Hello, Guest the thread was called3k times and contains 31 replays

last post from Gerrit at the

Win 10 rsyncen oder robocopyen?

  • Ich habe heute mit bisschen Fummeln und Basteln meinen Heimserver (Linux) erfolgreich so weit bekommen, dass ich ihn in Zukunft mit rsync recht flott differenziell sichern kann. Bisher habe ich das immer als Vollbackup via Acronis' klonen gemacht. Vorteil: Defekte Platte raus, Backup-Platte rein, schon kann's weiter gehen. Wobei bei 500 GB über USB 2.0 halt einiges an Zeit ins Land geht, bis das mal fertig ist und man während dem Sichern nicht damit arbeiten kann. Schön also, im laufenden Betrieb Linux sichern, und zwar nur das, was seit der letzten Sicherung verändert wurde. Für meinen PC könnte ich das auch, allerdings nur halb. Dort läuft ein ähnliches Programm ab: 500 GB spiegeln. Das installierte Linux rsyncen ginge genau so einfach. Nur das Windows... Das ist damit noch nicht gesichert.


    Jetzt mal blöd gefragt: Kann man das in der Form eigentlich, dateiweise ein (ggf. laufendes) Windows sichern? Und zwar so, dass die Zielplatte im Zweifelsfalle einfach ersatzweise eingebaut werden kann, und schon geht's weiter. Ich meine mich zu erinnern, dass das schon damals™ unter Win 98 oder XP nicht so recht funktioniert hat, selbst wenn man das System nicht während dem Sichern am Laufen hatte. Allerdings hatte ich damals auch noch nicht den Zustand, dass bereits ein vollständig gespiegeltes System vorlag, sodass Robocopy ggf. gereicht hätte. Wie sehen das die Experten hier?


    Mir schwirrt die Idee im Kopf rum, das auch mit rsync unter Linux zu machen, oder alternativ, mit Robocopy unter Windows. Aber letzteres dann eben im laufenden Betrieb. Am PC dauert die Sicherung zwar nur noch 2 h, aber 2 h auf den PC verzichten, wenn man nicht muss... Dürfte zumindest Dateiweise erheblich schneller gehen, weil am System sonst meist nicht viel verändert wird. Wenn da mal 10 GB Diff zusammen kommen, ist es schon viel.

  • Auch differenziell? Also z. B. nicht die volle 300 GB Partition, sondern nur das was sich verändert hat, meistens < 10 GB. Wie heißt das dann? Wäre schon spannend, wenn Win das selbst mit brächte.

  • Also auf dem fraglichen PC sind sowohl Linux als auch Windows drauf... Laufen die gleichzeitig, das eine in einer VM des anderen? Ansonsten würde ich wohl einfach vom Linux aus beide Installationen per rsync sichern.

    Dabei bitte dran denken, daß Windows 10 im Normalfall keinen kompletten Shutdown macht, man also die HD nicht einfach so hermounten darf. Tut man es trotzdem kann es beim nächsten Start von Windows Ärger geben.

  • Also auf dem fraglichen PC sind sowohl Linux als auch Windows drauf... Laufen die gleichzeitig, das eine in einer VM des anderen? Ansonsten würde ich wohl einfach vom Linux aus beide Installationen per rsync sichern.

    Das sind zwei »richtige« Installationen, die nur abwechselnd laufen. Das Daddel-OS und das Arbeits-OS quasi. ;-) Drum auch mein Gedanke, dass das eigentlich™ doch auch mit rsync gehen müsste, aber so was...

    Dabei bitte dran denken, daß Windows 10 im Normalfall keinen kompletten Shutdown macht, man also die HD nicht einfach so hermounten darf. Tut man es trotzdem kann es beim nächsten Start von Windows Ärger geben.

    ...sind dann eben die Fallstricke, die ich meine. Wobei Linux sich ja weigert, solche Partitionen zu mounten. Dachte zumindest, dass das der Witz war, an dieser ganzen nicht-richtig-runtergefahren-Geschichte, dass man das am Zustand der Platte auch ablesen kann.

  • - Kann man das in der Form eigentlich, dateiweise ein (ggf. laufendes) Windows sichern?
    - Und zwar so, dass die Zielplatte im Zweifelsfalle einfach ersatzweise eingebaut werden kann, und schon geht's weiter.

