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Für Selberätzer: Tiny Eprommer reloaded

  • Hallo an die Freunde der einfachen aber funktionierenden Hardware.


    Eprom-Brenner für den C64 gibt es ja haufenweise und eigentlich tun sie recht
    zuverlässig wenn sie nicht gerade Kaputt sind.
    Bei den Alleskönnern aus dem Hause REX oder JANN bekommt man dann Probleme
    weil die auch Spezialchips haben die nicht mehr zu bekommen sind.


    Der Tiny-Eprommer aus der 64´er 1987 ist da eher Angenehm simpel weil
    komplett aus Standardteilen die auch noch in 10 Jahren beschaffbar sein sollten.


    Leider hat auch der Tiny-Eprommer gewisse Probleme die sich aus der Einfachheit
    ergeben, so ist z.B. die Brennspannungsregelung über Z-Dioden eher ungenau
    und einige Epromtypen lassen sich damit nicht brennen. Desweiteren können damit
    keine 64kb (27512) Eproms gebrannt werden, was aber über eine Zwischenplatine
    realisiert wurde.


    Ich hatte auch mal so eine Zwischenplatine, aber die kann ich irgendwie nicht mehr finden...
    Was mich dann dazu gebracht hat den Tiny-Eprommer zu aktualisieren und einige Mängel
    zu beheben.


    Die Brennspannungen sind justierbar und damit die Z-Dioden Exemplarstreuungen obsolet.
    64kb (27512) lassen sich direkt brennen.
    Alle Bauteile sind wie vormals Standardtypen und daher leicht beschaffbar.


    Die Zwischenplatine bot noch das Auslesen von 24-Pin Commodore-Roms (2432). Das
    Habe ich verworfen weil mittlerweile sämtliche Inhalte online Verfügbar sind, und
    weil passene Eproms sogut wie garnicht verfügbar sind.


    Das Ding hat zwei Schalter: der eine schaltet zwischen Normalbetrieb und 27512,
    der andere für den 27512 zwischen LOW und HIGH Bank



    Hier also was für die Selberchemiker und Bohrer:
    Einseitig, 100x70, 16 Brücken, alles THT.




    Und hier für Bastler die Eagle-Files:
    Tiny_Eprommer2.zip

  • Würdest du bitte noch eine Bauteileliste zur Verfügung stellen?


    Hier die Liste, Reichelt-Bestellnummern stehen mit drin.




    Hinzu kommt dann noch der Userport-Stecker, sowie etwas Draht für die Brücken
    und 50cm 8-Polige Flachbandleitung für die Controlport-Buchsen.


    Hier noch ein Bild vom Prototyp:


  • Test und Abgleichanleitung


    Schalter S1 und S2 nach OBEN schalten.
    Brenner mit dem Userport verbinden, die Joystickstecker müssen nicht angeschlossen sein.
    Multimeter mit dem TexTool-Sockel verbinden, Plus an Pin 1 und Minus an Pin 14.
    C64 einschalten, das Multimeter sollte jetzt etwa 4,5V anzeigen.


    POKE 56579,255
    POKE 56577,0


    Das Multimeter zeigt jetzt irgendwas zwischen 1,25 und 23 Volt an


    Die Brennspannung ist jetzt eingeschaltet, die LED sollte leuchten,
    mit dem 21V-Trimmer jetzt die Brennspannung auf genau 21 Volt einstellen.


    mit


    POKE56577,64


    ist die Brennspannung für 12.5V aktiv und kann mit dem mittleren
    Trimmer auf genau 12,5 Volt eingestellt werden.
    (im Schaltplan steht 12.75V, das ist noch vom Betatest... 12,5V sind richtig)


    zum Schluss noch


    POKE 56577,128


    Jetzt mit dem 5V-Trimmer genau auf 5 Volt einstellen.
    Die LED sollte jetzt aus sein.



    Test der 64kb Funktion:


    POKE 56579,255
    POKE56577,128


    Multimeter mit dem TexTool-Sockel verbinden, Plus an Pin 1 und Minus an Pin 14.
    Schalter S1 und S2 nach UNTEN schalten, das Multimeter zeigt jetzt 0 Volt an.
    Schalter S2 nach OBEN schalten, das Multimeter zeigt jetzt ca. 5 Volt an.


    Jetzt den Pluspol des Multimeters mit Pin 22 verbinden
    Das Multimeter zeigt 0 Volt an.


    POKE 56577,132 > Multimeter zeigt 5 Volt an, LED ist aus.


    POKE 56577,68 > Multimeter zeigt 12,5 Volt an und die LED leuchtet.


    POKE 56577,4 > Multimeter zeigt 21 Volt an und die LED leuchtet.


    Damit ist der Test und Abgleich abgeschlossen.

  • Mensch suuuper tolle Sache.


