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Roßmöller / REX Turbo Process aka Turbo-Master (US) reversing

  • Gestern 16 Stunden auf den bundesdeutschen Autobahnen verbracht, über 40 (vierzig!) Baustellen auf den 650 km von München bis Paderborn, Wahnsinn!

    Scheinbar wurden Einige hier im Lande nervös, als in Italien eine Autobahnbrücke einstürzte, anders kann ich mir die plötzliche Betriebsamkeit kaum erklären...


    Dort ein zwischengelagertes großes Konglomerat in Empfang genommen.


    Grund des Kaufs trotz der großen Entfernung war das Turbo-Process Modul, das beilag.


    Dieses daheim angekommen gleich mal seziert und feststellen müssen, dass dort sehr konsequent die Beschriftungen aller ICs abge"dremelt" wurden...


    Wird also ein nettes Rätselspiel werden, hoffentlich funktioniert das Teil, denn sonst wirds wirklich schwer, die Chips zu identifizieren...


    Weiß Jemand, ob auf der Turbo-Prozess von REX (Roßmöller) auch schon PALs mit drauf waren?



    Hier mal ein paar erste Fotos der gestrippten Einheit:




    Wie man sehen kann, ist auch die Varta- "supersafe" Batterie bereits etwas ausgelaufen, aber hab schon deutlich schlimmere Fälle gesehen...


    Muss nun als Erstes mal einen Plan der ganzen losen Strippen zeichnen, bevor sich die lösen und das Chaos vervollkommnen.


    Das Konglomerat war übrigens extrem gepflegt, obwohl es aus einer Haushaltsauflösung stammte, sogar die 1541 hatte ne Staubschutzabdeckung aus Plexi (was ich persönlich zwar für kontraproduktiv halte, wenn man die mal vergisst abzunehmen, grillt man das Laufwerk erst recht ...), Zustand fast kratzerfrei und -wie auch der C64 unvergilbt... Lediglich der C128D (kein CR!) hat etwas Gilb, war wohl das noch im Einsatz befindliche Gerät ...


    Der Vorbesitzer war angeblich aus der "älteren Generation", sprich damals Mitte der 80er schon erwachsen, davon zeugt auch die Aufkleber-Freiheit sämtlicher Teile...

    Also nach dem sprichwörtlichen "Rentner"-Auto nun auch die Rentner-Computer im Anmarsch ;-)

    RIP lieber Erstbesitzer!

  • RIP lieber Erstbesitzer!

    :thumbup::)

    "Was heute noch wie ein Märchen klingt,kann morgen Wirklichkeit sein.Hier ist ein Märchen von übermorgen.Es gibt keine Kupferka­bel mehr,es gibt nur noch die Glasfaser und Terminals in jedem Raum.Man siedelt auf fernen Rech­nern.Die Mailboxen sind als Wohnraum erschlossen.Mit heute noch unvorstellbaren Geschwindigkeiten durcheilen Computerclubs unser Da­tenverbundsystem.Einer dieser Com­puterclubsist der CCC.Gigantischer Teil eines winzigen Sicher­heitssystems,das die Erde vor Bedrohungendurchden Gilb schützt.Begleiten wir den CCC und seine Mitglieder bei ihrem Patrouillendienst am Rande der Unkenntlich­keit. CCC'84 nach ORION'64"

  • Hab noch ein bisschen recherchiert zu dem Turbo-Process:


    es gab wohl mehrere Versionen von Roßmöller aka REX, die meine hat nur 16 ICs, es gibt welche mit 17 ICs (Bausatz "Tuning64", mit angeblich 3 PALs), dafür existiert auch eine Stückliste im WWW.


    Dann gab es noch einen US-Nachbau, der nochmals mehr ICs hat und darunter ganze 4 PALs, davon 2 mit Registern, d.h. nicht ohne Weiteres auslesbar als "ROM". Angeblich hat Roßmöller oder der US-Distri aber mal versehentlich PALs geliefert, deren "Fuses" nicht gebrannt waren, d.h. die nicht gegen direktes Auslesen mit passendem Programmer geschützt waren...


