Posts by Lutz G

    mir wird immer etwas komisch im Bauch wenn ich sowas sehe. Was hätte werden können wenn damals die richtigen Entscheidungen getroffen worden wären?

    Auch bei dem Thema muss ich wieder an Cpt. Hindsight denken, ein Superheld, der im Nachhinein immer alles besser weiß :D

    Warum war die Feuerwehr nicht schon da, als es gebrannt hat? *g*


    gerade mit der CD als Medium konnte der Raubkopiererszene auf dem Amiga ein Schnippchen geschlagen werden…

    Ob es das wirklich gebracht hätte ist fraglich.

    Die PS1 hätte sich Vermutlich nicht ganz so erfolgreich Verkauft, wenn es nicht so viele Möglichkeiten gegeben hätte Kopierte Spiele zu Spielen.


    Es hätte sicher nicht lange gedauert, und Spiele auf dem CD32 hätten sich genauso Kopieren lassen.

    Das Ganze ist auch ne Milchmädchenrechnung. Waren z.B. der C64 und der Amiga so erfolgreich obwohl man kopieren konnte bis die Floppy raucht, oder gerade weil? ;)

    Sehr schöne Aufnahmen vom Hafen HH. Das wirkt auch natürlich, wie wenn man eine richtig tolle Abendstimmung in Echt erlebt, und nicht nach übertriebenem Color Grading.

    Vielen Dank :D Ja das war mir sehr wichtig, dass ich diesen Magic Moment so einfange wie er war.

    Keine Ahnung ob genau dieses Licht dort überhaupt mal wieder kommt.


    Aber was das Verhältnis zur alltäglichen Wahrnehmung angeht, sage ich mal - ohne Wahrnehmungsphysiologe zu sein - dass es sich bei einer 2D Reproduktion mittels technischem Medium immer nur um eine künstlerische Interpretation der Realität handeln kann.

    Das liegt schon am begrenzten Farbumfang, Dynamik- und Helligkeitsbereich jeglicher Darstellungstechnik im Vergleich zum menschlichen Auge, sowie der Verschiebung der Farbwahrnehmung bei Tag- und Nachtsehen.

    Und wir sehen Farben natürlich immer im Verhältnis zum Umgebungslicht. Und dass kann man oft nicht gut kontrollieren.

    Genau - die Technik (der Kamerasensor) interpretiert ja eh. Als Filmer versuche ich dann darauf zu achten, dass das mit der Realität, so wie ich sie sehe übereinstimmt.



    Ich habe mal gelesen, dass man bei professionellem Color Grading sehr sehr schnell sein muss, weil sich natürlich auch das Auge wieder an die Farben im Bild anpasst. Man hat mit einem permanenten Weißabgleich in Auge und Gehirn zu kämpfen und kann nicht minutenlang am gleichen Bild die LUTs tweaken, ohne dass sich währenddessen die Wahrnehmung ändert. Farbkalibrierte Monitore, Umgebungslichtquellen und neutrale Umgebung und Monitorblenden sind da auch wichtig. Und kein störendes (unkontrollierbares) Tageslicht. Die maximale Helligkeit (auch bei sogenannten HDR-Monitoren) ist halt auch ein bis zwei Zehnerpotenzen unter der des Tagsehen draußen. Und daher ist es einfach immer anders am Monitor oder im Kino.

    Jap. Ein Bekannter von mir ist da ein richtiger Meister, macht einen sehr großen Aufwand, und hat mir auch schon einige Tipps gegeben. Allerding tue ich mich mit der Umsetzung schwer. Wenn dann nach meinen Gradingversuchen, das Wasser der Elbe plötzlich deutlich anderes aussieht als real, lasse ich es lieber. Hamburg/die Elbe ist halt nicht Miami/die Karibik, auch wenn manche Kollegen mit Monstercolorgrading versuchen es draus zu machen ;)


    Hier ist ein Könner am Werk - der besagte Stefan Zimmermann :thumbup:



    Weiss nicht mehr ob komplett, aber ich habe mindestens einen Kung Fury Trailer gesehen.

    Bei obigem Musikvideo mit The Hoff ist ja auch alles aus Kung Fury.



    Die ausgelutschte Videotheken-Optik ist zwar mal ganz witzig, aber auf Dauer dann lieber echtes HD in hyperreal.

    Wie sieht dann HD in hyperreal genau aus?