    Das sind zwei Sachen auf einmal, die Du da willst. ;-)


    File-basierendes Copy, da kannst Du unter Windows rSync (z.B. rSyncBackup) oder Robocopy verwenden oder besser andere Tools, die auch mit Hardlinks arbeiten. Ich verwende HardlinkBackup dazu.
    "Zielplatte austauschen und weitergeht's" da braucht es schon eine Image-Lösung. Acronis TrueImage kann das in neueren Versionen im laufenden Betrieb und inkrementell. Ich weiss aber nicht, wie gut sowas funktioniert.
    Ich verwende das nur um ein Vollimage nach der Grundinstallation und Applikationsinstallation des Systems zu sichern und dann schnell wieder einsatzfähig mit meiner Arbeitsumgebung zu sein.
    Die Datenpartition ist eine separate Platte und wird auch separat gesichert (mit Hardlinkbackup).


    Alternativ kannst Du Dir ein RAID System aufbauen, wo Du im Falle der Fälle eine Disk im Betrieb auswechseln kannst. Aber das ist nicht billig und im Privatbereich je nach Anwendungsfall evt. Overengineering.



    Dabei bitte dran denken, daß Windows 10 im Normalfall keinen kompletten Shutdown macht, man also die HD nicht einfach so hermounten darf.

    Das habe ich so gelöst, dass ich eine Batchdatei auf dem Desktop habe und nur so per Doppelklick runterfahre (ausser wenn ich einen Reboot will):


  • Alternativ kannst Du Dir ein RAID System aufbauen, wo Du im Falle der Fälle eine Disk im Betrieb auswechseln kannst. Aber das ist nicht billig und im Privatbereich je nach Anwendungsfall evt. Overengineering.

    och, die Festplatten sind mittlerweile so günstig (GB/EUR), so dass man noch nicht mal mehr ein RAID5 machen muss. Ein RAID1 mit 2 Identischen Platten reicht völlig. Hab ich in meinem Server drin, ein RAID1 für / und ein RAID1 für /home (andere physische Platten)


    Aber ein RAID1,5,6 ... ersetzt natürlich keine Backups sondern minimiert nur die Wahrscheinlichkeit, dass Datenverlust passieren könnte.

  • och, die Festplatten sind mittlerweile so günstig (GB/EUR), so dass man noch nicht mal mehr ein RAID5 machen muss. Ein RAID1 mit 2 Identischen Platten reicht völlig. Hab ich in meinem Server drin, ein RAID1 für / und ein RAID1 für /home (andere physische Platten)

    In Windows kann man ja softwaremässig auch RAID einrichten, wie gut das funktioniert, weiss ich aber nicht.
    Wenn die Systempartition floeten ist, wird man ja trotzdem ein Fullbackup zurueckladen muessen. Wie gut das dann mit RAID und Acronis funktioniert, weiss ich nicht.
    Früher konnte man mit Acronis eine Window PE mit den entsprechenden Hardware-Treibern einrichten. Ob das auch mit Software-RAID von Windows geht - keine Ahnung? :gruebel

  • Früher konnte man mit Acronis eine Window PE mit den entsprechenden Hardware-Treibern einrichten. Ob das auch mit Software-RAID von Windows geht - keine Ahnung?

    das mache ich nach wie vor.
    Acronis sichert mir das gerade laufende Windows ganz nebenbei.
    Und mit meinem WindowsPE-Stick spiele ich das Backup zurück bei Bedarf.
    Man sollte natürlich die RAID-Treiber des Chipsatzes mit in das WinPE integrieren. Dann klappt das problemlos.
    Allerdings habe ich das RAID1 im RAID-Bios des Mainboards definiert.

  • Allerdings habe ich das RAID1 im RAID-Bios des Mainboards definiert.

    Das kann ins Auge gehen wenn dir das Board stirbt und das neue Board ein eventuelles RAID nicht nach derselben Methode realisiert.


    Deshalb sollte man diese BIOS-RAID nicht benutzen sondern gleich reines Software-RAID vom OS aus verwenden. Vom eigenen RAID1 sollten doch alle aktuellen OS booten können, oder?

  • AFAIK kann man die Windows-Systemplatte nicht als (Windows-SW-)RAID1 einrichten [EDIT], zumindest bei Windows 7. Bei 8/8.1/10 könnte es gehen, da kann man zumindest Stripe-Sets für C: bauen und Platten "überprovisionieren" (= 100 GB Platte einbauen und als 10 TB provisionieren, das ist dann ein schönes "Verkaufsargument" :) ).[/EDIT]


    Partition Wizard Free Edition kann übrigens auch Festplatten klonen und ist für Private kostenlos.

    "Steve Jobs hat User hervorgebracht, Jack Tramiel Experten." - Quelle unbekannt.


    Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie äußern dürfen." - Voltaire.


