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C64 Spiele, die Ihr nie geschnallt habt...

  • ...vielleicht bis heute? :D


    Benji. Ohne jetzt zu googlen, ob es der volle/richtige Titel ist - zumindest hieß es auf einer meiner Sicherheitskopiedisks daaamals™ so - womit es quasi offiziell wird :D

    Benji war glaube ich irgendwas mit nem Hund (den man retten sollte? "Space Rescue"?), wie wo was warum habe ich aber daaamals™ (bis heute - aber aktuell auch nicht mehr versucht) nie geschnallt.

    Es hatte glaube ich ganz geile Musik + geiles Intro (für frühe C64 Games), die ich mir immer gerne anhörte/mir gerne reinzog, aber was musste man machen? Keine Ahnung.

    Warum ich nicht einfach in die Anleitung schaute? Die hatte mein Hund gefressen (Benji?). Ok, der war natürlich in Wahrheit genauso wenig vorhanden wie das Handbuch (gilt natürlich für alle anderen Games in der Liste).

    Zumindest fand ich beim planlosen Herumhämmern auf die Tastatur irgendwann heraus, dass Benji in Basic war (wenn ich mich richtig entsinne, zumindest z.T.), da ich unfreiwillig aus dem Programm ins Basic flog.


    Mule. Ja heute ein Klassiker, hochgelobt. Aber auch das lud ich daaamals™ nur gerne immer mal wieder kurz ein, um das coole Intro, die geile Mukke (wieder für frühe C64 Spiele) zu hören.

    Worum gehts? Was muss man machen? Keine Ahnung. Irgendwas mit Wirtschaftssimulation (gähn)?


    Monty on the Run - was man im trashigen Gewimmel wirklich machen soll? Zero Ahnung. Auch hier wieder (immer wieder) mehr als (bahnbrechend geile) Musikdemo geladen *g*


    Frankie Goes To Hollywood, oder wie das Spiel um die Band genau hieß (Fun Fact - "Band" triffts nicht ganz genau :D). Alles dito wie oben (aber kurioserweise ausgerechnet hier ohne gute Mukke)


    Sentinel vom Großmeister Geoff Crammond (Stunt Car Racer, etc). Ich fand zumindest den unheimlichen Look geil - ansonsten gabs auch von mir (in dem Fall ebenfalls bis heute ) nur ein großes Fragezeichen (allerdings auch ohne Ehrgeiz/Lust das zu ändern, da ich zumindest das Genre (Logikspiel, etc) erahnte (doppelgähn) ). *g*


    Und - last but not least - Impossible Mission. Habe ich mehr als (saugeile) Speechdemo geladen (extra in den Abgrund gesprungen), das Ding war ja so gut, dass ich beim ersten Mal hören der Introspeech dachte, mein Kumpel will mich verarschen, und hat einen Kassettenrecorder mit Sprachtape unterm Computertisch versteckt :D

    Ja irgendwas mit Puzzeln muss man machen. Wie genau? ? Kann sein, dass ich irgendwann mal ein Solve aus ner BBS (Mailbox) probierte. Aber das habe ich auch schon wieder vergessen.... *g*


    So das wars erstmal von mir - jetzt seid Ihr dran... :D

  • Das schlimme ist, dass manche Spiele ihren Zauber/Reiz verlieren, sobald man dann mal wirklich weiss, was man machen muss. Mir ging es so mit "Dino Eggs", ich hatte da irgendwie mehr Tiefe reininterpretiert. Dass man da irgendwie Dinos zuechten muss und sowas. Letztendlich ist es aber doch "nur" ein Arcade-Plattformer, bei dem man Punkte sammeln muss. Trotzdem charmant und mit einer eigenen Note, aber irgendwie auch enttaeuschend wenn man sich mehr drunter vorgestellt hatte.