    Zudem hat die US-Version wohl einen Designfehler der Roßmöller-Variante behoben, was das Umschalten in den Turbomodus via nachgebildetem 6510-Register anbelangt, dort war die Zuordnung so gewählt, dass einige Programme, die im 6510 auf das Register zugreifen, den Turbo versehentlich wieder deaktiviert haben... Der Erstbesitzer (RIP) meines Turbo-Process hat aber scheinbar externe Schalter nachgerüstet, um den Zugriff darauf unterbinden zu können...


    Auf der Unterseite des Boards befinden sich auch ein paar Modifikationen, die möglicherweise nachträglich gemacht wurden, man wird sehen... Glücklicherweise liegt ja auch der original damit betriebene C64 bei, d.h. werde ich mit diesem mal anfangen zu testen.


    Frage: Weiß Jemand, ob das Turbo-Process überhaupt zum C128 kompatibel ist?

    Denn ein solcher war ja auch Teil der Sammlung, möglicherweise wurde es auch daran betrieben.


    Aber die Bestückungsliste hilft immerhin schon mal, die in Frage kommenden IC-Typen stark einzuschränken, d.h. teste ich jetzt erstmal die Funktion der einzelnen ICs passend zu den -über Pin-Anzahl und Lage von Vcc/GND resp. weiterer markanter Leitungen weiter einschränkbaren Typen und hoffe damit auch die PALs eindeutig identifizieren zu können.


    Die auszulesen wäre dann der nächste große Schritt, um das Teil wenigstens für die Nachwelt zu dokumentieren.


    Jim Brain vom saurem Südfrüchte-Forum :winke: arbeitet seit 2017 an einem reverse-engineering der US-Variante und scheitert bislang auch an einem der PALs, während er den Rest schon vorliegen hat. Die Frage ist halt, in wie weit sich das auf meine Ausführung übertragen lässt...


    Die CPU hat bei mir einen DateCode von 86, aber das muss nix heißen, der Rest ist ja leider fast alles abgeschliffen und die RAMs haben nen kodierten DC, beim EPROM weiß man nie, zum wieoften Mal das schon beschrieben wurde, d.h. kann ich aktuell nicht einschätzen, ob ich nun eine sehr alte ("einfache") oder eine "optimierte" späte Version davon habe... Und Herr Roßmöller ist leider auch bereits nicht mehr unter uns (RIP!)..


    Es bleibt spannend...


    Ich werde jetzt erstmal die ganze Paperware aus der Sammlung sichten, ob da noch ne Beschreibung dazu dabei ist und die "Treiber"diskette dazu fehlt mir bislang auch, da geistert aber auch ein Image im Web rum... Aber schon deren Version wäre dann ein weiterer Hinweise darauf, ob nun frühe oder späte Variante...

  • Weiß Jemand, ob auf der Turbo-Prozess von REX (Roßmöller) auch schon PALs mit drauf waren?

    Bei mir ist leider auch alles gedremelt ...


      



    Ich werde jetzt erstmal die ganze Paperware aus der Sammlung sichten, ob da noch ne Beschreibung dazu dabei ist und die "Treiber"diskette dazu fehlt mir bislang auch, da geistert aber auch ein Image im Web rum... Aber schon deren Version wäre dann ein weiterer Hinweise darauf, ob nun frühe oder späte Variante...

    Das "originale" (Das waren schon DIN A4 Kopien die ich damals direkt vom Hersteller bekommen habe) Handbuch muss ich auch noch irgendwo haben ...


    Mach doch mal einen neuen Thread dafür auf. Vielleicht bekommen wir das Ding alle zusammen reversed ...

  • Aber die Bestückungsliste hilft immerhin schon mal, die in Frage kommenden IC-Typen stark einzuschränken, d.h. teste ich jetzt erstmal die Funktion der einzelnen ICs passend zu den -über Pin-Anzahl und Lage von Vcc/GND resp. weiterer markanter Leitungen weiter einschränkbaren Typen und hoffe damit auch die PALs eindeutig identifizieren zu können.


    Die auszulesen wäre dann der nächste große Schritt, um das Teil wenigstens für die Nachwelt zu dokumentieren.

