Posts by Crass Spektakel

    Im Prinzip sollte man das Laufwerk mal einem Low-Level-Test unterziehen und das ist unter AmigaOS extrem schwierig, dazu später mehr.


    Mit etwas Glück ist das Laufwerk selbst in Ordnung und nur die Partitionierung ist im Eimer. Das erste Werkzeug ist die bei AmigaOS enthaltene grafische HDToolbox. Damit kann man den Bus / die Busse nach Laufwerken scannen was man aber explizit anfordern muß. Frag nicht wie, war irgend ein Knopf "Read Geometry" oder "Scan Bus" oder so. Dann sieht man wie die einzelnen Devices an der xtbus.library (0-1) und scsi.library (0-7) durchprobiert werden. Wird hier nichts gefunden hat man einen Briefbeschwerer.


    Wird hier etwas gefunden kann kann ggf alte Partitionen löschen und neue anlegen. Fürs Booten war es imho wichtig oder wenigstens ratsam ein Filesystem-Handler, z.B. ein möglichst aktuelles L:fastfilesystem-handler in den Rigid-Disk-Block = Boot Block zu schreiben. Praktischerweise kann sowohl HDToolbox als auch der normale Format-Befehl nach Bad-Sectors suchen und die gefundenen Treffer in eine Datei schreiben.


    Ich gehe aber davon aus daß das Laufwerk schlicht im Eimer ist. Gerade die Quantums verdauen lange Standzeiten sehr schlecht, hier sind alle vergammelt. Ein Low-Level-Test am PC ist sinnvoll, mit Low-Level-Tools vom Hersteller ein Low-Level-Format / Low-Level-Diagnose machen und auf Fehlermeldungen achten oder unter Linux mittels dd das Laufwerk komplett durchlesen - letzteres geht zur Not ja auch mit Linux direkt auf dem Amiga aber Spaß macht das nicht. Oder mal im Aminet nach Gnu-Tools suchen, da müßte dd auch drin sein - habe ich nie direkt auf meinem Amiga verwendet aber müßte gehen.


    Ersatz-SCSI-Laufwerke bekommt man auf Ebay für wenige Euro. An meinem Amiga 1000 hängt ein hochwertiges Server-4GB-7200rpm-Laufwerk und am 3000er zwei hochwertiges Server-9GB-10000rpm-Laufwerke, zusammen keine 10 Euro wert. Ein Umstieg auf Flash ist sicher langfristig sinnvoll aber imho ist das ein Stilbruch :-)


    Nettes Bonmot am Rande, das alte CBM-Fastfilesystem kann nur Partitionen bis 2GB nutzen. Es gibt Patches/Neuimplementierungen aber da muß man sich einarbeiten. https://www.amigawiki.org/doku…system:filesystems_limits - ich war faul, mein Amiga 1000 ist in zwei 2GB-FFS-Partitionen unterteilt und mein Amiga 3000 hat auf jeder Platte je zwei 2GB-FFS-Partitionen und eine 5GB-Linux-RAID1-PArtition - alles zu 90-95% leer - 18GB Plattenplatz bekommt man unter AmigaOS sowieso kaum voll :-)

    Ja, der Preisverfall bei Software allgemein und bei Programmiersprachen und Entwicklungsumgebungen im besonderen ist schon enorm. Heute kann man ja quasi jede Programmiersprache kostenlos bekommen und viele Entwicklungsumgebungen auch (und selbst für Betriebssysteme und Office-Pakete muss man nicht unbedingt Geld ausgeben – ganz legal). Das hat Borland ja besonders schmerzlich zu spüren bekommen.

    Der GCC kam 1987 raus und hat vieles verändert, kam allerdings gerade in der Wintel-Welt spät und nur in der zweiten Reihe zur Geltung. Auf Unix und Amiga wars hingegen recht schnell der Standard-Compiler. Nicht unbedingt unter dem Namen GCC, da gab es viele Anpassungen usw. namens ZC, ACC uswusf. Der GCC alleine war zwar recht nutzlos aber Includes und Bibliotheken gab es ja gottseidank fast immer von den Herstellern gratis oder zumindestens vom grauen Markt. In der Wintel-Welt habe ich GCC glaube ich erst im 21. Jahrhundert selber verwendet...


    Die zahlreichen guten und freien Entwicklertools haben mich auch recht früh in die Unix-Ecke gelockt. In der Uni war es sowieso üblich nur freie Software für die Fortbildung zu verwenden.


    Ich meine vor dem GCC hätten wir auch mit irgendwelchen Gratis-C-Compilern gearbeitet, irgendwelches Zeug aus der BSD-Welt. Und damit meine ich nicht die grottenlahme und sehr fehlerreiche Referenzimplementierung von K&R.


    Hier ist auch wieder zu sehen, wie sehr dem CGA-Standard unrecht getan wurde und wird. Bei analoger Ausgabe ist das Ergebnis lange nicht so traurig, wie man es (bei digitaler Ausgabe) kennt.

