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Wäre es möglich/sinnvoll die C64 Platine nachzubauen?

  • Ich weiss, dass dies eine dumme Frage is und, dass es wahrscheinlich ökonomisch gesehen keinen Sinn macht, aber ich bin trotzdem neugierig, und würde gerne die Meinung von denen hören die etwas von diesen Sachen verstehen...


    Wie komplex ist eingentlich die Platine? Hat sie zum Beispiel mehrere Schichten usw., oder könnte Jemand, der mit einen Layoutprogramm umgehen kann (und natürlich auch was von Elektronik versteht), sie nachbilden und anfertigen lassen?


    Wie gesagt, es ist mir bewusst, dass Mann auch einfacher an funktionstüchtige Planinen herankommen kann aber ich finde die Idee einer moderne Platine mit neuen Kondensatoren usw. und Sockel für alle ICs trotzdem interessant. Unter Umständen könnte Mann vielleicht gleich einige geringfügige Verbesserungen integrieren wie zum Beispiel Überspannungsschutz, SID, Kernel und/oder Joystickportumschalter und ähnliches...

  • So ne Idee hatte ich auch schon, vllt grad noch angepasst für ein Modernes Gehäuse, mit 1541-II oder OC-xxx eingebaut, und vorne auf ner Slotblende noch Joystickports ausgeführt, Memslot oben (wie beim SX), der Rest hinten, NT eingebaut (bei nem richtigen ATX oder bei der Größe vllt auch Mini-ITX-Gehäuse käm ja ein richtiges NT mit dem Netzteiladapter in Frage)

  • Mit dem Gedanken spiele ich auch schon ne längere Zeit. Bin zwar kein Hardwarespezi, aber wozu gibs das Forum :D
    Ich würde jedoch gleich einige Dinge hinzufügen, wie das
    - Stereo-In-Sid und eine
    - Umschaltung zwischen NTSC/PAL hinzufügen (d.h. zwei Vic und zwei Oszis).
    - Auch den TV-Modulator würd ich rausschmeisen und mich
    - im zweiten Schritt an ner VGA-Anbindung versuchen.


    Ich würd das ganze so Designern, dass es noch immer in alle alten Gehäuse (Brotkasten, Türkeil) passt.

  • Ich glaube auch dies ist wie so vieles eine reine Geldfrage.
    So wie schon die Überlegungen den SID 1:1 zu reproduzieren oder ähnliches.
    Damit will ich nicht den Gedanken miesmachen, also nicht missverstehen, ich fürchte nur, dass das ein Projekt ist was weit über den Hobbystatus hinausgeht. Leute wie Gideon die die 154I-U in Eigenregie erschaffen haben, oder der Minimig, das sind Dimensionen die noch "irgendwie" alleine (oder mit ein paar Leuten) handlebar sind (auch ohne DAS jetzt abwerten zu wollen, im Gegenteil, ich bewundere diese Eigeninitiativen!), nur eine ganze Ceviplatine nachzubauen, das wird sich wohl leider nicht rechnen.
    Vielleicht sehe ich das zu schwarz, aber ich glaube (hoffe) man versteht was ich damit meine.
    Es ist deutlich leichter einen Cevi in Form eines (jetzt kommt Gerate weil ich von Elektronik nix verstehe!) ATMEL-Mega oder ähnlichem nachzubauen als die ganze Platine nachzufertigen. DANN aber würde man gleich einen vollwertigen Ersatz produzieren, der halt ins Cevigehäuse passt.

  • Warum sollte das übermässig teuer werden?
    Sollange sich die Änderungen zum Orginal im ramen bleiben, sollte das möglich sein. Gutes beispiel ist hier der GBA 1000. Man sollte halt nichts übernatürliches erwarten, sondern eher bestimmte Sachen zusammenfassen und einiges weniges vielleicht entfernen.


    Die meisten Chips sollte man dabei gar nicht ersetzten wollen, den dass könnte sehr kostspielig werden. SID, VIC, CIAs, CPU würde ich so lassen wie sie sind. RAMs möglichst zusammenfassen. Die Roms vielleicht zusammenfassen. Standardhardware (Kondensatoren, Dioden, Treiber ...) gegen aktuelles austauschen, soweit sinnvoll (vielleicht auch auf SMD setzen, um Platz für neues zu schaffen).


    Toll wären auch ne MicroPSU, so dass man ne Standard Laptop-Netzteil benutzen könnte. Problematisch hierbei wird vermutlich die ~9V werden, aber vielleicht gibs hierfür auch ne Lösung.