    GAL laufen in einem von drei Modi

    • Simple
    • Complex
    • Registered


    Man erkennt es meist schon durch die Verdrahtung auf der PCB.

    Denn jeder der drei Modi hat Limitierungen in der IO Pins und der Spzial Pins (Clk,OE).

    Dann sind bestimmte IO PIN zb. immer Ausgang oder immer Eingang.

  • GAL laufen in einem von drei Modi

    Sind nur leider keine Gal sondern Pal und auf denen stehts normalerweise sogar drauf, welchen Modus die unterstützen (H, L, R, V...)


    Dummerweise nur eben die Beschriftungen abgedremelt, d.h. im ersten Schritt darf ich jetzt erstmal rausfinden, welche der ca. 12 Kandidaten überhaupt eins von den PALs ist, wieviele es in Summe sind ( in den beiden Designs, die mir bislang bekannt sind, waren es mal 3 mal 4 PALs, davon 2 registered), aber meine Karte hat ein nochmals anderes Layout und in Summe min. einen Chip weniger.


    Ob nun eine einfachere, aber vielleicht nicht so ganz kompatible FRÜHE Version oder eine späte, durchoptimierte Version, das ist nun eben eine der Fragen...


    Leider gibt es auch keinen Bestückungsdruck, d.h. muss ich verdammt aufpassen, wenn ich mehr als einen Chip rausnehme zum testen, sonst endet es im Chaos...


    Da bei mir alles gesockelt ist, auch unterschiedliche Sockelbauformen verwendet wurden und ich NICHT glaube, daß getauschte Chips vom Erstbesitzer wieder abeschliffen worden wären, könnte es wohl sein, dass es auch als Bausatz damals erworben wurde...


    Hab grad nochmals draufgeschaut: es sind nur drei Fassungen blau, vielleicht steht das auch für die Pal-Bausteine und/oder das Teil war doch ab Werk komplett gesockelt...

  • Gibt es da nicht so eine kriminaltechnische Methode um so etwas sichtbar zu machen? (CSI) Spezial flüssigkeit? Zauberpulver.

    Schau mal aufs Foto (hohe Vergrößerung anwählen und dann nochmals reinzoomen...): das ist weg-gedremelt:


    Weg ist weg, da ist nix mehr, was man wieder sichtbar machen könnte, teils sind da richtig tiefe "Krater" entstanden, tut der Lebensdauer der Teile sicher auch nicht so gut, insb. wenn die richtig warm werden im Betrieb... Wäre es nur leicht mit dem Sandpapier angerauht, dann ginge da vielleicht was, da war ich ab und an schon erfolgreich, aber hier kann man bestenfalls noch ab und an Fragmente interpretieren, auf einem Chip sehe ich z.b. noch einen Teil des Signetic-Logos...

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  • Tommi_nrw :


    Immerhin sind unsere beiden Boards schon mal augenscheinlich identisch.


    Wenn Du das direkt von Roßmöller etc. damals gekauft hast, weißt Du noch, wann das in etwa war?


    Aufgefallen sind mir folgende Abweichungen der beiden Boards:


    - CPU: bei Dir eine WDC, die vermutlich jünger ist, wurde die mal getauscht?

    - Bei Dir sind zwei Leitungen auf der Unterseite als Draht gezogen, bei mir auch, NUR KOMPLETT ANDERE! (optisch betrachtet, hab jetzt nicht die Leiterbahnen verfolgt, d.h. könnte dennoch die gleiche Wirkung haben theoretisch, aber wäre schon komisch, warum es dann unterschiedlich gehandhabt wurde..)


    - bei mir ist das ROM handschriftlich beschriftet, TP für TurboProcess, ok, aber den Rest kann ich nicht so wirklich entziffern...


    - bei mir sind drei der Sockel blau, der Rest schwarz, kann was bedeuten, aber möglicherweise waren nur blaue verfügbar für die 16-Pin ICs an denen die zum Einsatz kommen...

    - bei mir sind ALLE ICs gesockelt, bei Dir schauen die, die knapp am Expansionport sitzen fest eingelötet aus, kann auch vielleicht mit einem Gehäuse (hat Deine eins?) zusammenhängen???