    Alles ok - geht ja auch um Bildbearbeitung ;)


    Fällt Dir das besonders bei ner bestimmten Stelle in o.g. Video von mir auf?

    entweder mein DSL schlappt, oder du spielst auf Sekunde 4-5 an, wo die Hochauflösung einschlägt.

    Also das Video ist komplett in 2.7k - musst Du mal auf YouTube checken - fest auf die Auflösung einstellen.


    Vieles von Chris Cunningham zum Beispiel: Aphex Twin, Nine Inch nails, Leftfield

    Oder viele Videos auf youtube "newretrowave", bei denen schöne 80er-Autos in Szene gesetzt werden.

    Bei solchen Aufnahmen nehme ich einfach an, es sind Filter, die ich niemals vor meinem echten Auge habe. Dann Nachbearbeitung, HDR, Blenden und Shutter (gerade bei stakkatohaften Effekten).


    Ich finde das unheimlich interessant und es spricht mich ästhetisch an.

    In meiner damaligen S-VHS-Videozeit in den frühen/mittleren 90ern war das aber mit normaln Mitteln nicht zu schaffen.

    Ja ist geil. Ich hab mich zumindest mal hier an der Zeit versucht - geht dann aber auch wieder in ne andere Richtung...



    Sehr geil ist der 80s Look hier getroffen....



    Der Hauptfilm "Kung Fury" dazu ist mittlerweile hinter ner Altersschranke (man brauch einen YouTube Account).

    Ist ein perfektes Beispiel, was man mittlerweile mit relativ geringem Aufwand an CGI zaubern kann (hat der Macher in seinen Büroräumen in Schweden gedreht) - man muss es allerdings drauf haben. Sieht besser aus als die CGI bei Indy 4 (was aber nix heißen will:D) :thumbup:



    In Hollywood wurde Kung Fury übrigens mit Arnie & Co neu aufgelegt - auch wieder von dem Macher 8) Hängt aber leider gerade in der Post-Produktion fest.

    Thx für den Tipp :thumbup:


    Auch das Video ist recht toll gemacht


    Jau. Wirklich toll gemacht/recherchiert. Man könnte fast meinen hier hätte sich jemand auch bei den entsprechenden Forum64 Threads zum Untergang von Commodore informiert ;)


    Heute vor 25 Jahren: Die Insolvenz des Computerpioniers Commodore


    Auch geil wieder die Berufsempörten punkto Speed Racer - was hier in .de ja nie offiziell verkauft wurde (wie mir Chris Warling mal schrieb) - da hat man sich doch nicht etwa pöse Raubkopien besorgt? :D

    Evtl etwas off-topic...

    Alles ok - geht ja auch um Bildbearbeitung ;)


    Liegt das an mir als Brillenträger, oder wirken die Videos sogar "knackiger" als die Realität?

    Wenn ich mit nem Heli geflogen bin, oder im Flugzeug bei Start/Landung rausgesehen habe, dann ist das eben "japp, is Gegend mit Gebäuden und Wasser".

    Fällt Dir das besonders bei ner bestimmten Stelle in o.g. Video von mir auf?


    Bei diesen HD-Videos denke ich aber immer: Das wirkt so viel besser als wenn ich das "in echt" sehe, ist das dann eigentlich noch echt?!

    Oder sind es die Softwarefilter, und HDR, die "over-the-top-real" wirken? Wie gerendert

    Bei einigen Musikvideos oder Filmen geht mir das auch so.


    Ich filme z.Z. mit dem Mavic Pro (1). Der schärft gerne etwas nach, bzw man muss es so einstellen (der Grund dafür würde hier etwas zu weit führen). Zumindest was die Farben angeht, hab ich es gerne möglichst real. Es sah an diesem magischen Abend im Hamburger Hafen über der Elbe tatsächlich so fast surreal aus. Hab ich weder davor noch danach dort wieder so erlebt. Ich hatte großes Glück das zufällig so einfangen zu können - ich wohnte in der Zeit in der Gegend, und bin dann schnell mit meinem Kopter raus.

    Es sollen wohl an dem Tag (Wüsten?) Partikel von weit her nach Hamburg getragen worden sein, die für diese z.T. knalligen Farben zum Sonnenuntergang an diesem Sommerabend sorgten.


