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Welche Lötstation , Entlötstation , Heißfön usw

  • Hallo Ihr,


    auch ich habe permanent das Problem, das ich trotz meiner Meinung nach großer Vorsicht zu 99% mindestens immer 1 Lötauge abreisse/wegbruzel, egal ob beim Entlöten mit Handpumpe, Entlötlitze oder Lötkolben mit Druckluft (ZD-915). Löten kann ich 1a, nur entlöten nicht ;-(


    Ich habe aber noch eine Heisluftpistole YoYou 858D+, die wird hauptsächlich zum Schrumpfen von Schrumpfschlauch verwendet. Dazu gab es auch einen Satz unterschiedlich großer Düsen.
    Nun lese ich hier, das einige mit Heisluft entlöten. Geht das gut und ist auch bei vielpoligen ICs geeignet? Das würde ich gerne mal probieren. Gibt es da Tips für das richtige bzw. schonende Entlöten?
    Können diejenigen, die diese Methode benutzen mal aus dem Nähkästchen plaudern. Bitte.


    fragend,
    Millenniumpilot

  • entlöten mit Heißluft ist meine favorisierte Methode. Viel Flußmittel, und je nach Platine mit oder ohne Preheater die Platine langsam auf Temperatur bringen, schließlich mit der Heißluft auf die zu entlötenden Pins (dabei Temperatur und Luftstrom angemessen einstellen, die Platine soll ja nicht verbrennen).
    Geschmolzenes Lötzinn mit der Handpumpe absaugen.
    Im Normalfall fällt das IC einfach raus.

  • Geschmolzenes Lötzinn mit der Handpumpe absaugen.
    Im Normalfall fällt das IC einfach raus.

    Achso, ich dachte immer, man heizt alle Pins mit einmal auf bis überall das Zinn flüssig ist und zieht dann den IC raus.
    Wo ist den bei Deiner Arbeitsweise der Vorteil gegenüber Lötkoben und Handpumpe?
    Mein Problem ist oft, das Zinnreste auf der Bauteilseite über bleiben und beim Ziehen des ICs das Lötauge oder die Durchkontaktierung mitgezogen wird.

  • Mein Problem ist oft, das Zinnreste auf der Bauteilseite über bleiben und beim Ziehen des ICs das Lötauge oder die Durchkontaktierung mitgezogen wird.

    Um das zu verhindern bewege ich jeden Pin vor dem rausziehen auf der Lötseite mit ner kleinen Zange hin und her und auf der Bauteilseite drücke und ziehe die Pins mit nem kleinem flachen Schraubendreher um die letzten Zinnreste welche noch den Pin mit dem Lötauge verbinden zu brechen. Bei den Lötaugen mit Massefläche halte ich meistens beim rausfallen lassen des ICs noch kurz den Lötkolben ran.
    Den IC brauch man so nie wirklich aus der Platine ziehen, er fällt meistens.


    Kommasetzung hab ich nie richtig gelernt. Andere Sachen waren mir wichtiger.

  • okaaay...


    Also danke erstmal für die rege Beteiligung und die vielen Lösungsvorschläge.


    Was mich absolut geflashed hat, ist diese recht kostengünstige Entlöttstation ZD-915 ESD.
    Dachte immer sowas gibts nur für High-End-Profis für über 1000 Euro.
    Die wird schonmal bestellt! Danke für den Tipp! :thumbsup:


    Was die eigentliche Lötstation angeht, bin ich mir noch nicht so sicher wegen der "Heizspitzen-Thematik" :abgelehnt:dafuer:
    Alternativ zur Weller WE1010 gäbe es ja dann die ERSA: https://www.reichelt.de/loetst…p69172.html?&trstct=pol_0
    Ist die Heiztechnik der Lötspitze hier unumstrittener? Qualität sollte ja in etwa gleich ausfallen? :?:


    Fragen über Fragen.. :saint:

  • die Lötzinnreste lassen sich mit Flußmittel und Heißluft sowie einer Handpumpe vermeiden. Wichtig ist, mechanische Belastungen an der Durchkontaktierung zu vermeiden, d.h. eben nicht rauszuziehen, ohne daß das Lötzinn flüssig (das geht nur bei Heißluft) oder vollständig entfernt ist (Heißluft, Handpumpe)
    Ansonsten wenn möglich Beinchen abschneiden und Pin für Pin auslöten.


