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Linux macht sich das Leben schwer

  • Dabei basiert Edge auf Chromium, sollte eigentlich gut funktionieren. Ja der Browserkampf ist unerträglich, ich habe auch in der Webentwicklung gearbeitet und damals sogar versuch dass unsere Seite selbst unter Suse Linux und Netscape noch gut zu bedienen ist. Ja lang ist her.


    @Freddy

    Unter Windows fallen alle Umstellungs- und Umschulungskosten weg, da es keine Umstellung gibt, sind ja alle eingespielt auf Windows über viele Jahre.


    Das es auf lange Sicht besser wäre, wenn wir uns unabhängig von US-Firmen in Punkto IT machen, ist klar. Aber könnten wir völlig unabhängige Hard- und Software in Deutschland etablieren? Wie teurer wäre das, wenn wir jede Firmware, jeden Mikrocontroller, in jedem Gerät, vom Router bis zum PC übers Smartphone, in OpenArchitecture umwandeln? Geht das überhaupt? Müssten wir dann auch selbst fertigen? Wie viel teurer wäre das? Ist in einer Globalen Gesellschaft überhaupt so ein Alleingang sinnvoll und ökonomisch?


    Das das alles das Beste wäre, steht außer Frage, aber wie teuer wird das und wer bezahlt das? Die Fragen müssen vor einer Umstellung geklärt sein. Deutschland verfügt nicht über unbegrenzte finanzielle Mittel und Mehrausgaben müssen gut begründet sein, denn für solch eine Mammutaufgabe müssen viel mehr Steuergelder fließen als wir derzeit bezahlen. Wer ist bereit sein Lohn dafür abzutreten, damit wir in Zukunft mehr OpenSource haben?


    Oder muss das ohne Subventionieren von Staat von jedem Unternehmer selbst gestemmt werden?

    Freiwillig wird kein Unternehmer von Windows auf Linux umstellen wollen, denn der muss hart kalkulieren. Die Windows Macken sind bekannt, was mit Linux auf den Unternehmer zu kommt ist unberechenbar, da keine Erfahrungswerte, wie bei Windows vorliegen. Wer geht also solch ein Risiko freiwillig ein und setzt damit vielleicht Haus und Hof aufs Spiel?

  • @Freddy

    Unter Windows fallen alle Umstellungs- und Umschulungskosten weg, da es keine Umstellung gibt, sind ja alle eingespielt auf Windows über viele Jahre.

    Aber die sind doch auch nicht mit dem Wissen auf die Welt gekommen, sondern mussten eingearbeitet werden. Und in den "vielen Jahren" gab es eine Umstellung von XP mindestens auf Vista oder Win7 und von dort auf Windows 10.


    Dem Normaluser im Büro ist es aber eh völlig egal, wie das Betriebssystem heißt, da der sowieso nix dran rumstellen soll. Der Sachbearbeiter muss nur wissen, wie er seine Programme startet, die er für die tägliche Arbeit braucht. Ob da nun Winux oder Lindows oder sontwas läuft ist ja irrelevant.


    Sicher, es muss diese Programme auch geben, sonst nützt es alles nichts. Aber das ist auch nicht der Punkt meines Beitrags. :D

  • Ja, im Laufe der Jahre kamen da bestimmt einen Menge IT-Kosten zusammen. Aber da mussten ja alle durch und somit hatte man auch keinen Nachteil vor der Konkurrenz. Heute konkurriert Firma A mit Firma B. Wenn Firma A auf Linux umstellt wird das erstmal teuer und Firma B hat einen Wettbewerbsvorteil durch Windows. Ist die Frage ob Firma A sich es leisten kann erstmal viel Geld, Zeit und Nerven für einen OS-Umstellung zu investieren bei erstmal gar nichts raus bei raus kommt, außer das er nun stolz sagen kann, er nutze Linux. Wie viele Jahre dauert es bis sich Umstellungskosten wieder amortisieren?


