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Apple Macs mit ARM-Prozessoren

  • DivZero du bist aber ganz schön negativ auf Apple zu sprechen ... Da schwingen in deinen Beiträgen ja so viele negative Wörter mit wie "übel" "wer das toll findet, dem ist nicht zu helfen ..." etc. nimmst du das nicht etwas zu emotional, vielleicht fast dogmatisch ? .... Schau mal es haben hier manche Apples Produkte echt gerne und freuen sich über sie ... denen stösst du damit aber ganz schön vor den Kopf, die ärgern sich dann ja ... oder etwa nicht ?... es müssen ja andersherum ja auch nicht alle deine "Arbeitstier"-Plattform Windows so super toll finden ...


    Naja, es gibt schon einige gute objektive Gründe, Apple für "übel" zu halten:


    1. Ersatzteile gibt es erst mit Jahren Verspätung auf dem freien Markt (

    )

    2. MacOs telefoniert bei jedem Starten einer App unverschlüsselt nach hause (https://sneak.berlin/20201112/your-computer-isnt-your)

    3. iOS erlaubt nur Apps von Apples Gnaden. Selbst eine normale Unix Commandozeile ist da ein Grenzfall. War letztens auf Heise, finde den Link gerade nicht.

    4. Bei einem der Betriebssysteme (iOS?) wird der Netzwerksverkehr von Apple vor den Firewalls von Drittanbietern versteckt, so dass dieser nicht blockiert werden kann. Auch z.B. Heise.


    Meiner Meinung nach mehr als genügend Grunde, die Firma nicht zu mögen und keine Geräte von denen zu kaufen. Aber da hat sicherlich jeder seine eigenen Prioritäten.

  • Man hat sehr schnell gemerkt dass das OS alles andere als stabil ist oder intuitiv.

    MacOS ist für Leute die vorher kein Windows benutzt haben sehr intuitiv. Aber wer Windows schon eine Weile benutzt hat muss erst einmal einiges vergessen/verlernen. Als ich das erste Mal einen Mac benutzt habe war ich vorher auf Linux und Amiga unterwegs gewesen. Da war ich beim Mac schnell drin.

    Ich bin von Windows auf Apple umgestiegen und habe das keinen Tag bereut. ich möchte mit dem System arbeiten und mich nicht andauernd mit Updates und andern administativen Sachen beschäftigen. Apple bietet mir das. Ist zwar am Anfang eine Umstellung, wenn dann aber Dinge einfach funktionieren, kommt Freude auf. und die Migration von Windows auf MacOS war auch recht einfach. :thumbsup:

  • iOS erlaubt nur Apps von Apples Gnaden.

    Damit habe ich keine Probleme. Auf meinem Telefon will ich nicht rumbasteln, das soll einfach funktionieren und das bekomme ich mit iOS. Da sind andere Features für mich wichtig, unter anderem ein komplettes Backup und einfacher Restore.


    Ich habe genug Rechner auf denen ich alles selbst machen kann, vom Pi Zero bis zum Linux-Desktop.

  • ich möchte mit dem System arbeiten und mich nicht andauernd mit Updates und andern administativen Sachen beschäftigen.

    Geht mir genauso, ich habe auch keinen Tag bereut, nicht bei Apple geblieben zu sein, und mit so einem Update komme ich schon klar, andere administrative Sachen habe ich nicht, außer mal ne Software zu installieren oder wieder runter zu schmeißen.


    Ok, ich klinke mich dann auch hier aus und sehe auch keinen Sinn darin hier weiter zu schreiben warum ich Windows für das weit aus bessere System halte. Bleibt ja doch jeder bei seinem OS und das ist ja auch gut so. Ich will hier keinen aus dem goldenen Käfig holen.


    Mein Fall war MacOS nicht, klingt für Apple User vielleicht unbegreiflich, is aber so.

  • Es ist das einzige moderne OS ohne Paketverwaltung.