    Natürlich (oder eher unnatürlich *g*) kann man auch viel mit Bildbearbeitung machen, aber ich mag keine Aufnahmen, die künstlich in den Farbtopf gefallen sind. Die Natur ist schön genug - auch möchte ich Momente so einfangen wie sie waren.


    BTW: Demnächst kann ich einige Aufnahmen von mir im Metropolis Kino in Hamburg schauen - mal schaun wie es da kommt 8)

    Ist das GAN dann aber mal trainiert, kann es auf aktuellen GPUs oft in Echtzeit laufen und braucht wenige bis hunderte MB vom VRAM. Ist aber halt sehr anwendungsabhängig oder steigt mit Auflösung.


    Was hohe Auflösungen angeht, arbeitet man wohl heute meist mehrstufig. Also erstmal ein GAN das vielleicht nur halbe oder drittel der Zielauflösung macht, dann hochskaliert und ein GAN das die Details dazufantasiert.

    Ist das ein wenig mit LUTs (Lookup Tables) vergleichbar (Colorgrading)?


    Superresolution GANs sind ja auch sehr populär zB DLSS. AMD und Intel bieten auch fertige Libs für Denoising und SR.

    Denoising ist mittlerweile extrem gut geworden. Ich hab das für Vegas Pro als Plugin (Neatvideo).

    Es wird bei low light Noise gekillt ohne den Rest der Bildinformation relevant zu spoilern.


    Hat jemand ein Plan wie o.g. Enhancing Photorealism Enhancement bei GTA V funzt? Auch in Echtzeit, wie ich meine aufgeschnappt zu haben, oder ist das als reines nachträgliches Enhanced Rendering von einem Gamerecording zu verstehen?

    Anyone?



    Hier zum Beispiel werden ähnliche GANs ("Deep Learning Filter") wie bei dem GTA auf extrem einfache Renderings einer Minecraft-argigen Voxel-Welt angewendert, und die Ergebnisse sehen auch sehr interessant aus:

    2min papers: Nvidia's GANcraft AI

    Und bei GTA ist dieser Filter dann sozusagen spielbar (in Echtzeit)?

    Ich hab das so verstanden, dass bei dem Beispiel bei GTA sehr aufwendig das Bild analysiert wird (mit Straßenfotos (u.a. aus .de *g*) verglichen, etc... Das geht in Echtzeit?

    Weißt Du z.B. ab wann es die Endung .mid bei Midifiles gab? Gleich am Anfang als Standard? Oder kam das erst später?

    :D Hallo,

    sowas wäre auch interessant, weiß nicht genau

    Wusste ich doch, dass die Frage nicht soo trivial ist ;)



    wusste gar nicht, dass sowas wie das MT-32 als Emulation vorliegt

    Ja und auch wirklich gut, bzw wenn ich mich richtig erinnere (ist schon wieder ne Weile her, dass ich mich mit Munt beschäftigt habe)

    eben auch mit Sysex Support, was IMO das Keyfeature ist, denn IMO erst mit den genialen Sysex (z.B. von Sierra - siehe Thread) klingt das Teil richtig gut.

    Aber auch die geilsten Sounds bringen natürlich nix ohne gelungene Tracks (wie ich daaamals™ bei meinen Versuchen mit der LAPC-I feststellen musste *g*). Aber emulaThor ist auf jeden Fall auf dem richtigen Weg.

    MT32-Pi benutzt ja auch Munt für die MT-32-Emulation, das sollte also genauso konfigurierbar sein wie Munt am PC.

    Ah ok - das ist cool. Dann müssten auch Sysex funzen.


    Tja, ich speichere meine Sessions am C64 mit Pro-16 auf Diskette. Diese Dateien kann ich Dir anbieten. Aber was ist das für ein Format? Und wie kannst Du Dir das in Dein Format konvertieren? :) Ist halt retro. Steinberg Pro-16 ist von 1986, da gab es noch keine .mid-Files, oder?

    Türlich. Aber es gab immer auch unterschiedliche Süppchen von Programmen. Bei Cakewalk z.B. .wrk wenn ich mich recht entsinne.


    Da gab es noch kein General Midi! :D

    MT-32 ist auch kein General Midi ;)


    Es gibt zwei C64-Demos mit MIDI-Sound: Einmal Instinct von AteBit und einmal HIRO von MrMouse/Xentax.

    Oh cool - welches Midi Gerät wurde da genommen? Oder einfach GM?


