Hello, Guest the thread was called2.9k times and contains 108 replays

last post from Heiko at the

C64 CPU MOS 6510 wirklich so langsam?

  • Das ist schon einige Jahre her. War eine Reportage über Computer bis etwa Anfang der 80er, allerdings Mainframes, kaum PCs, die im Fernsehen gesendet wurde.

    Ich bin nur durch Zufall auf sie gestoßen, daher kann ich nicht sagen, bei welchem Sender sie lief.

    Dieses Interview blieb mir aber im Gedächtnis, da der Rest der Sendung eher belanglos war. Leider sind die damals nicht näher darauf eingegangen, wahr wohl eher eine Art Nebenepisode. Das Thema RISC wurde ziemlich schnell abgehandelt. Auch sonst wurde über die Technik der Rechner nicht viel gesagt.

    Die Sache mit den Fliegen ist übrigens der Grund, weshalb ich mir den Teil so gut merken konnte. Sowas bleibt mir halt im Gedächtnis. Sowas wie, daß Alan Turing mit Gasmaske seiner Liebe zur Natur fröhnen musste und in Blechley Parc seine Tasse am Heizkörper festgekettet hatte oder der Ausspruch Von Neumanns, daß ein Mensch sein Hirn ja "im Kopf und nicht im Arsch" habe. Z.B. sind mir die "Thinkin Mashine" Computer im Gedächtnis, weil ich gelesen habe, daß sie (zumindest einer davon) im Prinzip eine Ansammlung von mehreren ein-Bit-Rechnern sind. So Blüten am Wegesrand eben.


    Auch wenn Du mir jetzt böse bist, aber die Hilfe kam erst später und von Anderen. Du hast mich zuerst (Posts 52 und 54) nass stehen lassen. Dann erst kam Substanz. Aber dann auch gleich so, daß man schon recht tief im Thema hätte sein müssen oder lange Zeit braucht, um damit was anzufangen. Wobei unseen zu Deinem ersten Link ja etwas gesagt hat. Naja, erste Treffer einer Googlesuche haben es wohl so an sich. Daher schau ich meistens erst ab Treffer 5 oder 6 genauer hin.

    Das hat nichts damit zu tun, daß die Informationen mir nicht genehm waren. Man kann einem Anfänger in einem Gebiet nunmal nicht Informationen für Fortgeschrittene/Profis geben und sagen, sieh zu, wie Du damit klar kommst.


    Wenn ich Dich falsch verstanden haben sollte entschuldige ich mich dafür. Aber so kam das bei mir an.


    Unseen kam später dazu und hat dann tatsächlich Hilfen gebracht, mit denen ich etwas anfangen kann. Aber den Link konnte ich noch nicht ansehen, da er auf der Arbeit nicht funktioniert und ich gestern zu spät zu Hause war um es mir noch anzusehen. Das heist nicht, daß ich ihn ignoriere. Ganz im Gegenteil, ich bin sehr gespannt ihn heute Abend ansehen zu können.


    Allzu tief will ich mich ja (zumindest vorerst) nicht einarbeiten, habe ich auch nie gesagt. Mir reicht schon ein besseres Bild, als das aus der Reportage (für's Erste), das sich verifizieren lässt. Denn, wenn ich dieses dann weitergebe kann ich ja ebenfalls nach der Quelle gefragt werden. Wenn ich dann sage, daß Du es mir gesagt hast, zeigen die mir genauso einen Vogel, wie Du jetzt. Eine Fernsehsendung wird im Allgemeinen als Quelle angenommen (ich wusste auch mal, wie die Reportage hieß, aber das ist mir entfallen).

    Momentan beiße ich mir gerade an einem anderen Projekt im Logiksimulator die Zähne aus.

  • Na, dann können wir uns ja weiter kloppen.......


    Naja, der Link ist auch in Englisch, daher nur die Hälfte verstanden, und selbst da bin ich mir nicht sicher.

