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All-in-one-Phone/PC (Diskussion aus Pinefone?)

  • Mir geht es ier nicht um Flamewar Phone vs. PC, sondern ob es sinnvoll wäre so ein All in one Gerät zu haben, und was sich jeder darunter vorstellen kann.


    Dazu eine Antwort von mir an Retrofan:


    (Zitat von Retrofan)

    Wie oben schon gesagt: Alter weißer Mann. ;)
    Für deine Wünsche und Sorgen interessiert sich in Mountain View, Cupertino und Redmond niemand. Wenn du erfahren willst, was deren Zielgruppe haben will, dann musst du einen 18-jährigen…


    Und genau aus dem Grunde interessiere ich mich nicht um Produkte aus Mountain View, Cupertino und Redmond.

  • Ich kann nur sagen, dass ich das haben wollen würde :)


    Allerdings nur, wenn ich die volle Kontrolle über das Gerät habe und darauf installieren kann was immer ich will -- das ist aber wieder meine "Spezialanforderung" als Techie :)


    Einer breiten Masse wäre das egal, und ich vermute sie könnte sich für so ein Gerät trotzdem erwärmen, Hauptsache es funktioniert und ist entsprechend einfach (so wie z.B. Gerät in die Nähe legen und schon übernimmt das große Display, mit entsprechend geändertem Anzeigemodus, aber weiterlaufenden Anwendungen)

  • Ah, wenigsten einer dem auch dieses Thema interessiert :-D


    Btw. was ich gut (& gleichzeitig scheiße) am Pinephone finde, ist das 'Mäuseklavier' um einzelteile elektrisch 'tot' zu stellen.

    Die Cams, das Micro usw.

    Gut weil es vorhanden ist, Scheiße weil das Mäuseklavier nur von Innen erreichbar ist, und keine 'Buttons' von Außen schnellen Zugriff auf diese Funktionen vorhanden ist.

    Es ist doch so, daß ich nicht immer die Kameras und erst recht nicht das Mikrofon aus haben möchte.

    Wenn z.B. einen Anruf kommt, muß ich (ohne das Gerät zu zerlegen) in der Lage sein das Mikro zu aktivieren, sonst ists Käse mit dem Telefonieren.

    Auch die Kameras, hätte ich generell aus, und würde sie nur einschalten wenn ich etwas Fotogenes aufnehmen möchte.

    Dasselige gilt für das WLAN-Modul. Ich brauch den Stromfresser nur dann an zu schalten wenn ich mich per WLAN irgendwo einloggen will, ansonsten ist es nur ein Batterie-Melker, oder??

    Das Pinefone kommt schon der Sache näher, zumindest was freie OS-Auswahl angeht als auch das wachsende Sicherheitsbedürfniss der Anwendern (was Retrofan in seine Argumente völlig übergeht) .


    Nur zur Klarstellung: ich hatte (bzw. habe immer noch im Schubladen) das OpenMoko FreeRunner, habe das erste Fairpone gekauft (braucht ein neues Akku), habe auch das Ben NanoNote. Alles tolle Geräte, aber eine Symbiose PC mit dem Phone, kombiniert mit OSS und Fairtrade (wie beim Fairphone) wäre für mich das optimale.


    Gerne hätte ich Input von möglichst viele Leute zu diesem Themenbereich, denn je mehr darüber diskutiert wird, je eher es verwirklicht wird.

    In diesem Sinne ...

    MfG

  • Ich finde die Grundidee auch interessant, aber wuesste jetzt auch (noch) nicht wie praktikabel sowas waere. Das muesste man sich mal in allen Einzelheiten ueberdenken.


    Grundsaetzlich ist das tolle am Handy, dass man es permanent dabei hat. Wenn das gleichzeitig ein "vollwertiger Computer" waere, den man bei Bedarf irgendwo andocken koennte, um eine gescheite Tastatur und Bildschirm zu haben, da kann ich schon einen gewissen Nutzen drin sehen. Aber ob ich da wirklich NUR EIN Geraet haben moechte, weiss ich auch nicht, ehrlich gesagt.