    Müsste dann ja mit nem Emu + Midi über USB auch funzen? Unterstützt Vice Midi?


    Mir ist kein Game bekannt, wo die Sound-Engine MIDI oder SFX SoundExpander nutzen würde.

    Hmm - wäre dann mal ne Idee :D

    Das heißt, da ist immer ein Reverb dabei (evtl. ist das beim Original-MT-32 auch irgendwie so, das muss ich noch lernen).

    Ja da wird gerne mit Reverb (?) gearbeitet.

    Cool wäre, wenn Du das mal als .mid recordest/anbietest, dann kann ich es auch mal auf meiner MT-32/LAPC-I abspielen....



    Das heißt, da ist immer ein Reverb dabei (evtl. ist das beim Original-MT-32 auch irgendwie so, das muss ich noch lernen). Meine MIDI-Impros, welche MT-32-Sounds benutzen (das sind alle außer der Nummer #3, wo ich Fluidsynth-Soundfont-Emu nutze mit Soundfont GeneralUser), haben alle dieses gleiche Reverb-Setting.

    Die Fluidsynth sind dann aber keine MT-32 Sounds?



    Mein Ziel momentan ist: Erstmal Fluidsynth-Soundfonts unbenutzt lassen (die klingen cooler) und auf MT-32-Sounds beschränken und sehen was da geht und lernen.

    Ja das finde ich besser (beantwortet dann wohl auch meine obige Frage?).

    Mach bitte auf jeden Fall mal eine echtes MT-32.mid :thumbup:

    Falls Du irgendwann auch mal mit Sysex arbeitest, der MT-32 Emu Munt am PC (gibts auch für Linux meine ich) kann das glaube ich.

    Du kannst ja am C64 improvisieren, und das dann als .mid ebenfalls releasen.

    Noch ein Schritt weiter wäre noch, wenn Du die .syx dazu mitlieferst - sogar direkt embedden in ein Midifile geht (später am PC bearbeitet).


    Das ist so eine Art künstliche Beschränkung, wie man sie in der Retro-Szene mag. ;)

    Genau - die Kunst ist ja den MT-32 richtig gut auszunutzen, und es ist wirklich fantastisch, was man da rausholen kann.


    BTW: Wie wäre ein C64 Game mit Midi-Sound? Gibts das schon, und wenn nicht, wäre das technisch möglich (natürlich braucht man, wie z.B. auch bei DOSen ein Midiinterface für ein externes MT-32)?

    Larry C64 anyone? :D8)

    Ich hab gerade was gesehen, wo ich die Kinnlade nicht mehr zubekam...


    Das hier hielt ich noch für den üblichen Clickbait - jaja "Yup - it's GTA V" - alles klar...



    Bis ich dann als Bestätigung das hier sah....



    :thumbsup::sabber::sabber::sabber::sabber::sabber::sabber::sabber::sabber:


    Best Comment dazu...


    "How is it photoreal if there isn’t 600 gallons of water on the ground"


    :D


    Passend dazu schrieb ich schon hier...


    War daaamals™ wirklich alles besser?

    Also beim im o.g. Gamestar Video angesprochenen grandiosen GTA Vice City sehe ich schon, dass super duper Hirestexturen beim PC Hires Mod vs Playstation Version nicht alles sind - da geht irgendwie schon der Charme etwas flöten. Viele Modder merken nicht, dass Spiele auch ein Gesamtkunstwerk sein können, wo ggf einfach nur raufgeknallte XXL-Texturen viel zerstören.

    Das meinte ich mit weniger ist mehr... Deshalb sieht GTA IV IMO teilweise (stilisierter) auch geiler aus als GTA V (bis auf die Faces bei Closeups/Cutscenes). Ich hoffe sie versemmeln das geplante Remaster von GTA Vice City nicht.


    Hat jemand ein Plan wie o.g. Enhancing Photorealism Enhancement bei GTA V funzt? Auch in Echtzeit, wie ich meine aufgeschnappt zu haben, oder ist das als reines nachträgliches Enhanced Rendering von einem Gamerecording zu verstehen?


    Hier mehr....


    https://isl-org.github.io/PhotorealismEnhancement/


    Ja - ich kann mich z.B. bei den DOSen noch gut daran erinnern, was das für ein kleines Abenteuer es war eines dieser sagenumwobenden CD-ROM-Laufwerke einzubauen - inkl Treibereinbindung.

