenaufbau kennen, dann würde es ja einen speicher benötige,

    wie bei einem laser drucker, wo die seite zuerst komplett, im druckerspeicher aufegbaut wird
    um sie dann auf einmal auszudrucken. so ein drucker, mit soviel speicher, wäre damals unbezahlbar gewesen.

    der hätte mehr speicher als die computer die ihn ansteuern.

    die meisten drucker haben nicht nur den selbsttest modus, sondern oft noch einen hex-dump modus.

    mit dem habe ich auch sehr viele sachen angestellt, was andere mit geräten, im wert von tausenden dm,

    nicht hinbekommen haben. sehr oft hat der hex-dump modus mir bei meinen anderen entwicklungen geholfen.

    oder meinen kunden, wo ich ihnen übers telefon helfen konnte, probleme mit einem drucker zu lösen,

    an die kein anderer damals kam.


    wenn man den drucker in den hex-dump modus versetzt und dann etwas vom computer

    über das interface sendet. dann hat man die daten 1:1 wie sie der drucker bekommt.

    sendet man z.b. nur ein hallo, dann druckt der drucker, im hex-dump modus nur die 5 ascii zeichen

    für hallo und dann noch cr oder lf oder beides für den papiertransport.
    bitte die selct taste drücken, wenn man weniger daten überträgt als in der zeile möglich,

    dann warten die meisten drucker, in diesem modus, bis die zeile voll ist und dann erst druckt er.

    drückt man die select oder eine andere taste, je nach druckerhersteller,

    dann druckt er die empfangenen zeichen aus.

    so würde man dann nur maximal 7 zeichen sehen, die für hallo und die für cr und oder lf.


    überträgt ein interface im einzelnadel (= grafik) modus dann sieht man die daten für jede nadel.

    und es ist, mit den steuerzeichen usw. ungefähr das fünfzehnfache, je nach dem, wie dumm der programmierer

    des interface war. also ca. 100 zeichen anstatt nur 6 oder 7.

    nun habe ich wieder soviel geschrieben, ich hoffe es interessiert einen.
    dann kann ich ja wieder mal für ein jahr abtauchen.
    und nerve nicht manche. die zu doof sind meinen text zu überspringen.

    gruß
    helmut

    ich mache auch keine korrektur, kann ich nicht und kostet mich viel zeit,
    beim übelegen wie man es richtig schreibt. für diesen text habe ich leider 5 stunden benötigt, schreiben ist nicht mein ding,
    da bin ich eine niete.
    ich benötige eigentlich einen übersetzer von proxa auf deutsch ;)
    der mein geschreibsel für manche immer übersetzt. ;)

  • Du solltest wirklich mal ein Buch schreiben, in Deinem Denkkasten liegt offensichtlich ein riesiger Erfahrungsfundus

  • in den 10 tagen besichtigten wir ein epson werk, wo damals schon robotter den größten teil montierten.

    jeden tag waren wir in mindestens einer stadt, in japan und dann jeden tag in einem anderen hotel.

    wir sind auch mit dem shinkansen gefahren. aber fast immer mit dem bus, quer durch japan.

    über die japanische kultur konnte ich nur staunen. auch eine eigene geisha hatte ich,
    weil ich mit essstäbchen nicht umgehen konnte, so bekam ich eine geisha, die mich fütterte.
    danach konnten plötzlich auch die anderen nicht mehr mit den stäbchen umgehen,
    die wurden durchschaut und hatten pech, sie mussten sich selbst bedienen ;)
    so waren wir zu dritt, die je eine geisha hatten und gefüttert wurden :)

    Hehe - was für eine geile Story :D



    aber viel schlimmer ist, die nadeln, in diesem modus, durch die grafik-nadel-ansteuerungen

    verschleissen viel schneller, das wurde damals verschwiegen.

    es ist immer besser die vielen original drucker zeichensätze zu benutzen.

    es sieht besser aus und der druckkopf hält viel länger.