  • ;)
    Erst schreibst Du

    Quote

    Warum sollte das übermässig teuer werden?


    und dann

    Quote

    Die meisten Chips sollte man dabei gar nicht ersetzten wollen, den dass könnte sehr kostspielig werden


    Genau das wollte ich damit sagen. Es könnte (!). Und ich erwähnte es schon, dass ich kein Experte bin in dem Bereich.
    Ich sehe eben keinen Sinn darin die Ceviplatine nachzubauen - und das war die Ausgangsfrage. Das würde IMHO Kosten verursachen, die so nicht mehr reinzuholen wären. DANN lieber gleich was Intergriertes mit den hier genannten Goodies onboard.


    So, ich hoffe, ich konnte es jetzt richtig rüberbringen. :)

  • Naja, letzteres gibs ja schon, den DTV. So gesehen kannst du das Projekt gleich knicken ;)


    Man sollte erst mal definieren wohin die Reise gehen soll.


    - Welche Größe soll die Hautplatine zum Schluss haben
    - Welche Anschlüsse Behalten
    - Welche Anschlüsse sollen hinzu kommen
    - Welche Bauteile sollen weg, welche hinzu


    Bevor man hier nicht einen Rahmen schafft, wohin die Reise gehen soll, wird wohl jeder was anderes sich vorstellen und je nachdem wirds dann unterschiedlich teuer werden. Meine Vorstellung der Dinge habe ich getan und diese sind durchaus möglich. Klar kostet alles Geld, aber es ist denke ich mal im überschaubaren Rahmen.
    Und Hardware, die man neu entwickeln muss, kann man getrost als Fantasie und Wunschvorstellung betrachten. Denn dann würde das Projekt vermutlich nie fertig werden. Sachen die man mit auf das Mainboard plant, sollten also am besten als freies verfügbares Eagle-File (oder ähnliches) verfügbar sein.

  • Schau wirklich mal in die von Ace verlinkten Freds und lies eine Weile. Die Köpfe hei geredet haben sich wirklich schon viele zu dem Thema, darunter auch ein paar Hardware-Schwergewichte. Gebaut hat es aber afaik noch niemand, und das wird schon seine Gründe haben. ;)

  • Da wurde so viel gelabert von wegen was-nicht-noch-alles-dazu-gebaut-werden-sollte, und keiner hat's gemacht. Die Komplexität eines C64 ist nicht zu unterschätzen, und wenn man noch Floppy, Rom-Erweiterungen und Netzteil-Ersatz hinzu designen will, landet man schnell beim Chameleon. Upps, das macht ja genau das, was die alle schon jahrelang wollten? Und zu einem Preis der geringer ist, als ein neues Mainboard mit alten Chips zu bauen wäre!?!


    Jens

  • Da wurde so viel gelabert von wegen was-nicht-noch-alles-dazu-gebaut-werden-sollte, und keiner hat's gemacht. Die Komplexität eines C64 ist nicht zu unterschätzen, und wenn man noch Floppy, Rom-Erweiterungen und Netzteil-Ersatz hinzu designen will, landet man schnell beim Chameleon. Upps, das macht ja genau das, was die alle schon jahrelang wollten? Und zu einem Preis der geringer ist, als ein neues Mainboard mit alten Chips zu bauen wäre!?!


    Jens

    Im Grunde hast Du recht, vorausgesetzt, Du versorgst uns auch weiterhin mit guten Software-Updates zur Hardware :)

  • Das DTV 64 war doch schonmal ein guter Anfang in die richtige Richtung. Es verkaufte sich gut. Leider werden die Teile nicht umsonst gemoddet, weil das nötigste fehlt (Tastaturanschluß, Joyport, Speichercartenslot). Mit sowas liese sich bestimmt auch wieder die breite Masse erreichen, und kostet nicht mal eben 200€. Primitiv und eine Jugenderinnerung aus Allgemeiner Sicht isser doch der C64.

  • Da wurde so viel gelabert von wegen was-nicht-noch-alles-dazu-gebaut-werden-sollte, und keiner hat's gemacht. Die Komplexität eines C64 ist nicht zu unterschätzen, und wenn man noch Floppy, Rom-Erweiterungen und Netzteil-Ersatz hinzu designen will, landet man schnell beim Chameleon. Upps, das macht ja genau das, was die alle schon jahrelang wollten? Und zu einem Preis der geringer ist, als ein neues Mainboard mit alten Chips zu bauen wäre!?!


