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Apple Macs mit ARM-Prozessoren

  • Ich hatte davon auch klingeln hören. Allerdings passt das noch nicht so ganz in die bisherigen Annahmen der Beobachter – vielleicht ist aber auch nur der jetzt ins Spiel gebrachte Name das Problem. Bisher ging man davon aus, dass Apple auf Basis des M1 einen M1X herausbringen wird, der einfach überall mehr Kerne hat, ansonsten aber identisch zum M1 ist, also die gleiche Generation ist. Und nach dem Schema, wie Apple die SoCs für seine Mobilgeräte genannt hat, käme dann eben einfach ein X an den Namen.


    Vielleicht weichen sie einfach von dem Benennungsschema* ab, vielleicht hat aber TSMC einen überarbeiteten Prozess fertig, der eine M2-Benennung rechtfertigt. Oder aber die jetzt ins Spiel gebrachte Bezeichnung erweist sich als Hoax. Keine Ahnung.


    *) Das haben sie kürzlich erst getan. Viele meinten, Apple würde zwar in das neue iPad Pro einen Chip reinstecken, der dem M1 sehr ähnlich wäre aber der bisherigen Mobilchip-Benennug (A) folgen würde – aber zack, steckt dort jetzt ein M1-Chip drin. Eigentlich dachte man, M stände für Mac.

  • sondern M1, M2 usw sollen die Leistungsklassen sein

    Möglich wäre das natürlich – dann müsste man aber für die Generation so blöde Zusatz-Zahlen/Namen (11700XYZ Irgendwas-Lake) ins Spiel bringen, die sich niemand wirklich merken will/kann. Das bisher gemutmaßte Prinzip (Buchstabe für die Zielplattform, Zahl für die Generation, Zusatz-Buchstabe für doppelte Kerne) wäre halt so viel einfacher.

  • Naja schwierig wird das irgendwann immer, wenn Nachfolgeprodukte kommen. Hier geht es ja zudem um einen Chip, der in verschiedenen Geraeteklassen vorkommen soll. Mag sein, dass die Leistung von iMac und Mac Pro sich nur durch die Anzahl der Kerne unterscheiden wird, aber vielleicht wird das ja eben nicht der Fall sein. Vielleicht werden die Unterschiede groesser, und dann reicht ein "X" hinten dran vielleicht nicht aus, weil die Architektur der beiden Chips sich tiefgreifender unterscheidet.


    Das ist jetzt aber nur ins blaue gesprochen natuerlich.

  • Bisher ging man davon aus, dass Apple auf Basis des M1 einen M1X herausbringen wird, der einfach überall mehr Kerne hat, ansonsten aber identisch zum M1 ist, also die gleiche Generation ist.

    Ist der M1 nicht schon die Ausnahme, weil der ein aufgebohrter A14 ist? (Quelle)

  • Ist der M1 nicht schon die Ausnahme, weil der ein aufgebohrter A14 ist?

    Natürlich basiert die M-Reihe auf der A-Reihe. Mit dem neuen Buchstaben wurde quasi der Desktop (= Mac) erobert. Deswegen war ich etwas erstaunt, dass das iPad Pro einen Chip mit M-Bezeichnung bekam. Apple hätte die Chance gehabt, bei den eigenen Chips eine relativ einfache und stringente Bezeichnungs-Struktur (weiter) zu verwenden. Aber sie haben diese schon jetzt über den Haufen geworfen. Vielleicht haben die Beobachter Apple da auch zu viel "zugetraut" und in die ersten Bezeichnungen zu viel hineininterpretiert.


    Wahrscheinlich wird doch jetzt genau so wild herumbenamst und genummert, wie bei der Konkurrenz und nur die Cracks blicken dann durch ob ein i7-67345384VZ der 47. Generation (Pupsi-Lake) "besser" ist als ein i5-732875382AB der 48. Generation (Babsi-Lake). Aber nur, wenn man auch noch die Kernspannung, den Sockeltyp und die Mondstellung berücksichtigt. ;)

  • Oh man, ich bin immer zu langsam um mit zu diskutieren ;)


    Das der Apple-User gerne mal als eher "dumme Nutzer ohne Ahnung" bezeichnet wird hat auch seinen Ursprung. Und der geht schon sehr weit zurück.

    Dos und Unix Nutzer sowie die 8bitler haben sich schon in den 80ern überlegen gefühlt. Während meinereins damals mit Autoexec und config.sys die Treiber noch händisch in den Himem geprügelt hatte war der typische Mac Nutzer eher unbeleckt in solchen Dingen. Einschalten, Schriften Sortieren, Desktop zumüllen und einfach nur durch Doppelklick die Programme gestartet hatte.