    Wie kommst du darauf? Genauso wie es in OSX eine für Normalnutzer kaum sichtbare und von vielen Programmen umgangene Paketverwaltung gibt (pkgutil), gibts in Windows ebenfalls eine schlecht sichtbare selbige, die fast nur im Zusammenhang mit dem Microsoft-Store verwendet wird, erreichbar Get-AppxPackage usw. in Powershell.


    Nein, komplette Ordner in /Applications ziehen bzw. von da in den Trash ist keine Paketverwaltung - da wird zB beim Löschen nur genau dieser Ordner entfernt, aber nicht die restlichen Daten, die die App im Dateisystem verstreut hat.

  • Sorry Retrofan, klar tangiert mich Apple nicht bei meiner täglichen Arbeit mit dem Computer, wie auch? Gibt doch kaum Apple Computer in den Firmen, in denn ich bis jetzt unterwegs war,

    Wie sagt man da: Anekdotische Evidenz. Wenn es nach meiner persönlichen Erfahrung ginge, müsste Apple 70% Marktanteil bei Smartphones und 30% Marktanteil bei PCs haben. Ist aber nicht der Fall. Von daher weiß ich, dass ich nicht von mir auf andere schließen kann/sollte. ;)


    Die CPU-Entwicklung darf ich doch aber trotzdem interessant finden, oder nicht?

    Klar darfst du – aber warum schreibst du dann so wenig über CPUs und so viel darüber, dass du Apple nicht magst?


    Was habe ich denn groß mit dem OS zu tun, 99% arbeite ich mit den Programmen die auf dem OS gestartet sind.

    Wie gesagt – bei dir mag das sein, bei mir aber nicht. Ich arbeite sehr viel auf dem Desktop und verwende die Volltext-Suche oder selbst angelegte Automatismen oder die Tagging-Funktion des Finders, die ausgeklügelte Spaces-/Fensterverwaltung etc. Deswegen haben wir vielleicht auch unterschiedliche Meinungen, was das OS angeht.


    Macht Windows hier Probleme?

    Das hat sicherlich niemand behauptet. Es gibt aber macOS-Funktionen (s.o.), für die ich bei Windows keine adäquate Entsprechung finde.


    Selbst Grafikprofis macht doch Apple immer unglücklicher:

    keine 10Bit Farbkanäle
    keine NVidia GPUs
    fast nur fest verbaute Intel Grafik
    OpenCL aus der Steinzeit
    OpenGL deprecated
    kein Vulkan

    10 Bit können macOS und die iMac-Bildschirme seit 2015. Ob nun AMD und Nvidia – ist doch auch nur ein weiterer Grabenkrieg. In meinem MacBook steckt z.B. eine NVIDIA GeForce drin. OpenCL hat Apple sogar selbst entwickelt und der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt und Vulkan kam für Apple zu spät – da hatten sie schon Metal entwickelt, um vom langsamen OpenGL wegzukommen (Ansonsten gibt es ja noch MoltenVK, ein Vulkan-Wrapper für Metal). Als Grafikprofi fühle ich mich auf dem Mac nach wie vor besser aufgehoben als anderswo.


    Wenn die denken, dass irgendjemand CAD- und 3D DCC Systeme, an denen seit meist über 25 Jahren entwickelt wird, mal eben für sie auf Metal portiert, dann sind sie schief gewickelt

    Naja, das von mir favorisierte 3D-Programm Cinema 4D ist schon lange auf Metal portiert und der M1-Port ist angekündigt. OGRE Next läuft schon auf Metal, ebenso Otoy Octane X. Rhino wird z.Z. an Metal angepasst und typische 3D Gaming Engines, wie Unity, Untold4D oder Unreal Engine (und damit darauf aufbauende Games) laufen auch schon länger auf Metal.


    David McGavran, Maxon CEO: “Apple has a knack for developing groundbreaking technologies and M1 is no exception. The new systems deliver industry-leading speed and power, with high performance GPUs. For a 3D artist, these speed and efficiency gains will be invaluable to the creative process. Cinema 4D running on M1 will deliver a world-class workflow experience.”