    Es tut mir unendlich leid wenn ich hier immer von Geld und Kosten spreche, aber darauf baut unsere Gesellschaft und insbesondere die Privatwirtschaft auf. Alles muss sich rechnen und das schnell, sonst droht die Insolvenz und damit der Verlust von Arbeitsplätzen.

  • Wer bezahlt die Dualboot oder VM Umstellung?

    Wieso Dualboot?

    Sekretärin -> Linux + OpenOffice

    CAD -> Windows + AutoCAD

    Wo ein Wille ist, gibt's auch einen Weg.

    Dann brauchst du aber zwei IT-Ansprechpartner, einen für Linux und einen für Windows. Den Supermann, der beides kann, gibt es bestimmt nicht oft und vor allem günstig. ;)

  • Derselbe, der die Umstellung von Office auf yet again another menu zahlen wird. Gott, es zahlt das Unternehmen, dass sich dazu entscheidet. Genau daran hapern ja viele Umstellungen. Und ich sag's jetzt mal so wie es ist, so mancher Softwarehersteller kann froh sein, dass das so ist, sonst wäre sein Shice-Produkt schon längst durch was anderes ersetzt. Aber Umstellungen kosten halt Geld, also hält man sich da gelegentlich sogar dann zurück, wenn die gesamte Belegschaft mit dem Softwareprodukt unzufrieden ist.

  • Bei uns hatten sich irgendwie 2- bis 3fach-Lizenzierungen von Office ergeben (Citrix-Server, Client, dazu Office 365...)

    Auf dem Citrix-Server wurde dann irgendwann Libre-Office als Standard eingerichtet, MS-Office nur noch auf Nachfrage.

    Ich frag mal nach, wie da die Erfahrungen sind.


    Auf meinem Arbeitsplatz-"Client" habe ich auch nur noch LibreOffice drauf, war mir damals bei der Firmen-Schieberei zu kompliziert mit den Lizenzen.


    Ganz ohne Excel komme ich allerdings auch nicht aus, weil wir das Programm ferngesteuert für das Erzeugen von Listen nutzen. Gibt da halt so ne DLL, mit der man dann Set ExcelObj = New excel.Application, Set MyWorkbook = ExcelObj.Workbooks.Open(FileName) usw machen kann. Das wird bestimmt auch mit LibreOffice möglich sein, aber das zu erforschen und mit VB6 zu verbinden ist einfach die Zeit nicht wert. Was da alles an Workarounds drin steckt, die im Laufe der Jahre und Jahrzehnte aufgefallen sind, weil Excel sich manchmal komisch verhält..

  • Derselbe, der die Umstellung von Office auf yet again another menu zahlen wird. Gott, es zahlt das Unternehmen, dass sich dazu entscheidet. Genau daran hapern ja viele Umstellungen. Und ich sag's jetzt mal so wie es ist, so mancher Softwarehersteller kann froh sein, dass das so ist, sonst wäre sein Shice-Produkt schon längst durch was anderes ersetzt. Aber Umstellungen kosten halt Geld, also hält man sich da gelegentlich sogar dann zurück, wenn die gesamte Belegschaft mit dem Softwareprodukt unzufrieden ist.

    München hat vor allem gezeigt: Es IST günstiger (war da nicht etwas von 10Mio eingespart vgl Windows?), und es läuft 'runder', es gab weniger IT-Einsätze weil es besser lief.

    Wenn man die Entscheidung allerdings M$-Admins überläßt, wird sich da nie was ändern.

  • Was bedeutet "Linux macht sich das Leben schwer"??



    Wenn du meinst mit "schwer", dass die Verbreitung von Linux eher mäßig ist, dann ist die Aussage oben vollkommener Unsinn!


    Linux hat es nicht "schwer".

    Es hat niemand Interesse daran, dass Linux auf möglichst vielen PC läuft!

    Wer sollte das denn wollen?

    Es verdient ja keiner daran.