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Erinnerungen Steinzeit-Selbstbau-PC?

  • Mein erster PC war damals ein XT mit 4,7 Mhz und ohne Festplatte. Hatte 640 KB Speicher und eine Hercules-Grafikkarte mit Monitor. Die erste DOS-Version, an die ich mich erinnere, ist 3.21. Es ist aber möglich, dass ich auch mit früheren Versionen gearbeitet habe. Habe anfangs immer in GWBasic programmiert und später dann in QuickBasic 4.5. Damit konnte man bereits richtig schnellen Code schreiben. Eine Festplatte hatte ich anfangs nicht - immer schön von Diskette booten. :-) Die habe ich erst später nachgerüstet. Ich glaube 20 MB war die groß - die habe ich nie vollbekommen. :-) Später kam dann ein 286er mit 12 Mhz. Ich habe noch unzähligen Zeitschriften aus der Zeit (hauptsächlich PC Plus), wo es immer Listings für die verschiedensten Programmiersprachen gab. Einen C-Compiler hätte ich damals gern gehabt - war aber schwer "zu besorgen" zu der Zeit.

  • Die waren richtig teuer. 700-1000 DM musste man dafür berappen.
    Microsoft C war glaube ich noch teurer.

    Ja, der Preisverfall bei Software allgemein und bei Programmiersprachen und Entwicklungsumgebungen im besonderen ist schon enorm. Heute kann man ja quasi jede Programmiersprache kostenlos bekommen und viele Entwicklungsumgebungen auch (und selbst für Betriebssysteme und Office-Pakete muss man nicht unbedingt Geld ausgeben – ganz legal). Das hat Borland ja besonders schmerzlich zu spüren bekommen.


    Kleiner Exkurs, hier macht sich jemand die Mühe ein paar alte PC-Konzepte gegenüberzustellen.

    Hier ist auch wieder zu sehen, wie sehr dem CGA-Standard unrecht getan wurde und wird. Bei analoger Ausgabe ist das Ergebnis lange nicht so traurig, wie man es (bei digitaler Ausgabe) kennt.

  • Ja, der Preisverfall bei Software allgemein und bei Programmiersprachen und Entwicklungsumgebungen im besonderen ist schon enorm. Heute kann man ja quasi jede Programmiersprache kostenlos bekommen und viele Entwicklungsumgebungen auch (und selbst für Betriebssysteme und Office-Pakete muss man nicht unbedingt Geld ausgeben – ganz legal). Das hat Borland ja besonders schmerzlich zu spüren bekommen.

    Der GCC kam 1987 raus und hat vieles verändert, kam allerdings gerade in der Wintel-Welt spät und nur in der zweiten Reihe zur Geltung. Auf Unix und Amiga wars hingegen recht schnell der Standard-Compiler. Nicht unbedingt unter dem Namen GCC, da gab es viele Anpassungen usw. namens ZC, ACC uswusf. Der GCC alleine war zwar recht nutzlos aber Includes und Bibliotheken gab es ja gottseidank fast immer von den Herstellern gratis oder zumindestens vom grauen Markt. In der Wintel-Welt habe ich GCC glaube ich erst im 21. Jahrhundert selber verwendet...


    Die zahlreichen guten und freien Entwicklertools haben mich auch recht früh in die Unix-Ecke gelockt. In der Uni war es sowieso üblich nur freie Software für die Fortbildung zu verwenden.


    Ich meine vor dem GCC hätten wir auch mit irgendwelchen Gratis-C-Compilern gearbeitet, irgendwelches Zeug aus der BSD-Welt. Und damit meine ich nicht die grottenlahme und sehr fehlerreiche Referenzimplementierung von K&R.


    Hier ist auch wieder zu sehen, wie sehr dem CGA-Standard unrecht getan wurde und wird. Bei analoger Ausgabe ist das Ergebnis lange nicht so traurig, wie man es (bei digitaler Ausgabe) kennt.

    Ich gebs zu, ich kannte nur digitales CGA und die guten Farbgrafiken bei ancientelectrinics haben mich total verblüfft. Ich denke ich werde mich mal einlesen warum analoge CGA-Grafik so gute Farben hat. Scheint wohl so ein "Schmutzeffekt" wie auf dem C64 mit FLI-Grafiken zu sein. CGA ist an mir fast komplett vorbeigegangen, meine einzige "echter" CGA-Rechner waren die Amiga-Sidecar/A2088/A2286-Lösungen und das war natürlich ersten emuliert und zweitens digitale hässliche Farben. Davor hatte ich am IBM5150 Hercules-Grafik und nach dem Amiga überall VGA-Grafik.

  • Die zahlreichen guten und freien Entwicklertools haben mich auch recht früh in die Unix-Ecke gelockt.

    Ich kenne aber auch Leute, die lange Zeit auf dem PC (unter DOS und Windows) professionell entwickelt haben und die Borland und Microsoft einen Tausender nach dem anderen in den Rachen warfen, nur um auf der Plattform entwickeln zu "dürfen".


    Ich denke ich werde mich mal einlesen warum analoge CGA-Grafik so gute Farben hat.

    Ich finde, der 8-Bit-Guy hat das mal sehr gut erklärt:


  • Der GCC kam 1987 raus und hat vieles verändert, kam allerdings gerade in der Wintel-Welt spät und nur in der zweiten Reihe zur Geltung.

    1987 kam dann schon Borlands Turbo-C und Turbo-Pascal. Keine Ahnung, was das offiziell gekostet hat, aber gekauft hat das privat wohl kaum jemand. Das wurde quasi wie Public Domain behandelt, weshalb das dann schnell zum Standard wurde und den Erfolg von Borland begründete.


    Die Borland-Compiler hatte native Unterstützung für alle PC-Grafikstandards und waren auch sonst sehr gut an die PC-Hardware und DOS-Umgebung angepasst (schnelle Bildschirmausgabe usw.) Ausserdem kamen sie als integrierten Umgebung mit Editor.
    Da konnte der GCC (und auch andere Compiler) keinen Stich mehr machen.

  • Ich kenne aber auch Leute, die lange Zeit auf dem PC (unter DOS und Windows) professionell entwickelt haben und die Borland und Microsoft einen Tausender nach dem anderen in den Rachen warfen, nur um auf der Plattform entwickeln zu "dürfen".

    Ich finde, der 8-Bit-Guy hat das mal sehr gut erklärt:


    Dieses Youtube ( PC-Demo 8088MPH ) zeigt z.B. was aus der analogen Cinch-Buchse einer uralten IBM CGA-Grafikkarte so alles grafisch/technisch möglich ist...
    Habe ich auf meinem IBM 5160 + original IBM CGA selbst ausprobiert.



    Ist schon ein extrem optimierter Code, der vermutlich fast nur auf der Originalkiste von IBM läuft...

  • Also ich war einer derjenigen, die Borland ihr Geld nachgeschmissen haben, bevor ich dann zu Linux gewechselt bin. Muss aber zugeben, dass deren Tools die Produktivität so weit gesteigert haben, dass die im professionellen Bereich jeden Cent wert waren. Ich bin von Zorland C umgestiegen, und bis ich da mein Makefile angepasst hatte, hab ich in Turbo C schon 5x compiliert gehabt.