    Neulich habe ich mir mit daimansion mal "Robin of the Wood" genauer angeschaut, weil wir da beide auch nicht wussten, was man da eigentlich machen muss, es aber frueher auch immer gerne gespielt hatten, weil die Musik so cool war und weil es irgendwie spannend war, im Wald herumzulaufen. Schliesslich haben wir dann doch ein Longplay angeschaut und waren am Ende total enttaeuscht, weil das Ende sehr abrupt war und wir erst durch Nachlesen im C64-Wiki herausgefunden hatten, was eigentlich der Schluss bedeuten soll.


    Bei den Spielen Spy vs. Spy, Paradroid, M.U.L.E hab ich damals als Kind schon selbst herausgefunden, was man machen musste, was mich doch ein bisschen stolz macht, so ganz ohne Anleitung. Allerdings gibt es dennoch Aspekte, die ich erst spaeter so richtig verstanden habe, als ich nochmal im C64-Wiki nachgelesen hatte oder mir andere Spieler das Spiel nochmal aus ihrer Perspektive gezeigt haben. Aber so zu 80-90% habe ich diese Spiele damals durch Rumprobieren verstanden.

  • Für Paradroid und Impossible Mission hatten wir einen großen Bruder der einen Kumpel hatte der jemand auf dem Schulhof kannte...das ging schon.

    Bei uns waren es meist so profane Dinge wie einzelne Diszipline in Summer / World - Games (Bullenreiten, irgendwer??) Hab es dann auch vieeele Jahre später mit Anleitung nicht gecheckt. Dann fält mir noch spontan "Apollo-18" ein...

  • Ach, da gab es eine ganze Menge. Hatte ja praktisch nie eine Anleitung. Also ging es damit los, daß ich versucht habe rauszufinden, was man überhaupt machen kann/muß bzw., welche Tasten etwas bewirken bzw. welche Worte ein Parser versteht. Und dann war ja damals einfache Zugänglichkeit nicht unbedingt ein allgemein anerkanntes Designkriterium. Im Gegenteil waren gerade Adventures eher so aufgebaut, möglichst unzugänglich zu sein, und es wurde gefeiert, wenn es nach Monaten jemand geschafft hatte, ein Spiel erstmals durchzuspielen. Und das lag nicht daran, daß die Spiele umfangreich oder komplex waren, sondern nur daran, daß sie man an vielen Stellen mehr oder weniger raten mußte, was das Spiel überhaupt von einem will.


    Insofern habe ich am C64 nicht sonderlich viele Spiele wirklich durchgespielt. Selbst wenn ich irgendwann herausgefunden hatte, was ich machen muß und wie ich es machen könnte, haben übertriebener Schwierigkeitsgrad, schlechtes Design und fehlende Speichermöglichkeit meinen Willen meist schnell gebrochen, ein Spiel wirklich durchzuspielen. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis mußte halt in irgendeiner Relation stehen und meist tat es das für mich nicht.


    Aber um ein konkretes Beispiel zu nennen: meine Schwester hatte das Spiel "Frankie goes to Hollywood" als Original auf Kassette , also habe ich versucht es zu spielen. In diesem Fall hatte ich sogar eine Anleitung. Also bin ich mit einer einfarbigen Figur durch eine englische Vorstadt gerannt, aber hinter den Türen waren nur unzusammenhängende Minispiele und man konnte Dinge aufsammeln, deren Sinn sich mir nicht erschloß. Das gesamte Szenario und die technische Umsetzung waren aber so mau, daß ich auch keine Lust hatte, da viel mehr Zeit zu investieren. Also landete es auf dem riesigen Stapel an C64-Spielen, die ich niemals ernsthaft gespielt habe.


    Aber wie gesagt: da gab es viele Spiele, deren Bedienung mir dermaßen obskur vorkam, daß ich sie nach wenigen Minuten als buggy oder für mich unspielbar abgehakt hatte. Darunter auch bekannte Sachen wie Tusker und Eye or Horus. Und bei Eidolon habe ich nach all den Jahren immer noch nicht so ganz kapiert, was ich da genau machen soll bzw. wie ein Spieldesigner damals denken konnte, daß das Spaß machen könnte.

