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Datenbücher von MOS?

  • Hello,


    weiß jemand, ob MOS/CSG (brauchbare, vollständige) Datenbücher herausgegeben hat? Ich kenne das von meiner Ausbildung her noch, dass kilometerweise Datenbücher aller Herren Hersteller im Schrank standen. Von MOS kenne ich das 1982er-Datenbuch, das ist aber eher ein Witz, wie überhaupt alle Datenblätter von MOS. Das einzig "umfangreichere" ist das des TED, und das ist auch ganz schön knapp.


    Ich kann fast nicht glauben, dass die nicht noch Ende der 80er, Anfang der 90er was Ordentliches, Vollständiges rausgegeben haben?! Zumindest intern musste es da doch was gegeben haben, das irgendwann mal den Weg an die Frischluft gefunden hat?


    Mir würde schon reichen, wenn ich weiß, wonach (konkret) ich suchen muss.


    Gruß

    kinzi

  • Irgendwas muss es geben, da ohne Datenblatt keine Prüfprogramm zum Test der ASIC's entwickelt werden kann. Es kann natürlich sein, dass das nie veröffentlicht wurde. Ich habe leider keins.

    Gut möglich wäre, dass das quasi nur Designdokumentationen waren und nach außen nur eine rudimentäre Information herausgegeben wurde. Nur Personen, die die Schaltungen entwickelt haben, bekamen mehr Informationen mit einer NDA-Vereinbarung.

  • Bodhi1969 Danke, die kenne ich aber natürlich. ;)


    Schmitti Das kann natürlich gut sein, das MOS das nicht herausgegeben hat, weil quasi der einzige "Kunde" Krummodore war und die Jungs dort nur ein Stockwerk tiefer gehen mussten. Dafür spricht, dass es von den früher ICs, die für den breiten Markt produziert wurden (6502, 6522) relativ ausführliche Doku gibt, von den späteren praktisch nichts - oder sagen wir mal: sehr wenig.


    Meine Hoffnung wäre halt, dass so ein interner Wälzer trotzdem mal den Weg nach "draußen" gefunden hat. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das nicht intern penibel dokumentiert wurde, weil da doch dauern auch die Mitarbeiter gewechselt haben.

  • Von ein paar Amiga Custom-Chips (IIRC: Fat Gary, CIA8520 und Alice o. Fat Agnus) sind ein paar Datenblätter im Netz.


    Aber frag' mich nicht wo...


    ftp://ftp:[email protected]


    Hier unter Specification_'*******:


    ftp://grandis.nu/Commodore_Amiga/Doc/App_Hardware/

  • Ja, danke androSID ... die kenne ich teilweise. Das Problem ist, dass das alles sehr oberflächlich ist. Wenn ich mir das Datenblatt eines simplen TTL-ICs anschaue, was da alles enthalten ist, müsste das Datenblatt eines MOS-ICs zig oder hunderte Seiten haben Es hat aber kaum deren zehn.


    Deshalb meine Frage, ob jemand schon irgendwo mal ein Datenbuch von MOS gesehen hat, vielleicht auch nur von außen, welches umfangreicher ausschaut. Aber vermutlich hat das niemand hier je zu Gesicht bekommen. :(

  • Ja, danke androSID ... die kenne ich teilweise. Das Problem ist, dass das alles sehr oberflächlich ist. Wenn ich mir das Datenblatt eines simplen TTL-ICs anschaue, was da alles enthalten ist, müsste das Datenblatt eines MOS-ICs zig oder hunderte Seiten haben Es hat aber kaum deren zehn.


    Deshalb meine Frage, ob jemand schon irgendwo mal ein Datenbuch von MOS gesehen hat, vielleicht auch nur von außen, welches umfangreicher ausschaut. Aber vermutlich hat das niemand hier je zu Gesicht bekommen. :(

    Mehr hab' ich leider nicht gesehen bisher... wobei mir die Schaltpläne der Chips lieber wären :D

  • Hallo Kinzi,

    ich habe vor einigen Jahren bei eBay für meinen KIM-1 ein KIM Assembler Handbuch ersteigert. Überraschenderweise kam das zusammen mit zwei blauen MOS Kunststoff-Sammelordnern. In einem dieser Ordner befinden sich einige Datenblätter ( "MOS Spectum Of Products", MCS6500 Microprozessors, MCS6532, MCS6520 und MCS6530)

    Ich vermute, dass MOS die Datenblätter ab und zu aktualisiert hat und dann sind Sammelordner sinnvoller, als feste Bücher. Der Stand der Datenblätter ist 1976.


    Wenn das interessant ist, kann ich die Datenblätter gerne scannen.

  • Den "CSG Component Data Catalog" von 1981

    Den kenne ich nicht, aber das gleiche von MOS aus 1982 ist im Netz als PDF zu finden. Aus diesem scheinen auch die einzelnen Datenblätter bei 6502,org herauskopiert zu sein.

    Was fehlt dir denn, was die Datenblätter nicht hergeben?

    Naja, "fehlen" ... im Datenblatt des 6510 z. B. steht (so gut wie) nichts über dessen I/O-Ports, wie die aufgebaut sind, was die treiben können usw. Ich sag ja, wenn ich mir ein TTL-Datenblatt ansehe, was da an "Electrical Characteristics", "Absolue Maximum Ratings" und "Dynamic Parameters" rauszulesen ist, das müsste bei einem IC wie dem 6510 dutzende Seiten füllen.