    Dann dazu das Problem, daß bei Windows und MacOS das aktive Fenster zwingend im Vordergrund ist. Das kann nerven wenn man aus Fenster A Daten braucht und in Fenster B eingeben will.

    Beim Mac ist das nicht unbedingt der Fall. Ich kann Hintergrundfenster anfassen, verschieben, skalieren und per Mausrad SCROLLEN – nur wenn ich einen Button anklicken will, hole ich es durch den Klick nach vorne. Die Lösung finde ich perfekt, um mit mehreren Fenstern gleichzeitig zu arbeiten.


    Weiß eigentlich jemand, ob der M1 AV1 (Videocodec) in Hardware dekodieren kann?

    Laut CPU-Monkey: Ja. Wie weit das aber schon abgeklopft ist, kann ich nicht sagen. Deshalb vielleicht auch die 20h Videoplayback pro Akkuladung beim MacBook Pro 13".


    Bis ich gerafft habe dass es meine geliebte Entfernen Taste nur per Shortcut gibt

    Ich habe die noch nie genutzt/vermisst. Aber bei der internen DIN-MacBook-Tastatur ist es fn/Backspace – das sollte für gewiefte Computernutzer machbar sein.


    MacOS ist für Leute die vorher kein Windows benutzt haben sehr intuitiv.

    Die Sache ist halt, dass man sich an jedes OS ein wenig gewöhnen muss und auch die Bereitschaft haben muss, Sachen mal anders anzugehen. Aber auch ich bin ab und zu genervt, wenn Sachen auf Windows nicht so funktionieren, wie auf macOS. Wenn ich z.B. ein Finderfenster oder einen Ordner auf einen Öffnen/Sichern-Dialog werfe, dann öffnet macOS das Verzeichnis im Datei-Dialog. Windows fängt dann an, wild Sachen herumzukopieren. Da kriege ich jedesmal einen Anfall. ;)

  • Nein, komplette Ordner in /Applications ziehen bzw. von da in den Trash ist keine Paketverwaltung - da wird zB beim Löschen nur genau dieser Ordner entfernt, aber nicht die restlichen Daten, die die App im Dateisystem verstreut hat.

    Es ist immer noch besser als der typische Windows-Software-Install. Nein, nicht der aus dem Appstore.

  • Beim Mac ist das nicht unbedingt der Fall. Ich kann Hintergrundfenster anfassen, verschieben, skalieren und per Mausrad SCROLLEN – nur wenn ich einen Button anklicken will, hole ich es durch den Klick nach vorne. Die Lösung finde ich perfekt, um mit mehreren Fenstern gleichzeitig zu arbeiten.

    Gerade nochmal überprüft. Mittels CMD-Taste kann ich sogar alle Elemente von Hintergrundfenstern anklicken, ohne dem Fenster den Fokus zu geben bzw. es nach vorne zu holen – und Scrollen, was ich am wichtigsten finde, um Infos auf den Screen zu bekommen, geht natürlich, wie schon gesagt, ohne Modifier-Key – überall, wo sich der Mauszeiger drüber befindet, auch in verschachtelten Controls. Mir gefällt das auf jeden Fall deutlich besser, als wenn meine Eingaben ins falsche Fenster gehen, nur weil ich aus Versehen (oder absichtlich) den Mauspfeil aus dem Fenster geschoben habe. Und gegenüber der starren MS-Lösung ist es ohnehin im Vorteil.

  • Ich habe ein Video gefunden, das einige Details und Einschränkungen noch einmal genauer beleuchtet:



    Und hier eines, wo sich der Videoschnitt-Profi schon auf die Pro-Chips für die "größeren" Macs freut, über die er erste Gerüchte gesammelt hat:


  • Und noch was allgemein zum diesjährigen Vorpreschen der ARM-basierten Rechner:


    Weltweit stärkster Supercomputer ist ARM-basiert

    "Die Top 500 der weltweit stärksten Supercomputer hat einen neuen Spitzenreiter. Der von RIKEN und Fujitsu entwickelte HPC Fugaku stützt sich auf eine ARMv8-A-Prozessorarchitektur und bringt es auf 415,53 Petaflops Rechenleistung." (2,8 Mal so schnell wie der jetzt zweitplatzierte IBM Summit mit Power9-CPUs + Nvidia Tesla GPUs)



    Apropos Supercomputer (wenn auch nicht ARM): Apple hatte auch mal einen Supercomputer in der Top 500 Liste. 2003 baute die Virginia Tech aus 1.100 Apple Power Mac G5 Rechnern (PPC) mit 12,25 Teraflops einen Hochleistungsrechner, der in der Liste auf Platz 3 einstieg. Später ist der mehrfach aufgerüstet worden und erreichte damit 2005 (2 Jahre sind bei Supercomputern eine halbe Ewigkeit) immerhin noch Platz 14. Betriebssystem: Mac OS X. Quelle: Wikipedia


  • Und noch was allgemein zum diesjährigen Vorpreschen der ARM-basierten Rechner:

    Na ja, was in der TOP500 verwendet wird sind nicht immer Chips, die man auch für seine normalen Computer verwenden will. Ein Beispiel dafür ist zB Blue Gene/L (November 2004 - Juni 2008), der aus 700MHz Dualcore-PowerPC 440-Chips zusammengebaut wurde als man bei Apple schon G5-Powermacs mit 1.8-2.5 GHz bekommen konnte.

  • was in der TOP500 verwendet wird sind nicht immer Chips, die man auch für seine normalen Computer verwenden will.

    Das habe ich ja auch nicht behauptet. Mir ging es eher um die Bandbreite, die ARM-Chips heute abdecken: Vom Handy, IoT-Ding und Homecomputer (Pi-400) über ganz normale Notebooks/PCs (Apple) bis hin zum Spitzenmodell unter den Supercomputern. Noch im Frühjahr dieses Jahres fehlten viele dieser Inkarnationen eines ARM-Rechners in so einer Aufzählung. Von daher, finde ich, kann man doch wirklich von einem wichtigen ARM-Jahr sprechen.

  • Schaut euch mal diese Grafik an.


    Ein Intel Core i9 10. Generation ist nativ langsamer, als eine X86 Emulation!!.

    Uff... Wow. Das ist krass.

    Also das kann jetzt wieder nicht repräsentativ sein! Wenn Rosetta JIT macht und der Test daraus besteht, die selbe Routine tausende Male aufzurufen, wäre das zwar möglich. Ich würde aber dagegen wetten, dass Du diese Performance bei Anwendungen im richtigen Leben siehst. Oder die haben den Intel Mac extra langsam gemacht :whistling:


    P.S. Wenn Du am Amiga Sysinfo in WinUAE mit JIT anwirfst, kommt da auch genau so eine Phantasienummer raus, weil der JIT die ganze Schleife zum Messen rauswirft, die im Endeffekt ja nichts sinnvolles macht.

  • Naja, wie gesagt... zum einen würde ich niemandem trauen, der kommentarlos einen Messwert eines JIT Compilers in eine Vergleichstabelle schreibt. Daher würde ich mit meiner Einschätzung mal ruhig warten, bis die c't oder eine andere seriöse Quelle Tests veröffentlicht.


    Mit solchen Vergleichstests kann man ziemlich alles belegen. Man macht 200 Tests und veröffentlicht genau die, die das gewünschte Ergebnis liefern. Aus dem Grund sollten z.B. auch alle medizinischen Studien vor der Durchführung angemeldet werden um genau diesen Effekt zu verhindern, dass nur genau die eine passende von 20 Studien veröffentlicht wird um einen falsche Eindruck zu erwecken. In dem Bereich gibt's da leider unrühmliche Beispiele.

  • Wie kommen Leute auf die Idee es waere ueberraschend, dass ARM a) verwendet wird und b) leistungsstark sein kann?

    Gab es da die Idee nicht vor vielen Jahren schon? Als ARM seiner Zeit aufgekauft wurde zB.

    Und Apple hat ja massiv am 64bit ARM gearbeitet seiner Zeit.

    Verstehe das Drama nicht so ganz.