    "Diskutiere nie mit einem Idioten - er zieht dich auf sein Niveau hinunter und schlägt dich dort mit seiner Erfahrung!" - Volksweisheit.

  • Also RAID kommt für mich insofern nicht in Frage, als ein RAID einfach kein Backup ist. Klar, wenn eine Platte abraucht, wäre es ausreichend. Wenn sich irgendwas anderes über die Daten her macht (z. B. der blöde Admin was versaut... :f5: ), dann hilft mir das auch nichts. Ich brauche also so und so eine extra Sicherung. Dann brauche ich aber kein RAID 1 mehr. Daher meine bisherige Vorgehensweise, alles auf ein mal zu spiegeln, dann hat man einen definierten, sauberen Zustand. Das ganze im Wechsel, sodass das jeweils letzte Backup nicht angetastet wird, während man ein neues macht. (War auch gut so, gestern hat sich eine Backupplatte verabschiedet...)


    Nur sind 500 GB eine Menge Holz (um nicht zu sagen, brauchen relativ lange zum Sichern), dafür dass sich eigentlich nur ein kleiner Bruchteil davon wirklich informationell ändert. Meine eigentlichen Daten liegen eh auf einer anderen Platte, über's Netzwerk zugegriffen, bei der schon länger differenziell gesichert wird. Allerdings noch mit Total Commander. Das wird mittelfristig auch auf EXT4 in einen neuen Rechner umgezogen und dann geht das auch mit rsync. So weit bin ich aber hardwaretechnisch noch nicht. Aber eben auch hier wieder nicht ein laufendes Windows, nur Daten.


    So wie syshack meint, wäre Image anlegen ja wohl doch eher unumgänglich, wenn man das Windows sichern will. Dann wäre ich aber wieder so weit, dass ich gleich ein Cloning machen kann. Warum? Weil so erst bei meiner Freundin gesehen: SSD raucht ab, keine Ersatzplatte mit System drauf. Also erst mal lang und breit Restore-Session auf eine funktionierende Platte von der Sicherungsplatte aus, damit man mit dem Laptop wieder arbeiten kann. So was will ich halt vermeiden. Kaputte Platte/SSD raus, Backup rein, weiter geht's. So mache ich's bisher auch. Ich hätte gerne aber auch eine Möglichkeit das differenziell zu machen, damit mir nicht ein Bart während dem Sichern wächst.

  • http://backuppc.sourceforge.net/


    ansonsten wäre ein Raid trotzdem eine gute Wahl.
    Man kann unter Windoof ja angeben wie viele alte Versionen der Dateien vorgehalten werden.
    Somit kann man im Falle einer defekten Platte sogar auf die alten gelöschten Dateien zugreifen mittels Windows-Boardmitteln.
    Ansonsten NAS Server aufsetzen und dorthin replizieren lassen, geht auch mit Windows Boardmitteln.
    Ebenso natürlich dann mit rsync via Linunx.
    Aber bei rsync am besten ein Skript nutzen welches verschiedene Versionen der selben Datei vorhält, also Montag-Sonntag etc... denn automatisch macht rsync sowas nicht!


    Ich nutze rsnyc backups mit meinem Freenas um meinen Internetserver und meine komplette Heimumgebung inkl Büro meines Vaters zu sichern.
    Ich arbeite übrigens als Backupadminstrator in einer Firma mit 15.000 Angestellten ;) bin also etwas paranoid.
    Daher spiegel ich das Freenas System nochmals auf ein weitere Freenas in einem anderen Haus (meine Eltern wohnen neneban).

  • Beim Clonen mit TrueImage musst Du nur aufpassen, ältere Versionen hatten noch das Problem das geklonte Platten nicht 100% ok waren, wenn man sie via Intern SATA-->USB geklont wurden. Per Image-Restore oder per Intern via SATA-->SATA am Notebook beide Platten/SSDs waren hingegen kein Problem. Habe ich immer wieder mal machen müssen.
    Keine Ahnung wie das bei anderen Cloning Tools ist, wenn man via USB klont.


    Aber Restore der System-Partition dauert via Image über SATA2/3 und USB auch nicht sooo lange. Je nach Grösse dauerte das bei mir zwischen 20-60min.