    Ich fing Anfang 2000 als Apple Techniker an zu arbeiten und ich kann mich noch gut an Fragen erinnern wie; "was ist ein ZIP und was soll ich damit machen?" Aber in Photoshop ne absolute Koryphäe.

    Dieses Stigma hat sich bis heute durchgezogen. Mac Nutzer wollen einen Rechner der sehr einfach zu bedienen ist weil sie sich nicht mit der Materie beschäftigen wollen. Und meine Erfahrung ist das es auch genau so ist. Ich selber als Nerd und Techniker (nun leider nicht mehr) habe auch keine Lust mehr auf gebasteltes wenn ich produktiv arbeiten möchte. Einschalten und soll funktionieren. Ich habe auch kaum irgendwelche Tools und Helfer mehr installiert die am Ende nur das System vermüllen und beim nächsten Update dann zu Problemen führen. Brauch man nicht wirklich, alles was das macOS bietet ist ausreichend. Wahrscheinlich habe ich darum auch nie Probleme gehabt mit den Beta-Versionen des macOS und ich nutze Betas schon seit 10.2 :)

  • Ist der M1 nicht schon die Ausnahme, weil der ein aufgebohrter A14 ist?

    Natürlich basiert die M-Reihe auf der A-Reihe. Mit dem neuen Buchstaben wurde quasi der Desktop (= Mac) erobert. Deswegen war ich etwas erstaunt, dass das iPad Pro einen Chip mit M-Bezeichnung bekam. Apple hätte die Chance gehabt, bei den eigenen Chips eine relativ einfache und stringente Bezeichnungs-Struktur (weiter) zu verwenden. Aber sie haben diese schon jetzt über den Haufen geworfen. Vielleicht haben die Beobachter Apple da auch zu viel "zugetraut" und in die ersten Bezeichnungen zu viel hineininterpretiert.


    Wahrscheinlich wird doch jetzt genau so wild herumbenamst und genummert, wie bei der Konkurrenz und nur die Cracks blicken dann durch ob ein i7-67345384VZ der 47. Generation (Pupsi-Lake) "besser" ist als ein i5-732875382AB der 48. Generation (Babsi-Lake). Aber nur, wenn man auch noch die Kernspannung, den Sockeltyp und die Mondstellung berücksichtigt. ;)

    Ich bin mir nicht ganz sicher das der M-Chip gleich eines A-Chips ist. Basierend auf dem A, ja da gebe ich dir recht. Das sie das iPad Pro jetzt den gleiche Chip gegeben haben kann aber auch einfach ein Marketing Trick sein da der M1 ja schon für reichlich Wirbel gesorgt hat.

  • Das hätten sie jetzt schon, denn der BMW M2 ist eh besser, ganz zu schweigen vom BMW M1 :love:

  • Das sie das iPad Pro jetzt den gleiche Chip gegeben haben kann aber auch einfach ein Marketing Trick sein da der M1 ja schon für reichlich Wirbel gesorgt hat.

    Den Gedanken hatte ich auch. Dass es drum geht, den Chip zu "verkaufen". Auf der anderen Seite koennte es auch nach hinten losgehen, wenn es dann so wirkt, als sei im Mac ja "nur" die Technik drin, die auch schon im iPad drin ist. Kann man natuerlich auch umgekehrt betrachten - wow, im iPad ist sogar die gleiche Technik wie im richtigen Mac! Das ist dann wohl Ansichtssache...

  • Wenn Apple einen M2 bringt, dann werden sie eine Generation später Probleme bekommen.

    Zum einen hängt es davon ab, für welche Klassen eine Marke eingetragen wurde, zum anderen kann man sich ja auch einigen. Apple hat das schon bei Mac OS 9 machen müssen (OS-9 von Microware) und u.a. auch beim iPhone (Cisco). Ich gehe nach wie vor davon aus, dass Apple einen M2 herausbringen wird – nur für was die Bezeichnung stehen wird, das weiß ich momentan nicht.


    wow, im iPad ist sogar die gleiche Technik wie im richtigen Mac!

    Ich denke, so wird die vorwiegende Reaktion sein – alleine wegen des zeitlichen Ablaufs. Zuerst steckte der M1 ja in Macs.

  • Zum einen hängt es davon ab, für welche Klassen eine Marke eingetragen wurde, zum anderen kann man sich ja auch einigen.

