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Retro @ Gamescom 2014

  • Firmen wie EA hatten 2/3 der Halle 5.1 eingenommen (klar, die bezahlen auch dafür) und der Retrogaming-Stand wurde schön weit abseits geschoben, selbst die Skater, die meiner Meinung nach auf einer Computerspielemesse nur wenig verloren haben, hatten einen besseren Platz am Gang. Die Halle 10.2 war stiefmütterlich geplant, eine Hälfte nur Fressbuden. Ich sah leider auch in diesem Jahr wieder, wie uninteressant Retrogaming für die Kölnmesse ist, wir bringen halt keinen Gewinn ein. Würde der Stand ein wenig Geld für Standbau von der Messe abbekommen, könnte man hier auch einen repräsentativeren Gemeinschaftsstand erzeugen, der sich optisch nicht so extrem vom Rest der Messe absetzt. Pläne und Kostenaufstellungen habe ich schon vor Jahren der Messe vorgelegt, die Kosten wären für die Kölnmesse vernachlässigbar.


    Dem muß ich allerdings zustimmen. Zwar konnten wir uns dieses Jahr nicht über zu wenig Besucher beklagen, was wohl auch aufgrund des unkommerziellen Betriebs nicht so bedeutend ist aber in eurem Fall ist es schon was anderes. Die Platzvergabe fand ich diesmal nicht das Gelbe vom Ei und irgendwie hatte man das Gefühl in die letzte hintere Ecke gedrängt worden zu sein, eben dort wo die Veranstalter den Stand als nicht so wichtig ansehen. Fast ein Wunder, das es diesmal gerade noch mit dem Eintrag im Ausstellerverzeichnis geklappt hat denn damit hatte René in den vergangenen Jahren auch noch zu kämpfen. Kein anderer Aussteller mußte sich im Normalfall um solche Sachen selbst kümmern. Was mir diesmal auch etwas mißfallen hat war die Tatsache, das so ein Stand genau neben einer Rahmen-Attraktion in Form einer Rennbahn für ferngesteuerte Autos gesetzt wurde. Die Geräusche haben mit der Zeit schon ziemlich genervt, genau wie der ständige Geruch von der gegenüberliegenden Wurstbude. Andererseits hat das u.U. auch einiges an ungebetenen Gästen fern gehalten, die sich ggf. nur aus Langeweile bei uns aufgehalten hätten und evtl. sogar auf dumme Gedanken gekommen wären. Da kann man ja fast froh sein, das es "nur" 2-3 Magazine waren die bisher entwendet wurden.


    EA hat bei mir in den letzten Jahren sämtliche Sympathie verspielt. Das Beste war ja noch, das sie diesmal sogar die Fachbesucher von ihrem abgeschirmten Hallenteil abgewiesen haben und das für ein paar dämliche Trailer, die man eh ein paar Wochen später auf YouTube zu sehen bekommt. Robert und ich hätten erst ab Nachmittag da rein gedurft, worauf wir dann aber gerne verzichtet haben. Gleiches übrigens im Businessbereich: Die komplette Halle war nur mit einem sog. "EA-Pass" zugängig. :thumbdown:


    Vom Sony-Stand in Halle 7.1 war ich ebenfalls enttäuscht. Fast eine ganze Halle mit viel Zeugs, was man letztes Jahr schon in ähnlicher Form präsentiert hat ("Drive Club" auf PS4 lief da z.B. schon das zweite mal). Den Platz hätte man lieber einsparen und für den Retrogaming-Bereich verwenden können. Dabei geht's mir jetzt nicht um die Halle sondern um's Prinzip der Platzvergabe. Die Halle 10 ist an sich optimal, aber die Einteilung der Stände hätte diesmal besser sein können, vor Allem mit weniger Fress-Ständen in der näherer Umgebung. Vielleicht sollte man das wirklich nochmal für nächstes Jahr ansprechen.


    Frank: Möchtest Du nicht nochmal Herrn "Tim Endres" anrufen? Mit dem hast Du ja schon Erfahrung. :bgdev


    Spaß beiseite...ich denke, wenn sich René und alle Aussteller des Standes zusammen tun, können wir vielleicht eher was erreichen, als wenn man sich im Alleingang beschwert. Allerdings erwarte ich für nächstes Jahr da schon eine deutliche Verbesserung.

