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Heute so 3D gedruckt...

  • Jetzt, wo der zweite Druck da ist, kann ich auch sehen, dass die Probleme nicht immer bei den selben Schichten auftreten, damit wäre vermutlich auch die Z-Schiene raus. Muss mir wohl ne neue Spitze oder besseres PLA anschaffen.

    Z-Achse ist bei Extrusionsproblemen ("fehlende Schichten") eh keine wahrscheinliche Ursache.


    Ersatz-Düsen da zu haben ist immer eine gute Idee, aber lies bzw. schau Dich in Sachen "Hotend richtig zusammenbauen" gründlich um. Ist nicht wirklich schwer, aber wenn man nicht korrekt vorgeht, gibt´s Ärger. "Sabberndes Hotend" ist das Stichwort, Filament kommt am Heizklotz unter der Düse oder oben an der Hitzebarriere heraus (Hotend undicht).


    Evtl. hilft Dir ein sog. "Cold Pull" aber schon weiter. Damit ist gemeint, das Filament (und mit dem Filament diversen Unrat) in nicht ganz heißem Zustand aus dem Hotend herauszuziehen. Da gibt es auch diverse Anleitungen und auch YT-Videos zu. Ist etwas fummelig (man muß erstmal die richtige "kühle" Temperatur treffen und das Hotend muß vorher schon ordentlich zusammengebaut gewesen sein), kann bei teilverstopfter Düse (fast immer bei zeitweisen Extrusions-Aussetzern die Ursache) aber wahre Wunder wirken.


    Es kann auch am Hotend selbst (und seinen konstruktiven Schwächen) liegen... was für einen Drucker nennst Du denn Dein Eigen? Bei manchen Typen ist das Hotend öfter mal ab Werk sehr schlampig zusammengebaut und Düsenverstopfer sind dann vorprogrammiert... besonders "beliebt" bei Hotends, in denen ein Schlauch bis an die Düse heran reicht (Creality, diverse CTC/ANet usw).

  • NoobTracker




    Da kann ich die Anmerkung von whose so weiter geben.

    Habe auch nen Ender 3 Pro und ein Cold Pull hat super geholfen.

    Der Bowdenschlauch muss richtig bis an die Düse ran und sabbert es daneben.


    Cold Pull habe ich so gemacht. Bowden am Extruder abziehen und Filament drinen lassen.

    Dann bowden am Hotend entfernen. So hast du ein schönes Stück Filament zum greifen.

    Noozle auf 190 Grad aufheizen und bis 90 Grad abkühlen lassen. Dann mit einem Ruck das Filament aus

    dem Hotend ziehen.


    Vielleicht hilft das auch schon:



    Hier ein Cold Pull:


  • Shadow-aSc


    Jetzt weiß ich das es Förderwalze heißt. Kam nicht auf den Namen :)

    ..das hab ich mir ausgedacht - ich weiss nicht, obs wirklich so heisst :D


    Green Tentacle


    Okay, aber dann kriegst Du die Walze nie mehr getauscht

    ..das hab ich mir auch gedacht, als ich das las ...aber ich soll ja nicht immer gleich JEDEN Vorschlag kommentieren (wurde mir gesagt):whistling:

  • Sitz der Bowdenschlauch nicht ganz an der Düse, läuft Filament aus dem Spalt zwischen Düse

    und Schlauch raus.

    Das Creality Video zeigt Düsentausch und reinigen mit dem Bowdenschlauch. Dann kommt alles frei.

    Den Schlauch dann etwas kürzen (aber so, dass es plan ist zur Düse) und wieder fest auf die Düse drücken.

  • ..das hab ich mir auch gedacht, als ich das las ...aber ich soll ja nicht immer gleich JEDEN Vorschlag kommentieren (wurde mir gesagt)

    Wie bereits gesagt ist das mit der mittelfesten Variante von Loctite kein Problem. Das Zeug ist auch serienmäßig in allen möglichen Geräten an den Verschraubungen zufinden Wenn da ein roter, blauer oder grüner Klebekleks am Schraubenkopf zu sehen ist dann ist es genau solch eine Schraubensicherungsflüssigkeit, und diese lässt sich problemlos mit etwas Kraft brechen. Müsste eigentlich jedem schon mal untergekommen sein der z.B. einen Videorecorder aufgeschraubt hat.;)