    Jens

    Es ist mir bewusst, dass man mit FPGA Technologie gewisse Dinge bestimmt kostengünstiger nachbauen kann. Aber das benötigt dann auch weitaus mehr Investment und Wissen (würde ich annehmen - Ich verstehe leider nichts davon.) Ich verfolge mit grosser Interesse jedes FPGA Project. Ich habe mir bereits einen Chameleon gekauft und halte es zur Zeit für den Meistversprechenden. Aber ich träume trotzdem hin und wieder von einem Komplettnachbau. Und das Ziel deines Projektes ist etwas Anderes (obwohl es dessen sehr nahe kommt), und hat halt wegen der Formfaktor gewisse Grenzen. (Und die C-One scheint komplett hofnungslos...)


    Wie ich es bereits am Anfang gesagt habe, interessierte mich das nur aus reiner Neugierde. Ich habe bereits angenommen, dass es bestimmt viele gründe geben würde warum das sich nicht lohnt.

  • Das DTV 64 war doch schonmal ein guter Anfang in die richtige Richtung. Es verkaufte sich gut. Leider werden die Teile nicht umsonst gemoddet, weil das nötigste fehlt (Tastaturanschluß, Joyport, Speichercartenslot). Mit sowas liese sich bestimmt auch wieder die breite Masse erreichen, und kostet nicht mal eben 200€. Primitiv und eine Jugenderinnerung aus Allgemeiner Sicht isser doch der C64.

    Abgesehen von den fehlenden Teilen war die Kompatibilität von dem Ding auch jenseits von 100%.


  • Aber nur mit standard TTL und natürlich DIL, alles andere wäre, - nein undenkbar, nur was für Weicheier ... :streichel:


    Nein, ganz und garnicht. Das habe ich auch niergends behauptet. Ich war nur _neugierig_ was diese Alternative angeht. Ich wäre auch glücklich wenn jemand eine möglich 100% kompatible und eigenständige FPGA Lösung bauen/anbieten würde, komplett mit Joystickports usw. und unter Umständen mit SD Karte Unterstützung, HDMI und ein Sockel für einen (oder zwei) echten SIDs. Da ich aber leider nichts davon verstehe bin ich natürlich seht dankbar für all die tolle Arbeit die Jens und andere in die Entwicklung moderner Erweiterungskarten usw. tun.


    Ich möchte noch einmal hier betonen, dass ich den Chameleon ganz toll finde. Die Zielstellung keinen neuen Platform zu schaffen gefällt mir sehr. (Unter anderem deshalb interessiert mich der C-One nicht) Ich wünschte nur, dass es ein Schritt weiter gehen würde und wirklich einen ganzen eigenständigen C64 nachbilden würde. Wie gesagt ich bin sehr dankbar für all die Arbeit die in die Entwicklung des Chameleons geht und deshalb wollte ich ja meine "wilde Phantasien" nicht im Chameleon Thread erwähnen.


    Um auf die ursprüngliche Thema zurückzukommen, ich war halt nur neugierieg wie schwer es sein würde die originale Machine ohne (oder mit sehr wenigen, trivialen) Änderungen nachzubauen. Vor langer Zeit, bevor ich von FPGAs gehört habe, habe ich mir immer Angenommen, dass es sicherlich möglich sein sollte die ICs die vor 30 Jaheren gebaut wurden Heute mit moderner Technologie nachzubauen. Dann habe ich vieles gelesen und es hat sich rausgestellt, dass es wohl doch nicht so einfach ist. Also wäre der nächster logischer Schritt, so viel wie möglich von neuen Komponent nachzubilden und für den Rest originale Teile zu verwenden... Dann habe ich von FPGAs erfahren, und ich finde sie sehr interessant, aber um etwas mit FPGAs komplett neu aufzubauen benötigt man halt viel mehr Kenntinisse als existierende Schaltungen zu "kopieren".


    Und zum Schluss noch zwei Sachen (Tut mir leid, ich wollte eigentlich keinen Buch schreiben...):


    Erstens, ich habe seit ungefähr 25 Jahren nicht mehr aktiv Deutsch gesprochen order geschrieben. Also bitte ich um Entschuldigung für alle Rechtschreibfehler und, dass ich mich nicht immer ganz gut ausdrüchen kann. Und zweitens, wie schon öfters erwähnt, verstehe ich leider von Elektronik nichts, obwohl ich es versuche das nachzuholen (insofern das von Büchern selbstständig möglich ist), deshalb ist es gut möglich das meine Annahmen/Träumereien überhaupt keinen Sinn machen, aber ich war zu neugierig und wollte sehen was andere darüber denken...