  • Fast eine ganze Halle mit viel Zeugs, was man letztes Jahr schon in ähnlicher Form präsentiert hat ("Drive Club" auf PS4 lief da z.B. schon das zweite mal). Den Platz hätte man lieber einsparen und für den Retrogaming-Bereich verwenden können.


    Ist doch irgendwie Retrogaming, wenn es nicht neu ist! ;)


  • Kann und will ich so nicht gelten lassen, allein deswegen, und auch wenn die AMIGA-Messe die angeblich weltgrößte Amigamesse war, weil es sich hier nur um ein System handelte, auch wenn sag ich mal EA und Co. dort auch mit einem kleinen Stand vertreten waren. Die Gamescom ist eine Computerspielemesse, dort sind viele, bzw. alle aktuellen Systeme vertreten, soweit ich weiß. Daneben gibt es dort auch die Retroabteilung. Ich kann mich nicht erinnern, dass sich ein DOSen- oder Atari-Jünger je auf die AMIGA-Messe verirrt hat. Oder dass von einer Nicht-Amiga-Website jemand zur AMIGA-Messe nach Köln kam. Auch gab es auf der AMIGA-Messe keine Retro-Abteilung! (Das kam erst, als die Messe COMPUTER '#JAHR# oder HEW '#Jahr# hieß!)


    Für mich ist also dieses Argument ein Apfel-Birnen-Vergleich!


    Noch etwas: Ich habe gerade nachgelesen, ob es stimmt, weiß ich also nicht: 1991 waren über 60000 Besucher auf der AMIGA '91, auf der Gamescom 2014 waren wohl ungleich mehr, oder?

  • Doch, ich als damals hauptsächlicher Atarianer war regelmäßig auch auf der AMIGA-Messe, am besten erinnere ich mich noch an diejenige 1989, das war kurz nach der Maueröffnung und wir hatten großes Vergnügen, auf dem Weg nach Köln den ganzen Wartburgs und Trabbis zuzuwinken. (Würde mich mal nebenbei interessieren, ob da auch Computer-Freaks aus dem Osten gleich nach Maueröffnung auf dieser Messe waren.) Auch an ein paar Sachen auf der Messe kann ich mich noch erinnern, wo z.B. ein Softwarehaus eine DTP-Software für den Amiga vorstellte, und als ich mir das zeigen ließ, z.B. wie bestimmte Sachen in dem Handbuch zur Software mit dem Programm gelayoutet wurden, oh war das peinlich für die, die mussten einräumen, dass das Handbuch mit Calamus auf einem ST erstellt worden war, weil das Programm die Sachen die da im Handbuch zu sehen waren noch garnicht layouten konnte...

  • Da kann man ja fast froh sein, das es "nur" 2-3 Magazine waren die bisher entwendet wurden.


    Lustig, dass Du das erwähnst. Als ich 2011 zum letzten Mal auf der Gamescom war, bin ich auch über den Stand der "Return" gestolpert und hatte schon einige von den Heften in den Fingern, im Glauben, es handele sich um Freiexemplare (ist nicht völlig aus der Luft gegriffen, auf der Musikmesse in Frankfurt gab es früher auch häufiger Giveaways von alten Ausgaben als Werbung). Erst als mein Bruder meinte, die seien wohl eher nicht dafür bestimmt, dass ich sie mir unter den Nagel reiße, hab ich die Dinger wieder fein säuberlich zurückgestellt. DAS wäre sicherlich peinlich gewesen. Als Fachbesucher anmarschieren und dann beim Klauen erwischt werden. :)


  • Kann und will ich so nicht gelten lassen, allein deswegen, und auch wenn die AMIGA-Messe die angeblich weltgrößte Amigamesse war, weil es sich hier nur um ein System handelte, auch wenn sag ich mal EA und Co. dort auch mit einem kleinen Stand vertreten waren. Die Gamescom ist eine Computerspielemesse, dort sind viele, bzw. alle aktuellen Systeme vertreten, soweit ich weiß. Daneben gibt es dort auch die Retroabteilung. Ich kann mich nicht erinnern, dass sich ein DOSen- oder Atari-Jünger je auf die AMIGA-Messe verirrt hat. Oder dass von einer Nicht-Amiga-Website jemand zur AMIGA-Messe nach Köln kam. Auch gab es auf der AMIGA-Messe keine Retro-Abteilung! (Das kam erst, als die Messe COMPUTER '#JAHR# oder HEW '#Jahr# hieß!)