  • jepp - ich hab sogar ein Fläschchen davon hier in der Firma stehen

    aber ich hab bemerkt, dass sich die Walze vor allem bei Filigranen Sachen und wo der Kopf ständig hin und her rasen muss sich löst - würde ich also eher auf Erschütterungen zurückführen, die direkt an der Welle entstehen - und weniger auf die Madenschrauben selber (ich hab sogar mit nem spitzen Bohrer kleine Senkungen in die Welle gemacht, ohne dass es bislang was gebracht hat) ..is halt n billiger Anet A8 für nichtmal 120€

    ..wenn ich den Kopf das nächste Mal zerlegen muss, werd ich das trotzdem mal testen

    danke für den Tipp:thumbup:

  • würde ich also eher auf Erschütterungen zurückführen, die direkt an der Welle entstehen

    Genau für sowas ist das Zeug doch gedacht, deswegen findet man es ja auch nahezu überall wo Geräte Erschütterungen und Vibrationen ausgesetz sind. Wirkliche Torsionskräfte kann man damit nicht bändigen.

  • whose Ein Ender 3. Pro, glaube ich.

    Ich würde da erst mal nur den Cold Pull versuchen, aber OHNE (!) den Bowden-Schlauch aus dem Hotend (!) zu ziehen. Am besten alles erst mal so lassen, wie es ist.


    WENN das Filament sich bei 90° dann herausziehen läßt (mit etwas Kraft, aber nicht mit roher Gewalt!), kannst Du an der "Spitze" des Filaments schon sehen, ob das Hotend korrekt zusammengebaut ist und der Bowden-Schlauch bis an die Düse heran reicht (und plan auf der Düse aufliegt). Da sollte eine Verdickung zu sehen sein, die ziemlich genau 2mm dick ist. Das "unberührte" Filament ist mit 1,75mm etwas schmaler. Wenn diese Verdickung rundherum ziemlich gleichmäßig ist und keinen "Kragen" aufweist, ist das Hotend korrekt zusammengebaut. Sollte sich noch dazu eine schöne, glatte Spitze am Ende des Filaments zeigen, ist es sogar perfekt ;-)


    Läßt sich das Filament NICHT herausziehen, kommst Du um die Überholung Deines Hotends nicht herum. Du mußt es dann auseinander bauen. Bei der Gelegenheit kannst Du es dann korrekt zusammenbauen und hast dann evtl. schon mal weniger Sorgen mit Düsenverstopfern.


    Wenn Du nach dem Auseinanderbauen am Filament einen "Kragen" entdecken solltest, hast Du die Ursache für Deine Probleme: der Bowden-Schlauch ging dann nicht bis an die Düse heran bzw. hat sich am Schlauch-Anschluß bewegen können.

  • Ich habe das vorhin mit dem Cold Pull versucht, erstmal aufgeheizt, dann etwas Filament durchgestopft, dann abkühlen lassen auf 90° und dann ordentlich gezogen, da habe ich keinen solchen Klumpen bekommen, sondern nur etwas gefissel. Habe also den Schlauch rausgeholt und mal reingeguckt und da war alles voll mit schwarzem Filament. Da die Spitze auch nicht mehr in Ordnung scheint, habe ich mal ein Nozzle-Set bei Amazon geordert, soll morgen kommen.

  • Zum "Sabbernden Hotend" noch was:


    Der Schlauch ist dafür nicht entscheidend. Der kann durchaus nicht korrekt sitzen, aber das Hotend ist trotzdem dicht.


    Die Dichtigkeit erreicht man über die Verschraubung Düse->Hitzebarriere. Wenn man die beiden in kaltem Zustand gegeneinander schraubt, wird das Hotend mit höchster Sicherheit undicht sein und "sabbern".


    Normalerweise schraubt man die Düse in den Heizblock ganz rein, dreht sie 1/4 Umdrehung wieder zurück und schraubt dann die Hitzebarriere gegen die Düse, aber so, daß sich die Düse nicht mitdreht.


    Dann heizt man das Hotend ohne Filament (!) an (ich nehme meist 230°, für PLA reicht das allemal und auch für PETG ist das noch ausreichend) und zieht, nachdem die Temperatur erreicht wurde, die Düse handfest (!) nach. Nicht anballern wie die Radmuttern am Auto, gell? ;-) Schön mit Gefühl.


    Den Heizklotz natürlich nicht in die blanke Hand nehmen dafür ;-)


    Ich nehme für sowas nen verstellbaren Schraubenschlüssel, das verhunzt den Heizblock nicht so. Man muß sich dann allerdings mit dem Nachziehen sputen, weil der Schraubenschlüssel einiges an Temperatur klaut, sobald der den Heizklotz packt.


