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C64 Backstein-Netzteil - Innereien von Vergussmasse befreit

  • Da bei mir ein Netzteil-Neubau geplant ist, dachte ich "mach'ste mal Jungend forscht" und schaust nach, was in dem Ziegelsteinnetzteil so drin ist.

    Vielleicht hat ja hier schon jemand gezeigt, was in der Vergussmasse steckt, aber Bilder habe ich über Gurgle mal keine gefunden.


    Im Keller lagen noch zwei oder drei Backstein-Netzteile rum, eines musste dran glauben.


    Die Vorgehensweise ist ja bekannt: 1. Bodenabdeckung abhebeln, 2. Zuleitungen abtrennnen, 3. Innereien herausklopfen durch Aufschlagen des Netzteils mit der Öffnung nach unten - schon hat man sowhl ein Leergehäuse für den Neubau plus Anschlussleitungen, als auch einen Harzblock, in dem die alten Bauteile vergossen sind.


    Nun war ich natürlich neugierig, was in dem Harzbrocken alles drinsteckt und griff zu Stechbeiteln, Meißeln und Hammer.

    Etwa 20-30 Minuten später sah das dann so aus:

    Zunächst ist zu erwähnen, dass auch bei sorgfältigster Demontage keine verwertbaren Altteile geborgen werden können - jedenfalls rentiert sich der Aufwand einfach nicht da:

    1. Der Trafoblechkern durch das Harz zusammengehalten wird und nach der Freilegung früher oder später auseinanderfallen wird. Man müsste eine Klemmhülle mit Monagefüßen drumrum bauen.

    2. Die Platine wird zwangsläufig zerbröseln - außerdem bliebe als einzig eventuell wiederverwendbares Teil der Spannungsregler übrig.


    Zumindest dieses Netzteil enthält einen 78 >S< 05. Der ist Kurzschlussfest und regelt ab einer gewissen Eigenerwärmung einfach zu.

    Eigentlich sind auch noch zwei Widerstände auf der Platine, aber die sind beim "Entharzen" ebenfalls degeneriert.

    Der Trafo hat eine Thermosicherung, die auf die Temperatur der Primärwicklung reagiert (Bauteil unter dem weißen Klebeband).

    Der Wert des Elkos lässt sich leider nicht mehr ablesen, da die Kunststoffhülle mit dem Harz untrennbar verbunden war.


    Ich könnte der Trafowicklung ja einen neuen Eisenblechkern spendieren - aber ich kann's auch lassen und einen neuen Trafo mit etwas höherer Belastbarkeit kaufen :)

    Vielleicht einen mit 2x9V. Die zweite 9V Wicklung speist dann einen Stepdown-Converter...


    Fazit: Außer den Kabeln und dem Gehäuse kann man wohl vom alten Netzteil nichts mehr brauchen.

  • der trafo ist sicher soweit wiederverwertbar wenn man den vorsichtig rausklopft. für eine montage müsste man sich was einfallen lassen, oder ihn wieder eingießen ;)


    ich selbst bin mit den c64 netzteilen glücklich die 4 schrauben am boden haben. die kann man super reparieren bzw. neu bestücken. dann braucht man sich auch keine sorgen machen und hat wieder viele jahre eine ruhe. zumindest sehe ich das bei meinem so. als alternativnetzteil habe ich ein c128 netzteil - wo auch einige bauteile erneuert wurden.

  • Darf ich den Thread ausbuddeln, da ich die gleiche Aufgabe vor mir habe und dieser Thread 1:1 passt. Habe gleiches Netzteil wie oben, total vergossen.

    Plan ist den Klumpen rauszuholen, den DC-Teil rauszuwerfen resp. zu erneuern und den Trafo weiternutzen.


    Gibt es Maßnahmen wie man den Klumpen besonders schonend herausbekommt und ihn anschließend so zerlegen kann, dass zumindest der Trafo heile bleibt.

    So intuitiv würde ich von Hammer und Meißel Abstand nehmen und zur Bohrmaschine greifen.

  • Gibt es Maßnahmen wie man den Klumpen besonders schonend herausbekommt und ihn anschließend so zerlegen kann, dass zumindest der Trafo heile bleibt.

    So intuitiv würde ich von Hammer und Meißel Abstand nehmen und zur Bohrmaschine greifen.

    Ich habe den Reglerteil mit Hammer und "Meißel" (altem Schraubendreher) bearbeitet, außerdem den Vergussblock von den Seitenteilen gelockert. Irgendwann ist das genug gelöst, dass man die "Klopfmethode" dann anwenden kann. Der Trafo kann in der Vergussmasse bleiben, den Teil kann man später einfach wieder "reinstecken".

    Ihr seid echt alle Schmerzbefreit oder? :syshack:

    Sonst würden wir uns nicht mit 40++ Jahre alter Hardware FREIWILLIG beschäftigen. :-P

    "Wenn du überredet, ermahnt, unter Druck gesetzt, belogen, durch Anreize gelockt, gezwungen, gemobbt, bloßgestellt, beschuldigt, bedroht, bestraft und kriminalisiert werden musst. Wenn all dies als notwendig erachtet wird, um deine Zustimmung zu erlangen, dann kannst du absolut sicher sein, dass das, was angepriesen wird, nicht zu deinem Besten ist." - Quelle unbekannt.


    "Steve Jobs hat User hervorgebracht, Jack Tramiel Experten." - Quelle unbekannt.

    "Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie äußern dürfen." - Voltaire.

    "Diskutiere nie mit einem Idioten - er zieht dich auf sein Niveau hinunter und schlägt dich dort mit seiner Erfahrung!" - Volksweisheit.


  • Ich finde die Idee gut, nachdem der ganze Block draußen ist, den Reglerteil zu entfernen und den Trafo mit der Vergussmasse wieder einzusetzen.

  • was spricht dann dagegen, den "Reglerteil" zu reparieren? :)

    Mehr Leistung mit Schaltnetzteil (auch für C128 und/oder REU usw. verwendbar), weniger Abwärme, längere Lebensdauer.

    "Wenn du überredet, ermahnt, unter Druck gesetzt, belogen, durch Anreize gelockt, gezwungen, gemobbt, bloßgestellt, beschuldigt, bedroht, bestraft und kriminalisiert werden musst. Wenn all dies als notwendig erachtet wird, um deine Zustimmung zu erlangen, dann kannst du absolut sicher sein, dass das, was angepriesen wird, nicht zu deinem Besten ist." - Quelle unbekannt.


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  • Wenn ich mir kinzi so vorstelle wie er das Netzteil bearbeitet ...


    Naja.... kleines diebisches Bergfolk, sich ernährend von Früchten und Beeren (oder waren es Bären?)


    :D


    PS: ja ich weiß, damit sind eigentlich die Allgäuer gemeint....

  • hier mein Feedback: Anbohren, Spacksrein und dann ordentlich dran ziehen, händlich und auch mit Hilfsmitteln, Ergebnis: Keine Chance.


    Da geht wirklich nur rohe Gewalt. Hätte Commodore nicht ein mal sich selbst treu bleiben können und dieses Harz einsparen.

  • hier mein Feedback: Anbohren, Spacksrein und dann ordentlich dran ziehen, händlich und auch mit Hilfsmitteln, Ergebnis: Keine Chance.


    Da geht wirklich nur rohe Gewalt. Hätte Commodore nicht ein mal sich selbst treu bleiben können und dieses Harz einsparen.

    Das geht eigentlich ganz einfach: 8mm Loch reinbohren, mit cevier füllen...... :bgdev