    Ich gebs zu, ich kannte nur digitales CGA und die guten Farbgrafiken bei ancientelectrinics haben mich total verblüfft. Ich denke ich werde mich mal einlesen warum analoge CGA-Grafik so gute Farben hat. Scheint wohl so ein "Schmutzeffekt" wie auf dem C64 mit FLI-Grafiken zu sein. CGA ist an mir fast komplett vorbeigegangen, meine einzige "echter" CGA-Rechner waren die Amiga-Sidecar/A2088/A2286-Lösungen und das war natürlich ersten emuliert und zweitens digitale hässliche Farben. Davor hatte ich am IBM5150 Hercules-Grafik und nach dem Amiga überall VGA-Grafik.

    War aber natürlich damals schweineteuer. Für den Hausgebrauch, wo man keine Rechteverwaltung benötigt, war Kirschbaum-NETZ eine echte Alternative. Damit konnte man einfach Verzeichnisse von Rechnern aus dem Netz mounten, nicht mehr und nicht weniger. Ob das auf einem 286'er lief, weiß ich allerdings nicht. Die Homepage gibt es zwar noch (steinalt mit DM-Preisen), aber zur alten Version 1.53 verrät es leider nicht die Mindestanforderungen: https://www.pos-ware.de/produkte/kirschb.htmDie 1.53 kostete DM 99, was für PC-Verhältnisse damals günstig war.

    Kirschbaum war spätestens mit neueren DRDOS/OpenDOS-Versionen völlig obsolet. In DRDOS/OpenDOS sind restlos alle Komponenten für ein Novell IPX Peer to Peer Netzwerk enthalten und das gibt es schon über 15 Jahre sogar kostenlos zum runterladen. Ich hab das sogar auf einem 8088-Rechner mit 256kByte RAM genutzt - der hatte nach dem Booten mit Maustreiber, Netzwerk und sonstigem Kleinkram zwar nur noch 140kByte frei aber damit konnte man auch noch einiges anstellen.


    Ist es in den 32-Bit-Versionen nicht immer noch drin? Und in 64-Bit-Windows generell nicht? Schon XP x64 konnte jedenfalls weder DOS- noch 16-Bit-Windows-Programme.

    Schön daß Du diese Frage stellst denn das Thema ist sehr interessant:


    Seit Windows 8.0 wird bei KEINEM Windows ein Win16-API automatisch installiert...


    Für Windows 64Bit gibt es auch keine direkte Win16-API - aber da gibt es Ausnahmen: XP 64Bit kann man mittels einiger uralter Microsoft-Erweiterungen auf Win16 aufrüsten allerdings ist das unsupported und unstable. Und auf Windows 10 64 Bit kann man mittels der integrierten Virtual-Machine einfach ein altes Windows-32Bit und darin Win16 installieren. Aber Obacht, man hat anschliessend schlicht zwei getrennte Systeme auf der Platte und das Setup läd wirklich knallhart zig Gigabytes z.B. für Windows 7 auf die Platte.


    Bei Windows 32Bit ist mit Windows 8 das 16Bit-System ebenfalls geflogen. aber man kann die gesamte Win16-Ebene schlicht nachinstallieren: https://www.groovypost.com/how…ation-support-windows-10/ - das ist sogar fully supported.


    Was man mit einem 286'er mit 25 MHz machen kann hängt sicher auch viel von der sonstigen Ausstattung ab.
    Mit 16 MB Hauptspeicher geht schon eine Menge und eine höhere Taktrate ist vielleicht auch noch drin. Auf diese Art und Weise kann man mit dem Gerät sicher jede Menge machen. Selbst die Einbindung ins Netzwerk sollte keine große Hürde darstellen.

    Ein 286er kann nur insgesamt 16MB Speicher addressieren und das kann nicht alles RAM sein weil rund 1-2MB von anderen Dingen belegt werden. Imho konnten die meisten 286er Chipsets nur 1-4MB RAM nutzen, ein paar Server mit 8MB habe ich zumindestens mal in Zeitschriften gesehen. Von einem 286er mit mehr als 8MB RAM habe ich nie gehört (EMS-LIM mal ausgeschlossen, das war ja kein direkt addressierbarer Speicher).

    Ihr denkt alle viel zu kompliziert ;-) KISS - Keep It Simple Stupid.


    Mit SLIP und CSLIP existriert ein Layer2-Protokoll für RS232 was alle bietet was ihr braucht. Für Win95 gibt es viele How-Tos und Tricks und ähnlich sollte es bis Windows 10 klappen. CSLIP ist theoretisch etwas performanter, SLIP aber problemloser. Wenn beide Rechner über eine serielle Schnittstelle auf 16550-Basis verfügen kann man problemlos mit 115200bps arbeiten. Bei einem 16450 muss man eventuell runterregeln bis auf 9600bps. Einfach mal probieren. Letztlich kann man damit ALLE normalen Dienste verwenden, d.h. SMB, HTTP, telnet, DNS uswusf - eventuell muss man auf dem Gateway noch Routing per Hand einrichten, Tante Google weis mehr. Für reine Dateitransfers reicht es aber ganz ohne Routing einfach den anderen Rechner mittels \\\1.2.3.4\Freigabe anzusprechen.