    Rückblickend war das natürlich so. Weil man das mit dem heutigen Plug-and-Play-Komfort vergleicht (der ja anfangs so belächelt wurde).

    Ja in den Anfängen von Plug-and-Play schwang da noch so ein "ob das jemals so einfach funktionieren kann" mit *g*


    Aber damals war das das, was man kannte. Und es war besser, als das was man vorher hatte (also CD-ROM statt Disketten) und man hat das immer als Fortschritt wahrgenommen und die positiven Seiten gesehen (also die Verbesserungen) und nicht die negativen.

    Es war ja auch so, dass man sich das Ding vom lokalen Kistenschieber Laden seines (nicht *g*) Vertrauens kaufte, und dann skeptisch anschaute - das soll funzen? Aber das Einbauen/Treibergefummel machte irgendwie auch Spaß, wenn es denn (in der Regel) funzte.


    Heute verbringe ich übrigens mehr Zeit damit, meine Rechner ans Lauf zu bringen oder am Laufen zu halten. Man braucht inzwischen Tage, bis man z.B. Windows und alle Programme installiert und alle Update eingespielt hat (MacOS und Linux sind da auch nicht besser).

    Das ist bei mir genau andersrum. Meine Win 10 Installation war schon erschreckend unspektakulär einfach. Musst(e) ich überhaupt irgendwas Nennenswertes machen/beachten? Hätte das auch ein dressierter Affe gekonnt? Ging dazu noch sehr schnell.


    So ein DOS-PC war früher in 1-2 Stunden betriebsbereit.

    Wenn ich mich recht entsinne, hatte der nette Händler daaamals™ ein DOS auf der HD "vergessen". Ging also schon schnell.

    Das Gefummel (s.o.) mit diversen Treibern (CD, Soundkarten) aber eher nicht. Gravis Ultrasound anyone? ;)

    Ein Punkt, der mir auf jeden Fall in den ganzen Jahren aufgefallen ist, ist, dass "damals" die Beschaeftigung mit dem Computer als solche noch irgendwie spannender und spassiger war, und ich fuehre das zum Teil auch darauf zurueck, dass damit eben noch nicht alles so perfekt und glatt ging wie heute. Heute ist vieles selbstverstaendlich geworden, was man mit dem Computer so machen kann, und es erfordert oftmals nur ein paar Klicks. Damals, als man zwar vielleicht schon ahnen konnte, wohin die Reise geht, aber man sich einfach noch weiter vorne auf der Reise befand, konnte man noch so vieles entdecken und erstmalig ausprobieren,

    Ja - ich kann mich z.B. bei den DOSen noch gut daran erinnern, was das für ein kleines Abenteuer es war eines dieser sagenumwobenden CD-ROM-Laufwerke einzubauen - inkl Treibereinbindung.


    Und auch die Spiele waren daaamals™ aufregender/sperriger. Gerade daddel ich auf dem PC "Batman Arkham Asylum". So geil ich die Atmosphäre auch finde - da wird Dir sehr konsolig bei eigentlich jeder Aufgabe sogar noch die Taste auf dem Pad eingeblendet, die Du drücken musst.

    Und ein Sprung über eine Raum, voll von bis auf die Zähne bewaffneten Guards, ist dann auch nur noch ein Casual Button - und klappt immer.

    Andererseits - hab ich heute überhaupt noch die Lust/Zeit mich wie daaamals™ extrem lange sowohl mit dem Computer als auch noch mit extrem sperrigen Games zu beschäftigen? Eben. Dann macht o.g. Batman doch auch wieder alles (für mich) richtig, da die Freundin schon selbst bei meinen Casual-Game-Happen schon gleich ungeduldig hinter mir steht (haste schon den Müll rausgebracht?) :D

    Da ist an sowas wie Star Citizen, als absolute Ausnahme, gar nicht zu denken.


    und sich ueber die Moeglichkeiten freuen, die man damals schon hatte, und dabei von den Moeglichkeiten traeumen, die heute Realitaet sind.

    Genau - siehe auch hier


    Wenn oldschool Coverart bei aktuellen Games wahr wird...

    Ich kann auch keine grafischen Noten (mehr) lesen. Das war für mich nie erforderlich, denn ob C64, NES, Amiga, DOS, Synthesizer, Cubase - überall wird auch oder ausschließlich mit alphanumerischen Noten gearbeitet.