    Oder halt die Durchkontaktierungen neu machen, die Presse kostet ca 300€, der Stempel noch mal 80 pro Durchmesser ...

  • Du solltest dir das dringend nochmal genau ansehen. Selbstverständlich gibt es eine galvanische Trennung zum Netz. Auch ist der Trafo abgesichert. Desweiteren ist das Heizungselement vorne direkt an der Spitze. Darauf basiert das ganze Magnastat prinzip das es seit 50 Jahren unverändert gibt. Bei der WECP serie wird nicht mehr mit Magnet geschaltet sondern mit Thyristor. Was du dort oben geschrieben hast ist völliger Unsinn.

    Das Thema hat der Dave in seinem EEVblog aufgebracht und seit dem geistert das durch's Internet. Der hat as nicht verstanden und Weller hat nicht verstanden, was er für ein Problem damit hat (in einem Video zitiert er die Antwort von Weller auf seine Anfrage). Weller baut seit Jahrzehnten Profilötequipment. Der Vorwurf, dass die nicht wissen, was sie tun, ist einfach lächerlich.


    Und dass eine Hakko oder sogar ein Hakko-Clone besser sein soll als eine Weller, halte ich für eine ganz steile These.


    Zum Thema Heizung in der Lötsptze: Ich betreibe das als Hobby. Das ist mit Wurscht, ob die Lötspitze in 3 Sekunden und in drei Minuten auf Themperatur ist ist. Meine olle Weller WECP-20 ist übrigens in 45 Sekunden auf 350 Grad. Außerdem habe ich schon ganz gerne 3 bis 4 passende Lötspitzenformen. Da will ich doch nicht jedesmal die Heizung mitkaufen.


    Und dabei bin ich noch nicht mal unbedingt ein Weller-Anhänger. Ich kann mir dir Dinger schlechtweg nicht leisten. Deswegen habe ich nur zwei alte WECP-20 und dafür bekommen ich nach 20 Jahren immer noch alle Ersatzteile und Lötspitzen (notfalls gebraucht auf ebay).



    Das einzige, was der WECP-20 zu neueren Modellen fehlt, ist die automatische Abschaltung. Aber so senil bin ich zum Glück noch nicht. :D

  • Detlef du hast alles richtig gemacht und verstanden was die Firma Weller ist. Ja sehr teuer, auch in einigen bereichen überteuert. Aber die Weltweite nummer 1 seit Jahrzehnten. Qualitativ von Klonen noch nie erreicht. Auch wenn sich der Dave auf seiner Müllkippenwelt wünscht. Übrigens wünscht sich der Dave ganz schön viel. Und wenn man dem Dave so zuhört und sieht (was ich nicht länger als sekunden kann) wird man nicht automatisch zum Crack. Maximal F64 Laberecken Crack.


    Die Wärmeübergabe auf die Spitzen ist bei Weller TCP WECP eine der schnellsten seit Jahrzehnten. Auf den Magnastatspitzen stehen übrigens Kennziffern auf der Planfläche. ;-)


    Schneller gehts nur mit HF Heizung und die möchte ich garantiert nicht in einer Funkgerätewerkstatt haben ;-) bzw bei EMVU kritischen angelegenheiten

  • @detlev den Standpunkt kann man durchaus vertreten.


    Ich hab Hakko FM-202 und FX-951 mit 2028 und 2032 und Weller (bis vor nem Jahr noch eine WECP 20, jetzt eine WD1M mit WMRT, WMRP, WSP80 und WP120). Und auch Xytronic sowie ZD lange genug gehabt.


    Mir ist das Aufheizen und das Temperatur halten nicht unwichtig. Das kann die große Hakko mit den Heizelementen einfach besser.
    Billig geht anders, das ist mir durchaus klar, daher die Empfehlung für den TS-100, der erstaunliches für wenig Geld leistet.


    Hakko baut absolutes Profi-Equipment, preislich tun die sich nichts mit Weller (es sei denn, man mag die chinesischen Nachbauten, die sind billiger ...)


    Am liebsten löte ich mit dem Micropencil (2032) oder dem WMRP mit RT9. Aber auch der hat das Heizelement direkt in der Spitze, das ist demzufolge auch sackteuer.


    Ihr könnt machen, was ihr wollt, ihr seid selber groß.