    Nur eins ist ärgerlich: Die Datenrate von einer 115200bps-Verbindung wird von SMB/TCP/IP schlecht genutzt. Bestenfalls kommen 7-8kByte/s an.


    Wenn man also grosse Datenmengen transferieren will greift man zu TwinExpress. Das ist eine uralte Low-Level-Hacking-Software um Dateien zwischen PC und Amiga über RS232 auszutauschen die locker mal mit 1-8MBit (!!!) arbeitet. Zwischen zwei 286ern habe ich mit 8MBit/s Daten transferiert und zwischen Amiga und PC mit 2MBit. Das ganze bedient sich zwar sehr rustikal ist aber auch selbsterklärend. Link weil man es heute schwer findet: https://www.arnosoft.de/Code/T…Amiga-PC.htm#Twin_Express und ev. auch Aminet.

    PC Geos läuft auf einem 286er.
    Damit konnte man schon tolle Sachen machen, trotz der geringen Rechenpower.
    Ein komplettes Office-Paket mit GUI und Maus-Bedienung.

    Gute Idee, Windows 3.1 läuft übrigens auch auf 286ern und das durchaus flott und mit einem beachtlichem Software-Pool. Viel Software gibt es direkt für Win16-API und noch mehr kann man selber einfach kompilieren, z.B. Dillo als Browser, Putty, Xming (zumindestens eine alte Version) uswusf... Das Win16-API wurde übrigens von Windows 1.0 (1983) bis Windows XP (EOL 2014) offiziell unterstützt und in diesen 30 Jahren gab es wirklich eine Menge Software dafür.


    Mit einigen alten MOD-Playern konnte man sogar recht gut MOD- und SID-Musik abspielen während man arbeitete. MP3 kann man natürlich vergessen. Könnte WinAMP gewesen sein, es gab aber sehr früh auch andere für Windows.


    Auch sehr empfehlenswert: Alte PC-Demos z.B. von pouet.net und weils bisher sonst keiner gesagt hat: Flugsimulator von Sublogic und Microsoft ;-)

    EMS gibt es auch für 286er. Kommt halt darauf an, was für einen Chipsatz du hast.
    Ansonsten ist F1GP schon ein guter Ansatz und das Teil auszulasten. Mit texturierter Strecker dürfte der ganz schön in die knie gehen.

    Das bestätige ich aus eigener Erfahrung. Für viele modernere 286er Chipsets gibt es passende EMS-Treiber und ein 286@25Mhz ist schon sehr modern. Bei mir lief EMS auf einer ganzen Reihe von XTs und ATs mittels Spezialtreiber und/oder Spezialhardware - EMS kann man sogar auf XTs nutzen, dann allerdings nur in Form dedizierter EMS-Erweiterungskarten.


    Im Prinzip war EMS am Anfang eine recht lahme API um Speicherbereiche aus dem normalem RAM auszutauschen. Angeblich lief das über Bankswitching aber die ersten Karten machten das ganz stupide über Polling mit Datenraten von 20-50kByte/s. Immerhin, es gab sogar EMS welches auf Plattenlaufwerken lief - das war zwar kein Swapping im heutigen Sinn aber fühlte sich entfernt ähnlich an - es war vor allen Dingen richtig lahm, teils klapperte sich die Harddisk kaputt und wuppte trotzdem nur 2-5k/s - und wenns ganz lustig sein sollte machte man das mit Floppy mit Datenraten dass man mit Tippen schneller war. Mit den Public Releases 3.0 bis 4.2 wurden dann viele Erweiterungen festgeschrieben so dass man echten Speicher und echtes Bankswitching verwenden mußte und auf einmal war das ziemlich flott und zuverlässig. Die Bankswitching-Technik brachten dedizierte EMS-karten natürlich mit, normale XT- und AT-Boards hatten das nicht im Chipset. Aber ab der Generation NEAT-286 hatten alle neuen Chipsets das ganze direkt implementiert. Ich schätze die meisten 286er Chipsets können das und ich meinte es gab auch ein paar wenige XT-Chipsets mit der Funktionalität. Teils langsamer aber meistens sogar schneller als dedizierte Karten. Natürlich brauchte man immer einen absolut angepassten Treiber, der nannte sich mal emmneat.sys oder pcemm.sys oder emmhd.sys uswusf. Beim 386er konnte die MMU/Speicherverwaltung das nochmals besser, dann war das Thema erledigt weil das sowieso in jeder CPU steckte und man nur noch einen einzigen generischen emm386.sys brauchte.

