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Linux macht sich das Leben schwer

  • In der Regel ja, weil man unter Linux das nicht einmal mehr irgendwo finden und runterladen braucht, weil Linux selber organisiert, dass alle benötigten Libs auch gleich dazu installiert werden, weil Linux auch gleich schaut, dass es möglichst zu keinen Brüchen anderer Installationen kommt (weil z.B. eine Lib sich verändert haben würde) etc. Linux nimmt einem da extrem viel ab.

    Welche Abhängigkeiten und was sind Libs?


    Mit so einem Mist hat man unter Windows nur zu tun, wenn man versucht, für Windows angepasst Linux-Software zu installieren. Der normale Anwender wird doch mit sowas gar nicht belästigt. Will der auch nicht.

  • Was mir aber doch wieder auffällt, ist die Selbstverständlichkeit, mit der behauptet wird, dass natürlich nicht Linux selber an der mangelnden Verbreitung schuld ist, sondern ausschließlich die bösen Hersteller?

    "Ausschließlich" hab ich es nicht behauptet. Es ist aber sicher ein Faktor.

    Stell dir vor, es wäre auf jedem Tablet Linux vorinstalliert, und du wolltest aber gern Windows drauf haben. Und es würde dich nicht Stunden, sondern Tage kosten, und umfangreiche Recherchen in diversen Online-Foren, um das gebacken zu bekommen.

    Ich war so stur. Ich habs durchgezogen, und dabei hat mir eine enorme Wut im Bauch geholfen, dass diese Gesäß-Violinen mich zu bevormunden versuchen. Was soll der Sch..? Auf was hinauf wollen die verhindern, dass ich verdammt noch einmal das auf mein Tablet installiere, was MIR passt?

    Ja, ich gebs zu, da bin ich ziemlich heißgelaufen, und ich bin darüber immer noch grantig.

    OK - stell dir vor, du würdest durch diesen Spießrutenlauf geschickt, bevor du Windows auf ein Tablet installiert bekämest, und selbst dann würde es nur zu 80% funktionieren, du könntest nicht mehr updaten, etc. etc. etc. - während Linux perfekt bereits laufen würde, keine Probleme macht, etc. - na wieviele Leute wären da noch mit Windows auf solchen Tablets unterwegs? 50%? 20%? 1%?

    Wenn du, wie du sagst, dafür "zu blöd bist" (was ich keine Sekunde glaube. Dir fehlts an der Geduld und dem Willen, es durchzuziehen, und das ist aus meiner Sicht völlig OK), dann wärest du der Musterkandidat, einfach Linux zu verwenden, weils da ist, weils dir keine Schwierigkeiten macht, weils genauso DAU-sicher ist wie Windows (halt weitgehend, aber nicht in jedem Fall). Ich denke, du müsstest dann schon extrem getrieben sein (wovon auch immer), dir trotzdem das Tal der Tränen anzutun, um Windows zum Laufen zu kriegen. Und du kämest als Experte aus der Sache raus. ;-)

    Nur so zu der Frage, wieviel dieser Boykott der Industrie beiträgt. Ich denke: Schon einiges.

  • Ehm, doch.

    Auch unter Windows fehlen Dir oft Komponenten, die noch nachgeschossen werden müssen.

    Siehe AIO Runtimes :)

    Ich weiß ja nicht, was du für Software installierst.

    In der Regel kümmert sich der Installer um das Problem und installiert alles, was benötigt wird.

  • In der Regel ja, weil man unter Linux das nicht einmal mehr irgendwo finden und runterladen braucht, weil Linux selber organisiert, dass alle benötigten Libs auch gleich dazu installiert werden, weil Linux auch gleich schaut, dass es möglichst zu keinen Brüchen anderer Installationen kommt (weil z.B. eine Lib sich verändert haben würde) etc. Linux nimmt einem da extrem viel ab.

    Welche Abhängigkeiten und was sind Libs?


    Mit so einem Mist hat man unter Windows nur zu tun, wenn man versucht, für Windows angepasst Linux-Software zu installieren. Der normale Anwender wird doch mit sowas gar nicht belästigt. Will der auch nicht.

    Zumindest mir ist es schon mehrfach passiert, dass ich z.B. unter Windows ein Programmpaket installiert habe, mir das irgendwelche DLLs überschrieben hat, und dann andere Programme nicht mehr funktioniert haben. Eben das wird bei dem Linux-System (es gibt da bei verschiedenen Distros verschiedene Varianten, ich rede über das, was von Debian, Ubuntu, etc. verwendet wird) verhindert. Da "weiß" jedes Paket, exakt welche Versionen welcher Libs (~DLLs) es braucht, und nennt die beim exakten Versionsnamen, und die sind dann auch so da, und es sind nicht dieselben wie die, die das andere Paket benötigt.