    Ich habe ja seit ueber 5 Jahren nur noch ein Laptop als Rechner, welcher daheim in der Dock steht und wodurch ich ganz normal wie an einem gewoenhlichen PC arbeiten kann. Aber wenn ich ihn mitnehme, hab ich alles dabei - das ist wirklich supergenial und das wuerde ich auch nicht mehr anders wollen. Denn die Zeiten, in denen ich ein separates Laptop hatte, auf dem dann immer die Haelfte gefehlt hat, waren manchmal schon etwas nervig.


    Ob ich nun allerdings soweit gehen wuerde, und das Handy als ein solches Geraet haben wollen wuerde, weiss ich nicht. Vielleicht waere auch eine Kombination nicht schlecht, z.B. dass man das Handy "hinzudocken" koennte, und dann einfach die dort installierte Software sowie die dort drauf enthaltenen Daten gemeinsam mit dem Hauptrechner, der ebenfalls unter Linux laeuft, genutzt werden koennen.

  • ZeHa

    Dazu habe ich flugs meine im geschlossenen Pinefone?-Thread gemachte Aussage hierher 'gecut&pasted' ;-)


    Zitat:

    Also, für mich ist der Vorteil der 'All-in-one' Lösung vor allem der, daß ich meine Daten auf ein (1) Gerät habe und immer(!) bei mir habe.

    Auch die 'Kontrolle' über meine Daten. Meine Daten sind nicht verteilt auf X Geräte, wo oft auch inkonsistenz entsteht weil nicht alle meine Geräte synchronisiert werden/sind.

    Wenn alle meine Daten auf dem Phone sind, und NUR auf meinem Phone, dann habe ich bessere Kontrolle sowol über die sicherheit meiner Daten als auch über deren Konsistenz.

    Prinzipiell wäre also wenn ich Heim komme, würde ich mein Phone in der Docking-Station (oder nenne es 'Ladeschale' wenn du willst), und kann ohne weiteres auf mein großen Fernseher surfen, Mail schauen, Zocken und/oder Briefe schreiben.

    Ein Script im Hintergrund würde sofort meine neue unterwegs erstellten Daten (neue Bilder etc.) sofort auf dem heimischen NAS (externe USB-Platte?) sichern.

    Wenn ich daheim vom 'Desktop' aus neue Kontaktdaten aufgenommen habe, muß ich unterwegs mir keine Gedanken machen ob ich den neuen Kontakt schon auf dem Phone übertragen habe, weil sie ja schon da sind (auf dem Phone).

    Ich habe in der Vergangenheit schon oft genug inkonsitenzen gehabt weil ich halt mehrere Geräte benutzte (Phone/PC/Tablet/Netbook/Handheld).

    Diese All-in-one-Lösung wäre für mich ein Segen. Und mit einem freien System wie Linux/BSD statt so ein Closed Source System wie iPhone/Android hätte ich eher die möglichkeit meine Daten zu schützen.

    Auch nicht zu verachten ist folgendes: wenn ich z.B. im ICE unterwegs bin, und Onkel Harry ruft/mailt mich an, ich möchte ihm bitte das Bild vom letzten Jahr im Urlaub schicken, kann ich das sofort tun, und nicht erst wenn ich daheim bin (und möglicherweise schon vergessen habe das ich ihm Bild XYZ schicken wollte), weil ich eben alle relevanten Daten immer 'am Man' habe.


    Gelb habe ich hervorgehoben was für mich sehr wichtig ist bei so einer 'All-in-one' Lösung.


    Add.: Auch nicht zu verachten wäre den reduzierten Fußabdruck gegenüber unserem Umwelt. Je weniger Einzelgeräte, je weniger Resourcenverbrauch.

