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Erfahrungen zu optischen Stereo Mikroskopen

  • ich bin mittlerweile auch 50 Jahre alt und habe mir auch ein optisches Stereo-Mikroskop gekauft.

    Sehr geil - ich wills nicht mehr missen - gerade für SMD - perfekt !

    Ich nutze immer so ca. 8- 12 fache Vergroßerung - sonst wirds zwar größer aber der Arbeitsabstand und die sichtbare Arbeitsfläche verkleinert sich imho zu sehr.


    und mit der zusätzlichen Kamera können Andere über Monitor schön zuschauen :)


    Bin echt happy damit :)

  • Heute wieder bei Amazon:

    Angebot: SWIFT Optical Professionelles Niveau 10X / 20X-Vergrößerung Binokulares Stereo-Mikroskop mit Weitwinkel 10X und 20X Okularen, 2 Flexible LED-Licht, Schwenkbarem Auslegerarm, und Kamerakompatibilität https://www.amazon.de/dp/B07K9…C522?_encoding=UTF8&psc=1

  • Und heute auch das erste mal praktisch eingesetzt.

    Tagesaufgabe war Tausch der Sockel einner CBM 3040 gegen Präzisionssockel und Fehlersuche, warum das Laufwerk nicht mehr auf Befehle reagiert. Der Fehler war am Ende des Tages der Pin 22 Jumper am 6532 in UE1. Der Vorbesitzer hatte den schlecht aufgetrennt (und Pin 23 aus dem Sockel gebogen), um das LW als ID 14 zu betreiben. Pin 22 war je nach Luftdruck offen oder nicht, so dass das LW zwischen ID8 und 12 hin-und-hersprang.


    Obwohl es Throughholes waren, hab ich einfach mal das Mikroskop dazugenommen, zum live-löten und zur Musterung aller Pins, und meine Güte, was für ein Unterschied! Selbst bei solchen groben Dingen. Man *sieht* wie sich Pad und Pin erhitzen und man hat perfekte Kontrolle über die zugeführte Lotmenge, wirklich perfekte Kontrolle. Ja das ist auch so kein echtes Problem, aber so sah man wirklich jedes Miniproblem, zum Beispiel kleinste Blowholes des bestehenden Lots an einer Diode - die auch beim nachlöten entstehen wollten.

  • Einfach mal zum anschauen, als Tipp, wer es sich leisten will und kann. Ist leider schweineteuer, aber saugut:

    Vision Engineering Mantis.

    Ist ein Stereo-Sichtgerät, kein klassisches Mikroskop. Riesenvorteil von den Vision-Geräten: Riesige Sichtlinse statt Okulare. Für Elektronikanwendungen mit 4x und 8x-Objektiv zu empfehlen (hat 2-fach Objektivrevolver). 4x-Objektiv zum Löten (da ist noch genügend Platz zwischen Objektiv und Objekt und aiuch die Tiefenschärfe ist zum Arbeiten OK) und das 8x-Objektiv für Inspektionen (wie Lötbrücken bei SMD-Bauteilen, z.B. TQFP100 suchen). Kann mittlerweile auch auf LED-Beleuchtung umgebaut werden (passende LED-Lampen gibts bei Vision Engineering), dann kann man den nervigen Lüfter, der bei den originalen Halogenlampen zwingend notwendig ist, abklemmen. Die Lampen für den Umbau kosten aber zusammen auch rund 100€.

    Die alte Variante war eine Zeit lang auf Ebay relativ bezahlbar (deutlich unter 1000 Euro mit Objektiven) zu bekommen, mittlerweile werden nicht mehr so viele angeboten und die Preise sind enorm gestiegen. Es muss aber dringend gesagt werden, dass es viele Ersatzteile für das alte Modell nicht mehr gibt, es macht also keinen Sinn, ein Gerät in fragwürdigem Zustand zu erwerben (das gibts bei Ebay durchaus). Und die Objektive für das alte und für das neue Modell sind nicht kompatibel!

    Neu kostet sowas (aktuelles Modell, einfache Ausführung) ca. 3500€ ohne Objektive, pro Objektiv müssen (je nach Ausführung variieren die Preise) auch noch mal 500€ eiingeplant werden. Und alles plus MWSt.

    Hier gehts zur Hompage von Vision Engineering, wens trotzdem interessiert.

    Ich arbeite seit Jahren beruflich mit dem Teil (altes Modell) und möchte es nicht mehr missen, auch privat habe ich mir vor Jahren ein gebrauchtes Gerät gleichen Typs zugelegt.

    Noch besser ist natürlich das Lynx (davon haben wir in der Firma 1 Stück für die ganze Abteilung, die Mantis-Geräte hat in unserem Bereich jeder am Platz), das kostet aber 5-stellig.

  • Das Mantis hat sicherlich eine deutliche bessere Optik als die meisten "erschwinglichen" Stereomikroskope. Trotzdem habe ich es für Lötarbeiten zugunsten von meinem Mikroskop entsorgt.


    Die Nachteile vom Mantis:

    - Sehr unflexible Montage. Der Arm ist zu kurz und nur in einem sehr engen Bereich beweglich. Durch die auf-ab Scharfstellung wird der Bereich noch weiter begrenzt. Man muss also innerhalb eines sehr kleinen Bereichs seines Arbeitsplatz arbeiten.

    - Nur zwei Vergrößerungsstufen umschaltbar. Beim Umschalten muss über die Höheneinstellung die Schärfe korrigiert werden. Also kein flexibler Zoom mit scharfen Bild über den ganzen Vergrößerungsbereich.

    - Begrenzte nur in Stufen schaltbare Vergrößerung (meist 2,5x und 6x (selten auch mal 10x)). Mein Mikroskop kann 3x bis 35x durchgängig (immer fokussiert).

    - Bei größeren Vergrößerungen (> 6x) ist man sehr nahe mit dem Objektiv am Objekt (außer man nutzt ein nochmal teureres Spezialobjektiv). Also sehr wenig Platz (ca. 5cm) nach oben. Für viele Lötarbeiten vor allem mit Heißluft zu wenig um gut an die Bauteile zu kommen. Mein Mikro hat locker doppelt soviel Platz nach oben und legt, wegen seiner Bauform, selbst auch deutlich kleiner seitlich aus. Dadurch hat man viel mehr Platz um mit allerlei Werkzeug zu arbeiten.

    - Keine Möglichkeit eine Kamera anzuschließen.


    Der Hauptvorteil vom Mantis ist dass es eine hervorragende Optiken hat. Die Klarheit des Bildes und der Tiefeneindruck sind unübertroffen. Zum Sichten gibt es sicherlich nichts besseres. Zum löten schon.


    Mein Mantis:


    Arbeitsabstand 6x Optik (normal)....................und die 3 mal so teure 6x Optik (spezial).


    Ich glaube in irgendeinem Mikroskop Thread hatte ich die Bilder schon mal gepostet...:P

  • - Sehr unflexible Montage. Der Arm ist zu kurz und nur in einem sehr engen Bereich beweglich. Durch die auf-ab Scharfstellung wird der Bereich noch weiter begrenzt. Man muss also innerhalb eines sehr kleinen Bereichs seines Arbeitsplatz arbeiten.


    Jein. Wenn Du das Stativ seitlich voin Deinem Arbeitsplatz (statt hinten) anbringst, wirds deutlich flexibler. Ich habe darunter eh so einen Bernstein-Minischraubstock, in dem ich Kleinteile spanne, wenn ich daran arbeite, für größere Platinen (nicht für C64-Mainboard!!) gibts einen passenden Platinenhalter. Das ist für mich eine super Kombination, wenn die richtig zueinander angeordnet sind.

    Ich hatte geschrieben: 4-fach Objektiv zum Löten. Eben weil man da mehr Platz hat zum arbeiten und die Tiefenschärfe größer ist als beim 6-fach.

    Ojektive gibts 2x, 4x, 6x, 6x LD, 8x, 10x. Fürs neue Modell gibts noch ein 20x zusätzlich. Das LD-Objektiv ist das erwähnte Spezialobjektiv mit erhöhtem Arbeitsabstand und erhöhtem Preis (rund 1000€).

    Ist aber letztlich alles Geschmacksache.

    Das erwähnte Lynx ist natürlich besser (stufenlose Vergrößerungsverstellung, größerer Arbeitsabstand, besseres Stativ, Scharfstellung am Drehknopf, keine Einstellung des Augenabstands nötig), aber halt auch 3x so teuer.


    Was mich noch interessiert: Woher hast Du den Adapter für die neuen Objektive am alten Mantis???

  • Was mich noch interessiert: Woher hast Du den Adapter für die neuen Objektive am alten Mantis???

    Das sind alles Objektive fürs alte Mantis. Ich glaube nicht dass es Adapter von alt auf neu gibt. Denn üblicherweise würde der Abstand nicht mehr passen.

  • Find ich cool, und ist fürs tägliche Daeuerarbeiten sicher nice, aber nur um nicht in Okulare sehen zu müssen wäre das für mich viel, vieeeel zu klobig. Würde ich wahrscheinlich nicht mal zum identischen Preis nehmen.


    Mein Billo-Swift steht vor einem Screen, auf dem ich Schaltpläne etc darstelle, da kann ich wunderbar noch vorbei/"durch"schauen. Bei diesem Klumpen vorm Gesicht jedoch... dann heisst es laufend den Rücken verbiegen und das ist dann schon wieder nicht ergonomisch. Außerdem kommt mein Swift beim Nichtgebrauch in eine andere Raumecke. Und die 6cm Arbeitshöhe find ich auch suboptimal. Aber wenn ich hauptberuflicher Draufschauer wäre, dann würde ich sicher nix anderes wollen.