    Zumindest mit dem Trackerformat komme ich auch ganz gut klar (wenn da nicht die Sache mit dem (nicht) Komponieren können wäre)


    Also die nötigen Emotionen, Einfühlsamkeit, Rhythmusgefühl, die Fähigkeit mich in Mukke reinzufinden, ein durchaus gutes Ohr dafür, hab ich wohl schon. Aber sobald ich selbst mal mit meiner LAPC-I (=MT32 mit ein paar zusätzlichen Sounds) (so wie hier  emulaThor ) oder SC-55, oder eben auch mit dem C64 was machen will, flutscht es eben nicht so richtig (eigentlich gar nicht) *g*

    Hm, für manche ist die elektronische/sterile Arbeitsumgebung ein Problem, da wenig oder gar nicht inspirierend. Vielleicht solltest du's ähnlich machen wie sparhawk: an einer Flussaue sitzend Melodien ins Handy summen oder pfeifen. :)

    Och, immerhin untermalt meine Mucke überhaupt Bilder. Ist doch nett. Wenn du magst, kannst du demnächst natürlich Tänzerinnen für meine Tracks engagieren. :D Wobei - nein, "demnächst" würde es wohl nicht passen. Ich habe mal wieder Seltsames vor.

    Hehe - an der Umgebung liegts nicht. Ich hab auch "nur" am Rechner oft schon nen ganzen Film (+Schnittfolge) im Kopf, auch oft schon beim Kopterfliegen. Ich wünschte mein Kopf könnte das auch punkto Melodien (schreiben). Da kann die Umgebung noch so inspirierend sein - nützt nix. Aber das Summen von (vorhandenen/nicht meinen) Songs geht noch *g*


    Und mein Video ist auch fast so alt. Örgs - Deiner Mukke würde ich heute aber mal rasantere/abwechslungsreichere/interessantere Bilder spendieren ;) Ok zu meiner Entschuldigung sei gesagt, ich war daaamals™ noch eher Kopter Newbie.

    Och, immerhin untermalt meine Mucke überhaupt Bilder. Ist doch nett. Wenn du magst, kannst du demnächst natürlich Tänzerinnen für meine Tracks engagieren. :D Wobei - nein, "demnächst" würde es wohl nicht passen. Ich habe mal wieder Seltsames vor.

    Tänzerinnen? Vielleicht eher mit Emo Mädels? Oder doch mehr Japano (wenn ich Deinen Avatar richtig deute)?:D


    Ich werde mal bei meinem nächsten Koptervideo nach Mukke von Dir Ausschau halten.

    Und was das C64 Tracking angeht - vielleicht versuche ich es "einfach" nochmal 8)

    Bis auf einen leisen Knack kann ich nix hören. :(

    Thx fürs Testen - soweit wäre ich dann wohl auch gekommen ;)



    Also wieder die Bestätigung das meine Hirnwindungen nicht mit den euren mithalten kann.

    Kommt mir bekannt vor - würde ich bei mir Blender Syndrom (alte Version) nennen. Kann sein, dass ich mir bei dieser Bestie

    eines Programms schon ne Gehirnzerrung geholt habe :D



    Lutz G In der heutigen Musikwelt gibt es ja auch kaum noch wirklich neues. Immer häufiger hört man Remakes, Plagiate oder nicht einprägsame Lala-Musik, die dann auch schnell wieder verschwunden ist. Selbst viele große Hits, von "Black Betty" bis "Blowin' In The Wind" waren nicht neu. Die waren vielmehr schon so alt, dass kaum einer sie kannte, als sie verwurstet wurden. Erst diesen Frühling noch kam solch ein Lied in den Charts auf Platz 1, der Wellerman-Song. Das ist also eine Möglichkeit, nach uraltem Liedgut zu suchen und dieses zu verarbeiten; ist dann sogar legal.

    Diese neuere #1 kenn ich (bewusst?) gar nicht. Aber bei mir ist das Problem gar nicht, dass ich nix Neues (im künstlerischen Sinne) erschaffen kann, da ich noch nicht mal ansatzweise Gefahr laufe zu kopieren. Dafür müsste ich nämlich überhaupt erstmal sowas wie einen Song zusammenbekommen *g*


    Eine zweite Möglichkeit ist, aus einer bestehenden Melodie durch musiktheoretische Algorithmen etwas mehr oder weniger neues zu zaubern. Ein Hilfsmittel auf dem C64 ist "MAESTRO64".