  • Ja an den Beitrag kann ich mich erinnern. Im Grunde verstehe ich das auch voellig bzw. faende diese Vorteile auch sehr praktisch. Trotzdem weiss ich nicht so recht, ob ich das WIRKLICH will - was, wenn ich das Handy verliere? Oder es runterfaellt? etc. Zwar ist es in der Tat ein grosser Vorteil, dass man das Ding immer dabei hat, aber es ist mitunter vielleicht auch ein Nachteil, dass man das Ding immer dabei hat ;)


    Also ich sehe da durchaus die Vorzuege aber bin noch nicht ganz sicher, ob ich so weit gehen wollen wuerde. Bei meinem Laptop finde ich das supergeil, aber den hab ich auch nicht immer dabei. Von daher waere das schon superpraktisch wenn das Handy diesen ersetzen wuerde. Vielleicht ist es aber auch doof, weil das Handy so klein ist und man standalone dann gar nicht so bequem dran arbeiten kann. Dann muesste man fast noch einen "Laptop-Adapter" mitfuehren, wo man das Handy eindocken kann, um auch mal bequem unterwegs wie an einem Laptop zu arbeiten. Vielleicht waere auch ein anderer Formfaktor noetig, wer weiss. Es gab ja schon einige Versuche, Handys mit vollen Tastaturen auszustatten usw, aber da hat sich auch nie wirklich was durchgesetzt.


    Jetzt kommen ja die ganzen Falt-Phones, und es gibt nun auch ein Falt-Tablet von Lenovo, vielleicht geht in der Hinsicht noch was...

  • Trotzdem weiss ich nicht so recht, ob ich das WIRKLICH will - was, wenn ich das Handy verliere? Oder es runterfaellt? etc.

    Da kommt die "Cloud" ins Spiel, damit man nichts (oder maximal so viel, wie man komplett offline bearbeitet hat) verliert :) Die darf ja auch "private" sein, wenn man sich die Mühe machen will und den großen Anbietern nicht vertraut. Nur ein Gerät würde eben auf viel einfachere Weise das unterbrechungsfreie Weiterarbeiten ermöglichen, wenn man zwei Geräte hat und nur per Cloud synchron hält ist das nicht ganz so einfach.

    Vielleicht ist es aber auch doof, weil das Handy so klein ist und man standalone dann gar nicht so bequem dran arbeiten kann.

    Der Gedanke kam mir auch schon als möglicher Nachteil. Unterwegs reicht mir mein Handy völlig zur Nutzung des Web, eventuell auch mal ne Email schreiben, etc... wollte ich jetzt aber im Zug coden, wäre das nichts.

  • Ja an den Beitrag kann ich mich erinnern. Im Grunde verstehe ich das auch voellig bzw. faende diese Vorteile auch sehr praktisch. Trotzdem weiss ich nicht so recht, ob ich das WIRKLICH will - was, wenn ich das Handy verliere? Oder es runterfaellt? etc. Zwar ist es in der Tat ein grosser Vorteil, dass man das Ding immer dabei hat, aber es ist mitunter vielleicht auch ein Nachteil, dass man das Ding immer dabei hat ;)


    Also ich sehe da durchaus die Vorzuege aber bin noch nicht ganz sicher, ob ich so weit gehen wollen wuerde. Bei meinem Laptop finde ich das supergeil, aber den hab ich auch nicht immer dabei. Von daher waere das schon superpraktisch wenn das Handy diesen ersetzen wuerde. Vielleicht ist es aber auch doof, weil das Handy so klein ist und man standalone dann gar nicht so bequem dran arbeiten kann. Dann muesste man fast noch einen "Laptop-Adapter" mitfuehren, wo man das Handy eindocken kann, um auch mal bequem unterwegs wie an einem Laptop zu arbeiten. Vielleicht waere auch ein anderer Formfaktor noetig, wer weiss. Es gab ja schon einige Versuche, Handys mit vollen Tastaturen auszustatten usw, aber da hat sich auch nie wirklich was durchgesetzt.


    Jetzt kommen ja die ganzen Falt-Phones, und es gibt nun auch ein Falt-Tablet von Lenovo, vielleicht geht in der Hinsicht noch was...

    Zitat:

    Ein Script im Hintergrund würde sofort meine neue unterwegs erstellten Daten (neue Bilder etc.) sofort auf dem heimischen NAS (externe USB-Platte?) sichern.


    Also, wenn ich mein Handy verliere, habe ich immer noch den Zustand wie ich letztens angedockt war auf dem heimischen NAS. Neues Handy andocken, restore, und schwups alles wieder da.