    Die PCs haben überlebt und sich sogar durchgesetzt, der Amiga nicht. Weil die User alle so doof sind? :gruebel

    Lies nochmal ganz genau: Wer kauft sich 1986 einen PC10 für 2800 Mark wenn ein Amiga 1000 für 1950 Mark zu haben ist? Dass die Brot-und-Butter-Amigas sich im Kern von 1985 bis 1992 nicht weiterentwickelten steht ja wieder auf einem anderem Blatt. Und dass 1991 ein 386DX40+ET4000 einem Amiga 2000 bei recht ähnlichem Preis überlegen war bestreitet auch keiner. Ich wills auch nicht vertiefen, die Gründe für das Ableben von CBM sind hier total offtopic und andernorts schon genügend oft durchgekaut worden.


    Ich behaupte mal dass die Implementierung eines 8088-Systems kaum anders und sicher nicht komplexer als ein 6502- oder Z80-System war. Um so verwunderter bin ich dass ich immer noch garnichts zum Thema Selbstbau-PC in den 1980ern gefunden habe. Dass es in den frühen 1980ern nix gab akzeptiere ich inzwischen. Aber auch in den späten habe ich auf die Schnelle nichts konkretes finden können. Meine c't-Archive beginnen auch erst 1989 und sind im Stapel gaaanz unten, bleibt also noch mein c't-ROM-Archiv und das liegt gottseidank ab 1990 auf meinem Fileserver :-) da werde ich mal für 1990 schmöckern - ausser die haben da die Anzeigen entfernt, das wäre natürlich doof.


    Edit: Natürlich sind im c't-Archiv keine Anzeigen enthalten. Also gehe ich später mal mit grosser Schaufel mein Archiv umgraben...

    So, neue Infos... beim Aufräumen alter Comic-Hefte bin ich über eine falsch einsortiers 64er Magazin 1986-12 gestolpert. Und dort habe ich einige Preise für Fertigsysteme gefunden aber praktisch keine PC-Komponenten.


    Nota Bene, in diesem Heft gab es wohl Tests von 10 EPROM-Brennern und 10 Centronics-Interfaces. Ich kann mich garnicht erinnern dass das mal relevant war...


    Syndrom bot folgendes an:
    PC10 2798DM
    PC10 mit Platte 3898M
    PC20 4389DM
    Amiga 1000 mit 512kByte 1948DM
    VC64 479DM


    HEWY:
    AT 3999DM
    XT 2x360k Floppy, 640k RAM, TTL-Monitor, DOS 1699DM
    Schneider PC1512 512k RAM, Mono-Monitor, 1x360k Laufwerk 1999DM
    Joyce PCW 8256 1799DM


    PUG:
    PC 10-II 640k RAM, 2x360k Floppy, AGA-Karte, Monitor, Tastatur, MS-DOS, GW-Basic 2888
    mit 20MB HD 3999DM


    Geisler:
    ein paar PC-Komponenten z.B. HD, Multi-IO, RAM-Erweiterungen zu zeitgemässen Preisen
    GPC-20-II-XT, 256k RAM, 20MB HD, Monitor, Tastatur 2499DM


    Der Amiga 1000 wurde recht oft angeboten für rund 1950DM mit 512kByte.


    Soooo.... Resüme... Ende 1986 gab es sogar in Fachfremden Magazinen wie dem 64er Magzin ein paar PC-Angebote. Aber bis auf den Geisler-PC waren alle PCs ziemlich überteuert und Bastler werden garnicht angesprochen. Wer bitte ist so doof und kauft sich einen PC10 mit 4,77Mhz für 2800DM wenn er einen Amiga 1000 für 1950DM haben kann? Auch Geräte wie Joyce oder Schneider-PC waren technisch absolute Witzfiguren und knackig teuer.


    Überhaupt bin ich überrascht wie günstig man damals an den Amiga rankam. Der einzige preisliche Konkurrenz ist ein C64. Und mit Floppy, Maus, Geos und ein paar kleinen Tools wie Final Cadrige kam der auch schon auf 1300DM. Da wars zum Amiga für 1950 nicht mehr weit. Preislich dazwischen lag der C128D für 1298DM. Noch Maus, Geos und Final Catridge dazu und man kam mit 1600DM auch schon wieder verdammt nah an den Amiga 1000.


    Und was mich aus heutiger Sicht ziemlich wundert, dass CBM nie den logischen Schritt gegangen ist die Floppy der 8Bit-Computer serienmässig direkt im Computer einzubauen UND sich die Ansteuerungslogik zu ersparen. Wer hat denn 1985 ersthaft einen C64 mit Kassette verwendet? Das wäre imho problemlos über die interne CPU und einen zusätzlichen IO-Chip für wenige Cent gegangen und hätte die Combo C64+Floppy locker 100-200DM ghünstiger gemacht. Aber naja, CBM und Logik...


    Insofern wundert es mich nicht dass C64 und Amiga bis zur unnötigen CBM-Pleite den Markt beherrschten. Frech gesagt waren PCs erst interessant als die CBM-Geräte vom Markt waren.