    Meinten Sie: "Man kann die Marke auch einfach mal benutzen und nach Einspruch des Markeninhabers dann die Verhandlungen mit dem eigentlichen Markenrechtsinhaber erstmal lange hinauszögern"?



    Apple hat das schon bei Mac OS 9 machen müssen (OS-9 von Microware) und u.a. auch beim iPhone (Cisco).

    Ping (Karsten Manufacturing in USA, Ping e.V. in Deutschland)

  • Meinten Sie: "Man kann die Marke auch einfach mal benutzen und nach Einspruch des Markeninhabers dann die Verhandlungen mit dem eigentlichen Markenrechtsinhaber erstmal lange hinauszögern"?

    Da steht ja nicht, dass man die Einigung erst *nach* der Verwendung vornimmt ;)

  • Meinten Sie: "Man kann die Marke auch einfach mal benutzen und nach Einspruch des Markeninhabers dann die Verhandlungen mit dem eigentlichen Markenrechtsinhaber erstmal lange hinauszögern"?

    Zum Beispiel.

    Ping

    Deswegen "u.a.". Es gibt sicherlich noch mehr Beispiele, die die Aussage aber auch nicht weiter verstärken.

  • M1 - FUNFACT :emojiSmiley-06:: C64-Emulator-WebASM Code auf nativem Intel x64 Code jetzt mit massiven Slowdowns, wenn die aktuelleste LLVM Compiler-Toolchain verwendet wird...:grab1: der M1 ist dagegen immun -> auf den neuen M1 Macs wird der Code hingegen sogar mit leichten Geschwindigkeitssteigerungen ausgeführt...:thumbsup:


    Die Firefoxentwickler vermuten ein Problem bei der Registerallokation der Firefox WASM->Intel/AMDx64 Übersetzung in ihrer Browser-Engine...


    Ich habe mal im Internet recherchiert der M1 scheint 31 general purpose 64-Bit Register zu haben, Intel x64 hat hingegen hat nur 16 Register. Zu wenig für die moderne aggressiv optimierende LLVM Compiler-Toolchain :emojiSmiley-51:? Kommt die x64 Architektur langsam in die Jahre ?


    FUN-FACT2: der 68k in meinem A1000 hat auch 16 register so wie der Intel x64, ok allerdings nur 32Bit große.



    betroffen ist Firefox auf Linux, Mac und Windowssystemen mit Intelprozessor


    Ein Mitarbeiter von Mozilla Firefox hat dazu einen neuen Bug-Eintrag aufgemacht bezüglich der WASM-Ausführung von der Commodore 64 Emulation, die mit der extrem optimierenden LLVM Compiler Toolchain emscripten gebaut wurde.


    https://bugzilla.mozilla.org/show_bug.cgi?id=1708381

    Tremendous slowdown for C64 emulator with emscripten 2.0.17 due to more aggressive inlining

    This does not appear to be a problem on the M1 MacBook Pro, suggesting that it is a problem related to code generation or register allocation on x64.It is also a problem on Windows 10 x64, which is not totally surprising, though Windows has a different ABI so there are differences to how register allocation is done.


    PS: es gibt Flags, die die Defaulteinstellung der emscripten Toolchain wieder etwas zurückpfeifen/drosseln können, damit das Problem mit der Registerallokation nicht auftritt...

  • Vielleicht hat es was mit neuer Intel Firmware zu tun? Kam neulich was neues daher.

  • tulan in diesem Fall eher was mit der Anzahl der Register des Prozessors. Die neueste Compilergeneration macht aggressivstes Function inlining per Default. D.h. er eliminiert Funkionsaufrufe, wo sinnvoll. Die Mother der schnellen geinlinedten funktionen hat dann keine JSR und RTS (jump to subroutine und return from subroutine) mehr und wird schneller ausgeführt. 🤤Aber anscheinend steigt damit der Bedarf an Registern. 🤭 dafür scheint die alte x64 Architektur nicht sonderlich geeignet zu sein. Der M1 kann hier von seiner überlegenen Anzahl an Registern profitieren.

  • Wobei ich hier das Problem weniger bei Intel sehe, sondern eher bei LLVM. Eine Optimierung die auf der verbreitetsten Prozessorplattform dermaßen fehlschlägt deutet daraufhin, dass sie sich da ein wenig vergaloppiert haben ;). Die höchsten Optimierstufen der Compiler sind ja historisch dafür bekannt, Probleme zu verursachen (gerne auch mal inklusive Crashes und völlig fehlerhafter Programmausführung).