  • Ansätze sind eigentlich bisher eher gescheitert. Soweit ich mich erinnern kann hat es da ja schon Ansätze mit Ubuntu und Symbian^3 gegeben. Letzteres hatte meiner Meinung nach zu unrecht einen schlechten Ruf, und mit dem Umstieg auf Meego wäre da einiges drinnen gewesen. Dann kam bekanntlicherweise Nokias Umstieg auf Windows - wo es eine gemeinsame Entwicklungsumgebung für PC und Handy gab, aber aus der Verschmelzung dann doch nichts wurde.


    Selbst reicht mir eigentlich Stand-PC und Handy. Mein Laptop liegt meistens ungenutzt herum, selbst im Urlaub kann ich nun schon wesentliche Dinge übers Handy machen.

    Dazu kommt dass es manche Anwendungen leider nur für das Handy gibt oder die dort praktischer sind (Navi, etc.), und auch wenn das Surface theoretisch ein Tablet ist, brauchen manche mobilen Verwendungszwecke einen Android-Emulator. Umgekehrt ist Android für mich nach wie vor Spielzeug - der Stand-PC ist auch Datenspeicher und -management.

    Und er ist einfach günstiger und angenehmer als ein Laptop, der bei den meisten Leuten mittlerweile zu 99% am selben Platz liegt.


    P.S.: Mein Handy hat allen Trends zum trotz noch eine Hardware-Tastatur, d.h. ein All in one Gerät müsste das für mich auch haben, sonst wär's nicht all in one. ;)


    Den Ansatz mit NAS von euch finde ich aber durchaus interessant.

  • Ansätze sind eigentlich bisher eher gescheitert. Soweit ich mich erinnern kann hat es da ja schon Ansätze mit Ubuntu und Symbian^3 gegeben.

    Naja, sowas kann nur scheitern. Keiner will einfach mal so auf andere Plattformen wechseln, nur für so eine Funktion. Wenn ich mir aber Windows so anschaue, das hätte zumindest die nötige Infrastruktur (nämlich ein sehr generischer NT Kernel mit der Möglichkeit, beliebige Subsysteme "draufzusetzen"), dass auf so einem Gerät z.B. sowohl Win32 als auch Android Apps laufen könnten. Das Surface ist noch in dem Irrglauben entstanden, Windows ("Metro") als weitere Mobilplattform etablieren zu können -- wird nicht passieren.

    Und mein Handy hat allen Trends zum trotz noch eine Hardware-Tastatur, d.h. ein All in one Gerät müsste das für mich auch haben.

    Jede Wette dass zumindest DIESER Wunsch nicht mehrheitsfähig ist :)

  • Es gibt ja so Mini-Laptops von GPD (GPD Pocket usw), da die heutigen Handys immer riesiger werden, waere ja auch solch ein Formfaktor inzwischen salonfaehig. Das nervige ist aber immer das "Aufklappen", ich denke es ist schon ein riesiger Vorteil von Handys, dass man die einfach aus der Tasche zieht und sofort loslegt. Klar gibt es Klapphandys und manche haben auch ne Klapphuelle am Handy, aber ich persoenlich nutze keines von beidem und finde es schon sehr bequem, dass das Handy sofort einsatzbereit ist. Waere mein Handy nun ein kleiner Mini-Laptop so wie ein GPD Pocket, dann wuerde mich das Aufklappen vermutlich jedesmal nerven. Vielleicht muesste solch ein Geraet dann auch aussen ein Display haben, so wie seinerzeit das Nokia E90. Nur halt in modern, also vollflaechiger Touchscreen. Wenn das ganze dann nicht zu dick ist, dann waere das vielleicht ein gutes All-in-one-Geraet. Es muesste dann aber wirklich ein normales Desktop-Betriebssystem drauf laufen, sodass man damit wirklich arbeiten kann.