  • Meinen Weller Magnastaten habe ich jemand anderen "geschenkt". Lag halt nur rum das DIng. Wirklich.
    Aufgebaut ist der WECP mitm LR20 für "irgenwas festbraten" und die MX500 mit dem Geraffel dran für alles andere.
    (An der MX500 kann man kein Temperatur einstellen. Wenn man das heisser haben will braucht man ne heisser laufende Spitze/Meissel).


    Wie auch hier: 10 Leute gefragt, 12 Meinungen dazu.

  • warum wird eigl. immer so'n Wind um die Markengeräte gemacht. Wäre ich Elektronikentwickler und müsste jeden Tag 8h in der Produktion löten, ok, dann könnte ich auch den 1000er für ein Löteisen von Weller verstehen, aber wir hier sind doch alles Hobbypfuscher.


    Hier mal einen Chip tauschen, da mal eine Leiterbahn flicken. Ich habe im letzten Jahr ca. 2000 Lötpunkte gesetzt und würde mich immer noch als Hobbypfuscher sehen und dafür reichen auch die Chinateile.


    Wer so 50 - 100 Euro ausgibt, kriegt auch aus Fernost wirklich gutes Zeugs. Mein CD32 habe ich noch mit so'm Baumarktteil für ca. 15 Euro restauriert.


    Ihr kauft doch auch keinen Porsche, wenn ihr damit nur zur Arbeit gondelt. Ist doch reine Verschwendung.

  • Jeder muss für sich selber entscheiden was er möchte. Jeder Geldbeutel ist auch anders.


    Sind ja nur alles Vorschläge und Erfahrungsberichte hier.

    Konfuzius sagt…Hüte dich vor Männern, deren Bauch beim Lachen nicht wackelt.

    Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen.


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    Suche noch eine günstige 1581, 1571

  • Ich sehe das ja auch so. Ich wollte nur den Unsinn den Dave da erzählt (von wegen der fehlenden Sicherung) und der halt häufig nachgeplappert wird, nicht so stehen lassen.
    Ansonsten habe ich auch eher China-Equipment im Einsatz z. B. die ZD-915 Entlötstation, weils für den Hobbybedarf völlig ausreicht.
    Und es stimmt, Hakko ist mit Weller durchaus vergleichbar. Ich hatte das falsch formuliert, es ging mir eigentlich um die Hakko-Clone.


    Aber wenn jemand gerne eine schicke neue Wellerstation auf dem Tisch stehen haben möchte und sich das leisten kann, warum nicht. Macht ja schon was her.
    Oder eben eine Weller-Entlötstation https://www.reichelt.de/loet-u…ller-wr-2002-p104299.html
    (das ist glaube ich die kleinste von Weller).


    Jeder wie er möchte.


    Ich denke dann nur an die vielen schönen Sachen, die man sich von dem Geld stattdessen hätte kaufen können. :D

  • Genau mein reden, ich leiste mir auch mal Qualität, wenn ich den Krempel wirklich dauernd brauche. Eine Lötstation gehört da nun mal nicht zu. Ich trage eine Taschenlampe für ca. 50 Euro immer mit mir rum, dafür nutze ich diese täglich mehrmals. Andere kaufen sich eine fürn 5er bei Aldi. Die würde bei mir kein Jahr überleben, aber für Gelegenheitsnutzer vielleicht ok.


    Daher sehe ich das mit der Qualität pragmatisch: Ja, wenn man es wirklich braucht, ansonsten gehts auch mit billig voran.

  • Als meine Weller mal kaputt war, hab ich mir so eine 20,- Hobbyking Station geholt, um sie zu reparieren. Ich muss sagen, dass ich keinen dramatischen Qualitätsunterschied bemerkt hab. Ok, zur Haltbarkeit kann ich jetzt nicht wirklich viel sagen, aber arbeiten konnte ich damit einwandfrei.

  • ich bin in der glücklichen Lage, nicht jeden Cent umdrehen zu müssen und zudem noch günstig bei einem Großhändler einkaufen zu können.
    Sonst würd ich mir das auch nicht leisten.


    Die TS-100 für etwas über 50€ läuft mit einem recht günstigen Notebook-Netzteil und Hakko-Spitzen ganz problemlos. Die Spitzen gibt es auch als Originale immer wieder zu Hammerpreisen (5 Spitzen 30€, selbst gekauft).


    Das dürfte für den kleinen Geldbeutel die absolut beste Alternative sein. Was Dave jetzt im EEVblock zu der Sicherung sagt, ist mir im Endeffekt auch Latte.
    Ich hab meinen Kram, der ist fest verkabelt, funktioniert, und gut.