    - auf meiner Platine finden sich nur 14 Widerstände, auf deiner komme ich (mit ein paar Zweifeln) auf ungefähr 20 Stk, die Stückliste unten nennt 24 Stk!


    - bei meiner sind mehrere der Dip-Switches nach Aussen auf Schalter verdrahtet, der Rest fest vorbelegt im Inneren (kein Dip-switch eingelötet), eine Anzeigeeinheit von view64 ist noch mit ins Gehäuse gepackt, hat eine SubD-15 Leitung und einen Switch extern, aber interessanterweise fehlt die notwendige Adapter-PCB (auf dem PLA-Socket) im mitgelieferten C64... Von diesem SubD-Stecker gehen 3 Kontakte aber auf die Pinleiste rechts, dazu 2 von 3, die bei Dir gar nicht mit Pinpfosten bestückt sind...


    Frage: Tommi_nrw Sind an dieser Steckleiste (die bei Dir nicht komplett bestückt ist, sondern nur 3 polig) bei Dir auch Signale angeschlossen, die AUS dem C64-Inneren zu holen sind? War das optional so, oder kennst Du eine Erklärung dafür?


    edit: wer lesen kann, ist klar im Vorteil: in der genannten Anleitung im reinen Textformat ist erklärt, dass man an diesen Pins die Signale der PLA aus dem C64 "holen" kann, um "absolute" Kompatibilität herzustellen und dafür auch noch eine kleine Änderung an der Schaltung selbst vornehmen muss. Das erklärt auch eine der beiden Leiterbahnen unten am Board bei mir.


    Leider liegt mir diese Anleitung nur als Textfile vor, denn darin wird ein Anhang mit einer "Rißzeichnung" genannt, die wohl auch die IC-Nummerierung original enthält.

    Diese Seite wäre sehr nützlich, damit wir verhindern, hier über unterschiedliche Dinge zu reden...


    Im genannten Südfrüchte-Forum wird ein Github genannt, auf dem eine Nachbau-PCB der amerikanischen Varianten Turbo-Master gezeigt wird:


    https://github.com/go4retro/TurboMaster


    Zudem habe ich noch folgende Dokumente gefunden:


    Bei Zimmers.net


    http://www.zimmers.net/anonftp…accelerators/turboprocess


    u.A. den Bestückungs"plan" zur Bausatzversion "Tuning64", die angeblich ansonsten baugleich zur Turbo Process sein soll, sowie

    das Abbild der angeblichen Originaldiskette und eine reine Textfassung der Anleitung (die wohl aus der Diskette extrahiert und nach ASCII umgesetzt wurde...)


    Soweit mal der Stand aktuell

  • Habe mich vertan ... es war doch ein richtiges Handbuch ... mit ein paar Zetteln drin ...

    Der Leim gibt schon auf. Ich werde es bei Gelegenheit im Büro mal sauber komplett scannen

    und dann wieder neu verleimen. Hier erst mal dies:


     


     


       

  • Tommi_nrw DANKE!


    Zum Handbuch ist zu sagen, daß ich nun bei dem ganzen Papierkram auch ein Handbuch fand, das eher Deiner ersten Beschreibung entspricht: A5, aus A4 Blättern mit Tacker "gebunden", Schlechte Kopienqualität in s/w... Nennt sich Handbuch V2.0 und das, was bei Dir auf dem Zusatzblatt steht, ist dort in den Text integriert.


    OT: dabei waren auch bei mir blau kopierte (also auf S/W-Kopierer mit blauem Tonerpulver befüllt) "Prospekte" für andere Roßmöller-Produkte, nicht aber für die Turbo-Process selbst... Das mit den einfarbig nicht schwarzen Kopien hatte ich hier auch schon mal thematisiert, deshalb stach es mir gleich ins Auge (auch Scanntronik arbeitete auf diese Weise, aber nahm immerhin dickes Glanzpapier für die Umschläge...)


    Zurück zur TP: Also ist es wohl so, dass die Version mit 8 er Dip-Switch und 16 ICs die Version 2.0 ist und die mit den 6 Einzelschaltern wohl die Version 1.0 (noch unbekannte Anzahl an ICs, die Zahl 17 stammt von "Tuning64", angeblich die Bausatzvariante der TP, welche Roßmöller manchmal auch 4-MHz-Karte nennt, um die Verwirrung noch zu steigern...)


