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Samples zur Emulation von Laufwerks Geräuschen gesucht

  • Bin Filmtonmeister und habe ein Tonstudio.

    Kann ich gern mal machen.

    klingt gut, danke.

    Wie hättest du es gerne? Im schalltoten Raum, im Zimmer, mit Gehäusedeckel drauf, oder ohne Gehäusedeckel?

    Im Sinne der Authentizität und Hörgewohnheiten würde ich eine Aufnahme mit geschlossenem Gehäuse in einem normalen nicht ganz schalltoten Raum im üblichen Hörabstand von 0,5-0,8 Meter ansetzen, Winkel von vorne, Laufwerk auf Tischplattenhöhe, mit glatter, etwas reflektierender Tischplatte. Dann dürfte es so klingen, wie es die meisten User in Erinnerung haben von ihren eigenen Geräten.

    Was meinste?

  • Wie hättest du es gerne? Im schalltoten Raum, im Zimmer, mit Gehäusedeckel drauf, oder ohne Gehäusedeckel?

    Im Sinne der Authentizität und Hörgewohnheiten würde ich eine Aufnahme mit geschlossenem Gehäuse in einem normalen nicht ganz schalltoten Raum im üblichen Hörabstand von 0,5-0,8 Meter ansetzen, Winkel von vorne, Laufwerk auf Tischplattenhöhe, mit glatter, etwas reflektierender Tischplatte.

    ja genau so... klingt gut.

    Da bin ich froh, das sich jemand zu dem Thema auskennt. Ich hätte das Mikro dran gehalten und gehofft, dass der Nachbars Hund nicht anfängt zu kläffen.


    Ich habe gerade den Header einer WAV Datei vor mir. Folgendes würde ich berücksichtigen:

    Kanäle: 1 oder 2 (wenn im 2. Kanal das gleiche Sample ist ... kein Problem)

    PCM (2 byte pro Kanal) oder Float (4 byte pro Kanal ) beides möglich

    Sample Rate: Je nach User Einstellung generiert der Emulator: 44100 oder 48000 Hz, wobei 48000 Hz bei den meisten Karten nativ ist. Sollten die WAV's mit den Laufwerks Geräuschen eine andere Sample Rate als die vom Nutzer Ausgewählte aufweisen, wird resampled. Also auch hier keine Vorgabe.

    Wenn man es perfekt machen will, muß man auch berücksichtigen, daß unterschiedliche Schrittgeschwindigkeiten sich auf das Resonanzverhalten auswirken.

    Und nicht zu vergessen, die Geräusche, die entstehen, wenn man es mit der Geschwindigkeit übertreibt, und die Mechanik nicht mehr mit kommt. Da gibt es zudem sicher einen großen Toleranzbereich, wo dieser Punkt erreicht ist.

    Und dann gibt es natürlich auch noch so schrottige Disketten, die besonders unruhig und laut laufen.

    Da hast du schon Recht. Der Aufwand ist jedoch alles andere als trivial. Man muss die Geräusche generieren, anstatt vorgefertigte WAV's zu verwenden. Der Schrittmotor erzeugt bei zu schneller Ansteuerung hochfrequente Töne, die je nach zeitlichem Abstand der Ansteuerung variieren.

    Unter'm Strich ist der Mehrwert begrenzt in Hinsicht zum Aufwand. Keine Ahnung ob ich das irgendwann mal versuche.

  • Das heißt dann 48kHz bei 16bit. Das ist DAT-Qualität.

    Ich nehme standardmäßig immer alles in 48kHz/24bit auf, das passt also.

    Das wandelt man dann in 16bit am Schluss.

    Ich werde dann die Aufnahmen sowieso behalten, das heißt man kann sich hinterher noch etwas anderes daraus wandeln, falls nötig.

    Das Laufwerk und das Mikrofonierung-Setup werde ich mir auch merken, sodass man bei Bedarf vielleicht noch mal ein extra Geräusch aufnehmen kann im selben Setting.

  • Ich baue es dann so, dass in einem Emulator Ordner "sounds/floppy/" Unterordner liegen. Jeder dieser Unterordner kann z.B. für ein Laufwerk Model stehen oder auch alternative Sounds für ein bestimmtes Model enthalten.

    Der Nutzer kann jederzeit einen Ordner ergänzen. Der Emulator listet dann die gefundenen Ordner Namen zwecks Auswahl für ein Drive Sound Profil.

    Später kommt noch "sounds/tape/" hinzu, nach dem gleichen Prinzip.

  • Wow, das wird hier sehr professionell angegangen. :thumbup:


    Um möglichst authentisch wie damals zu sein, bitte unbedingt noch ein gelegentliches Rufen der Mutter "Ist jetzt endlich mal Schluss mit dem Computer spielen? Der Müll muss noch raus!" eInbauen. :bgdev

  • Man muss die Geräusche generieren, anstatt vorgefertigte WAV's zu verwenden.

    Das ist sicher auch ein machbarer Ansatz. Mododrum hat gezeigt, daß umfangreiche Schallsimulation heutzutage machbar sind. Das erzeugt sehr realistische Schlagzeugtöne, ohne auf Samples zurück zu greifen. So eine Floppymechanik müßte sich doch auf die gleiche Weise simulieren lassen.