    Hab leider noch ne Menge andere Sachen zu erledigen, aber ich werde an dem Thema dranbleiben.


    Finde ich klasse, daß Du Dir die Arbeit gemacht hast und hier zur Verfügung stellst. Werde ich mir sicher nachätzen.


    Danke und Gruß, Hackes.

  • Moin,


    Ich habe das Teil zusammengelötet. Klappte prima.
    Den Userport-Stecker habe ich mit Sekunden-Kleber am Board fixiert, wenn alle Tests erfolgreich waren werde ich das ganze noch mit Epoxy-Harz verstärken.
    Leider ist meine Kamera ein bisschen zickig wenn es um Makro-Aufnahmen geht, deshalb sind die Fotos vom schrittweisen Aufbau leider nicht wirklich gebrauchbar.


    Jetzt gehts gleich an die Abstimmung und dann folgen erste Brennversuche.


    Hier mal ein Bild von meinem Tiny2.0 (Joystick-Anschlüsse fehlen noch)


    Wie immer, sehr gute Arbeit von JMP$FCE2, danke nochmal ;)


    Gruß

  • Hi,
    geile Sache ist das. :)


    Quellennachtrag:


    C64er Ausgabe 8 aus dem Jahr 1988 "Tiny-EPROMMer" (Rüdiger Stahl) Seite 92-101
    C64er Ausgabe 12 aus dem Jahr 1988 "Adapterplatine für den Tiny-EPROMer" Seite 61-63


    C64er Ausgabe 8 aus dem Jahr 1989 "EPROM-Brenner im Selbstbaus" Seite 30-34


    Ich glaube, das er bei TQ-Mechanics ist.


    Gruß Höp

    8 Bit sind genug, sonst komme ich morgens nicht aus dem Bett. %)


    „Nous sommes dans un pot de chambre et nous y serons emmerdés.“
    („Wir sitzen in einem Nachttopf und wir werden darin zugeschissen werden“)
    2.9.1870, Auguste-Alexandre Ducrot


    www.emu64-projekt.de/acme The home of ACME win32 compile.

  • Boah! Ich suche schon länger einen Eprommer für den Cevi und dann kommt JMP$FCE2 und baut einfach einen.. ;-)
    Super!
    Welche SW passt dazu?


    Macht schon wer Platinen..? (Will da niemanden ins Handwerk pfuschen.)?


    Falls nein: Bei 20 Stück komme ich auf ca. 5,50-6€/Stück. Bin gerne bereit eine Platinen-Sammelbestellung zu organisieren..
    falls von Interesse.. ich selber würde 2 nehmen wollen.


    Peter

  • Welche SW passt dazu?


    Macht schon wer Platinen..? (Will da niemanden ins Handwerk pfuschen.)?


    Da passt die Orginalsoftware zum Tiny Eprommer.
    http://www.retro-donald.de/med…ke/eprommer_tiny/tiny.zip



    Das Projekt ist eigentlich für Leute gedacht, die sich die Platine selber ätzen wollen, daher auch
    Einseitig mit Brücken. Aber wenn Du willst kannst Du ja welche Machen lassen.

  • Habe jetzt 26C64 und 27128 gebrannt.. und frage mich gerade, ob nicht auch 2732 (oder sogar 2716) gehen..
    Das Programm unterstützt nur ab 8k (zumindestes vermute ich das anhand der Optionen..)?
    Allerdings kann man auch die jeweilige Endadresse ja angeben..?
    ---
    Nun, man könnte die 4k eines 2732 auch einfach 2 x hintereinander kopieren um 8k zu erhalten..
    Dann würde halt 2x gebrannt und 2x verify laufen.. die höchste Adressleitung wäre egal.. oder ist da ein Denkfehler..?
    Natürlich müßte man einen Adapter 28-pin auf 24-pin für den 2732 (2716) basteln..


    Leider habe ich z.Z keine 2732 da.. sonst würde ich das glatt mal ausprobieren..


    Peter

  • Test und Abgleichanleitung
    POKE 56579,255
    POKE 56577,0
    Das Multimeter zeigt jetzt irgendwas zwischen 1,25 und 23 Volt an
    Die Brennspannung ist jetzt eingeschaltet, die LED sollte leuchten,
    mit dem 21V-Trimmer jetzt die Brennspannung auf genau 21 Volt einstellen.

    Problem:
    Ich komme nicht höher als 19,85-19,90 V
    Die 12.5V und 5V tun prima, aber die 21V... keine Chance.
    Bei beiden Platinen nicht.
    Ist mein Rechner/Netzteil zu schwach?
    Oder muss ich die Joystickbuchsen doch anschliessen?


    EDIT: Am Zweitrechner immerhin 20.7V, aber mehr ist nicht.
    Na gut, man muss ja keine 21V EPROMS nehmen...
    ...aber komisch ist das schon.