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"The Commodore Philosophy" (Unterlagen von 1981)

  • Als Andy Finkel, ein damaliger Mitarbeiter bei Commodore, am 11. März 1981 seine Stelle dort antrat hat er neben den üblichen Unterlagen auch einen "Merkzettel" von Jack Tramiel zur Firmenphilosophie von Commodore in die Hand gedrückt bekommen.


    Er war so freundlich, diese "Firmengedanken" zu scannen, so dass auch uns "Normalsterblichen" ein Einblick in diese Sphären möglich ist. :)


  • Das Dokument ist wohl so ziemlich in jeder Firma gültig, damals wie heute :rolleyes:

    "Was heute noch wie ein Märchen klingt,kann morgen Wirklichkeit sein.Hier ist ein Märchen von übermorgen.Es gibt keine Kupferka­bel mehr,es gibt nur noch die Glasfaser und Terminals in jedem Raum.Man siedelt auf fernen Rech­nern.Die Mailboxen sind als Wohnraum erschlossen.Mit heute noch unvorstellbaren Geschwindigkeiten durcheilen Computerclubs unser Da­tenverbundsystem.Einer dieser Com­puterclubsist der CCC.Gigantischer Teil eines winzigen Sicher­heitssystems,das die Erde vor Bedrohungendurchden Gilb schützt.Begleiten wir den CCC und seine Mitglieder bei ihrem Patrouillendienst am Rande der Unkenntlich­keit. CCC'84 nach ORION'64"

  • Ich habe das Dokument mal durch die Texterkennung geschickt und - wenn der Text schon mal vorliegt - auch durch DeepL für eine Übersetzung ins Deutsche geschoben.



  • Tolles Zeitdokument. Heutzutage heißt sowas "Corporate Governance" und beschäftigt (in großen Konzernen) ganze Abteilungen. :D


    Vieles was drin steht, eigentlich das meiste, ist auch heute noch allgemeingültig bzw. einfach nur gesunder Menschenverstand.

    Einiges erscheint mir heute zu krass - Religions- und Kriegsreferenzen bspw. braucht niemand.

    Einiges fehlt: Umweltschutz, Diversity.


    Passiert halt doch viel in 40 Jahren... ;)

  • Quote

    The Commodore philosophy is like a religion.

    Ist ja aber bei Apple oder Microsoft auch so. Habt Ihr schon mal bemerkt, dass die Amis bei Ihren technischen Propaganda-Reden sogar manchmal die Hände falten?:facepalm:

    Da bekommt der Begriff Propaganda wieder mehr seine frühere Bedeutung. :) Aber ja, es ist kein Geheimnis, dass Markenkult teilweise als Quasi-Religion betrieben wird (sowohl von Seiten mancher Unternehmen als auch auf Seiten der Konsumenten). Aber das könnte jetzt wieder in eine politische Diskussion abgleiten, daher besser...

    :zzt:

  • Das liest sich in großen Teilen schon makaber, wenn man bedenkt wie Tramiel sich in Wirklichkeit aufgeführt hat. Aber das ist ja bei moderner "Corporate Governance" auch nicht anders ("don't be evil" - lol).


    Ich hatte das Buch von Michael Tomzcyk gelesen, dem ehemaligen Tramiel-Assistenten und Möchtegern-VIC20-Produktmanager ("The Homecomputer Wars"). Der schreibt sehr ausführlich von "Jacks Religion": wer die verinnerlicht hatte, konnte es zu was bringen - der Rest hat nicht lange durchgehalten blah blah... Der stellt das so dar, als sei das mit der Religion auf seinem Mist gewachsen, dabei hatte er das offensichtlich nur aus Tramiels Philosophie-Büchlein geklaut ;)

  • Ich stecke das Dokument jetzt einfach mal hier mit rein ... :)


    Andy Finkel hat einen Flyer eingescannt, der intern die Mitarbeiter zur Abschiedsfeier vom Entwickler David Berezowski von Commodore eingeladen hat. Leider ohne Datumsvermerk.


    Soll ja keiner sagen, dass nicht wirklich "Alles" archiviert wird, was auch nur irgendwas mit Commodore zu tun hatte. :D