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Möchte Drucker an C64 anschließen - aber welchen und wie??

  • Liebes Forum,


    ich weiß, diese Frage gab es schon öfter....


    Aber: Ich habe vor kurzer Zeit einen C64 geschenkt bekommen und einen intensiven unheilbaren Retro-Anfall bekommen...


    Ich habe den C 64 Flachmann, eine Final Cartridge III, 2 Floppies (1541 II + "alte" 1541 mit integr. Netzteil), eine SD2IEC mit 4 GB Karte und eine Datasette. Ich möchte aus "Standard"-C64-Programmen und aus GEOS drucken.


    Ich wollte nur mal in die Runde fragen, bevor ich jetzt irgendwas kaufe, wie ihr mit aktuell erhältlichen (auch 2nd-Hand)-Laser oder Tintenstrahldruckern zurechtkommt und ob es für den C 64 besonders gut geeignete Modelle gibt.
    Bin natürlich auch offen für Angebote, wenn jemand gerade was zu verscherbeln hat. Aber bitte keine Typenraddrucker.


    Würde mich über Antworten freuen.


    Liebe Grüße

  • Grundsätzlich brauchst Du einen Drucker, der noch Centronics hat (wird AFAIK bei neueren Druckermodellen nicht der Fall sein) und ein C64 IEC/Centronics Druckerinterface oder ein Userport/Centronics Parallelkabel.


    Userport-->Centronics Kabel wie das hier, welches die Daten Parallel gesendet haben.
    Dies war schneller, aber die Software muss den Ausdruck über den Userport unterstützen. Ausserdem fand IMHO keine Umsetzung der PETSCII Zeichen statt:
    http://www.ebay.de/itm/Centron…re-C64-C128-/111866729786


    W & T (Wiesemann & Theis) Interface wie das hier für die serielle IEC Schnittstelle:
    http://www.ebay.ch/itm/W-T-Par…-Centronics-/161950800006


    Görlitz Interface wie das hier für die serielle IEC Schnittstelle:
    http://www.ebay.de/itm/Drucker…tiges-epson-/231812093241


    Diese Interfaces haben auch die Konversion der PETSCII Zeichen durchgeführt und so konnten die typischen Commodore Zeichen (wichtig für BASIC Listings) auch ausgedruckt werden.



    Der Drucker sollte idealerweise die EPSON ESC/P Sprache können. Das konnten damals einige Nadeldrucker in den 80/90er.
    Ältere HP Drucker (Laserjet, Deskjet) konnten eher die HP-eigene PCL-Sprache und HPGL (eher für Plotting). Ich weiss nicht, wie gut die unterstützt werden.


    Unter GEOS ist dann die Unterstützung von Postscript und PCL Drucker auch besser.



    Hier noch ein 64er Test der Interfaces:
    http://www.zock.com/64er/8407/0004.html


    <Edit>Hier wurde das Thema auch schon mal behandelt:
    Drucken Centronics C64/C128/ CP/M

  • Am besten nach einem alten 9- oder 24-Nadeldrucker ausschau halten, und dabei darauf achten, dass es dafür noch Farbbänder gibt. Das trifft teilweiese sogar noch auf Commodore-Drucker zu, die man ohne weitere Interfaces direkt an IEC anschließen kann.

  • Ich habe einen Canon BJ-30 Tintenstrahler über Userportkabel am C128 laufen, da mir das Geräusch des Star LC-10C Nadeldruckers auf den Nerv ging.
    Funktioniert auch mit einem W+T Interface.

    Werden die PETSCII Zeichen auch ausgedruckt?


    Vielleicht sollten wir mal eine Übersichtstabelle zusammentragen, welcher Drucker mit dem C64 / C128 etc. wie funktioniert.


    <Edit>Ja, müsste gehen, weil dieser Drucker einen BJ und einen Epson LQ-2550 Modus hat:
    http://piese-imprimanta.ro/pdf…BJ-30%20User%20Manual.pdf

  • Nochmal vielen Dank für eure Beteiligung.