    Das Ding hatte ab Werk DRAM-ICs huckepack(!) auf die im Board eingelöteten 1:1 draufgesetzt, um den Speicher zu verdoppeln. Keine Ahnung, wie IBM das gemacht hat, da war nichts gefädelt oder so - ich vermute, da wurde extra ein spezielles IC mit anderem Pinout dafür entwickelt. Leider habe ich das Board recht bald entsorgt, weil ich ein anderes, schnelleres, besseres :D bekam. Heute würde mich z. B. das Thema mit den Huckepack-DRAMs brennend interessieren.

    Stimmt, Huckepack-Lösungen waren damals ja des Bastlers liebste Geheimwaffe... Viele Rechner mit einfacher Speicherarchitektur konnte man damals auf diese Art sehr einfach erwitern, z.B. IBM-PC, VC20, PET, Atari ST - interessanterweise aber NICHT den Amiga der da oft querschoss, zumindestens beim Chipram. Beim C64 wiederum ging das auch aber war halt nur mit gesonderter Bankswitiching-Hard- und Software zu irgendwas gut und total inkompatibel.


    Ich kann mich noch an einen Artikel im 68000er Magazin erinnnern bei dem ein 256kByte-AtariST mit vierfach-Huckepack auf 1MB erweitert wurde. In einigen frühen CP/M-Selbstbau-Maschinen habe ich noch tolldreistere Konstruktionen gesehen aber nie selber damit zu tun gehabt.


    Üblicherweise wurde ja ein Adresspin am Sockel vorbei mit den CPU-Adresspins verknödelt. Leicht zu erkennen an Fädeldraht und ein paar Bauteilen an jedem RAM-IC. Aber manchmal hatte der RAM-Sockel und die RAMs mehr Pins als man eigentlich für die konkrete Speichergrösse benötigte. Dann konnte man einfach mehrere aufeinander löten und mußte nur einen Pin innerhalb des Turms anders anschliessen. Hat man sauber gearbeitet konnte man das von aussen nicht sehen.

    Da muss ich mal eine zwischenfrage stellen:


    Warum war Speicher damals so unbeschreiblich teuer? Lag es an der Fertigungsweise, oder gab es damals nur eine Hand voll Firmen, welche überhaupt "in der Lage" waren Speicher herzustellen?

    Beispiel: Ein PET 2001 hatte 8kByte RAM die sich auf 16 Bausteine zu je 4096 Bit = 512 Byte verteilten. Für die 64kByte eines C64 hätte man mit diesen Bauteilen rund 128 RAM-Chips gebraucht. Bzw eigentlich 129 wegen Farb-RAM. Nicht zu vergessen 16 Bohrungen pro Chip. Daher ist es nicht verwunderlich dass Anfang der 1980er RAM einen grossen Kostenfaktor darstellte. Trotzdem muss man sagen dass die RAM-Preise von teilweise 800-2000 Mark pro 64kByte oft einfach Nepp waren. Oder anders gesagt, dumme Kunden sind die besten Kunden.


    Ausserdem gab es eklatante Schweinezyklen, eigentlich sogar mehr als heute weil teilweise schon Lagerbestände eines einzigen Großhändlers den ganzen Markt eine Woche Achterbahn bescherrte. Wenn man alten, langsamen Speicher verwenden konnte (d.h. viele kleine statt wenigen grossen Chips) konnte man nochmal kräftig sparen, hatte aber im Gegenzug eine riesige Platine mit vielen Bohrungen, Sockeln und mehr Arbeit. Kleinserien von Nieschenherstellern hatten anfang der Achtziger noch den Nachteil daß es keinen Spotmarkt gab und Komponenten dann eben bei Apotheken kaufen mußten. Dicke Fische hingegen hatten Lieferveträge und gute Konditionen. Auch wenn es einige nicht gerne hören, CBM war damals nach Stückzahlen ein richtig dicker Fisch während viele "Systemhäuser" pro Jahr weniger RAM umsetzen als der Mediamarkt München-West an einem lebhaften Wochenende. Natürlich hatten grosse Minicomputer vier oder achmal mehr RAM als ein C64 aber welche Mikrocomputer erreichte auch nur 1% der Stückzahlen des C64? Eben, und darum hatte CBM ziemlich gute Konditionen. (Erklärung: Früher gab es zwischen Mikrocomputern wie C64, PC und Amiga und Großrechnern wie Cray und IBM noch die Minicomputer die "nur" ein halbes Rack belegten. Als Begriff ist das heute wohl fast ausgestorben).


    Der C64 war für seinen gigantischen Speicher ausgesprochen günstig. In der Minicomputer-, CP/M- und Apple-Welt zahle man üblicherweise mehr für 32kByte rohe RAM-Chips als für einen kompletten C64. In einer alten Usenet-Legende wird von einem Systemhaus berichtet das sich palettenweise C64 besorgte und dort das RAM ausbaute um es in eigenen Rechnern zu verbauen weil das immer noch billiger war als das RAM am freien Markt zu erwerben. Wäre mal was für die Mythbusters ;-)

    Genial war doch der Victor Sirius mit seiner variablen Umdrehungsgeschwindigkeit.