    "Fehlen" tut mir das nicht wirklich - sagen wir, es würde mich interessieren und die Strombelastbarkeit den I/O--Ports hätte ich ganz gerne gewusst. "Sinken" kann er "1 TTL Load" und das sind (über Umwege herauszufinden) 1,6 mA, aber was er "treiben" kann findet sich z. B. nirgends. Und das ist eben sehr mager.


    Wenn das Ding eine Stromquelle, bestehend aus einem FET gegen Vcc, hat (Standard NMOS) ist alles klar, dann passiert nichts. Aber es gab auch schon andere Vermutungen. Und ich würde es halt gerne "wissen". :D

  • Ich vermute, dass MOS die Datenblätter ab und zu aktualisiert hat und dann sind Sammelordner sinnvoller, als feste Bücher. Der Stand der Datenblätter ist 1976.

    Das klingt absolut logisch,vor allem auch für interne Verwendung, da wird man wohl kein Buch drucken, noch dazu dauernd neu. Super Hinweis, danke! :thumbup:

    Wenn das interessant ist, kann ich die Datenblätter gerne scannen.

    Für's erste wäre mir schon mit ein-zwei Fotos von der/den Mappe(n) und der genauen Bezeichnung geholfen. Ich vermute, dass diese Blätter bereits als Scan existieren, vielleicht kannst du es mal mit diesen hier kurz vergleichen:


    http://www.6502.org/documents/datasheets/mos/


    Interessant wäre eben genau so eine Ausgabe wesentlich späteren Datums. Vielleicht lässt sich ja irgendwo so was auftreiben, wenn man die Bezeichnung usw. kennt.

  • Ich seh gerade:

    "Sinken" kann er "1 TTL Load" und das sind (über Umwege herauszufinden) 1,6 mA, aber was er "treiben" kann findet sich z. B. nirgends.

    Er kann pro Pin einen "TTL load" treiben, nicht sinken!



    Ich bin mir ziemlich sicher, wenn die Datenports nennenswert was "sinken" könnten/müssten/würden, stünde das im Datenblatt.

  • Er kann pro Pin einen "TTL load" treiben, nicht sinken!

    "1 TTL Load" Ausgangslast ist per definitionem sinken. Ein TTL-Gatter-Eingang, der auf "H" gelegt wird, "zieht" auf Grund der TTL-Technik keinen Strom. Nur auf Eingängen, die auf GND gelegt werden, fließt ein nennenswerter Strom, und zwar eben "aus dem Eingang heraus" (= "sinken").


    Daher ist die Angabe "drive 1 TTL load" ja genau Mumpitz.


    Oder eben auch nicht, weil dank androSID weiß ich mittlerweile, dass der I/O-Port eine Push-Pull-Stufe ist, daher wird wohl "Treib-Leistung" = "Sink-Leistung" sein. Er kann also 1,6 mA treiben und sinken.

  • Ich vermute, dass diese Blätter bereits als Scan existieren, vielleicht kannst du es mal mit diesen hier kurz vergleichen:


    http://www.6502.org/documents/datasheets/mos/

    Du hast recht, es sind genau die Datenblätter, die auf der Seite schon zu finden sind. Das Format der Ordner ist ungefähr Din A5.


  • Lieben Gruß Torsten


    Meine Spielzeuge
    BFZ MFA, Apple //e, ZX80Core, AX81, ZX81, ZX81NU, Spectrum+, Harlequin, Amstrad NC100, Cambridge Z88, C64, C128D, Amiga 500, Amiga 1200, Atari Portfolio, HP200LX, HP48SX, HP48GX, Accura 101, IBM PC 5155, PS/2 (Model 40SX), TP755c, T20, T41, T61, PS/2E, TI-59,

  • joshy Vielen Dank für deine Mühen! Dann musst du dir die Arbeit mit dem Einscannen wenigstens nicht machen. :D Schöne Mappe übrigens.


    tokablnC64 Danke auch dir erstmal. Den ersten Link hatte ich schon gefunden, beim zweiten kommt auch nicht mehr raus. Leider. :(


    Deshalb ja meine Frage, ob jemand ein Datenbuch kennt, weil online wird sich wohl nichts Neues finden. Sowas wie joshy da in Händen hat, nur neuer wäre der Hit.

  • Lieben Gruß Torsten


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  • Wie kinzi schon schreibt, wäre es natürlich schön, zu wissen. Es kann auch gut sein, dass ein Pin mehr kann als wenn alle gleichzeitig aktiv sind und Strom fließt. Das ist vieles denkbar und davon abhängig, wie die Treiber und Leitungen von Ihrer Stromtragfähigkeit ausgelegt sind.

    Einfach messen lässt sich das auch nicht, da die Messwerte nur eine Momentaufnahme darstellen. Sowas kann für eine Messung gut gehen, aber auf Dauer würde Elektromigration auftreten. Das alles herauszufinden, ist nicht einfach und erfordert viel Zeit und gegebenenfalls auch Material.


    Wahrscheinlich waren die Datenblätter oder technischen Informationen nicht öffentlich zugänglich und wurden vertraulich behandelt.