    Es ging mir einzig darum, das man in Köln bereits Erfahrungen mit solchen Computerspiel- bzw. Fachmessen gesammelt hat und nicht, welche Systeme sie vertritt. Die Zielgruppe ist im Prinzip die gleiche geblieben und hat sich durch die Zusammenfassung mehrerer Computer- und Videospielplattformen in den letzten Jahren stark vergrößert. Das man da nicht immer einen perfekten Ablauf erwarten kann, sollte eigentlich klar sein. Das wäre auch in Frankfurt oder auf anderen Messen nicht anders. Die Frage ist halt nur, zu was die Veranstalter bereit sind und welche Kompromisse dafür eingegangen werden. Da gibt es immer etwas zu verbessern, siehe mein letzter Beitrag. Von daher lehne ich die Grundsätze, die in dem Artikel genannt wurden kathegorisch ab.



    Noch etwas: Ich habe gerade nachgelesen, ob es stimmt, weiß ich also nicht: 1991 waren über 60000 Besucher auf der AMIGA '91, auf der Gamescom 2014 waren wohl ungleich mehr, oder?


    Bei diesem Vergleich spielen gleich mehrere Faktoren eine Rolle: Erstens war es seinerzeit eine Fachmesse für AMIGA-User, zweitens stand der Kölnmesse damals wesentlich weniger Platz zur Verfügung. Meines Wissens waren das nur 2 Hallen, die einem jedoch bedingt durch die damals viel kleineren Stände viel größer als die heutigen Messen vorkamen (damals gab es noch eine breiten Gänge sondern nur einen Einlassbereich, der jeweils rechts und links über breite Treppen zu den Hallen hinauf führte). Das ist leider ein Manko, das man den heutigen Messen ankreiden muß: Höher, Größer, Lauter...aber bis auf wenige Ausnahmen mit viel weniger Interessanten Inhalten. Eine davon ist halt der Retrogaming-Stand, der im Prinzip schon fast eine Messe für sich darstellt. Von den knapp 335.000 Besuchern, die diesmal auf der Messe waren wußten wahrscheinlich nichtmal die Hälfte, das es so eine Ausstellung gibt und wenn hätte es sie eh nicht interessiert. Von daher kann man froh sein, solange es noch die Besucher-Generation "AMIGA-Messe" und ihre neugierigen Nachkömmlinge gibt, denn das sind unsere Stammbesucher für die Zukunft.

  • Bei diesem Vergleich spielen gleich mehrere Faktoren eine Rolle: Erstens war es seinerzeit eine Fachmesse für AMIGA-User, zweitens stand der Kölnmesse damals wesentlich weniger Platz zur Verfügung.


    Merkst was? Du gibst mir mit meiner Meinung Recht, also hat sich das "Klientel" der Messe schon verändert:


    1. Gab und gibt es mehr (Computer)Spieler als Amiga-User, auch 1991


    2. Ist die Gamescom eine Fachmesse für Computerspiele aller Art, nicht nur für PS4 oder Xbox One oder, oder, oder und nicht nur für Wii, Win oder, oder, oder


    Ergo: Entweder verändert BIU oder die Köln-Messe was am Konzept oder man muss auf einem anderen, größeren Standort ausweichen! Und dabei ist es gelinde gesagt Scheißegal, ob Hannover, Frankfurt, Köln oder meinetwegen München oder Leipzig. Zumindest haben Frankfurt und Hannover erfahrung mit großen Messen und auch dort ist es egal, ob es sich um eine Automobilmesse oder um eine Computermesse handelt!