  • Grundsaetzlich ist das tolle am Handy, dass man es permanent dabei hat. Wenn das gleichzeitig ein "vollwertiger Computer" waere, den man bei Bedarf irgendwo andocken koennte, um eine gescheite Tastatur und Bildschirm zu haben, da kann ich schon einen gewissen Nutzen drin sehen

    Im Prinzip wäre eine miniaturisierte Standard-PC-Hardware und eine ausziehbare Tastatur das Optimum (*bzzz* ACHTUNG, SUBJEKTIV! *bzzz*).

    Ich hatte damals (bzw. vor einigen Jahren) ein Motorola Milestone 2, und ich war damit ober-wahnsinnig zufrieden. Schon das notfallmäßige

    Fernbedienen von Rechnern auf der Arbeit ist damit absolut machbar, das Schreiben von eMails am PC kann man sich damit quasi gleich sparen.

    Die Auflösung von 1280x720 hat dafür auch vollkommen hingelangt. Auf Händis mit Touchscreen ist das eher ein verzweifelter Kampf mit der

    OnScreen-Tastatur und der richtigen Interpretation des Tippens auf den Bildschirm. Standard-PC-Hardware fänd' ich prima, weil man dann in die

    Auswahl ggfs. doch die kommerziellen OSe mit reinnehmen könnte und mit gewohnten Programmen arbeiten könnte.

    "Telefonie" wäre dann als OS-Aufsatz zu implementieren.

  • Wenn man diesen Thread (und dazu vielleicht noch die "off topic" Diskussion aus dem anderen Thread) so anschaut merkt man schnell: Es gibt schon manche, die so eine Idee grundsätzlich gut finden, aber die Vorstellungen im Detail gehen sehr weit auseinander. Zum Beispiel würde ich für unterwegs fast immer die Bedienung per Touchscreen bevorzugen, damit bleibt das Gerät "handlich", hat wenige mechanische Komponenten und ist nach dem Ziehen aus der Hosentasche sofort einsatzbereit. Coden ist ein Spezialfall, wo das nicht so gut passt ....


    Jedenfalls wäre das sicher eine Herausforderung beim Produktdesign, wenn man ein Ergebnis haben will, das am Markt eine Chance hat.

  • Der Punkt ist halt, wenns in die Hosentasche passen soll und sofort einsatzbereit sein soll, dann muss es eigentlich so sein wie heute 95% aller Handys auch aus gutem Grunde sind. Sobald man aber wirklich dran arbeiten moechte, sollte der Screen und die Tastatur ruhig ne ordentliche Nummer groesser sein. Und das zu vereinen ist das Problem denke ich.


    Die Falt-Handys und -Tablets sind da jetzt interessant, denn die lassen sich auch auf Hosentaschengroesse bringen, bieten dann aber mehr Komfort wenn sie aufgeklappt sind. Ich bin mal gespannt was sich da noch so tut. Ob das der Weisheit letzter Schluss ist, bleibt abzuwarten...

  • Und mein Handy hat allen Trends zum trotz noch eine Hardware-Tastatur, d.h. ein All in one Gerät müsste das für mich auch haben.

    Jede Wette dass zumindest DIESER Wunsch nicht mehrheitsfähig ist :)

    Och, wenn es so gelöst ist wie beim Zaurus SL 5500 dann gehts.

    Es muß ja nicht nur ein Modell geben. Jede Hersteller kann etwas anderes mehr gewichten beim Design.

  • Wenn man diesen Thread (und dazu vielleicht noch die "off topic" Diskussion aus dem anderen Thread) so anschaut merkt man schnell: Es gibt schon manche, die so eine Idee grundsätzlich gut finden, aber die Vorstellungen im Detail gehen sehr weit auseinander. Zum Beispiel würde ich für unterwegs fast immer die Bedienung per Touchscreen bevorzugen, damit bleibt das Gerät "handlich", hat wenige mechanische Komponenten und ist nach dem Ziehen aus der Hosentasche sofort einsatzbereit. Coden ist ein Spezialfall, wo das nicht so gut passt ....


    Jedenfalls wäre das sicher eine Herausforderung beim Produktdesign, wenn man ein Ergebnis haben will, das am Markt eine Chance hat.

    Siehe meine Antwort mit dem Zaurus-Bild.