    Das PCB-Bild im Anhang des Handbuchs ist aber auch nicht wirklich nützlich, da es eigentlich nur 2 Infos enthält:


    - die korrekte Ausrichtung der ICs

    - die Info, was hi- und was low RAM ist.


    Dafür fehlen auch hier die IC-Bezeichner und im oberen rechten Eck sogar ein paar Bauteile rund um den 2. Transistor.


    Der Text deckt sich im Wesentlichen mit dem, was bei Zimmers als reines Textfile zu finden ist.


    Diskette dazu konnte ich leider KEINE in dem Konglomerat finden, da bleibt es wohl erstmal bei dem, was Zimmers "liefert"...



    Ich werde also erstmal die PCB in meinem CAE-Tool neu anlegen und die schon bekannten ICs gleich einzeichnen, sowie für alle Bauteile, insb. die ICs eine eindeutige

    Nummer dann vergeben.


    Das Bild werde ich dann hier posten, und beziehe mich zukünftig ausschliesslich auf diese Zählfolge ;-)


    Die Identifikation war übrigens bei den 5 ICs nahe dem Expansionsport recht einfach:


    Die Typen standen unten auf den ICs nochmals drauf als Y374 für die 4 Stk. 74LS374 und Y032 für den 74LS32 neben dem Poti1 (für die "normalen" Bauelemente gibt es Bezeichner in dem Originalplan...


    Zusammen mit den großen ICs sind somit schon 9 von 16 ICs identifiziert, also mehr als die Hälfte.

    (positiv Denken soll helfen...)


    Ich werde jetzt erstmal den Schaltplan aus der ct 6/1987 raussuchen, denn dort war ebenso ein 4 MHz 65C816 Modul veröffentlicht worden, wenn auch als internes CPU-"upgrade".


    Ich hoffe, daß diese Schaltung schon gewisse Hinweise -zusammen mit der Stückliste von zimmers.net- liefert, die prinzipielle Funktion ist ja letztlich die Gleiche...


    Es sei hier auch gleich auf das Projekt LTC64 / rsp. LTC64-2 verwiesen, in dem es um die Wiederauferstehung dieser damals wohl schon nicht mehr so wirklich zum Leserstamm der ct passenden Schaltung geht. Aufgrund des Erscheinungsdatums ist davon auszugehen, dass die beiden Entwicklungen parallel statt fanden...


    http://www.telecomm.at/egretz/LostTurboCard64/LTC64.html


    Der Autor C128Egretz dieser Site ist eigenen Angaben nach auch hier im Forum aktiv ;-)


    PS: das amerikanische Turbo-Master basiert angeblich auf dem 65C02 und würde somit auch an der Stelle weiter von dem Roßmöller abweichen, auch wenn das für die reine Turbo-Funktion keine Rolle spielt, sondern erst, wenn erweiterter Speicher und ein Assembler etc. für den native-mode des 65C816 ins Spiel kommt. (Was auch Roßmöller alles wohl so plante, weiß aber nicht, ob die 1/2 MB Erweiterung von der im Handbuch und in den Zeitschriftenartikeln als "geplant" zu lesen ist, wirklich noch kam (für die Turbo Process!) Wüsste auch nicht, wo man das dann wieder hätte anstecken sollen, als Piggy-Back auf den 65C816 Sockel und die CPU dann auf der RAM-PCB erscheint als einzig machbare Variante, wobei in dem Run-Artikel oben ja sogar schon eine Memory-Map dafür veröffentlicht wurde...

  • Zum Handbuch ist zu sagen, daß ich nun bei dem ganzen Papierkram auch ein Handbuch fand, das eher Deiner ersten Beschreibung entspricht: A5, aus A4 Blättern mit Tacker "gebunden", Schlechte Kopienqualität in s/w... Nennt sich Handbuch V2.0 und das, was bei Dir auf dem Zusatzblatt steht, ist dort in den Text integriert.

    So eines habe ich beim Pulsar dabei

  • Hat wohl ein eigenes C64 Kernal drauf ...