    Thx für den Tipp - der Titel kommt mir zumindest vom Namen her bekannt vor.


    Eine dritte und ebenfalls interessante Möglichkeit ist ein Melodie-Generator, auch in der Regel in Midi-Technik. Wenn man damit etwas geeignetes kreiert hat, kann man das als Thema verarbeiten, also ausbauen und variieren.

    Ok - da muss man wahrscheinlich viel variieren, bis da was (künstlerisch) Brauchbares rauskommt.

    Ich bin da ähnlich skeptisch wie bei automatischem Schnitt für Videos. Die Ergebnisse wirken nur in den ersten Sekunden geil,

    wenig später merkt man aber, wie strunzdoof und unbedeutend alles wird, da echtes Können/Kreativität eben (irgendwie auch zum Glück) nicht zu ersetzen ist.


    Hier ein Beispiel für eine generierte und anschließend bearbeitete Melodie, dreistimmig und zum Umsetzen geeignet - so wie sie jetzt ist, z.B. als Highscore-Tune. Deutlich flotter, evtl. 6/8-Takt, andere Instrumente und Schlagzeug dazu (kann man in eine bestehende Stimme einbinden), und man hat einen passenden Titel- oder In-game-Tune. fairytale.mp3

    Könnte je nach Einsatzweck passen. Wäre vielleicht als (kaum hörbarer) Ambient Song für eine Walksequenz (durch nen Wald)

    bei einem Spiel denkbar. Für z.B. wirklich geile Titeltunes müssen dann Könner wie Taxim ran 8)



    Noch eine andere generierte Notenfolge:


    Hier beispielhaft 6-stimmig verwurstet und wiedergegeben mit einem NES-Soundfont:

    Hehe - klingt (bewusst?) etwas schräg (kann aber auch an den Instrumenten liegen).

    Würde zu schrägen Games wie 7th Guest (DOSen) passen, als sehr schräge Untermalung von Gruselszenarien.

    Das o.g. Game klang daaamals™ übrigens auf der Roland SC-55 fantastisch.

    ...aber ne Melodie zu finden, da haperts bei mir.

    Kann man das irgendwie lernen, oder ist das halt einfach ne Frage von Talent oder nicht?

    Da brauch man nix lernen oder Talent besitzen. ;) Es gibt genug schöne SID Stücke oder andere Musik

    die richtig schön wäre, wenn der Urheber nicht mitten drin was versaut hätte. Somit hat Du also eine riesige

    Menge an Melodien die Du nach Deinen Vorstellungen verändern kannst.

    Ich meine tatsächlich komplette Eigenkompositionen. Das muss jetzt gar nicht so hochgegriffen sein, wie es sich jetzt vielleicht anhört. Einfach mal ne nette kleine Melodie, die auf dem eigenen Mist gewachsen ist.

    Wobei wie gesagt es bei mir dann "einfach mal" heißen muss.


    Wenn das Diebstahl wäre dann müsste man min. 25% aller SID verbieten. ;)


    Ich hab allerdings auch nix gegen Cover, also basierend auf bestehenden Sachen (Popsongs, Klassik, etc), die man für den C64 hubbardisiert *g*

    Wenn ich es denn könnte (s.o.).

    In anderes Sids rummachen ist aber nicht so mein Ding.

    Natürlich "klaut" auch jeder Künstler ein Tick woanders, lässt sich inspirieren.

    Aber auf ein Level, in dem ich Gefahr laufen würde sowas zu können, komme ich gar nicht erst (s.o.).


    Welche Töne an welchen Stellen gut klingen habe ich dann auch noch hinbekommen - auch bei den Drums ists bei mir nicht so das Problem (als jemand der zumindest mal (sehr mittelmäßig) Schlagzeug gespielt hat), aber ne Melodie zu finden, da haperts bei mir.

    Kann man das irgendwie lernen, oder ist das halt einfach ne Frage von Talent oder nicht?

    Wenn man allein mit Noten per Du ist, in Sachen Harmonielehre den Durchblick hat, lässt sich ein gewisses Kompositionsniveau erreichen, denke ich.

    Da fängt bei mir das Problem schon an *g* Wobei es z.T. wohl auch richtig gute Musiker/Composer gibt, die keine Noten können.