    Oja, ja das Floppy-Format-Chaos hatten die ersten PCs aus der CP/M-Werlt geerbt. Ich habe heute noch Albträume wenn man da mal Daten tauschen wollte... ich habe gefühlt 10mal als junger Hiwi kleine Transferprogramme eingetippt um Daten über RS232 zu tauschen. Denn alles andere war Chaos.


    Mein Highlight war der Sharp MZ-6500. Der hatte ein MS-DOS-kompatibles Multitasking-Betriebssystem EOS-16 (ähnlich Concurrent-CP/M) und konnte gleichzeitig MS-DOS, CP/M-86 und CP/M-80 Programme ausführen. Das war der perfekte Übergang von CP/M nach MS-DOS. Ausserdem hatte das Teil VGA-Grafik-Auflösung als bei den PCs noch CGA-Grafik Standard war.


    Jetzt wo Du es sagst... in den Anzeigen für Mondpreis-CP/M-Maschinen CP-1983-1 habe ich auch davon gelesen. Das würde die teils astronomischen Preise erklären. Nciht unbedingt rechtfertigen aber erklären.


    In CP-1983-12 wurde von einer Messe berichtet auf der neben "revolutionären Koffercomputern" (also Notebooks mit 30kg) auch flexible Allround-Computer erwähnt wurden die mit mehreren verschiedenen CPUs kamen, z.B. 6502, Z80, 68000 auf einmal. Angeblich sollte das die Umstellung auf neue Technik vereinfachen aber aus heutiger Sicht wirkt das schlicht albern und dürfte ausser technikfremden Großkopferten sinnlos erscheinen - die Dinger haben zwar verschiedee CPUs aber trotzdem läuft darauf keine C64- oder Sun-Software... Diesbezüglich habe ich auch den einzigen genial-aufschlussreichen Artikel gelesen, das war eine Kommentarrubrik mit dem Namen "Schlagseite" und watschte diese Wolperdinger-Computer ziemlich ab: "Wozu einen Rechner kaufen der die Fähigkeiten von drei Rechnern schlecht vereint wenn man fürs halbe Geld drei klassische Einzelrechner bekommt die sogar zu irgendetwas kompatibel sind"...


    Nach dem Studium der CP-Archive von 1983 verstärkt sich mein Eindruck dass zwischen 1980 und 1985 jeden zweiten Tag eine planlose neue Architektur erschien die zu nix kompatibel war und binnen Wochen restlos aus der Geschichte verschwunden ist. Wer hat sich denn den ganzen Experimental-Quatsch damals ernsthaft gekauft? Wirklich Hand und Fuß hatten nur Produkte von einem halben Dutzend Hersteller, der Rest war schon vor der Produktion reif für die Deponioe.

    So, ich komme gerade aus dem Keller zurück. Gaanz hinten habe ich meine alten Computerzeitschriften gelagert. Und wie es der Zufall will lag ein Sammelordner Computer Persönlich Jahrgang 1983 obenauf. Weiter habe ich nicht gesucht weil ich dafür entweder einen Gabelstapler, eine archäoligische Ausgrabung oder Dynamit gebraucht hätte.


    Meine Güte ist das eine depremierende Zeitschrift. Wieso ist Markt und Technik nicht schon 1982 pleite gegangen? Das ist ja unterträglicher Quatsch und Mist und Scheiss. Aber immerhin, es kommt ein wenig Licht ins Dunkel:


    Ausgabe 1983-1: Erster grosser Vergleich des brandneuen IBM-PC mit etablierten 16Bit-Systemen. Im Prinzip ein stumpfsinniger Vergleich zwischen Sirius-I und IBM 5150 der um haaresbreite an jeder nützlichen Information vorbeischramt. So wird festgestellt dass beide mit einem Betriebssystem kommen. Was die können und welche Soft- und Hardware es dafür gibt wird nicht erwähnt. Dafür wird lange darüber berichtet daß bei einem Computer das Tastaturkabel sich aufrollt und beim anderen nicht. Wer den ersten Abschnitt bei Wikipedia über MSDOS gelesen hat ist zehnmal schlauer. In der Werbung werden viele komplette CP/M-Computer zu absurden Mondpreisen beworben (z.B. ein 64kByte Bildschirm-Arbeitsplatz mit CP/M, Floppy, Monitor und Drucker bis 30.000 DM). Bei den Kleinanzeigen findet man einige günstige CP/M-Komponentenanbieter - ich hab mir im Kopf ein brauchbares 32k-CP/M-System für 3000DM zusammengestellt. Insgesamt hat man den Eindruck dass hier keinerlei Wettbewerb sondern nur Idiotenabzocke ausserhalb der Bastlerecke stattfindet.