  • Moin!


    gartenzwerg: Da wird sich der Veranstalter aber freuen: Mehr als doppelte Kosten bei gleichbleibenden Ertrag. ;)


    Pssst, nicht die marktwirtschaftliche Rechnung erwähnen ;)
    Hauptsache genug Platz für die Besucher, von Wirtschaftlichkeit war keine Rede :whistling:


    MfG

  • Man kann einen Messeauftritt nicht einer sofortigen finanziellen Rentabilität gegenüberstellen.
    Ich habe erfahren, dass EA für ihren Messeauftritt 5 Millionen Euro investiert haben. Sowas muss man über längere Sicht sehen.


    Wir haben in diesem Jahr knapp 7.500 Euro für den Stand ausgegeben, davon machten die Spielestationen den größten Anteil aus, aber die haben wir ja im nächsten Jahr auch noch. Das war für uns recht viel Geld, für EA war das wahrscheinlich der Preis für die Tür des Versorgungsraums am Stand. Ist also immer relativ.


    Und ob das alles etwas gebracht hat, zeigen die kommenden Monate. Wir haben einige Kontakte zu Publishern und zu PR-Agenturen geknüpft. Wir haben die Leute von Vigamus (Museum in Rom) persönlich kennen gelernt und viele Leser haben uns besucht, was für uns das Wichtigste war. Neue Leser gab es auch ein paar.


  • Ergo: Entweder verändert BIU oder die Köln-Messe was am Konzept oder man muss auf einem anderen, größeren Standort ausweichen! Und dabei ist es gelinde gesagt Scheißegal, ob Hannover, Frankfurt, Köln oder meinetwegen München oder Leipzig. Zumindest haben Frankfurt und Hannover erfahrung mit großen Messen und auch dort ist es egal, ob es sich um eine Automobilmesse oder um eine Computermesse handelt!


    Die Köln-Messe verändert jedes Jahr etwas und sie wird auch in den nächsten Jahren noch einiges zu tun haben. Dafür machen wir uns als Aussteller stark, auch wenn es nur unseren Stand betrifft, der allerdings für viele Besucher der Hauptgrund ist die GC zu besuchen und das nehmen wir sehr ernst. Aber ich wehre mich strikt gegen irgendwelche voreiligen Umzugspläne und gegen vieles was in dem Artikel genannt wurde. Das tue ich nicht weil ich Kölner bzw. heimatverbunden bin sondern weil ich noch viel Potential bei dem Standort sehe, der längst noch nicht ausgeschöpft ist.

  • Hab hier doch nochwas nach zu reichen, dank unserem "Trebor". Hier das komplette Interview bzw. der Vortrag von Petro Tyschtschenko am Donnerstag mit einigen Auszügen seiner Erinnerungen, die er in seinem Buch veröffentlich hat. Da die Sprachqualität aufgrund der lauten Umgebungsgeräusche in der Messehalle sehr schlecht bzw. leise war, habe ich das versucht mit einem Filter ein wenig zu korrigieren. Über Kopfhörer sollte man es evtl. besser verstehen können.



    Viel Spaß beim Anschauen! :)

  • Lohnt sich der Aufwand (Auf-/Abbau, die vielen Stunden der Präsenz am Stand etc.) eigentlich für diejenigen, die sich am Retrobereich weniger aus idealistischen Gründen beteiligen sondern auch wirtschaftliche Ziele verfolgen, sprich auch etwas verkaufen bzw. potentiell neue Kunden erreichen möchten?


    Kommt wahrscheinlich immer drauf an, was du anbietest. Die Mehrzahl der Besucher waren Kinder und Jugendliche. Die sehen den Retro-Stand wohl eher als Kuriosität und testen das ein oder andere Spiel an, um mal zu sehen, was die Eltern und Großeltern so gespielt haben, würden aber wohl nie Geld dafür ausgeben. Wenn man dann noch was spezielles hat, wie mein MIDI-Cartridge, dann kann man die daran Interessierten an einer Hand abzählen (mal von den darauf installierten Spielen abgesehen). Mit denen kann man dann aber meist gut fachsimpeln und in Nostalgie schwelgen :) Von meinem Cartridge habe ich wegen dem Messeauftritt vielleicht 1-2 mehr Vorbestellungen.

  • So, hier mal ein paar Bildchen von meiner "Ecke".

  • Wenn Du mich so fragst...
    Hier noch ein paar Bilder, mit mir drauf:


    ... Immer auf die kleinen Dicken mit der Brille ... :(;)