    Was aber im Umkehrschluss nicht heißt, dass ich deshalb irgendwie mal eben (oder überhaupt) ne Melodie schreiben kann.


    Außerdem summieren sich beim Rumprobieren ja Erfahrungen, die einem das Komponieren mit der Zeit erleichtern. Begeisterung ist am wichtigsten, würde ich sagen. Ja - Ausrufezeichen. :) Bei Talent, sagen wir Komposition im Blut zu haben, sprechen wir vielleicht von einem (u.U. natürlich ständigen) Vorsprung. "Vollblutkomponisten" komponieren halt mit Leichtigkeit und sind entsprechend schnell am Ziel. Da kann man vielleicht aber auch anders hinkommen, mit der entsprechenden Geduld. Was sich wahrscheinlich nicht erlernen lässt, ist die Fähigkeit, Emotionen oder Eindrücke in Musik zu übersetzen. Das ist das, was ich zufälligerweise kann.

    Also die nötigen Emotionen, Einfühlsamkeit, Rhythmusgefühl, die Fähigkeit mich in Mukke reinzufinden, ein durchaus gutes Ohr dafür, hab ich wohl schon. Aber sobald ich selbst mal mit meiner LAPC-I (=MT32 mit ein paar zusätzlichen Sounds) (so wie hier  emulaThor ) oder SC-55, oder eben auch mit dem C64 was machen will, flutscht es eben nicht so richtig (eigentlich gar nicht) *g*


    Kopf und Bauch(gefühl?) könnte man ja als Widerspruch sehen, aber Du meinst wahrscheinlich, wenn Dich die Muse küsst, dann hast Du die Melodie schon im Kopf.... Genau das, was mir irgendwie nicht gegeben ist *g*


    Auf jeden Fall sehr geil, was bei Dir dann rauskommt - was ich ja auch mal hier verarbeiten durfte 8)

    Ja, auch, siehe oben. Manchmal ist in der Tat einfach eine Melodie "da", oft betreibe ich im Kopf aber diese Übersetzungsarbeit. Wie auch immer, ich würde dir raten: Bleib dran und hab Freude an dem, was du tust.

    Oje, das verlinkte Stück ist auch schon wieder acht Jahre alt. :emojiSmiley-51:

    Und mein Video ist auch fast so alt. Örgs - Deiner Mukke würde ich heute aber mal rasantere/abwechslungsreichere/interessantere Bilder spendieren ;) Ok zu meiner Entschuldigung sei gesagt, ich war daaamals™ noch eher Kopter Newbie.


    Ja - bei mir ist ne Melodie (die ich selbst erschaffen könnte) eben nicht "da". U.a. unterscheidet uns das wohl fundamental punkto Talent. Zumindest macht es mir riesen Spaß vorhandene Mukke, ein bestimmtes Feeling zu suchen (was ich dann schon im Kopf habe), um sie bestimmten Bildern zu unterlegen, so Stimmungen zu erzeugen.

    Früher hab ich, wie jeder Anfänger, viel experimentiert. Das heißt, ich habe meist Basslinien entworfen und dann langsam eine Melodie darüber aufgebaut. Welche Töne klingen gut und an welchen Stellen? Viele meiner frühen Stücke sind so entstanden.

    Welche Töne an welchen Stellen gut klingen habe ich dann auch noch hinbekommen - auch bei den Drums ists bei mir nicht so das Problem (als jemand der zumindest mal (sehr mittelmäßig) Schlagzeug gespielt hat), aber ne Melodie zu finden, da haperts bei mir.

    Kann man das irgendwie lernen, oder ist das halt einfach ne Frage von Talent oder nicht?


    Später begann ich, im Kopf zu komponieren. Bauchkompositionen nennt man so was, glaube ich. Sam's Journey ist so entstanden. Ich habe mir immer ein Level, eine Szene angesehen und dann meine Emotionen sprechen lassen.

    Kopf und Bauch(gefühl?) könnte man ja als Widerspruch sehen, aber Du meinst wahrscheinlich, wenn Dich die Muse küsst, dann hast Du die Melodie schon im Kopf.... Genau das, was mir irgendwie nicht gegeben ist *g*


    Auf jeden Fall sehr geil, was bei Dir dann rauskommt - was ich ja auch mal hier verarbeiten durfte 8)