    Ausgabe 1983-12: Kein einziger Artikel der irgendwie mit MSDOS zu tun hat. Auch CP/M wird nur nebenbei in oberflächlichen Artikeln und ausufernd-inhaltsleerem Buzzwordbingo angesprochen. Es werden ein paar brauchbare Büroanwendungen zu Mörderpreisen getestet aber das Gro der brauchbaren Artikel befaßt sich mit CBM-Zeug. In der Werbung habe ich für den PC sehr wenig gefunden, eine Werbung für eine PC-Multi-IO-Karte, zwei Kleinstanzeigen für Software und eine Anzeige in der verschiedene IBM Komplett-PCs für 8000-12.000DM verkauft wurden. Es gab noch ein paar Anzeigen rund um CBM-Geräte, meistens C64 und CBM8000, alles recht günstig, ein wenig Sinclair-Zeug und ein paar CP/M-Komplettsysteme für bis zu 5.000DM. Man hat fast den Eindruck die ganzen Blender und Wucherer wurden aus der Stadt gejagt. Die Bastler aber großteils auch. Die meisten Anzeigen machen nur für eine Handvoll Produkte Werbung so nach dem Motto "C64 700DM, Floppy 800DM, Vizawrite 200DM, Tel 12345 ruf mich an, Ende Werbung".
    Aber jetzt die Überraschung: Gefühlte 50 Anzeigen rund um Apple2-Nachbauten. Platinen, CPUs, Massenspeicher-Kontroller, EPROM-Brenner, EPROM-Umschaltbanken, verschiedene CPU-Boards für diese Apple-Nachbauten mit 68000, Z80 und 8088-CPUs, Grafikkarten uswusf.... manche Anbieter hatten über 100 Artikel rund um Apple2-Nachbauten im Angebot - ich habs mal im Kopf überschlagen, ein einfacher Clone war für 1200DM machbar und dann etwas schlechter als ein C64. Aber man konnte problemlos auf der gleichen Basis einen Rechner für 10.000DM zusammenstellen der fast an einen Amiga1200 rankam, zumindestens nach technischen Spezifikationen. Und das 1983. Inwiefern ein Aplpe2-Clone mit Zusatz-68010@12Mhz irgendwie praktisch genutzt werden konnte ist mir allerdings völlig unklar.


    Fazit: Der PC spielte 1983 absolut überhauptkeine Rolle. CP/M fiel binnen eines Jahres aus himmlischer Hochpreispolitik auf die verbrannte Erde der Commodore-Dumping-Produktpalette. Wer basteln wollte tat das auf Basis von Apple2-Clonen. Ganz ehrlich, hätte Apple damals sein System lizensiert wäre der PC nie über das Model 5150 rausgekommen.

    Die Quelle war eine entweder tief im Keller eingemottete oder entsorgte Fachzeitschrift aus dieser Zeit. Ich kann mich erinnern dass es keine der bekannten (Elrad, computer persönlich usw) und dass sie als Format gefaltet wie eine Tageszeitung daherkam, d.h. riesige Seiten und zigfach gefaltet.


    Ich mache mal eine Mischung aus Erinnern, Vermuten und Brainstorming:


    Es gab damals Rechner die zwar MSDOS-kompatibel aber nicht IBM-kompatibel waren. Zum Teil stammen diese Rechner sogar aus der Zeit vor dem IBM5150 und MSDOS und wurden ursprünglich mit CP/M geliefert das ja auch recht gut auf x86 lief. Für MSDOS und CP/M brauchte man aber IMMER Massenspeicher mit Sektoren - behaupte ich mal, ich habs nie anders erlebt und denke daß das technisch nicht anders geht - also Disketten, Platten oder Flash - von HP und Atari kenne ich einige Rechner ohne mechanische Laufwerke bei denen MSDOS komplett im ROM auf einem simuliertem "ROM-Laufwerk" saß. Bei HP gab es sogar alternativ CP/M und HPUX 2 in diesem ROM. Imho war das Zeug so inkompatibel wie sonstwas. Die damals verwendeten MSDOS-Versionen mußten dann im Kern an die Zielplattform angepaßt werden und hatten einige andere Limits als IBM-kompatible, z.B. gab es einige Osborns und Sirius-Systeme die statt 640k-Limit andere Limits hatten (512, 704, 768 sind mir bekannt) oder statt MBR+FAT12 irgendwelche anderen Formate nutzten. Interessanterweise zählen da später einge CBM-8088-Rechner dazu die einen VIC2 für die Grafik und einen SID für den Sound verwendeten, imho der B256 bzw. einige CBM-600-Varianten. Es gab die tollsten Bastarde, nix war wirklich genormt oder nennenswert kompatibel und Do-it-Yourself-PCs bekam man nur mit Ätzbad und Lötkolben. Das ist die Zeit vor 1983, die habe ich noch minimal in Erinnerung und dieses Chaos war für mich damals auch der Grund von MSDOS erstmal die Finger zu lassen.