  • Mit so einem Mist hat man unter Windows nur zu tun, wenn man versucht, für Windows angepasst Linux-Software zu installieren.

    Es gibt den Ausdruck 'DLL-Hell', der heisst so weil man das Problem nur unter Windows hat. Libraries unter Unix sind versioniert.


    Das mag besser geworden sein, aber die Softwareverwaltung unter Windows ist immer noch eine Katastrophe. Pakete? Was ist das?

  • Welche Abhängigkeiten und was sind Libs?


    Mit so einem Mist hat man unter Windows nur zu tun, wenn man versucht, für Windows angepasst Linux-Software zu installieren. Der normale Anwender wird doch mit sowas gar nicht belästigt. Will der auch nicht.

    Zumindest mir ist es schon mehrfach passiert, dass ich z.B. unter Windows ein Programmpaket installiert habe, mir das irgendwelche DLLs überschrieben hat, und dann andere Programme nicht mehr funktioniert haben. Eben das wird bei dem Linux-System (es gibt da bei verschiedenen Distros verschiedene Varianten, ich rede über das, was von Debian, Ubuntu, etc. verwendet wird) verhindert. Da "weiß" jedes Paket, exakt welche Versionen welcher Libs (~DLLs) es braucht, und nennt die beim exakten Versionsnamen, und die sind dann auch so da, und es sind nicht dieselben wie die, die das andere Paket benötigt.

    Komischerweise passiert das immer nur den Linux-Anhängern. Mir nie. :D

  • Auch unter Windows fehlen Dir oft Komponenten, die noch nachgeschossen werden müssen.

    Ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern wann bei mir zuletzt eine Installation ein richtiges Problem verursachte.

    Redet ihr alle vom gleichen Windows oder ist jemand bei W95 stehen geblieben?

  • Mit so einem Mist hat man unter Windows nur zu tun, wenn man versucht, für Windows angepasst Linux-Software zu installieren.

    Es gibt den Ausdruck 'DLL-Hell', der heisst so weil man das Problem nur unter Windows hat. Libraries unter Unix sind versioniert.


    Das mag besser geworden sein, aber die Softwareverwaltung unter Windows ist immer noch eine Katastrophe. Pakete? Was ist das?

    Vor allem hat Linux eines jedes bekannte Windows voraus: wenn Linux(e) ihr Update-check machen, schauen die nicht nur nach neue Updates für's OS, sondern auch für ALLE intstallierte Softwarepakete.

    Alles mit einem Wisch (könnte von Zewa sein) :-D

  • Da werden dann halt wieder die Argumente aus der Windows Steinzeit vor geholt. Ich kann mich nicht erinnern in den letzten 10 Jahren je ein Problem mit DLLs gehabt zu haben außer ich habe mit aller Gewalt versucht eine zweifelhafte Installation an Windows vorbei entgegen aller Widerstände durchzudrücken.

  • Welche Abhängigkeiten und was sind Libs?


    Mit so einem Mist hat man unter Windows nur zu tun, wenn man versucht, für Windows angepasst Linux-Software zu installieren. Der normale Anwender wird doch mit sowas gar nicht belästigt. Will der auch nicht.

    Zumindest mir ist es schon mehrfach passiert, dass ich z.B. unter Windows ein Programmpaket installiert habe, mir das irgendwelche DLLs überschrieben hat, und dann andere Programme nicht mehr funktioniert haben. Eben das wird bei dem Linux-System (es gibt da bei verschiedenen Distros verschiedene Varianten, ich rede über das, was von Debian, Ubuntu, etc. verwendet wird) verhindert. Da "weiß" jedes Paket, exakt welche Versionen welcher Libs (~DLLs) es braucht, und nennt die beim exakten Versionsnamen, und die sind dann auch so da, und es sind nicht dieselben wie die, die das andere Paket benötigt.

    Komischerweise passiert das immer nur den Linux-Anhängern. Mir nie. :D

    Ja, da wird schon was dran sein. Die, denen es öfter passiert, werden irgendwann zu Linux-Anwendern. :D

  • Da werden dann halt wieder die Argumente aus der Windows Steinzeit vor geholt. Ich kann mich nicht erinnern in den letzten 10 Jahren je ein Problem mit DLLs gehabt zu haben außer ich habe versucht eine zweifelhafte Installation an Windows vorbei entgegen aller Widerstände durchzudrücken.