  • Um ehrlich zu sein habe ich die Drive Sounds im UII+ deaktiviert, da sie sehr unangenehm klingen und so gar nicht wie meine 1541 (deutlich dumpfer)

    Möglicherweise liegt es am Klangkörper in dem kleinen Cartridge.

    Sie waren bei mir by default relativ laut und somit nervig, ja.
    Ich hab die Lautstärke ziemlich runtergedreht und bin eigentlich ganz zufrieden damit.
    Ich "höre", wenn was geladen wird, mehr brauche ich eigentlich nicht.

  • Wenn Du grad dabei bist, kannst Du auch ein Sample mit Schnellader aufnehmen? Die schnelleren Trackwechsel klingen meiner Meinung nach anders als die normalen...

    In VICE sind 2 Stepper WAV's im Einsatz, eines für Tracks kleiner 18 und eines für höhere Tracks. Zudem wird die Abspiellautstärke der Steps mit zunehmenden Tracks gesenkt.

    Werden die Step Geräusche tatsächlich leiser beim Steppen zu höheren Tracks ?

  • im üblichen Hörabstand von 0,5-0,8 Meter

    Ist das schlau? Bei der Wiedergabe wird der Lautsprecher ja vermutlich auch in etwa diesem Abstand stehen. Für Kopfhörerwiedergabe wäre es natürlich so am besten.

  • im üblichen Hörabstand von 0,5-0,8 Meter

    Ist das schlau? Bei der Wiedergabe wird der Lautsprecher ja vermutlich auch in etwa diesem Abstand stehen. Für Kopfhörerwiedergabe wäre es natürlich so am besten.

    Das Mikrofon wird natürlich nicht unbedingt 80cm weit weg stehen. Allerdings auch nicht direkt dran. Faustregel ist immer erst mal halber Abstand.

    Der Sound muss sich ja "entfalten", da muss man dann mit verschiedenen Abständen und Positionen experimentieren. Wenn du eine Geige aufnimmst, brauchst du auch einen gewissen Abstand, damit das Klangvolumen voll da ist. Sonst hörst du nur den Direktschall der Saiten und nicht die volle Resonanz des gesamten Instruments.

    Der Raum sollte natürlich möglichst neutral (aber nicht ganz schalltot) sein und bei der Aufnahme größtenteils rausgehalten werden, also keine Kugel als Mikro nehmen sondern eher ein MKH 40 oder MKH 50. Ich glaube es wird das 50er.

    Ein anderes Problem wird natürlich das Wiedergabegerät sein. Also der Lautsprecher. Ob der das volle Spektrum der Aufnahme entfalten kann, oder ob das dann einfach blechern und billig klingt wie im Ultimate II. Da könnte man auch über eine Stereo-Aufnahme und -Wiedergabe nachdenken, damit das nicht so spottig klingt sondern wie ein ganzes Gerät., was ja auch eine gewisse Größe und auch einen großen Resonanzkörper hat in Form des halbleeren Gehäuses hat.

  • Da könnte man auch über eine Stereo-Aufnahme und -Wiedergabe nachdenken

    support für mögliche Stereo Wiedergabe bereite ich vor.

    Wenn in den Meta Daten des WAV 2 Kanäle eingetragen sind, werden diese jeweils in die beiden Kanäle des Emulator Audio Streams rein gemixt.

    Bei einem Kanal wird dieser dann gleichermaßen in beide Kanäle gemixt.

  • Das heißt, wenn Stereo, dann muss das auf jeden Fall eine monokompatible Mikrofonierung sein, kein AB oder so.

    Wir können ja mal mit einer Mono-Aufnahme anfangen, und schauen, wie sich das anhört, ob das in die richtige Richtung geht. Darauf kann man dann ja aufbauen.

    Je nach Wiedergabesystem kann der Raumeindruck ja dann auch beim Abspielen einer Monoaufnahme entstehen.

  • In VICE sind 2 Stepper WAV's im Einsatz, eines für Tracks kleiner 18 und eines für höhere Tracks. Zudem wird die Abspiellautstärke der Steps mit zunehmenden Tracks gesenkt.

    Werden die Step Geräusche tatsächlich leiser beim Steppen zu höheren Tracks ?

    Ja, bei den meisten Floppys ist das tatsächlich so. Die höheren Tracks hört man dann manchmal gar nicht mehr.

    Allerdings klingen die Laufwerke sowieso alle irgendwie anders. Ich habe bestimmt 50+ 1541 Laufwerke, aber keines klingt wie das andere. Weder der Stepper, noch der Antrieb.

    Longboard, Shortboard, Alps, Mitsumi, Newtronics...

    Dass Floppys mit Longboard und Shortboard anders klingen, ist logisch. Die Platine ist beim Short halb so lang wie beim Long, und viel mehr von der Mechanik ist frei beim kurzen Board. Beim Longboard ist ziemlich die ganze Mechanik abgedeckt. Das heißt ich behaupte jetzt einfach mal, von der Logik her, dass beim Shortboard die Unterschiede zwischen den oberen und unteren Tracks größer ausfallen werden im Sound.