    Ich kann mich dunkel, sehr, sehr dunkel an Anzeigen aus 1984 und 1985 für einzelne PC-Komponenten erinnern. Allerdings auf einem geradezu deprimierend Niveau: Entweder Pfusch oder teuer oder keine Auswahl. Aus dieser Zeit kann ich mich an Notlösungen erinnern wie "Obst-Kiste als PC-Gehäuse" oder "C64 über Adapter als PC-Tastatur" oder "C64-Datasette über Adapter als PC-Kassettenlaufwerk". Auch diese Zeit war so deprimierend dass sie zuverlässig vom PC abgeschreckt hat. Und an dieser Stelle fällt mir gerade ein dass ich aus dieser Zeit zumindestens noch eine Handvoll Elrads, CPs und Happy Computer rumliegen have - da müßte man ja eigentlich was finden.


    Fast alles was ich am PC bis 1985 gesehen habe kann man so zusammenfassen: Monochromer Textmodus mit lahmer BIOS-Textausgabe sowie Laufwerke A, B, C - das war praktisch alles was genormt war. Gerade die Textausgabe auf alten PCs war zum heulen: da grafisch absolut keine Standards existierten konnte man nicht mal eben in den Bildschirmspeicher schreiben und damit war der kleinste gemeinsame Nenner die Textausgabe über BIOS- und MSDOS-Routinen. Die war aber eklatant doof und ineffizient gelöst: Im Prinzip wurden einzelne Buchstaben per INT-Aufruf übergeben und dann ausgeben. Gefühlt waren sogar viele Terminals mit 9600bps massiv schneller, selbst das Auflisten eines Verzeichnisses mit 20 Dateien dauerte da gerne mal mehrere Sekunden. Erst viel später wurde stärker an der Hardware entwickelt was die Leistung explodieren lies.

    Neulich haben wir uns am Stammtisch über alte Computer unterhalten und dabei festgestellt dass wir alle restlos die Zeit verpasst haben in der man sehr frühe MSDOS-PCs selbst baute. Kurz zum Hintergrund, die meisten von uns kommen aus der CP/M- und CBM-Ecke, uns waren bis etwa 1987 MSDOS-PCs komplett egal und danach waren sie nur dumpfe Arbeitspferde neben dem Amiga. Zu meiner Überraschung war ich trotz lausiger Erfahrung "der King" weil ich um 1986 einen leicht defekten IBM PC 5150 am Flohmarkt erworben und zum Laufen gebracht hatte. D.h. wirklich der Urvater von IBM, 128kByte RAM, ROM-Basic(!), ein 180kByte Floppy-Laufwerk und keine MSDOS-Diskette. Schaltete man das Gerät ein suchte die Floppy nach einem Bootmedium und wenn nichts gefunden wurde landete man im typischem Microsoft-Basic wo man als CBM-User prima zurechtkam. Erst im folgenden Jahr wurde das Ding durch weitere Schnäppchenkäufe lauffähig (nämlich Hercules-Monitor, Tastatur und DOS-Bootdisk) aber RAM und Krüppel-Floppy blieben so bis 1992 als ich mich erstmals ernsthaft mit PCs befasste und den Oldie auf 640kByte, 2x360k-Floppy, 10MBit-Ethernet, 20MB Harddisk und VGA aufrüstete.


    Aus alten Computerzeitschriften konnte ich herauslesen dass es auch schon 1982 bis 1985 eine rege Selbstbau-Szene gab die sich aus einzelnen PC-Komponenten komplette MSDOS-PCs baute. Im genannten Beispiel ging es um einen 8088 mit mässiger IBM-kompatibilität der mit 64kByte RAM und Kassettenlaufwerk aber ohne Gehäuse für 400DM Ende 1983 im Eigenbau machbar war. Logischerweise gab es ohne Floppy keine MSDOS-Kompatibilität und die IBM-Kompatibilität war eher bescheiden. Was man damit machen konnte ist mir ein Rätsel. Darüber hinaus habe ich nur sehr wenige brauchbare Unterlagen und Beispiele gefunden und frage daher mal in die Runde:


    Wer hat sich denn in der echten MSDOS-Steinzeit selber einen PC gebaut?
    Welche Komponenten?
    Welche Hersteller?
    Welche Preise?
    Welche Software?
    Wo kann man mehr nachlesen?

    Kleiner Exkurs, Typenrad-DRUCKER waren in der Tat eher selten.


    Aber gefühlt die bessere Hälfte aller elektrischen Typenrad-SCHREIBMASCHINEN konnte man mittels RS232 am PC nutzen. Ich kann mich noch an eine günstige elektrische Schreibmaschine von Quelle erinnern (auf jeden Fall unter 1000DM, vieleicht sogar unter 500DM) welche mit einer mechanisch propietären Buchse und elektisch kompatibel zu RS232 daherkam und prima an damals üblichen CP/M-Rechnern lief. Man konnte die Schreibmaschine sogar zwischen "Schreibmaschine" "RS232-Drucker" und "RS232-Tastatur" umschalten, sehr praktisches kleines Ding.


    Natürlich war das Ding richtig lahm, imho 10-12cps und ein schneller Tipper konnte den Puffer für Eingabe zum Überlauf bringen worauf das Gerät grässlich rumbimmelte. Aber auch ohne Gebimmel waren Druckvorgänge ohrenbetäubend laut.