  • Also bei mir sind es 500 GB, von denen aber auch nicht alles belegt ist. Momentan braucht ein komplettes spiegeln ca. 2 h. Sichern per Image braucht länger, zumindest das Vollbackup. Das Zurückspielen dauert nicht so lang, aber immer noch genug, dass gespiegelte Platten wechseln konkurrenzlos schnell geht. Das Restore ist einfach: Platte aus dem USB-Gehäuse raus, die im PC damit ersetzen, fertig. Das ist es eigentlich, weshalb ich klone. Weil man mit Imaging erst mal lang und breit restoren muss. Und keine Überraschungen. Denn, wie schon jemand meinte: Platten sind inzwischen so billig, dass ich auch die Kompressionsmöglichkeiten nicht unbedingt brauche, die das noch oben drauf bietet. Ich bin völlig happy, wenn die defekte Platte raus und das Backup rein kann. Zwei Platten im Wechsel, das langt mir für den Privatgebrauch. Dass mir drei Platten unabhängig voneinander sterben, ist unwahrscheinlich.


    Das hätte ich bei dem Laptop meiner Freundin vor ein paar Wochen auch so gebraucht. Die sicherte mit Acronis und inkrementellen Backups als Images. Dort hieß das: erst mal eine Platte leer räumen, auf die man das eigentliche System klatscht. Das Acronis Image dort hin restoren, was auch Zeit kostet. Und dann konnte weiter machen. Ist mir zu Umständlich. Zum Sichern klonen und im Schadensfalle einfach den Klon einbauen, fertig. Der einzige Pferdefuß ist eben, dass das Sichern unverhältnismäßig lange dauert, dafür, dass bestenfalls ein paar GB verändert wurden. Meistens läuft auf dem PC gar nicht so viel. Dafür umso mehr auf dem NAS. =) Bei Linux ist das eben sehr einfach, mit rsync. Da dauert das Sichern wenige Minuten und ich habe einen Zustand, der einfach läuft, wenn ich die Platte wechseln muss.


    Was Fehler in Acronis angeht: Mit einem bin ich auch erst kollidiert, eben während der Aktion oben. Wenn man die Platte auf eine größere klonen will, kann man das theoretisch, laut GUI, mit Anpassung der Partitionsgrößen durchaus machen. Aber irgendwie kackte er dabei sehr schnell ab. Also doch ohne Größenänderung gespiegelt und mit Gparted die Größen ausgedehnt. Komischerweise: Anders rum hat's gestern aber funktioniert, von größer auf kleiner. Muss man nicht verstehen. :drunk:


    Edit:


    Sieht jetzt für mich auch nach einem klassischen dateiweise sichernden Programm aus. Quasi rsync aufgebohrt. Das Kernproblem bleibt aber, dass ich mir nicht sicher bin, ob das so einfach geht, selbst wenn ich von Linux aus einfach dateiweise differenziell die Windows-Partition sichere. Wäre mir mit am liebsten, weil ich das eben auch aus dem laufenden Betrieb meines Haupt-OS machen könnte, also weiter arbeiten während ich sichere. Aber da schaut es ja eher nicht so gut aus.

  • Also RAID kommt für mich insofern nicht in Frage, als ein RAID einfach kein Backup ist.

    RAID ist kein Backup, ein RAID soll nur verhindern, daß das System beim Ausfall einer Platte komplett ausfällt und vielleicht für Tage down ist. Eine defekte HD in einem RAID1 zu ersetzen und den Resync abzuwarten ist eben deutlich angenehmer als alles neu aufzusetzen.


    Backups braucht man auf jeden Fall sowieso. Idealerweise mehr als eines und mindestens eines davon weit genug vom System weg gelagert, daß ein Brand oder Überflutung nicht System und Backup vernichtet.

  • Eben drum: Sichern und falls doch mal ein Ausfall da ist, einfach die Platte wechseln. Tagelang down ist da nicht. Zugegeben, die Einschränkung ist, dass man oft genug sichert. Ein monataltes Backup ist ggf. zu alt. Aber das ist einer der Hintergedanken an meinem Ziel: Öfter sichern. Anstecken. Viertel Stunde warten, fertig. RAID ist einfach immer noch mal eine Fehlerquelle zusätzlich, finde ich. Ich verbinde lieber das Notwendige mit dem Praktischen, also sichern und schnelles Weiterarbeiten.

  • wenn dein Windows auf einer eigenen Partition liegt, nimm doch dd unter Linux.
    Und wieso willst du dein Windows System unter Linux sichern? Es reicht doch, wenn du beim Start von Windows das Windows eigene Backup nutzt. Solange du unter Linux arbeitest, wird doch eh an der anderen Partition nichts verändert.
    Somit würde ich 1x Linux Backup und 1x Windows Backup betrachten.
    Ein Image in regelmäßigen Abständen ist immer gut wenn man kein Raid nutzt. Ich selber nutze Raid Z2 auf dem NAS und meine Arbeits-PCs sind mir recht egal :D