  • controlport2

    Changed the title of the thread from “All in one Phone/PC (Diskution aus Pinefone?)” to “All-in-one-Phone/PC (Diskussion aus Pinefone?)”.
  • Ich trenne meine persönlichen Wunschvorstellungen strikt von meinen Erwartungen bzgl. eines wirtschaftlichen Erfolgs. Ja, auch ich könnte mir für mich persönlich ein Handy vorstellen, das mit Zusatzgeräten auch Computer-Funktion übernimmt. Keine Frage.


    Aber ich weiß auch, dass ich nicht der Nabel der Welt bin. Zum einen habe ich das Alter überschritten, bis zu dessen Grenze sich das Marketing (und damit letztlich auch die Entwicklungsabteilung) der großen Hersteller für mich interessiert. Mein Alter und meine speziellen Interessen führen wahrscheinlich auch dazu, dass ich überhaupt den Wunsch hege, über das berufliche hinaus einen Computer haben zu wollen – die 20-jährigen, die ich kenne, finden Computer eher uninteressant und kompliziert. Zum anderen bin ich in Deutschland (und nicht in China, Indien, Russland, Afrika oder den USA) sozialisiert worden, was mich überdurchschnittlich für Datenschutz und Privatsphäre sensibilisiert hat (wer erinnert sich z.B. noch an den Volkszählungs-Boykott?).


    Wenn ich nicht über mein "Wünsch-dir-was" nachdenke, was wegen zu geringer Stückzahlen (Zielgruppe: Deutsche, technikaffine, alte Männer) eh zum Scheitern verurteilt wäre, sondern über ein eher massentaugliches Konzept, dann sehe ich das nicht bei einem Smartphone, dass ansonsten tote Peripherie (z.B. Bildschirm) mit seiner CPU zum Leben erweckt. Wie ich im anderen Thread schon ausführte: In Zukunft wird, wo ein Bildschirm ist, auch eine CPU sein – das kostet kaum Geld und schon gar keinen Platz (diese PC-Kisten unter dem Schreibtisch habe ich ja schon seit Jahren nicht mehr gesehen). Irgend so eine ARM-CPU mit 8 Kernen, 8 GB RAM und 16 GB Flash wird zukünftig im Einkauf bei großen Stückzahlen wahrscheinlich unter 20 Euro kosten. Sowas kann man oberhalb von reinen Wegwerf-Artikeln quasi überall einbauen.


    Von daher gehe ich eher davon aus, dass man versuchen wird, die Geräte intelligenter mit einander zu vernetzten, statt eine CPU (die im Alles-könner-Handy) alles allein machen zu lassen. So ähnlich, wie Apple das mit Continuity angefangen hat. Dort kann man auch ein Telefongespräch oder eine angefangene eMail von Gerät zu Gerät mitnehmen, ohne dass das auf nur einer CPU laufen müsste. Das Ganze funktioniert übrigens alles per Bluetooth und WLAN, ganz ohne Internet/Cloud – also recht sicher.


    Vielleicht könnte genau in diesem noch nicht ausgereiften Markt doch noch ein Smartphone-Neu-Einsteiger punkten. Außer Apple gibt es ja keinen Betriebssystem-Hersteller, der den Desktop- und den Smartphone-Markt gleichermaßen bedient. Wenn jetzt z.B. Ubuntu versichern könnte, dass mit einem Handy (und einer Watch) von ihnen in Kombination mit ihrem Desktop-OS das Zusammenspiel noch viel besser klappen würde als bei Apple, dann wäre das evtl. eine Marktlücke, in die sie stoßen könnten.


    Was sich aber bei einem "neuen" Mobile-OS (auf GNU/Linux-Basis) als schweres Erbe erweisen wird, ist die fehlende App-Versorgung. Es gibt heutzutage einfach (teilweise je nach Land) ein paar zentrale Apps, ohne die man gar nicht erst antreten braucht. In China stellt z.B. WeChat eine Art Betriebssystem auf dem Betriebssystem dar – mit der App macht man in China quasi alles, von der Kommunikation bis zum Bezahlen. Gibt es die App nicht, ist der größte Handy-Markt der Welt schonmal außen vor. Ähnlich ist es bei uns mit WhatsApp: Ein Handy ohne diese App ist quasi unverkäuflich.