    Ich habe gegenwärtig einen Kyocera 1020D Laserdrucker im Auge. Er hat "passende" Emulationen wie IBM Proprinter und Epson L850. Das hört sich für mich erst mal gut an :-)


    Ein Bekannter hat so einen Drucker, den habe ich für ihn hier bei afb in Köln für 29 EUR gekauft. Ich muss jetzt ein Anschlusskabel bestellen und dann leihe ich mir den Drucker mal aus, wenns dann funktioniert, kauf ich mir so einen.
    Der hat auch noch USB-Anschluss, also eignet er sich auch als Reservegerät, falls mein Laser am PC mal schlapp macht.


    Liebe Grüße


    bearmonster

  • Liebe Liebenden,


    (für alle, die auch einen Drucker anschließen wollen, hier mein kurzer Bericht:)


    nach einigem Gefummel hab ich es jetzt fast geschaftt.
    Ich habe für billiges Geld einen Brother HL-5380 DN erstanden. Der hat Netzwerk, USB und Centronics-Anschlüsse. Von PC-Seite aus also alles vorhanden, an den Router angepatcht und kann von PC und Laptop drucken. Er kann an Emulationen: IBM-Proprinter, Epson FX-850 und HP-Laserjet.


    C 64 war etwas haariger. Hatte bei ebay ein billiges Wiesemann&Theis-Interface besorgt, das tut es aber nicht. Keine Ahnung warum.
    Dann tauchte ein Userport-Centronics-Kabel auf, das ich mir sofort bestellte. DerLieferant heißt bei ebay: (falls jemand noch so ein Kabel braucht)


    Verkäufer : sherlocks-technikshop (65091)
    Wolfgang Zimmer,Wolfgang Zimmer, Hochstädter Str.44, 60389 Frankfurt/Main, DE


    Ich kann jetzt ein Programm names "centronics.bas" laden und danach mit dem üblichen OPEN 1,4:PRINT#1,"TEST":CLOSE1 den Drucker zum Ausdruck von TEST bewegen. Nur muss ich noch die GO-TAste drücken (sowas wie Formfeed), damit das Blatt rauskommt.



    Was gut geht, ist der Druck aus alten 64er-Textprogrammen. Ich habe Startexter 5.02 und Textomat plus probiert, das geht gut. Andere Tests stehen noch aus.


    Danach habe ich dann GEOS probiert, da tut sich garnix. Nicht mit normalen Treibern, auch nicht mit GC-Treibern. Der Drucker ist auf Epson-Emulation eingestellt. Umstellen auf HP-Laserjet-Emulation und entsprechenden Treiber in Geos brachte auch nix. Das ist die letzte harte Nuss, die ich noch zu knacken habe. Hat jemand von euch irgendwelche Ideen, Tricks oder so?


    Fazit: Es geht also doch, wenn auch mit etwas Haken uns Ösen und viel Ausprobieren...

  • Wenn der Drucker keine Centronics Schnittstelle hat sondern nur USB, kannst Du das vergessen.

    Hat er auch: USB 2.0 + IEEE 1284 (Centronics):
    http://www.printerbase.co.uk/spec/pdf/kyocera-fs1020d.pdf


    Ausserdem hat er so ziemlich alle Emulationen, was man potentiell benötigen könnte:

    Quote

    Emulations: PCL 6/PCL 5e incl. PJL, KPDL 3 (PostScript 3 compatible) with Automatic Emulation Sensing (AES), Line Printer, IBM Proprinter X24E, Epson LQ-850, Diablo 630

    Epson (ESC-P) und IBM Proprinter waren damals verbreitet. PCL und sogar (emuliertes) Postscript könnte allenfalls für GEOS (und PC) interessant sein.
    Eigentlich der ideale Laserdrucker für den C64, wenn man noch ein Wiesemann Interface o.ä. hat, welches die PETSCII Grafikzeichen umsetzen kann.