    Mal seh’n.

    CISC:

    Befehle sind in der Regel speziell.

    Befehle haben unterschiedliche Länge und unterschiedliche Formate, daher keine Direkte Verarbeitung möglich sondern vorher eine entsprechende Untersuchung nötig.

    Je nach Ergebnis dieser Untersuchung kann es ebenfalls nötig sein, daß vor Ausführung noch weitere Daten geholt werden müssen.

    Für Untersuchung und gegebenenfalls nachträglicher Holung weiterer Daten werden zusätzlich zur eigentlichen Ausführung des Befehles mehrere/weitere Takte benötigt.


    RISC:

    Befehle sind eher abstrakt.

    Länge und Format der Befehle ist festgelegt und immer gleich, Untersuchung entfällt.

    Alles, was der Befehl benötigt, bringt er mit, nachträgliches Holen von weiteren Daten entfällt (zumindest meistens).

    Um die selben Effekte zu erzielen wie die Befehle eines CISC müssen i.d.R. mehrere RISC Befehle ausgeführt werden, welche allerdings meistens direkt (innerhalb eines Taktes) ausgeführt werden können.


    Geschwindigkeitsvorteil:

    Der Geschwindigkeitsvorteil entsteht also immer dann, wenn weniger RISC-Befehle (zu je einem Takt) nötig sind als der CISC-Befehl Takte braucht um den selben Effekt zu erziehlen.


    (Daß das heute alles nicht so „schwarz/weiß“ ist und daß das mit dem einen Takt pro Befehl auch nicht mehr undbedingt stimmt, ist mir schon klar. Es geht ja nur ums Grundsätzliche.)


    Jetzt verklicker mir aber doch mal jemand, wie ich DAS jemandem beibiegen soll, der Computer nur von außen und aus der Zeitung kennt und sich danach auch nie wieder damit beschäftigen, es aber mal aus Neugierde wissen will.

    So begreift das doch kein normaler Mensch ohne daß es erst lange (seehr lange) erklärt wird.

  • Heiko bitte halte androSID nicht von seinen tollen Projekten ab, in dem er sich genötigt sieht hier zu schreiben. ;)

    :D Das abhalten schaffe ich (leider) schon alleine! Aber ich gebe mir Mühe schneller zu werden...


    Die Frage war ja nicht speziell an ihn gerichtet.

    Alles gut... das war eher in der Kategorie "Spaß" anzusehen. ^^

  • (Daß das heute alles nicht so „schwarz/weiß“ ist und daß das mit dem einen Takt pro Befehl auch nicht mehr undbedingt stimmt, ist mir schon klar. Es geht ja nur ums Grundsätzliche.)

    ja, das kann man heute wirklich nicht mehr schwarz/weiß sehen. Denn ab Intel 486er wurde das Innenleben so verändert, dass im inneren mit RISC Befehlen gearbeitet wird. Von außen wird so getan, als seien dies x86 Befehle.

  • Ja, das habe ich auch schon mitbekommen.

    Aber mir geht es halt auch darum, wie erkläre ich es jemandem, der es zwar gerne wissen möchte, aber sich vorher nie damit beschäftigt hat und es nachher auch nicht wird. Z.B. im Kontext der Computergeschichte.

    Die Erklärung muß dafür kurz (drei, vier, vielleicht fünf Sätze), einprägsam und für jeden auf Anhieb verständlich sein und ohne weitere Recherche auskommen (allerdings idealer Weise vielleicht dazu anregen).

    Das ist jetzt mein nächstes Problem.

    Da funktioniert es nicht, wenn ich jetzt noch die Feinheiten hinein nehme, die sich seit der Entstehung ergeben haben. Das wäre erst, wenn mehr Interesse da ist. Allerdings würde ich da auch lieber auf andere Quellen verweisen können.

    (Das einzige Buch, das ich über Prozessoren, oder was man halt so nennt, habe, ist schon etwas älter.)