    Sehr interessante Infos, die man sonst so nie (zumindest ich nicht *g*) las/liest... Auch nicht in den

    Testberichten, etc daaamals™ :thumbup:


    Apropos daaamals™. Ich hab gerade mal in meiner Back in 1986 BBS geschaut.


    Dort waren neben dem MPS 801 solche Drucker für Commodore angesagt...


    -snip-


    Samstag 19.01.1985 9:47


    ***************************************

    Verkaufe Restposten


    Drucker

    -------

    Star Gemini 10x mit Interface + Kabel

    f]r Apple + Commodore

    f]r 990,- DM


    Star Delta 10 mit Interface + Kabel

    f]r Apple + Commodore

    f]r 1390,-DM


    Star Delta 15 mit Interface + Kabel

    f]r Apple + Commodore

    f]r 1690,- DM


    (...)


    -snip-


    Und ne Epson-Infosystem Mailbox gabs daaamals™ auch btw... ;)

  • ich mache auch keine korrektur, kann ich nicht und kostet mich viel zeit,

    RESPEKT! zeit ist geld und geld ist knapp. but wait... als größter (ehem.) epsonhändler warscheinlich eher nicht. wurscht, hauptsache man versteht den inhalt.


    für diesen text habe ich leider 5 stunden benötigt, schreiben ist nicht mein ding

    dafür hast du aber echt ziemlich viel geschrieben. vielleicht gibt´s ja irgendwo noch eine geisha, der du deine texte in die tasten diktieren könntest. :D


    war aber ganz interessant zu lesen.

    Klar, besser geht immer aber ich mag meinen LQ200. Der ist richtig gut. UND DER dRUCKKOPF TUT ES IMMERNOCH: TROTZ PÖSES INTERFACE; Ist ja auch nur noch Just for fun.

    Und sicher, Dinge damals auch schon sau teuer. Wer konnte sich die Preise damals leisten? Geiz schon immer Geil. Das wird sich auch bis zum letzten Atemzug des letzten Menschelin nicht ändern. Egal wie gut die Qualität eines Produktes ist.


    Cheers

  • für diesen text habe ich leider 5 stunden benötigt, schreiben ist nicht mein ding

    dafür hast du aber echt ziemlich viel geschrieben. vielleicht gibt´s ja irgendwo noch eine geisha, der du deine texte in die tasten diktiren könntest. :D

    :D


    axorp


    Und thx für die Mühe! Das mit den 5 Stunden hatte ich ganz überlesen - war sehr interessant/hat Spaß gemacht zu lesen :thumbup:

  • olly, toller Bericht, wieder was gelernt. Wenn Dein LQ-200 noch in Betrieb ist, würde sich dieser Thread hier sicher mal über ein Bild der Druckqualität freuen. Das Printerface ist sicher ziemlich selten, kann mich grad nicht erinnern, das die letzten Monate/Jahre mal auf eBay gesehen zu haben, und ich beobachte eigentlich recht viel.

    Hab mal paar Fotos gemacht.


    aber solche Wuchtbrummen wie den Epson LQ-570 könnte ich mir derzeit leider aufgrund mangelndem Platz in meinem Büro gar nicht leisten

    Genau. Platz ist bei mir auch ein großes Problem. Deshalb steht der Drucker auch auf dem Boden. Auf der Arbeitsfläche ist kein Platz mehr dafür. :/


    Man muss aber auch nicht alles haben. Ich bin mit dem EPSON LQ200 ganz zufrieden. Hat ein ziemlich gutes Druckbild, verschieden Schriften on board und Farbbänder gibt´s auch noch zu kaufen und zum Spielen reicht der alle mal und macht auch schön Krach und der CSF ist einfach Klasse und funktioniert heute noch!!!:bgdev

  • ich kenne kein interface, welches selbst die (grafik) daten vorwärts und dann die nächste zeile rückwärts ausgibt
    und woher soll es überhaupt den seitenaufbau kennen, dann würde es ja einen speicher benötige,