    <EDIT>Mit dem Wiesemann Interface 92000/G werden für Epson-Drucker die Commodore Steuer/Grafikzeichen alle umgsetzt:
    http://www.wut.de/pdf/e-92000-ww-prde-000.pdf

  • Vizawrite und Printfox können auch von sich aus mot Centronics Druckern umgehen. Wenn du deinen C-64 mit Speeddos+ bzw. Dolphin-DOS 2.0 ausstattest, kannst du das Parallelkabel zur Floppy zum Drucker hin verlängern und auf einen Centronics-Stecker legen und so drucken. Speeddos+ und Dolphin haben eine automatische Erkennung eingebaut, die sobald ein Drucker am Userport (also mit am Parallelkabel zur Floppy) hängt, alle Druckausgaben auf Adress 4 dorthin umleiten. So habe ich das mit meinem C-64DD (dem im Olivetti M240 Gehäuse) gemacht, der hat an der Rückseite einen ganz normalen 25polige D-Sub Stecker wie jeder andere PC auch... Oder du nimmst Prologic-DOS-Classic mit der Expansion-Port-Karte für den C-64, da ist an der Karte nochmal ein Userport dran, bei dem alles für Userport-zu-Centronics Kabel benötigte entsprechend beschaltet ist, PDC leitet wenn es einen Drucker erkennt auch alle Ausgaben auf IEC-Adresse 4 dorthin um. Wenn du auf das Formfeed-Drücken am Drucker verzichten willst, musst du die Programme dazu bringen, selbst am Druckende ein FF zu senden.


  • Hatte bei ebay ein billiges Wiesemann&Theis-Interface besorgt, das tut es aber nicht. Keine Ahnung warum.

    Hatte das Interface zusätzlich zum seriellen Kabel auch eines, was am Tapeport angeschlossen wird? Wenn das fehlt und der Drucker keine Spannung bereitstellt kann das Interface nicht funktionieren. Und die Spannung am Centronics Port (Pin35) ist nicht standardisiert. Es kommt also auf den Hersteller an, ob die anliegen. Die ursprüngliche Centronicsschnittstelle ist eh nicht genormt, erst mit IEEE 1284 (beim PC). Dort ist Pin 35 nicht definiert. Deswegen ist beim W&T Interface ein Stromkabel für den Tapeport dabei.

  • Es gibt 2 arten von dem Userport-Centronics Kabel guck mal ob bei dir pin 10 oder 11 am Centronics-Stecker belegt ist.


    Mein Kabel funktionierte am Nadeldrucker problemlos aber am Tintenstrahler nur ein paar Zeilen dann hat sich das System aufgehangen.


    Nach umlöten auf den anderen Pin geht es auch am Tintenstrahldrucker... Ob es am Nadeldrucker auch noch geht muss ich erst testen.

  • danke, Martin, er druckt jetzt auch aus Geos. Ich habe gestern Nacht nochmal versucht mit dem Treiber fx80 und fx80 (GC).
    Der FX80(GC) funktioniert. Ich habe ienen kurzen Text aus Geowrite gedruckt. Man muss "Hoch" einstellen, damit er WYSIWYG druckt.


    Weiß jemand, wie man in Startexter 5.02 die Umlaute und ß einstellen muss? Ich habe mit dem Programm "Installation" den Drucker zum Laufen gekriegt (Epson an Userport), nur habe ich die richtigen Codes für Umlaute und ß noch nicht, trotz suchen und ausprobieren.

  • danke, Martin, er druckt jetzt auch aus Geos. Ich habe gestern Nacht nochmal versucht mit dem Treiber fx80 und fx80 (GC).
    Der FX80(GC) funktioniert. Ich habe ienen kurzen Text aus Geowrite gedruckt. Man muss "Hoch" einstellen, damit er WYSIWYG druckt.


    Weiß jemand, wie man in Startexter 5.02 die Umlaute und ß einstellen muss? Ich habe mit dem Programm "Installation" den Drucker zum Laufen gekriegt (Epson an Userport), nur habe ich die richtigen Codes für Umlaute und ß noch nicht, trotz suchen und ausprobieren.

    Ist schon lange her dass ich mit dem C64 gedruckt habe, aber man kann sich ein kleines BASIC-Programm schreiben und die ASCII-Tabelle über PRINT CHR$ (soundso) ausdrucken lassen, dann sieht man mit welchen ASCII-Werten der Drucker die Umlaute und das ß druckt, in der Textverarbeitung muss man dann diese ASCI-Werte den Umlauten/ß zu ordnen, also wenn Umlaut "ö" dann sende ASCII-Wert <soundso> zum Drucker