    Auf die Weise ist das Hotend dann fast immer dicht. Wenn Düse oder Hitzebarriere allerdings keinen ordentlichen Rand haben (Scharten, tiefe Kratzer o.Ä.) kann es sein, daß das Hotend trotzdem undicht wird.


    Sind die Ränder aber glatt, ist das Hotend nach dieser Prozedur auf jeden Fall dicht.

  • an der "Spitze" des Filaments schon sehen

    Interessanter Ansatz! Das Hotend an meinem Ender 3 habe ich in den letzten Jahren schon zahlreiche Male zerlegt, gereinigt, den Schlauch gekürzt oder ersetzt oder eine neue Düse eingesetzt. Aber den Cold Pull habe ich bisher noch nie genauer angeschaut. Das Stück hier habe ich gerade heute Vormittag bei 80° raus gezogen:


  • Habe also den Schlauch rausgeholt und mal reingeguckt und da war alles voll mit schwarzem Filament. Da die Spitze auch nicht mehr in Ordnung scheint, habe ich mal ein Nozzle-Set bei Amazon geordert, soll morgen kommen.

    Höchstwahrscheinlich hat sich unten oberhalb der Düse ein Kragen gebildet -> Schlauch war nicht plan und/oder nicht ganz bis an die Düse herangeschoben. Ein Klassiker bei diesen Hotends...

  • Interessanter Ansatz! Das Hotend an meinem Ender 3 habe ich in den letzten Jahren schon zahlreiche Male zerlegt, gereinigt, den Schlauch gekürzt oder ersetzt oder eine neue Düse eingesetzt. Aber den Cold Pull habe ich bisher noch nie genauer angeschaut. Das Stück hier habe ich gerade heute Vormittag bei 80° raus gezogen:

    Dein Bowden sitzt nicht 100% zentrisch zur Düse ;-) Deswegen wehrt sich das Filament auch so gegen das Herausziehen. Die Spitze wiederum sieht fein aus, Deine Düse wurde gut gebohrt :-)


    Zur Zentrierung benutze ich einen 1,9mm Schaftbohrer. Den stecke ich vorsichtig mit dem Schaft voran in die Düse, schraube die in den Heizblock und dann kommt Hitzebarriere samt Schlauch vorsichtig über den Bohrer und wird im Heizblock verschraubt. Dann Schlauch raus, Bohrer vorsichtig rausziehen, fertig. Ist zwar auch nicht 1000%ig, aber max. 0,05mm Abweichung. Damit kann man gut leben. Und die Cold Pull-Geschichte geht etwas leichter.

  • Zur Zentrierung benutze ich einen 1,9mm Schaftbohrer. Den stecke ich vorsichtig mit dem Schaft voran in die Düse, schraube die in den Heizblock und dann kommt Hitzebarriere samt Schlauch vorsichtig über den Bohrer und wird im Heizblock verschraubt. Dann Schlauch raus, Bohrer vorsichtig rausziehen, fertig. Ist zwar auch nicht 1000%ig, aber max. 0,05mm Abweichung. Damit kann man gut leben. Und die Cold Pull-Geschichte geht etwas leichter.

    Das heißt, wenn Du die Düse wechselst, zerlegst Du jedes Mal auch den Heizblock und die Hitzebarriere?

  • Ja... bei den Creality-Hotends mit Schlauch bis zur Düse muß man irgendwann eh den Schlauch etwas kürzen, da kann man mal schnell die Hitzebarriere mit rausschrauben und den ganzen Kram bei der Gelegenheit säubern und wieder schön zentrieren. Ich dachte anfangs auch, daß man sich das sparen kann (kann man streng betrachtet auch), aber im Nachhinein erspart einem die Methode einige Zerlege-Aktionen und sorgt für gleichmäßigeren Filament-Vorschub.


    Mache ich bei den Vollmetall-Varianten, die ich inzwischen benutze, aber auch.


    Ich habe meinem Tronxy inzwischen eine MaPa-Hitzebarriere spendiert. Ist so gleitfähig wie der Bowden-Schlauch. Vorteil ist, daß die Temperaturen über 230° nicht sofort übel nimmt (billige Bowden-Schläuche verkokeln dann schon) und ich muß den Bowden nicht mehr kürzen.


    Für eine Vor-Reinigung vor dem Zerlegen benutze ich übrigens "Reinigungs-Filament". Dann hat man das Gröbste schon mal aus der Düse raus. Das von Ostalb3D kann ich empfehlen. Nicht so wahnsinnig teuer und kann tatsächlich was.