    Letztlich führen alle Gedankenspiele doch nur zum Ergebnis: Ein Smartphone ohne Android (bzw. die uneingeschränkte Lauffähigkeit von Android-Apps) oder iOS wird es im Massenmarkt "schwer haben" (um es freundlich auszudrücken). Dazu kommt, dass die meisten Hersteller Geld verdienen wollen (was für eine Überraschung) und das ist mit reiner Handy-Hardware gar nicht so leicht, da der Wettbewerb extrem scharf ist. Weit über die Hälfte aller Gewinne in dem Markt gehen an Apple. Der nächstbeste Verdiener ist Samsung. Der Rest muss mit geringen Margen auskommen und kann nur über große Stückzahlen überleben. Querfinanzieren über Software und Dienste können die Android-Handy-Hersteller auch nicht, weil die Gewinne in dem Bereich von Google eingefahren werden – Google betreibt den großen App Store und Google holt sich die Werbe-Einnahmen und die Einnahmen von Cloud-Diensten etc. Da bekommen die Gerätehersteller nichts von ab (außer, dass sie das Betriebssystem nicht selbst bezahlen müssen).


    Hier noch ein Kombi-Smartphone, wie es Asus vor 8 Jahren herausbrachte:



    Hier ist ein HP-Smartphone-Gerätepark auf Windows-Basis. Alles nicht sonderlich erfolgreich.


    Und hier ein Konzept von Apple:



    Wie gesagt, ich glaube nicht, dass da die Zukunft liegen wird.

  • Wenn ich nicht über mein "Wünsch-dir-was" nachdenke, was wegen zu geringer Stückzahlen (Zielgruppe: Deutsche, technikaffine, alte Männer) eh zum Scheitern verurteilt wäre, sondern über ein eher massentaugliches Konzept, dann sehe ich das nicht bei einem Smartphone, dass ansonsten tote Peripherie (z.B. Bildschirm) mit seiner CPU zum Leben erweckt. Wie ich im anderen Thread schon ausführte: In Zukunft wird, wo ein Bildschirm ist, auch eine CPU sein – das kostet kaum Geld und schon gar keinen Platz (diese PC-Kisten unter dem Schreibtisch habe ich ja schon seit Jahren nicht mehr gesehen). Irgend so eine ARM-CPU mit 8 Kernen, 8 GB RAM und 16 GB Flash wird zukünftig im Einkauf bei großen Stückzahlen wahrscheinlich unter 20 Euro kosten. Sowas kann man oberhalb von reinen Wegwerf-Artikeln quasi überall einbauen.

    Ums Geld geht es bei der Idee eher weniger ... sondern um den zusätzlichen Komfort :) Wenn du natürlich davon ausgehst (wie ich das glaube herauszulesen), dass eh kein "normaler Mensch" einen PC will (wobei die zumindest in Büros in der Verwaltung etc. ja heute noch absolut dominant sind ...) -- dann bringt die Idee selbstverständlich nichts.

    So ähnlich, wie Apple das mit Continuity angefangen hat. Dort kann man auch ein Telefongespräch oder eine angefangene eMail von Gerät zu Gerät mitnehmen, ohne dass das auf nur einer CPU laufen müsste. Das Ganze funktioniert übrigens alles per Bluetooth und WLAN, ganz ohne Internet/Cloud – also recht sicher.

    Alles, was Kommunikation erfordert, ist deutlich komplexer und damit natürlich auch fehleranfälliger als wenn man das vermeiden kann. Glaube gerne, dass das recht gut funktioniert. Nur halt nicht absolut immer -- aber ich bin natürlich auch jemand, der seinen Smart-TV per Kabel ans lokale Netz anschließt, aus ähnlichen Gründen ...

    Wenn jetzt z.B. Ubuntu versichern könnte, dass mit einem Handy (und einer Watch) von ihnen in Kombination mit ihrem Desktop-OS das Zusammenspiel noch viel besser klappen würde als bei Apple, dann wäre das evtl. eine Marktlücke, in die sie stoßen könnten.

