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All-in-one-Phone/PC (Diskussion aus Pinefone?)

  • Wenn du natürlich davon ausgehst (wie ich das glaube herauszulesen), dass eh kein "normaler Mensch" einen PC will (wobei die zumindest in Büros in der Verwaltung etc. ja heute noch absolut dominant sind ...)

    Man muss natürlich zwischen Arbeit und Privatem trennen. Der PC als Arbeitspferd im Büro und in der Industrie wird sich wahrscheinlich noch lange halten (wobei es auch dort Bewegung gibt). Das der PC-Markt in den letzten 10 Jahren auf ungefähr die Hälfte geschrumpft ist, wird zum großen Teil an den Privathaushalten gelegen haben, wo sich stattdessen Konsolen, Tablets und Smartphones breitgemacht haben – mit denen man einfach unbeschwerter seinen Spaß haben kann. Bei dem hier besprochenen Konzept sehe ich aber vor allem den privaten Markt, denn in Firmen ist es noch viel unwahrscheinlicher, dass man den Mitarbeiter die kompletten Datensätze abends mit nach Hause nehmen lässt, wenn er das Smartphone aus dem Rest-PC zieht.


    Was ich aber noch viel stärker im Fokus habe als das langsame PC-Sterben in der westlichen Welt, ist die "restliche" Welt. Denn die sog. Schwellenländer, die wahrscheinlich die zukünftigen Märkte sein werden (nehmen wir einfach mal die größten Länder, wie Indien und Brasilien) haben die PC-Entwicklung, vor allem im Privaten, komplett ausgelassen, weil sie sich "damals" keine leisten konnten. Und heute gibt es immer weniger Gründe, auf PCs zu setzen, also verwenden die dort eigentlich nur Mobil-Technik.


    Und wenn man sich überlegt, für was man eigentlich den großen PC-Bildschirm benötigt, dann ist das gar nicht so viel. Klar, ich habe halt noch gelernt, wie man im großen Fenster 100 Bilder gleichzeitig sichtet. Aber die jungen Studenten bekommen das auch mit dem Handy hin. Das ist natürlich keine Art und Weise, auf die ich mich noch einlassen würde – aber mir ist klar, wo die Reise hingeht. Ich hatte noch meinen Spaß irgendwelchen Kram in einer großen Excel-Tabelle zu verwalten (großer Bildschirm). Heute machen die jungen Leute (und vor allem die Inder und Brasilianer) das mit einer spezialisierten, schlanken App auf einem 6-Zoll-Handy-Screen. Meine Nichten und Neffen tippen auf dem iPhone fast schneller als ich auf meiner Computer-Tastatur – alles eine Sache der Gewöhnung. Lange Briefe werden eh nicht mehr verfasst – Kommunikation findet kleingestückelt statt.


    Das kann man noch seitenweise ausführen – es wird (global gesehen) immer weniger Leute geben, die die "Vorzüge" eines PCs zu schätzen wissen und ihn vermissen würden.


    Finde ich persönlich aber eher doof, wenn ich sowieso dieses "Notebook-Gerüst" mit herumschleppen muss, was hab ich dann davon.

    Ähnlich sehe ich das. Aber selbst, wenn es kein sperriges Gerüst wäre – ohne das Smartphone ist das ein nutzloses Teil. In dem verlinkten Artikel gibt es ein weiters Konzept, wo der Bildschirm dann ein iPad ist – das kann man dann wenigstens noch autark nutzen. Aber da sind wir dann wieder bei "meiner" Idee – vernetzte Geräte statt Zubehör-Wracks.


    Obwohl die Idee, den Touchscreen gleich noch als Touchpad im Notebook-Modus zu verwenden, schon einen gewissen Charme hat.

    Auf jeden Fall schon besser als das Smartphone dumm herum liegen (oder stecken) zu lassen und nur dessen CPU-Power zu nutzen (wie bei den anderen Versuchen von Asus und HP und weiteren). Aber trotzdem ist es nur auf den ersten Blick bestechend – das hält nicht lange an.

  • Naja, sowas kann nur scheitern. Keiner will einfach mal so auf andere Plattformen wechseln, nur für so eine Funktion. Wenn ich mir aber Windows so anschaue, das hätte zumindest die nötige Infrastruktur (nämlich ein sehr generischer NT Kernel mit der Möglichkeit, beliebige Subsysteme "draufzusetzen"), dass auf so einem Gerät z.B. sowohl Win32 als auch Android Apps laufen könnten.

    Gut, aber Linux hat doch eine gewisse Verbreitung, aber selbst dort war das Ubuntu-Handysystem offenbar nicht weit oder interessant genug. Was Windows Phone angeht, so konnten bestimmte Versionen tatsächlich Android Apps laufen lassen, was aber von Microsoft wieder abgedreht wurde.


    Jede Wette dass zumindest DIESER Wunsch nicht mehrheitsfähig ist :)

    Es muss ja auch gar nicht die Mehrheit wollen - mir würde es schon reichen wenn es so etwas überhaupt gibt.


    Das Problem ist aber dass der Handy-Markt fast ausschließlich auf die Mehrheit abzielt. Genauso wie es nur einen Hersteller für Tastatur-Handys gibt bekommt man auch nicht mal mehr ein kleineres Handy mit passender Hardware-Ausstattung. Unter 5,5" geht da momentan nichts.


    Das finde ich eine furchtbare Entwicklung. Früher war der Handy-Markt vielseitiger. Die einzige Chance ist wohl, wenn das ganze Richtung Baukastensystem geht, dann hat man vielleicht wieder die Chance auf individuellere Geräte.

    Die andere Chance wäre die Technik wonach das Display "Knubbel" entstehen lassen kann - habe vergessen wie sie heißt und wie weit sie überhaupt ist.


    Dabei hat sich gerade bei den Tastatur-Handys gezeigt dass Blackberry mit aktueller Hardware auch wieder einen Überraschungserfolg geliefert hat. Zuvor haben diverse Hersteller nur Handys mit absolut unterdimensionierter Hardware (RAM, CPU) mit Tastaturen ausgestattet, und die waren dann wenig überraschend kein Erfolg.

    Das nervige ist aber immer das "Aufklappen", ich denke es ist schon ein riesiger Vorteil von Handys, dass man die einfach aus der Tasche zieht und sofort loslegt.

    Genau, deswegen habe ich am liebsten so etwas vom Form-Faktor wie das Nokia E71 wie das Blackberry Classic. Klapphandys habe mich auch nie so begeistert, maximal noch ein Horizontal-Slider wie das Dell Venue Pro, Blackberry Priv oder HP Veer.
    Echt schade, dass kein weiterer Hersteller so etwas aktuell im Angebot hat. Da gibt es sicher Samsung Modelle die schlechter gehen als so etwas. Aber man spart sich halt die Lokalisierung mit den Tastaturen...

  • Etwas, was mich sehr haeufig stoert, aber vielleicht liegt das auch an meiner nicht so offenen Art was Daten, Accounts, Clouds und Passwoerter angeht - wenn ich am PC sitze und irgendeinen Link, ein Bild, ein Video oder sonstiges an jemanden schicken moechte, den ich auf dem Handy habe. Beispielsweise ueber einen Messenger wie WhatsApp. Oder umgekehrt, ich habe ein Foto gemacht und moechte jetzt damit am Rechner irgendetwas machen. Oder mir schickt einer was ueber WhatsApp was ich dann aber am PC anschauen muss. Diese "Gap" fuehlt sich fuer mich dann immer so unueberwindbar an. Ich muss dann Fotos per Mail an mich selbst senden und solche Spaesse. Oder YouTube-URLs abtippen. Mag wie gesagt sein, dass Cloud-affine Menschen da ein leichteres Leben haben, weil da eh schon alles synchronisiert ist.

    Dieses "Gap" hatte ich früher auch mal. Aber (sorry, dass das hier wie Werbung klingt) das funktioniert mit Apple-Geräten schon ganz gut, siehe das oben verlinkte Continuity. Egal ob ich am MacBook oder auf dem iPhone einen Link auf dem anderen Gerät nutzen will, gibt es einen Share-Button (oder ein Kontext-Menü) – nahe Geräte, die über den gleichen Account angemeldet sind, erscheinen dort sofort und der Link wird z.B. in dem anderen Browser geöffnet (wenn man nicht nicht ohnehin optional Tabs und History synct). Bilder auf beiden Geräten share ich genauso – sind 2 Klicks. Und die Zwischenablage (also Copy/Paste) funktioniert auch geräteübergreifend, also z.B. Text in der Mail am Mac kopieren und auf dem iPhone in WhatsApp einfügen. (Und wie gesagt, alles lokal per WLAN/BT)


    Aber so schön die Funktionen auch sind – vieles wird davon unnützer, je mehr man auf Cloud-Funktionen setzt (was ich nur sehr wenig tue). Die Zukunft geht immer stärker dahin. Ich bin in den letzten Monaten z.B. auch stark vom Video-horten abgekommen und streame vieles nur noch. Gute Filme (und Serien) archivieren – das habe ich mit VHS-Kassetten angefangen und dann mit DVDs und Festplatten über die Zeit gerettet – aber eigentlich gucke ich den alten Kram dann doch viel zu selten ein zweites Mal – also Ex und Hopp.

  • Man muss natürlich zwischen Arbeit und Privatem trennen. Der PC als Arbeitspferd im Büro und in der Industrie wird sich wahrscheinlich noch lange halten (wobei es auch dort Bewegung gibt). Das der PC-Markt in den letzten 10 Jahren auf ungefähr die Hälfte geschrumpft ist, wird zum großen Teil an den Privathaushalten gelegen haben, wo sich stattdessen Konsolen, Tablets und Smartphones breitgemacht haben


    Wobei die Haltbarkeit eines PCs länger ist, mir reicht ja ein 10 Jahre alter PC (Phenom X4 965) noch von der Geschwindigkeit her.
    Natürlich gibt es privat den Trend zum Laptop. Und wer Inhalte nur konsumiert, der kommt vielleicht wirklich mit Handy oder Tablet aus. Wobei ich mich dann frage, wo die Leute ihre Daten speichern. Entweder sie vertrauen wirklich auf die Cloud oder gewöhnen sich halt daran dass die alten Fotos nicht am neuen Handy sind. Das kann noch spannend werden.

    Was ich aber noch viel stärker im Fokus habe als das langsame PC-Sterben in der westlichen Welt, ist die "restliche" Welt. Denn die sog. Schwellenländer, die wahrscheinlich die zukünftigen Märkte sein werden (nehmen wir einfach mal die größten Länder, wie Indien und Brasilien) haben die PC-Entwicklung, vor allem im Privaten, komplett ausgelassen, weil sie sich "damals" keine leisten konnten. Und heute gibt es immer weniger Gründe, auf PCs zu setzen, also verwenden die dort eigentlich nur Mobil-Technik.

    Ja. Zusammen mit weniger Bewusstsein für Datenschutz und Netzneutralität, und der freien Wahl des Betriebssystems keine gute Mischung.

  • Das Problem ist aber dass der Handy-Markt fast ausschließlich auf die Mehrheit abzielt.

    Wie ich oben beschrieb: Das liegt daran, dass man im Android-Bereich nur noch mit Stückzahlen Geld verdient – wenn überhaupt. Firmen, wie Sony "leisten sich" quasi nur noch die Handy-Sparte, Geld bringt die kaum ein, vielleicht sogar Verlust. Firmen, die zu wenig verkaufen und keine anderen Standbeine haben, werden den Markt verlassen. HTC z.B. (die waren mal Marktführer, wie auch mal Nokia) wird es wohl nicht mehr lange geben (nachdem auch VR als letzter Rettungsanker nicht richtig gestartet ist). Da traut sich natürlich kaum jemand, Exoten-Smartys für Randgruppen auf den Markt zu werfen.


    Das finde ich eine furchtbare Entwicklung. Früher war der Handy-Markt vielseitiger.

    Ja, aber dann hat man ab 2007 das iPhone als einzig wahren Formfaktor ausgemacht und seitdem wird diesem Mantra gefolgt.


    Die einzige Chance ist wohl, wenn das ganze Richtung Baukastensystem geht, dann hat man vielleicht wieder die Chance auf individuellere Geräte.

    Baukasten kannst du vergessen. Selbst Google (und die haben Geld) hat sein Projekt Ara eingestellt.


    Dabei hat sich gerade bei den Tastatur-Handys gezeigt dass Blackberry mit aktueller Hardware auch wieder einen Überraschungserfolg geliefert hat.

    Und schon ist Blackberry Geschichte

  • maximal noch ein Horizontal-Slider wie das Dell Venue Pro, Blackberry Priv oder HP Veer.
    Echt schade, dass kein weiterer Hersteller so etwas aktuell im Angebot hat. Da gibt es sicher Samsung Modelle die schlechter gehen als so etwas. Aber man spart sich halt die Lokalisierung mit den Tastaturen...

    Nicht nur das. Auch in der täglichen Benutzung haben Software-Keyboards einen unbestreitbaren Vorteil: Sie passen sich an. Wenn ich statt in deutsch in englisch schreiben will, kann ich auf ein US-Keyboard (oder bei russisch auf kyrillisch) umschalten. Wenn das System erkennt, dass eine eMail-Adresse einzugeben ist, dann reduziert sich der Zeichenvorrat auf die dort möglichen Zeichen plus Kürzel für .de, .com, .net etc. und wenn ich Zahlen einzugeben habe, dann sind da auch nur (große) Ziffern. Das Gleiche bei Emojis oder Stickern oder Satzbaukästen. Und das allerbeste: Wenn ich gar nichts einzugeben habe (was locker zu 90% der Zeit der Fall ist), dann verschwendet das Keyboard keinen Platz – weder in der Dicke noch in der Höhe des Geräts.

  • Baukasten kannst du vergessen. Selbst Google (und die haben Geld) hat sein Projekt Ara eingestellt.

    Würde auch reichen, wenn es einfacher wäre. Wie beim Jolla phone.

    Oder wenn man aus sowas wie dem Raspberry ein Handy basteln könnte.

    Oder wenn so etwas wie der GPD Pocket brauchbar genug wird.


    Und schon ist Blackberry Geschichte

    Das muss noch nichts heißen. Die Lieferungen waren schneller verkauft als geplant, aber für TCL war das wohl nur ein kleiner Fisch. Wird sich zeigen, ob sie wen anders finden.


    Blackberry war halt viel zu spät mit einem vernünftigen System dran. BB10 war super (auf QNX-Basis) und konnte auch Android Apps, allerdings hat das niemand so wirklich mitbekommen. Und die Android-Handys sind halt nicht so gut auf die Tastatur abgestimmt. Und dass Blackberry genau das Gegenteil von offen ist, ist für Nerds auch nicht so ideal. (Die natürlich nicht der Mainstream-Markt sind, aber vielleicht eben ihre Nische haben).

  • maximal noch ein Horizontal-Slider wie das Dell Venue Pro, Blackberry Priv oder HP Veer.
    Echt schade, dass kein weiterer Hersteller so etwas aktuell im Angebot hat. Da gibt es sicher Samsung Modelle die schlechter gehen als so etwas. Aber man spart sich halt die Lokalisierung mit den Tastaturen...

    Nicht nur das. Auch in der täglichen Benutzung haben Software-Keyboards einen unbestreitbaren Vorteil: Sie passen sich an. Wenn ich statt in deutsch in englisch schreiben will, kann ich auf ein US-Keyboard umschalten. Wenn das System erkennt, dass eine eMail-Adresse einzugeben ist, dann reduziert sich der Zeichenvorrat auf die dort möglichen Zeichen plus Kürzel für .de, .com, .net etc. und wenn ich Zahlen einzugeben habe, dann sind da auch nur (große) Ziffern. Das Gleiche bei Emojis oder Stickern oder Satzbaukästen. Und das allerbeste: Wenn ich gar nichts einzugeben habe (was locker zu 90% der Zeit der Fall ist), dann verschwendet das Keyboard keinen Platz – weder in der Dicke noch in der Höhe des Geräts.

    Also ich tippe auf dem PC auch die englsichen Texte auf der deutschen Tastatur, die mir vertraut ist...

    Und gerade bei speziellen Dinge wie Mailadressen usw. hat die Tastatur ihren Vorteil, denn gerade irgendwelche Codes, Eigennamen, Benutzernamen, Passwörter, Mailadressen, sind damit viel schneller eingegeben, wenn man sie nicht regelmäßig braucht sowieso.


    Mir kommt vor viele Leute kennen die Vorteile der Tastatur am Handy gar nicht mehr, weil sie es eben nie so genutzt haben. Shortcuts, Copy & Paste, Tippen ohne auf das Handy zu schauen, Smart Dial (d.h. einfach lostippen). Wobei eben Android diesbezüglich noch nicht ausgereizt ist. Aber dem Mythos mit der Dicke des Geräts widerspricht zumindest das Keyone. Und wenn einen die Höhe stört, dann sind wir ohnehin wieder bei dem Problem dass es sowieso nur mehr große Handys gibt.


    Mir wollten schon einige Leute erzählen dass sie mit dem ganzen Swipe, Worterkennung usw. schneller sind als ich mit der Tastatur - waren sie dann doch nicht. Und Tippfehler haben sie auch mehr gehabt. ;)

  • Mechanische Tastatur am Handy? Da sage ich inzwischen "nein, danke". Bevor die Geräte mit vollständiger Touch-Bedienung aufkamen war auch die Nokia E-Serie mein liebstes Smartphone (und zwar eben die Modelle mit vollständiger Tastatur in der unteren Hälfte). Eine gewisse Zeit hat mich ein Soft-Keyboard auf dem Touchscreen abgeschreckt, denn es fehlt natürlich die Haptik. Allerdings gewöhnt man sich da tatsächlich in relativ kurzer Zeit daran und tippt dann trotzdem akzeptabel schnell und mit geringer Fehlerrate. Die Vorteile überwiegen einfach:

    • Der Platz ist fürs Display frei*, solange man gerade KEINE Tastatur braucht. Nur so ist z.B. ein RDP-Client auf dem Telefon halbwegs sinnvoll nutzbar.
    • Man kann je nach Zweck unterschiedliche Tastaturen nutzen (rein numerisch, reduziert auf häufig genutzte Tasten, oder auch vollständige 105 Tasten) -- es ist eben auch nur ein Stück Software
    • Ja, die Tastaturbelegung kann man auch beliebig ändern, wobei das für mich persönlich weniger ein Argument ist, weil ich das fast nie mache.

    ----

    * das geht sicher auch mit irgendwelchen Klapp- und Schiebemechaniken, aber ich will keine Mechanik an meinem Mobilgerät -- das ist umständlicher und geht auch leichter kaputt.

  • Also ich tippe auf dem PC auch die englsichen Texte auf der deutschen Tastatur, die mir vertraut ist

    Russische und griechische auch? ;) (kann z.B. beim Navigieren im Ausland ganz nützlich sein, wenn man eine fremdsprachige Adresse eingeben kann). Mir ging es vor allem darum, dass bei so geringem Platz, wie bei einem Handy, es angenehm ist, wenn nur die Tasten vorhanden sind, die man braucht, weil die dann größer sein können. Ich würde es hassen, wenn ich in meiner Taschenrechner-App die Minitasten eines Hardware-Keyboard für die Zahleneingabe nutzen müsste.


    Mir wollten schon einige Leute erzählen dass sie mit dem ganzen Swipe, Worterkennung usw. schneller sind als ich mit der Tastatur - waren sie dann doch nicht. Und Tippfehler haben sie auch mehr gehabt.

    Liegt vielleicht eher an deinen Fähigkeiten als unbedingt an der Bauart des Geräts. Ich persönlich kam mit den Minitasten von Handys eigentlich nie besonders gut klar. Ich habe hier ein HTC G1, ein Blackberry Bolt, ein Palm Pre, ein Moto Irgendwas und ein Nokia Windows Phone mit Schiebe-Keyboard – viel besser als auf einem Screen kann ich damit auch nicht tippen.

  • Mein erstes Smartphone war das Xperia Mini Pro. Das war ein Traum! Die Tastatur habe ich geliebt. Super Druckpunkt und ich konnte echt schnell drauf schreiben. Auch das "Ausfahren" ging schnell von der Hand. Spaeter hatte ich dann Voll-Touch und musste irgendwann mal nochmal auf das Xperia zurueckgreifen als mein neues mal defekt war. Da habe ich dann schon gemerkt, dass ich eigentlich inzwischen auf Touch schneller bin, zumindest subjektiv kam es mir so vor.


    Image result for xperia mini pro

  • Auf die Idee, die Tastengroessen nach 'Bedarf' zu aendern kommt auch nur jemand der weder viel Text noch Quelltext produziert.

    Stimmt, ich schreibe keine Programme und keine Romane auf dem Handy. ;)


    Ich habe noch einen kleinen Vorteil von Software-Keyboards vergessen: Die Ausrichtung des Smartphones bleibt mir überlassen, während mich Hardware-Keyboards zu einer bestimmten Haltung zwingen. Besonders nervig war das beim G1 – Android hatte zu der Zeit noch nicht einmal eine optionale Software-Tastatur. Allein, um irgendwo Y oder N eingeben zu können, musste man das Keyboard herausfahren, dann schaltete sich das Display zwangsweise in den Quermodus und dann konnte man die Eingabe durchführen. Danach dann alles wieder zurück auf Anfang. Einhändig ein richtiger Spaß! ;)

  • Dass das immer zur Diskusision über die Nachteile der Tastatur wird, wenn man sie erwähnt...
    Mir würde es einfach reichen, wenn der Markt wie früher (als es noch weniger Smartphones gegeben hat!) diverse Nischengeräte anbieten würde.

    Ist mir auch egal wenn der Mehrheit Touch lieber ist, ich hätte nur gerne die Wahl.


    Für mich bietet sie halt nach wie vor Vorteile:

    • Blindschreiben
    • Bild wird nicht durch Tastatur verdeckt
    • Shortcuts
    • schneller, fehlerfreier wenn man entsprechend damit umgehen kann

    ...und für das eine mal in 10 Jahren wo ich ein grieches Zeichen brauche, kann man ja trotzdem eine einblenden. Navi-Apps haben üblicherweise eine Transkription der Ortsnamen, ich muss ja auch nicht chinesisch tippen können.


    Wie wär's eigentlich damit? "Pop-Up-Tasten":

    Da ist seit 2013 leider auch nichts weiter damit passiert...

  • Dass das immer zur Diskusision über die Nachteile der Tastatur wird, wenn man sie erwähnt...

    Weil sie überwiegend Nachteile haben. ;)


    Mir würde es einfach reichen, wenn der Markt wie früher (als es noch weniger Smartphones gegeben hat!) diverse Nischengeräte anbieten würde.

    Ja, früher war alles besser. ;) Da haben die Hersteller vielleicht auch noch Geld mit den Geräten verdient und konnten so Nischengeräte (zumal für jede Sprache angepasst) quer-subventionieren.


    Navi-Apps haben üblicherweise eine Transkription der Ortsnamen

    Was einem nichts nützt, wenn man etwas von einem Zettel abtippen will. Versuch doch nicht immer, die Flexibilität eines Software-Keyboards kleinreden zu wollen, nur weil du einen Druckpunkt haben willst (was ich ja nachvollziehen kann – aber nun mal kein großer Markt ist).

  • Zwei Dinge:


    Wieso driftet eine aus OT in nem anderen Thread entstandene Diskussion schon wieder ins OT ab? Brauchen wir jetzt den dritten Thread zu Vor- und Nachteilen virtueller Touch-Tastaturen?


    Und Retrofan, lass ihm doch seine Meinung. "Kleinreden" kann auch nur heißen, für sich gewichten. Klar hat eine gewisse Haptik Vorteile. Ich persönlich finde die nicht mehr wichtig, IMHO reicht etwas Training ... und genauso klar haben virtuelle Tastaturen (IMHO deutliche!) Vorteile. Wer das für sich anders gewichtet hat allerings mittlerweile einfach Pech, bzw nutzt uralte Geräte :o


    Ich kann auch den Unmut nachvollziehen, nicht die Wahl zu haben. Ich persönlich finde auch die Chiclet-Keyboards grauenhaft, die inzwischen in jedem Notebook drin sind. Aber wenigstens gibt es da noch Modelle (z.b. von Lenovo), die gewisse Kompromisse anbieten (Chiclets mit Mulden etc...)

  • Ja, früher war alles besser. ;)

    Natürlich war früher alles besser, sonst wären wir nicht in ein Forum für Oldies, sondern in der Apple-Church und würden zum Heiligen Jobs beten ;-)


    So, BTT.

    Am All-in-one-Phone brauche ich definitiv keine echte Tastatur, kann mir aber Modelle mit Slider-Tastaturen vorstellen für diejenigen die sowas brauchen.

  • lass ihm doch seine Meinung.

    Lass ich ihm doch. Ich wollte ihm nur mit Pro-Argumenten die Annehmlichkeiten der heutigen Zeit näher bringen, denn die Sache mit den Hardware-Keyboards scheint ja weitgehend Geschichte zu sein.



    Noch etwas abschließend zur Software-Tastatur (neben dem noch nicht erwähnten Vorteil, sich 3rd-Party-Keyboards mit Spezialfähigkeiten installieren zu können): Ich muss sehr oft den Cursor neu positionieren, z.B. wenn ich Listen bearbeite oder Text korrigiere. Früher™ hatte ich auf dem iPhone entweder die Möglichkeit, den Cursor direkt mit dem Finger zur passenden Stelle zu bewegen oder (im Quermodus, da mehr Platz) Soft-Cursortasten zu verwenden. Dann hat Apple nachträglich (ist ja Software) ;) eine Trackpad-Funktion hinzugefügt: Wenn ich etwas stärker auf das Keyboard drücke, dann ändert es sein Aussehen und ich kann auf der Keyboard-Fläche, ohne den Finger erst auf die passende Textstelle zu bewegen, die entfernte Markierung wie mit einem Notebook-Trackpad (fern-) steuern. Vorteil, neben dem kürzeren Weg (vor allem beim iPad): man verdeckt mit dem Finger den Cursor nicht mehr, was die "virtuelle Lupe" einspart und es geht meines Erachtens schneller als mit Cursortasten (egal ob hard oder soft). Sowas kann man mit Hardware-Tasten nicht machen. Das soll es zu dem Thema aber auch gewesen sein. ;)

  • Entweder ist es wirklich mühsam mit dem Editor mehrere Passagen zu zitieren, oder ich bin zu blöd dafür. Mache das jetzt mal kursiv:


    Retrofan: Was einem nichts nützt, wenn man etwas von einem Zettel abtippen will.
    Wie gesagt: Ein Hardware-Keyboard schließt nicht aus, dass man in seltenen Fällen ein Software-Keyboard einblenden kann. ;)
    Abgesehen davon dass ich jetzt trotzdem nicht wüsste, wie ich etwas chinesisches vom Zettel abtippe, da braucht es eher Augmented Reality.


    Retrofan: Ich muss sehr oft den Cursor neu positionieren
    Ja, dafür geht mir das 5-Richtungs-Steuerkreuz ab, dass mein Keyone (übrigens mit aktueller Hardware, und in der besseren Gegenwart verwendet) leider auch nicht hat. Dieses würde eine zusätzlichte Touch-Lösung auch nicht ausschließen.

    Und jetzt kommt der Knüller: Für C64-Emulation am Handy wäre es natürlich besser. :-D (Dazu mache ich jetzt einen anderen Thread auf).


    Also, wieder On-Topic:
    Das All-in-one-Phone/PC wäre wohl derzeit ohnehin schon ein Nischenprodukt, und wie man hier sieht sind sich nicht nur wegen mir nicht alle einig, wie das genau aussehen sollte. Ich würde mich freuen wenn es etwas möglichst offenes, modulares wäre, aber auch das läuft dem derzeitigen Trend entgegen.
    Dazu kommt noch dass derzeit die mobilen Anwendungen eher auf ARM-Architektur laufen während das bei PCs eher Intel-Prozessoren sind.

  • Ja, früher war alles besser. ;)

    Natürlich war früher alles besser, sonst wären wir nicht in ein Forum für Oldies, sondern in der Apple-Church und würden zum Heiligen Jobs beten ;-)

    :-D Da unterhältst Du Dich ja mit dem richtigen!


    Am All-in-one-Phone brauche ich definitiv keine echte Tastatur, kann mir aber Modelle mit Slider-Tastaturen vorstellen für diejenigen die sowas brauchen.

    Ja, für mich, lieber schon gestern als heute!