    Ja, da geht es im Wesentlichen um die Initialisierung, sowie um die Integation der anderen "Turbo"-Produkte von Roßmöller, insbesondere der Parallel-1541-Speeder, aber eine Schalterstellung ermöglicht es auch, den Originalkernal zu verwenden, der dann aber auch im externen EPROM liegt.


    Erst wenn man die drei PLA-Leitungen (s.o.) rausführt und deren Auswertung einschaltet, dann gehen auch Modi, in denen oberes RAM sichtbar ist.


    Der Ansatz aus der ct mit LS245-Treibern zur Busentkopplung und nur kleinem Bootloader anstelle geändertem Kernal gefällt mir eigentlich besser, leider existiert wohl derzeit kein wirklich lauffähiges Exemplar davon -ausser den Nachbauten von C128Egretz, aber dieser will -zumindest bei meiner letzten Anfrage im Frühjahr anlässlich seiner ebay-Auktion dazu- derzeit nur die PCB rausrücken, aber keine der Kernals, die er gebaut oder in Kopie erhalten hat. Wer das Original seinerzeit bekommen hat, weiß auch nur er (und der damalige Verkäufer...)...


    Die US-Version setzt noch einige LS244 Leitungstreiber zusätzlich ein, mit teils wild anmutender Verschaltung, aber setzt hinsichtlich der Buskopplung auch auf die LS374.


    Wer nur IRGENDEINE Beschleunigung für den C64 sucht, der ist am Günstigsten mit nem Emulator dran, die bieten das ohne Aufpreis, entsprechend schnellen Host vorausgesetzt, oder man investiert in ein knallgelbes "Chameleon", kommt sicher günstiger, als jetzt das Rad quasi aus Sicht 1986 nochmals neu zu erfinden...


    Der Anreiz es dennoch zu tun, ist einfach, diese allererste und in Deutschland entstandene Beschleunigerkarte zu dokumentieren, möglichst auch zu verstehen und somit reparabel und am Leben zu erhalten. Allzuviele davon dürften wohl nicht mehr unterwegs sein...


    Parser : an dem Manual zum Pulsar wäre ich auch interessiert ;-) einen solchen habe ich seit einiger Zeit nämlich auch in meinem Fundus...

    Software und Handbuch in PETSCII gibts hier: http://www.cbmhardware.de/dlmanager/index.php?id=235

    Aber als PDF wäre wohl doch besser lesbar...

  • Dachte zuerst, was für interessante Hardware... dann die Enttäuschung... eine 4MHz-Karte


    Mein Vater hatte die Mitte der 80er neu gekauft (wahrscheinlich einer ersteren Modelle). An zweien (Vater und älterer Bruder hatten jeweils einen) ausprobiert. Schön mit dem Poti gespielt.


    Leider funktioniert das Teil überhaupt nicht, immer nur Abstürze. Eingeschickt als defekt... zurückgekommen mit dem Spruch "alles in Ordnung"... wieder ausprobiert... dann als Schrott in den Schrank gebunkert.


    Wahrscheinlich ist inzwischen die Batterie ausgelaufen. Vielleicht ist sie auch noch zu retten. Dann kommt sie in einen Schaukasten für üblen Schrott...

    Vielleicht hat die bei anderen funktioniert und der Verkäufer hat leicht übertrieben mit "alles in Ordnung".


    Ich hab' später dann die Flash8 (256KB-Variante), die funktionierte auf Anhieb. Eine ganz andere Welt.


    Die habe ich heute noch und steck die hin und wieder an. Die mag ich noch lieber als die SCPU.


    Wäre interessant, einen funktionsfähigen Nachbau zu bekommen. Man sollte sich dabei aber nicht zusehr an das Original halten. Das funktioniert nämlich (zumindest in meinem Fall) nur suboptimal.


    Gruß, 128er-Man

  • an dem Manual zum Pulsar wäre ich auch interessiert ;-) einen solchen habe ich seit einiger Zeit nämlich auch in meinem Fundus...

    Das war Tommi_nrw ein Post darüber ... ;).

    Ja, ich werde beide einscannen. Nächste Woche geht das vielleicht.