    Also DAS halte ich für deutlich unwahrscheinlicher als dass es jemand schafft, eine vernünftige und simple Docking-Lösung für Smartphones (mit bereits existierenden Plattformen), die auch angenommen wird, zu etablieren :) Beweisen lassen sich solche Wahrscheinlichkeiten natürlich nicht.

    Und hier ein Konzept von Apple:



    Wie gesagt, ich glaube nicht, dass da die Zukunft liegen wird.

    Interessant, das ist ja fast exakt das, was ZeHa hier kurz erwähnt hat :) Finde ich persönlich aber eher doof, wenn ich sowieso dieses "Notebook-Gerüst" mit herumschleppen muss, was hab ich dann davon. Obwohl die Idee, den Touchscreen gleich noch als Touchpad im Notebook-Modus zu verwenden, schon einen gewissen Charme hat.

  • Naja, das Notebook-Geruest kannst Du z.B. in einer Aktentasche oder im Auto haben, und das Handy hast Du am Koerper. Natuerlich ist das nicht ganz so flexibel wie wenn Dir das Handy alleine ausreicht, aber es ist vielleicht in der Nutzung wieder "harmonisierter" als wenn Du Handy UND Laptop mit Dir rumschleppst und die Daten und Programme/Apps darauf wieder hin- und her syncen musst.


    Etwas, was mich sehr haeufig stoert, aber vielleicht liegt das auch an meiner nicht so offenen Art was Daten, Accounts, Clouds und Passwoerter angeht - wenn ich am PC sitze und irgendeinen Link, ein Bild, ein Video oder sonstiges an jemanden schicken moechte, den ich auf dem Handy habe. Beispielsweise ueber einen Messenger wie WhatsApp. Oder umgekehrt, ich habe ein Foto gemacht und moechte jetzt damit am Rechner irgendetwas machen. Oder mir schickt einer was ueber WhatsApp was ich dann aber am PC anschauen muss. Diese "Gap" fuehlt sich fuer mich dann immer so unueberwindbar an. Ich muss dann Fotos per Mail an mich selbst senden und solche Spaesse. Oder YouTube-URLs abtippen. Mag wie gesagt sein, dass Cloud-affine Menschen da ein leichteres Leben haben, weil da eh schon alles synchronisiert ist.

  • Nachdem ich Retrofans und Zirias' Replik darauf gelesen habe 'muß' ich folgendes dazu sagen:


    Den PC im Office ist hier nicht gemeint, sondern eindeutig den Personal Computer aka Gehirnprothese für den 'Normalbürger' bzw. Heimanwender.

    Das Docking-Tablet und Docking-Notebook wären so nach meiner Sicht solche spezielle Geräte die nicht jeder wirklich kauft, sondern wären Optionen von 'Fremdanbietern' oder sogar vom selben Hersteller als vom All-in-one-Phone.


    Die Ladeschale/Docking-Station für zuhause hätte jeder All-in-one-Phone nutzer. Manch ein Gerät wäre vielleicht per Bleutooth konnektiviert, ich persönlich hätte lieber Kabelgebunden (USB-HDMI-ETH).

    Dem heimlischen NAS und Druckerserver wäre mein iNet-Router (Fritzbox o.Ä).


    Wie gesagt: Trotz des Konzeptes 'All-in-one' gäbe es noch genügend möglichkeiten wo sich versciedene Herstellern ihre vorlieben austoben könnten, sowohl beim Phone als auch bei den Docking-Stationen und sonstige 'Periferie'.


    Mein 'Hauptaugenmerk' ist vor allem die Zentrale Verwaltung, Kontrolle und Sicherung meiner Daten ohne Fragmentierung auf x-Geräte.

    Zweites Augenmerk wäre reduzierung von Resourcenverbrauch. Wozu jedes Gerät eigene CPUs und Speicher und Konnektivität verpassen?

    Ich brauche keinen Kühlschrank der mir sagt daß die Milch alle ist.


    In diesem Sinne..

    MfG.