    Das PRINTERFACE-G hat einen Pufferspeicher von 32kB. Der von 8 oder 9 Nadeln umgewandelte Druck erfolgt meiner Meinung nach und dem Handbuch zu folge mit 20 Nadeln, wobei es zwei Charakteristiken bei der Wandlung gibt. "RUSTIKAL" und "FILIGRAN". Das hat damit zu tun, weil der Abstand der Nadeln bei einem 24-Nadler nicht um ein Drittel sondern um das 2,5-Fache kleiner ist als bei einem 9-Nadler. Eine halbe Nadel kann aber natürlich nicht gedruckt werden. Deshalb ergibt sich ein Rundungsproblem, dass über die zwei wählbaren Charakteristika ausgegelichen werden kann. Und der Drucker druckt auch mit 24 Nadeln (o. 20 Nadeln) Bidirektional soweit ich das beurteilen kann. Das PRINTERFACE ist im Prinzip ein eigener Rechner mit CPU, Speicher und Software. Das ist schon ein ziemlich gutes Teil! Hat so um 1990 rum knapp 300 DM gekostet. Vorgängerversion ohne "G" hatte nur 8kB und kostete 250 DM. Es gab aber auch eine Pufferspeichererweiterung zum AUfrüsten auf 32kB für 128 DM. Die Druckeranpassung erfolgt sehr komfortabel und interaktiv per Software auf Diskette. Mehrere andere bekannte Interfaces (W&T z. Bsp.) können simuliert werden. Typenraddrucker kompatibel, GEOS, C/PM und, und. Der einzige negative Punkt in einer damaligen Nahmhaften Computerzeitschrift war, dass das Handbuch etwas unübersichtlich aufgestellt war. Drauf gesch....!

    Und ja, die Dinger sind inzwischen sehr, sehr selten noch zu bekommen, wie man es schön heißt.

    Hier mal noch ein Foto vom Innenleben Der G-Variante, bevor noch einer fragt. :D

  • Man kann auch einen externen Druckerpuffer verwenden: https://www.ebay.de/itm/154693…4524%7Ctkp%3ABFBMvJCC3atf

    Dann ist der Computer schneller wieder frei und man kann ungestört weiterarbeiten, während der Drucker in Ruhe seinen Ausdruck fertig macht. Dann spielt es auch keine Rolle mehr, wie schnell der Drucker ist.

  • Ein Printerface habe ich auch, jedoch weiss ich nicht, ob es ein G Modell ist. Es hat zwar 32 kB Puffer, aber das EPROM besitzt nur einen schwarzen Aufkleber. Ich muss mal meinen Eprommer raussuchen.

    olly: Kannst du vom G ein ROM Image machen?

    Ja klar, ROM Image hier im Anhang und zwar von beiden Interfaces. Also dem v1.0 (erstes Modell) und dem v1.1 also der Nachfolger die G-Version. Die Eproms sind HY 27C64 D-20 von HYUNDAI.

    Das Modell mit dem schwarzen Aufkleber auf dem ROM ist das non G. Also die erste Version v1.0 mit "nur" 8kB Pufferspeicher. Auf der Gehäusebeschriftung fehlt da auch das "G-Version" Logo oben links. Auch die DIP´s sind etwas anders beschriftet.


    Hab mal die EInstell- und Demo-Disk sowie von beiden Modellen noch par Fotos mit dran gehängt.

    Die Platienen sind vorbildlich in die Gehäuseunterschale eingeklebt (vermutlich mit Heißkleber).


    zorro

    Hast Du zufällig das Handbuch für Dein Interface, also für das non G? Wenn ja, würdest Du es für mich scannen? Es fehlt mir leider und die beiden Interfaces scheinen sich doch etwas von einander zu unterscheiden. Ich wäre Dir dankbar!

  • Klar soweit. Aber so ein Printerface kann eben noch wesentlich mehr als nur Puffern. ;)

    Ja, logisch, ich meinte auch eher, dass man beides kombinieren kann.

    Achso, jetzt verstehe ich.