    Mir ist es mit Windows 7 mehrfach passiert. Ja, vielleicht passiert es mit Windows 10 nicht mehr? Möglich, dass sie das mittlerweile stark verbessert haben. Windows hat sicher seine Qualitäten. In manchen Aspekten ist es Linux voraus, z.B. was Aspekte des OS-Core betrifft. In manchen Aspekten ist Linux voraus, und in vielen Aspekten ist es einfach nur Geschmacksfrage.

    Aber ich verstehe auch, wie du es meinst. Es ist ja umgekehrt genauso. Viele Kritikpunkte an Linux stammen noch aus der Zeit der Y2K-Hysterie. Mittlerweile sind Linux-Distributionen hervorragend,und haben wie Windows ihre notorischen oder zeitweiligen Nachteile und Aussetzer. Drum meine ich auch, dass das kein Entweder-Oder sein soll, sondern ein "was brauche ich, was hilft mir mehr, was sagt mir mehr zu"-individuelles Thema. So soll es auch sein. Wer mit Windows besser zurecht kommt, soll um Himmels Willen es auch benutzen. Alles andere wäre ja idiotisch.

  • Wunder mich trotzdem. Windows 7 ist das System meiner Wahl. Und ich hab da schon die kleinsten und die mächtigsten Programme zu hauf installiert. Ich hab auch Windows 7 Systeme komplett überfrachtet. Dennoch nie hatte ich mit regulären Installationen Probleme oder im Nachgang mit vorhergehenden Installationen. Vielleicht gab es ab und zu mal Ärger wenn ein Lizenzserver notwendig war aber das ist kein Windows Problem.


    Noch dazu läuft mein aktuelles Win7 auf einer VM unter Win10. Trotzdem keine Probleme außer einem Audio Lag von ein paar Millisekunden beim Video abspielen.

  • Einfach mal versuchen unter Linux einen Multifunktionsdrucker zu installieren.
    Unter Linux einfach nur zum Weinen, mit Windows 10 per USB anstecken und wenige Minuten warten.
    Dann abstecken und dann läuft der selbst als Netzwerkdrucker problemlos.


    Bis der Drucker unter Linux lief, 2 Tage Foren durchkämmen, in den Foren die blöden Antworten ignorieren, zig Man Pages lesen und immer wieder verzweifeln,
    weil Linux mal wieder irgend eine Datei für CUPS nicht zum laufen brachte.

    Jetzt funktioniert es, aber 2 Tage Installationszeit für Linux und nur Minuten für Windows 10 und OSX.
    Das sogar für Drucken und Scannen.
    Scannen kann man jetzt mit CUPS noch lange nicht, da darf sich dann mit sane herumschlagen.
    Das dauert dann noch mal einige Tage länger, bis es geht.

    Sicher Linux macht einen nicht dümmer, aber man muss sehr viele Nerven oder/und Interesse dafür haben.

  • Jetzt funktioniert es, aber 2 Tage Installationszeit für Linux und nur Minuten für Windows 10 und OSX.

    Da hast du unter den 10000en vorbereiteten Paketen in der grafischen Softwareverwaltung einfach nicht die richtigen Pakete ausgewählt. :D


    Ich weiß gar nicht mehr, wann ich das letzte mal unter Windows einen Druckertreiber installiert habe. Normalerweise stöpselt man die einfach nur an.

    Ja, ok. Bei Netzwerkdruckern muss man ggf. nochmal das Netz absuchen lassen. ;)

  • Jetzt funktioniert es, aber 2 Tage Installationszeit für Linux und nur Minuten für Windows 10 und OSX.

    Da hast du unter den 10000en vorbereiteten Paketen in der grafischen Softwareverwaltung einfach nicht die richtigen Pakete ausgewählt. :D

    Nö, der Druckerhersteller weigert sich schlicht und einfach Treiber für Linux zur verfügung zu stellen.

  • Da hast du unter den 10000en vorbereiteten Paketen in der grafischen Softwareverwaltung einfach nicht die richtigen Pakete ausgewählt. :D

    Nö, der Druckerhersteller weigert sich schlicht und einfach Treiber für Linux zur verfügung zu stellen.

    Was heisst denn "weigert sich"? ?(

  • Einfach mal versuchen unter Linux einen Multifunktionsdrucker zu installieren.

    Habe ich gemacht... Brother MFC-7360N... Vor dem Kauf informiert ob der von Linux unterstützt wird, die Treiber von Brother runtergeladen, laut Anleitung installiert. Druckt und scannt (mit 'xsane') via Netz.

    Ok, also der funktioniert schonmal. :thumbsup: