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Erfahrungen zu elektronischen Mikroskopen

  • Moin zusammen,


    ich möchte mir ein elektronisches Mikroskop zulegen. Preis bis ca. 50-60€. Könnt Ihr mir was empfehlen? Gibts ja welche mit integriertem Bildschirm (Favorit) oder aber mit USB-Anschluß für den PC. Das Teil soll mir bei der Fehlersuche, sowie beim SMD-Löten behilflich sein.


    Viele Grüße
    Thomas

  • Moin,


    habe das "Andonstar ADSM 201" , preislich für um die 130 € zu bekommen. Das kleine Display ist ganz brauchbar, schöner allerdings in Kombination mit einem per HDMI
    angeschlossenen 27" Dell. Bin so einigermaßen zufrieden damit, Tiefenschärfe oder Schärfentiefe grad noch ok, man muss öfters nachstellen. Den Preisrahmen von 50 € halte ich für
    unrealistisch, habe allerdings auch keine Erfahrungen mit Geräten in dieser Preisklasse gesammelt. Vielleicht über Amazon ordern, da ist die Rückgabe jedenfalls stressfrei.


    Lieben Gruß

  • Habe das Andonstar ADSM302 würde mir aber jetzt eventuell nur mehr das ADSM301 oder ADSM201 kaufen, weil die etwas weniger stark vergrößern. Bei groben SMD ist es nämlich schon fast zu groß. Hab lieber den ganzen Chip am Schirm, als nur die Beinchen.
    Das Display vom ADSM302 ist top, arbeite nur mir dem Display. Man kann auch recht einfach mitfilmen:


    https://www.youtube.com/playli…IZ1Dfn6QxJriz6lCMLaduunvj



    Hatte vorher ein USB Mikroskop, das kannste knicken. Die Verzögerung und die Qualität des Bildes ist bei USB einfach schlecht.

  • Danke für Eure Empfehlungen, aber ich möchte erstmal klein anfangen und deshalb habe ich mich nun für das hier entschieden: https://smile.amazon.de/gp/pro…smid=A29JAF1BXHS4VD&psc=1
    Das schöne bei dem Ding, es werden direkt zwei unterschiedliche Standfüße mitgeliefert und es soll auch eine Videoübertragung via USB zum PC möglich sein.
    Bin gespannt. :-)

  • @GMP Ja, ich habe auch so eins, allerdings die ganz billige Variante, wo nur die Saugfusshalterung dabei war. Diese benutze ich zusammen mit einem Steelbook von einem PS4 Spiel, das ist schön schwer und der Saugnapf hält super darauf.
    Die Vergrößerung ist echt gut, ich kann nicht meckern, allerdings bis auf das Ausprobieren an diversen SMD-Platinen, habe ich noch nicht damit gemacht.

  • Hallo auch wenn es zuspät kommt,


    ich halte von den USB-Mikroskopen oder den hier beschriebenen Digitalmikroskope wenig bis nichts. Warum?
    Kein 3D, wer damit arbeitet muss immer den Blick zwischen Bildschirm und Werkstück/Werkzeug schweifen lassen, da über den Monitor die Z-Achse nicht abschätzbar. Das ist der Hauptgrund und damit eigentlich auch das Killerfeature schlechthin.
    Die Teile sind als Inspektionsmikroskop gut geeignet bzw. um mit anderen zusammen ein Teil zu diskutieren, aber zum arbeiten ... suboptimal - es bleibt einzig der Kostenvorteil, dieser wird allerdings durch den Handlingnachteil aufgewogen.
    Habe mir in der Firma vor ein paar Jahren mal so ein Teil geholt um einen preiswerten Profilprojektor zu erhalten, aber beim dispensen und Die-Attach versagt die Lösung. Klar die Dinger sind leistungsfähiger geworden, aber das Manko der fehlenden Z-Achse bleibt.


    Lieber ein (billiges) Stereo-Zoom-Mikroskop kaufen, die gibt es schon für 300€ als Bino und mit anderem Tisch auch noch ~80€ billiger bzw. als Trino für 360€ wobei die preiswerten Trinos oft für die Aktivierung des Fototubus ein Auge wegschalten, wie das hier aussieht weis ich leider nicht. In der Firma fotografiere ich einfach schnell durch das Okular, klar Videos sind so nicht möglich.

  • Der Threadersteller wirft als Preisvorstellung 50 bis 60 EUR in den Raum, weil er ein Mikroskop zur Fehlersuche möchte. Und dann ein Vorschlag, sich ein 3D-Mikroskop, in der "billigen" Variante ab 360 EUR zu bringen, halte ich schon für sehr "sportlich". ;)


    Das wäre so, als würdest du einem Vorgartenbesitzer mit 5qm Rasenfläche einen "vernünftigen" Rasenmäher ab 2000 EUR vorschlagen. :D

  • Preisvorstellung 50 bis 60 EUR in den Raum, weil er ein Mikroskop zur Fehlersuche möchte. Und dann ein Vorschlag, sich ein 3D-Mikroskop, in der "billigen" Variante ab 360 EUR zu bringen

    Hallo,
    wie du sicherlich lesen kannst schrub ich das es Stereo-Zoom-Mikroskope je nach Ausführung ab 220€ gibt, dies war auch in Bezug auf die hier vorgeschlagenen Digitalmikroskope, welche sich auch im Preisbereich von ~130-180€ bewegen.
    Wenn man schon zitiert, dann bitte auch richtig und Fullquotes als Antwort sind unschön und als Zitat völlig ungeeignet. Einen Smilie hinter eine "falsche" Aussage zu setzen macht es dann auch nicht besser.
    Es gibt ja immer wieder Foristen welche sich mit dem Gedanken tragen ein optisches Hilfsmittel zu erstehen und für diese ist meine Aussage (vielleicht) auch ein Hinweis sich in eine andere Richtung zu bewegen und sich mit solchen Geräten zu beschäftigen.
    Für GMP kommt es ja eh erst einmal zu spät, da er sich ja schon für ein anderes Gerät entschieden hat.


    PS: Ich bin nicht angepisst, nur fand ich es nicht gut den höchsten von mir genannten Preis als niedrigsten auszugeben.
    PPS: Es gibt auch noch preiswertere Lösungen zwecks Verbesserung der optischen Leistung beim SMD löten ... Lupenbrille oder zum ausprobieren eine Lesebrille vom Discounter.

  • Der Threadersteller wirft als Preisvorstellung 50 bis 60 EUR in den Raum, weil er ein Mikroskop zur Fehlersuche möchte. Und dann ein Vorschlag, sich ein 3D-Mikroskop, in der "billigen" Variante ab 360 EUR zu bringen, halte ich schon für sehr "sportlich"

    Es ist wichtig, auch die teure Lösung vorzustellen.


    Da meine Augen den feineren Lötkram auch unter einer Lupe nicht mehr gut sehen, habe ich mir die Anschaffung eines Mikroskops vorgenommen.
    Die digitalen Mikroskope kann man gut zur Kontrolle von Lötstellen einsetzen - keine Frage. Andererseits wird man schnell feststellen, dass man mit einem billigen Digitalmikroskop zwar Lötstellen gut sehen kann, aber es nicht möglich ist, darunter gut zu arbeiten. Das muss man ausprobieren.


    Um wirklich gut löten zu können, benötigt man ein Stereo Mikroskop. Das muss einen großen Objektabstand (15-20cm) haben damit man unter dem Objektiv arbeiten kann. Ausserdem benötigt man ein Stativ mit einem langen Ausleger, damit man auch auf größeren Platinen arbeiten kann. Also sowas -- Link


    Evtl. geht auch ein einfacheres Gerät, wenn die Platinen nicht so groß sind. Das hat aber nur zwei feste Vergrößerungsstufen -- Link


    Solche Geräte sind leider recht teuer und man muss sich gut überlegen, ob sich das auch wirklich lohnt.

  • Um wirklich gut löten zu können, benötigt man ein Stereo Mikroskop. Das muss einen großen Objektabstand (15-20cm) haben damit man unter dem Objektiv arbeiten kann. Ausserdem benötigt man ein Stativ mit einem langen Ausleger, damit man auch auf größeren Platinen arbeiten kann. Also sowas -- Link

    Und damit wären wir bei 535 EUR, also das 10-fache, was der Threadersteller als Preisvorstellung in den Raum geworfen hat.


    Sorry, aber wenn mich jemand fragt, welchen Hammer er im Baumarkt für ca. 5-10 EUR kaufen kann, weil er hin und wieder mal einen Nagel in die Wand klopfen will, dann empfehle ich ihm auch keine Luxusausgabe aus Spezialstahl mit Goldgriff für 100 EUR. ;)

  • Sorry, aber wenn mich jemand fragt, welchen Hammer er im Baumarkt für ca. 5-10 EUR kaufen kann, weil er hin und wieder mal einen Nagel in die Wand klopfen will, dann empfehle ich ihm auch keine Luxusausgabe aus Spezialstahl mit Goldgriff für 100 EUR.

    Das ist eine irreführende Analogie. Wenn jemand eine aufwändige feine Intarsienarbeit anfertigen möchte, kann er das evtl. mit einem Fuchsschwanz machen wollen, weil der billig ist. Er kann dann fragen, welcher billige Baumarkt Fuchsschwanz geeignet ist. Da kann man dann drüber diskutieren.
    Es wird aber niemand, der wirklich erfolgreich eine Intarsienarbeit anfertigen will, dies jemals mit einem Fuchsschwanz machen.
    Das ist keine Frage von Luxus.

  • Also ich lese hier ganz interessiert mit, weil ich an sowas auch schon mal dran bin.
    Jetzt habe ich die Auswahl zwischen günstig und teuer und mehreren Abstufungen.
    Also von mir ein Danke an alle.

  • Danke für die Info. :-)
    Wenn ich das Teil habe, werde ich mal davon berichten.

    Und? Hast Du das Teil? Wir ist es so? Oder hast Du schon an anderer Stelle berichtet, die ich übersehen habe?


    Und in die Runde: Ist das ADSM302 noch erste Wahl, oder gibt es inzwischen etwas besseres oder mit besserem Preis/Leistungs-Verhältnis?

  • Und in die Runde: Ist das ADSM302 noch erste Wahl, oder gibt es inzwischen etwas besseres oder mit besserem Preis/Leistungs-Verhältnis?

    Ich bin mit meinem ADSM302 noch ganz zufrieden. Wobei bei groben SMD ist die Vergrößerung schon fast zu groß.

    Und ich muss den Blick nicht immer auf das PCB vs. Monitor richten. Wenn ich mir alle Bauteile schön richte, dann arbeite ich immer nur am Monitor. Das schöne an SMD ist, dass es (meist) plan aufliegt. Somit ist die Z-Achse eher zu vernachlässigen.

    Natürlich wäre eine echte 3D Ansicht besser, aber ich kann so auch gut damit leben.


    Das ADSM301 ist etwas günstiger, kann dafür den Monitor nicht schwenken und hat keine so starke Vergrößerung.

    ADSM201 ist etwas gleichwertig

    Hier ein paar Videos mit 201:

    https://www.youtube.com/channe…GeSKmwP6SdGDHhu6hg/videos

  • Ich bin mit meinem ADSM302 noch ganz zufrieden. Wobei bei groben SMD ist die Vergrößerung schon fast zu groß.

    Danke für die Rückmeldung! Grobe SMD löte ich noch ganz gerne ohne Vergrößerung oder mit einer großen Lupen-Lampe. Ich bin schon auf der Suche nach etwas mit starker Vergrößerung. Das ADSM302 ist schon am äußersten Rand des Budgets, daß ich dafür anlegen will. "Echtes" 3D kommt also eh nicht in Frage.

  • Dadurch, dass das ADSM201 nicht so stark vergrößert könnte es auch sein, dass es über einen größeren Z-Bereich schärfer ist.

    Das kann ich leider nicht beurteilen, weil ich das ADSM201/301 noch nicht selber probiert habe.


    Vielleicht hilft das etwas:



    Edit: