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MiSTer: inoffizieller MiST-Nachfolger

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    Ich hatte solche Probleme mal auf nem PC, allerdings bei der snes emulation, ich musste 4 verschiedene Emulatoren ausprobieren bis ich einen gefunden hab der keine Inputlags hat.

    Einen PC Software Emulator komplett ohne Input Lags gibt es nicht und wird es auch nie geben (Vsync, Audio Puffer, USB Polling Rate, OS Tasks etc). FPGA kann das gut umgehen, wenn man das anständig macht. Beim SNES z.B. per Super NT. Das Ding ist in 60Hz Ausgabe 100% lagfrei.

  • Das ist aber eher sehr sehr gering, beim Raspi mag das bei einigen sachen spürbar sein,
    bei einem PC unter 200€ wird es kaum noch auffallen.


    Mein Retro PC ist nen Dualcore mit nur 2GB Ram, Onboard Grafik und Batocera Linux merkst schon seltenst was.


    Und der hat auch nur 30€ gekostet.


    Aber gut, mich hatte der MIST auch interessiert und sicher wird der einiges besser emulieren, das will ich ja garnicht bestreiten, allerdings sind die zu emulierenden Plattformen eingeschränkt.
    Der oben genannte PC schafft auch psx und psp ich denke da hörts dann eben auf...


    Ist natürlich auch eine "Religionsfrage" ;) und mal schaun was da in Zukunft noch so passiert auf FPGA Basis.

  • Natuerlich sind diese Unterschiede inzwischen sehr gering. Aber sie sind rein aus Prinzip da. Eben aufgrund der Art und Weise, wie ein PC und das Betriebssystem usw. funktionieren. Da ist immer prinzipbedingt ein (wenn auch kleiner) Unterschied vorhanden, sowohl zum Original- als auch zum FPGA-System. Aber es ist natuerlich moeglich, dass dieser sehr gering ausfaellt und/oder dass der Nutzer den Unterschied schlicht nicht bemerkt. Teilweise muss man auch erstmal drauf konditioniert werden, denn wenn man weiss, worauf man achten muss, dann sind solche Unterschiede auch sehr schnell zu erkennen.

  • Das die Produktion des MIST eingestellt wurde ist ja schade irgendwo.Vor allem wenn es an mangelnder Nachfrage liegt.


    Mir persönlich gefällt es auch nicht eine Kiste und dazu abgesetzte Tastatur stehen zu haben.


    Eine FPGA Board das etliche Rechner abbilden kann und in einem fertigen Tastaturgehäuse in Retro Optik geliefert wird,das hätte was.


    Oder als Einbauplatine in einen C64,Amiga,Spectrum ,Atari...


    Zum Beispiel als Platine die in eine Adapterplatine geschraubt oder gesteckt wird für die jeweiligen Rechner.

    Dies ist der Anfang einer langen Reise...
    leicht und atemlos.
    Dies ist der Weg aus dem Tal der Tränen
    Nimm meine Hand und lass sie nie wieder los


    B.O.

  • Das haengt aber vom Nutzer ab. Lies mal meinen letzten Satz ;)

    Das habe ich getan. ;)


    Ich wollte damit nur ausdrücken, dass es für viele Benutzer eben keinen Unterschied macht, ob sie einen Software-Emulator oder eine FPGA-Lösung vor sich haben. Wenn sie keinen Unterschied merken, dann ist der für diese Leute eben nur theoretischer Natur.


    Das schränkt den potentiellen Käuferkreis vom MiST & Co eben sehr stark ein. Das sind dann nur ein paar "Hardcore"-Nutzer, die den Unterschied bemerken und dementsprechend mehr Geld für eine "Nachbildung" investieren wollen. Original ist ein FPGA ja eben auch nicht.

  • Also ich habe mir letzte Woche das DE10 Nano FPGA Board bei Mouser bestellt. Hierbei handelt es sich ja um den MISTer.


    Dort ist es versandkostenfrei und da aus den USA auch ohne Zoll (unter 150$ Warenwert).
    Am Freitag bestellt (Lieferung aus Texas) und Montag(!!) im Briefkasten in Hamburg gewesen. Per FedEx. Wahnsinn.
    130 Euro hab ich insgesamt bezahlt.


    Ja und was soll ich sagen, das Teil ist der Oberhammer. Keine Latenz und dank der neuen Firmware im März auch über HDMI butterweiches scrolling und das direkt bereits in alle(!) Cores neu implementiert. 50 Herz und 60Herz. Auch Krumme Wiederholfrequenzen... kein Problem.


    Giana Sisters am C64, mein Lieblingstest, NES Mario, alles läuft ohne Ruckeln. Keine Microruckler. Auch am Amiga nicht.


    Zuvor hatte ich einen Raspberry 3 an der Röhre über ein paar Wandler mit 240P und RGB. Aber die Latzenz hat mich gestört.
    Immer dieses "Hm, ich bin doch gesprungen, wieso bin ich tot? Oder : Wieso bin ich in den Abgrund gefallen, ich hab doch rechtzeitig..."
    .... so richtig war das nicht fühlbar, aber irgendwie war es auch nie "ganz richtig." Das ist nun weg. Es reagiert endlich richtig.


    Auch beim Amiga, Pinball Dreams. Endlich gehen die Klöppel beim drücken so nach oben, wie ich es von meinem Amiga 600 gewohnt bin.


    Ich kann das Teil nur wärmstens empfehen und wenn man bedenkt, was man alles dafür bekommt finde ich das Geld nun wirklich sehr angemessen.


    Nicht verschweigen muss ich allerdings, dass man für einige Cores ein SDRAM Board benötigt, welches in den Sockel des Nano rein gedrückt wird.
    Das kann man sich entweder selbst löten/bauen oder im Atari Forum im Sales Thread nett nachfragen. Ich hab sofort innerhalb von 30 Minuten jemanden gefunden, der mir eins zugeschickt hat.


    Gruß
    PhantombrainM


    P.S.: Ebenfalls in allen Cores beim MISTer sind zuschaltbare Effekte. Scanlines oder HQ2x Kantenglättung (wer's mag).
    Und man muss auch nicht groß was einstellen oder konfigurieren, wie beim Raspi. Lediglich Core drauf, Images rauf und los gehts.
    Ggf. noch Joystick Buttons kurz konfigurieren. So schnell hatte ich noch nie Dinge PERFEKT am laufen.


  • Das kann man sich entweder selbst löten/bauen oder im Atari Forum im Sales Thread nett nachfragen. Ich hab sofort innerhalb von 30 Minuten jemanden gefunden, der mir eins zugeschickt hat.

    So viel Glück hat man aber nicht immer - das ich gerade ein paar gemacht hatte hat sich halt gut getroffen :)


    Bis auf eines sind auch schon alle weg :-)
    Neue Teile sind aber bestellt :D

  • @THaase Hast Du noch ein SDRam Board zu verkaufen?

    BTSV1967 : Keine Kaufanfragen im Thread (Du hast PM)


    Ich antworte mal für PhantombrainM :)
    Eher nicht, da er noch auf der Suche nach einem IO-Board ist (vielleicht auch war - nur eigentlich werden momentan keine komplett Bestückten angeboten.


    Teile fürs I/O sind aber in meiner China Bestellung die in ca. 2 Wochen da sein sollte .....
    (OK - ich brauch' dann auch noch ein paar Tage zum Bestücken - ist ziemlich viel Kleinkram drauf (SMD 0805), speziell in der VGA Leiter .... da macht es dann Sinn die parallel zu Bestücken und nicht nacheinander um mit den ganzen Widerstandswerten nicht durcheinander zu kommen).

  • Moin,


    nein, den hab ich am HDMI Fernseher. Und das es da mittlerweile butterweich laufen kann entzückt mich sehr!


    Wobei mich das gerade auf die Idee bringt, von meinem Raspi3 den HDMI -> VGA -> Arcadeforge UMSI Scart Adapter ->BNC mal an den Sony PVM anzuschließen. Vielleicht brauch ich dann nicht mal ein I/O Board mit VGA ;)


    mfg
    PhantombrainM

  • Dann musst Du aber immer noch die Tasten rauslegen (OK, wenn man das will)
    Und ggf. per Arduino Expansion Board den 2ten SD Card Slot nachrüsten.


    Ach ja: Wenn Du Dich in FPGA Programmierung einarbeiten möchtest (will ich zumindest mal versuchen):
    Die Quartus Lite erzeugt nicht den Block für HDMI - da ist VGA die einzige Alternative - es sei denn Du kannst Dir die volle Quartus leisten :)

  • Raspi-Emulation und FPGA-Nachbildung sind grundlegend verschieden. Beim FPGA werden Hardware-Logikelemente so verschaltet, dass die gewünschte Funktion zustande kommt, man kann die ursprüngliche Logik also sehr funktionsgetreu nachbauen und bis auf den Takt genau dieselben Ergebnisse erzielen, wenn man den ursprünglichen Chip genau genug nachbildet.
    Stell Dir einen FPGA stark vereinfacht wie ein Steckbrett vor, auf dem man die Funktion der ursprünglichen Schaltung zurechtsteckt. Dort laufen dann parallel und "echt" elektrische Signale durch. Wer will, der kann sogar die im FPGA verdrahtete Logik in eine Chipfabrik tragen und das Design zu echten Chips machen lassen (das ist nur halt sehr teuer). Im FPGA tickt ein "echter" Prozessor, ein "echter" Grafikchip, echte Klebelogik etc. etc. - alle geformt aus den rekonfigurierbaren Logikelementen des FPGAs. Für jedes elektrische Signal lässt sich genau sagen, wo im Chip es herläuft. Man kann damit die ursprüngliche Systemarchitektur nachbilden - nur höher integriert.


    In der Software-Emulation gibt es keine Hardware-Nachbildung der ursprünglichen Maschine. Vielmehr wird der Zustand der Maschine in Software vorangetrieben - ein Taktzyklus auf der ursprünglichen Maschine kann hunderte oder tausende Taktzyklen auf der emulierenden CPU benötigen. Die Systemarchitektur findet in der Software-Emulation keine physische Abbildung. Man läuft auf einem Betriebssystem, welches i.d.R. nicht echtzeitfähig ist (d.h. wenn die CPU gerade woanders beschäftigt ist, dann muss die Emulation halt warten) etc. Das ist für viele Zwecke absolut ausreichend, ist aber ein ganz anderer Ansatz als FPGA-Nachbildung.

    Vielen Dank für die umfangreiche und gut verständliche Erklärung der Funktion eines FPGA. :thumbup:

  • Dort ist es versandkostenfrei und da aus den USA auch ohne Zoll (unter 150$ Warenwert).
    Am Freitag bestellt (Lieferung aus Texas) und Montag(!!) im Briefkasten in Hamburg gewesen. Per FedEx. Wahnsinn.
    130 Euro hab ich insgesamt bezahlt.


    Bei Mouser steht 110€ und kostenloser Versand für das 993-P0496 - Welches hast Du gekauft ?