  • Und bei Eidolon habe ich nach all den Jahren immer noch nicht so ganz kapiert, was ich da genau machen soll bzw. wie ein Spieldesigner damals denken konnte, daß das Spaß machen könnte.

    Ich merke schon - es ging viel mehr Leuten so wie mir als ich dachte :D


    Ach was war das für ein toller Moment, als einem der Kumpel verriet, dass man bei Raid over Moscow die F7 Taste drücken muss, um das Tor aufzukriegen. War man doch vorher immer nur blöd in der Halle herumgeflogen, um irgendwann an der Wand zu zerschellen...

    :D


    Bei mir war in der Game-Hint-Ecke der BBS meines Vertrauens die Rettung. Also kurz online gegangen, und weiter gings...

  • Ach was war das für ein toller Moment, als einem der Kumpel verriet, dass man bei Raid over Moscow die F7 Taste drücken muss, um das Tor aufzukriegen. War man doch vorher immer nur blöd in der Halle herumgeflogen, um irgendwann an der Wand zu zerschellen...

    Ja, das sind so Sachen, bei denen man sich auch heute noch fragt, was die Spieledesigner damals so geritten hat.

  • Ach was war das für ein toller Moment, als einem der Kumpel verriet, dass man bei Raid over Moscow die F7 Taste drücken muss, um das Tor aufzukriegen. War man doch vorher immer nur blöd in der Halle herumgeflogen, um irgendwann an der Wand zu zerschellen...

    Ja, das sind so Sachen, bei denen man sich auch heute noch fragt, was die Spieledesigner damals so geritten hat.

    Naja heute ists mit dem an die Hand nehmen bei diversen Railshootern, etc auch wieder zu krass. Wir musste es uns daaamals™ noch schwer erarbeiten, überhaupt zu schnallen was los ist (und das ohne Handbuch!!!11!!).


    Und heute?


    Oh ja - Du hast irgendwann im "richtigen" (in nem unendlich großen Zeitfenster) Moment X auf dem Joypad gedrückt? Oh die ganze (Spiele) Welt dankt Dir für das Besiegen des Drachens - und Du bekommst 10 Cutszenes später 100000 Boni....

    Da lobe ich mir bockschwere eher anachronistische Titel wie Star Citizen (ok ein Spiel gibts da aber auch (noch?) nicht :D), die

    wieder in der Beziehung (sperrige Bedienung) was von daaamals™ haben (auch wenn die Highendgrafik natürlich das Gegenteil ist - aber vom ungeschliffenen Du-must-selbst-schnallen-was-los-ist-Kern) 8)

  • Na ja, Railshooter waren mal in den Neunzigern oder "Nullern" angesagt. Heute sind "große" Spiele halt teils wirklich sehr umfangreich und da wird man am Anfang etwas an die Hand genommen, um die Spielemechanismen zu erklären. Einige Spiele übertreiben es damit, aber grundsätzlich ist etwas Unterstützung am Anfang einer Spielzeit von >40h schon nicht schlecht. So einen Umfang und eine solche Komplexität gab es halt früher einfach nicht. Und das hat man mit übertriebener Schwierigkeit und absichtlich schlechter Zugänglichkeit wieder wettgemacht.

  • Och da fällt mir ne ganze Menge ein wo ich keinen Plan hatte / habe :gruebel:
    Das schon genannte Benji
    Cyborg
    Mandroid
    Nexus
    Gribblys Day Out
    Countdown to Meltdown
    Deathscape
    Captain Blood
    CHOLO
    Koronis Rift
    Miami Vice
    Nether Earth
    PSI 5 Trading Company
    Scarabaeus
    Shadowfire
    Tau Ceti
    Give my Regards to Broadstreet...

    Wird Zeit die Dinger mal wieder auszugraben :thumbsup:

  • Moin!


    Mir fehlt noch Ghostbusters ein, das ich wegen der Musik und dem Sprachsample immer wieder gestartet hatte. Wieso ich dann immer weiter Geister einfangen musste - kein Plan ?(

    Oder To be on Top - sinnlos durch die Gegend laufen :grab1:

    Durch Montys Longplays habe ich erstmal einige Spiele nach all den Jahren verstanden :thumbsup:

    MfG

  • Mir fehlt noch Ghostbusters ein, das ich wegen der Musik und dem Sprachsample immer wieder gestartet hatte. Wieso ich dann immer weiter Geister einfangen musste - kein Plan

    Ausgerechnet Ghostbusters gehört zu den wenigen Spielen auf dem C64, die ich mehrfach durchgespielt habe. Da gab es ja auch dieses System mit einem Code, damit man nicht wieder ganz von vorne anfange mußte. Eigentlich hatte Ghostbusters für diese Zeit ein recht modernes Spieldesign.

  • Ich glaube ich habe ca. 90% der Spiele in meiner Diskettenbox nicht richtig verstanden. Was wohl auch an der fehlenden Bedienungsanleitung gelegen haben könnte. Vielleicht ist das aber auch der Grund, warum sich der C64 heute wieder so großer Beliebtheit erfreut. Weil man mit Hilfe des Internet endlich herausfinden kann, was man damals verpasst hat.

  • Archon...hab ich damals nie verstanden. Und bis heute mich nicht mehr motivieren können, mich damit nochmal zu beschäftigen.

    Echt? Archon (I+II) fand ich damals auch toll. Heute sind mir die Kämpfe halt etwas zu krude, um ehrlich zu sein.


    Viel schlimmer fand ich die ganzen Actionadventures, wo man überhaupt nicht wußte, wie man was in welcher Reihenfolge machen sollte. Oder Adventures, wo man man unter Zeitdruck genau den richtigen Satz eingeben mußte und ansonsten sofort abgekratzt ist und von vorne anfangen oder zumindest ewige Ladezeiten erdulden mußte.

    Nicht zu vergessen im Prinzip faszinierende Sachen wie Mercenary, bei denen man aber völlig alleine gelassen wurde, was man wie zu tun hat. Und das natürlich unter Zeitdruck und ohne Speichermöglichkeit.

    Alles in allem haben Spiele früher eine extrem hohe Frustrationstoleranz vorausgesetzt...


    Weil man mit Hilfe des Internet endlich herausfinden kann, was man damals verpasst hat.

    Oft ist das halt aber auch etwas enttäuschend. Ich fand in den 80ern "Mask of the Sun" total faszinierend. Aber wegen der langen Ladezeiten und des teils bizarr hohen Schwierigkeitsgrades habe ich erst vor kurzem von einem selbst per Disk2Easflash erstellten EF-Image durchgespielt. Um die Konvertierung zu prüfen, habe ich eine Anleitung im Internet benutzt. Und was soll ich sagen: wo ich faszinierende Abenteuer in Pyramiden der Azteken erwartet hatte, gab es nur ein recht schlichtes Mini-Adventure mit weitestgehend dummen Rätseln, das durch unfaires Design, garstige (unmögliche) Labyrinthe und lange Ladezeiten den Eindruck von Spieltiefe vermittelte. Ohne die Ladezeiten und mit einer Lösung konnte man es in ein paar Minuten durchspielen.


    Um es mal ganz hart zu sagen: die meisten Spiele auf dem C64 waren einfach keine guten Spiele. Es waren andere Zeiten und man kannte es nicht besser, aber man sollte das nicht zu sehr durch die rosarote Brille sehen.

    Es gab aber halt auch ein paar Sachen, die für die Zeit innovativ und toll waren und die auch heute noch Spaß machen.