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Quellen / Lieferanten gesucht

  • Hallo Zusammen,


    ich beabsichtige, mit für die Cevis, die ich im aktiven Einsatz habe, eine Ansammlung Ersatzteile zuzulegen (better to be safe than sorry), quasi einen 'Erste-Hilfe-Kasten' für meine Cevis, mit den gängigsten Chips, ner Handvoll Sockeln und so drin sowie dem passenden Werkzeug.


    Hierfür wäre folgendes hilfreich zu wissen:


    1. Welche Chips gehen gerne mal kaputt? (Ausser dem PLA ;) )
    2. Weiss jemand, wer Chips, die unter 1. genannt werden, noch liefern kann und der nicht unbedingt Mondpreise verlangt?


    Wenn möglich, würde ich gerne Neuware als Ersatzteil auf Halde legen, von wegen Zuverlässigkeit und so. Klar, bei Customchips wird das nicht möglich sein, aber bei so Sachen wie RAM sollte es denke ich noch Neuware geben, oder?


    Derzeit habe ich einmal ASSY 250469 (Rev.A) hier und die andere müsste ich nachschauen. (den einen habe ich gerade offen neben mir liegen)


    Jede Rückmeldung ist gern gesehen :)


    Grüße
    kruemel

  • Tja. CIAs, VIC und SID wirste halt nur aus einem C64 (128 ) bekommen. Ist ja nicht so das seit Dekaden nicht mehr hergesstelte Teile einfach noch beim Internethöcker in rauen Mengen zu bekommen sind. Die Teile auf Ebay stammen aus geschlachteten Rechnern.
    Auch die Speicherbausteine sind nicht mehr wirklich in Produktion. Sind meisst New Old Stock, aber immerhin noch zu bekommen.

  • Mhm, eine recht eigenartige Anfrage.
    Zum Einen redest Du über die Technik von vor 30 Jahren, zum Anderen erwartest Du, dasses diese Teile beim Elektronikfachhandel Deines Vertrauens, selbstverständlich zu günstigen Preisen, zu Kaufen gibt. Das ist ungefähr so logisch, als wenn ich für einen 30 Jahre alten Wagen die Ersatzteile selbstverständlich bei ATU kaufen möchte.


    Im Bereich klassische Computer gelten dieselben Gesetze: Die wichtigen Bauteile (eben die Custom Chips) werden heute nicht mehr hergestellt. Logic Bausteine wirst Du wohl noch finden, auch diese gehen manchmal kaputt, aber bei allem anderen gilt: ausschlachten oder Alternativen suchen. Diverse ROMs können durch EPROMs ersetzt werden.

  • Was mich an dem Punkt mal interessieren würde ist, ob es grundsätzlich möglich wäre, sowas in Lizenz nach zu produzieren. Ob das dann billig wäre, bzw. einen ausreichenden Absatzmarkt hätte, lass ich dabei mal außen vor. Nur mal rein technisch, wäre es möglich, dass man die Lizenzen sowas zu produzieren erwirbt, und das mit heutigen Methoden nachproduziert? Ich gehe zwar davon aus, dass der geringe Absatzmarkt für entsprechend hohe Preise für derart hergestellte Ersatzteile sorgt, aber nur mal so als Denkanstoß. Ginge das überhaupt, oder rücken die damaligen Hersteller, bzw. deren Nachfolger die Lizenzen überhaupt raus, und wenn ja, kann man mit den heutigen Herstellungsverfahren überhaupt noch derart "rückständiges" zusammen kleistern?

  • Was mich an dem Punkt mal interessieren würde ist, ob es grundsätzlich möglich wäre, sowas in Lizenz nach zu produzieren.


    Prinzipiell wäre es möglich. Mit irr großem Aufwand und Kosten.


    Wahrscheinlich wäre es schon sehr schwierig herauszufinden, bei wem ich Lizenzen erwerben kann. Und nachdem ich das weiss wird derjenige ziemlich erstaunt drein schauen und nicht wissen wovon du sprichst ...



    Ob das dann billig wäre, bzw. einen ausreichenden Absatzmarkt hätte, lass ich dabei mal außen vor.


    Da gäbe es keinen Markt. Außer du verschenkst die Teile ...



    Was man aber versucht ist der Nachbau der Teile durch Emulation und auch durch CPLD/FPGA. Wird ja teilweise schon gemacht.

  • @ sign-set:


    dass es keine brandneue Markenware fürn Appel und n Ei gibt, ist mir schon klar, das war auch nie die Frage. Auch, dass man Ersatzteile nicht bei Pollin oder Reichelt inner Grabbelkiste gibt, weiss ich. Ich weiss nur nicht, ob man für einen SID > 60 Euro zahlen will, wie mir das im Netz auch schon begegnet ist.


    N.O.S. wäre natürlich das Optimum an der Stelle, allerdings würde mich da interessieren, ob da jemand eine Quelle weiss.




    Was das "Neuauflegen" angeht: klingt sicher interessant, aber ich sehe da auch nicht wirklich einen Markt für. Es sei denn, man zieht das global auf und das käme dann einem Fulltime-Job gleich, der erstmal nix abwirft und auch nach der Startphase nicht unbedingt garantiert was abwirft.




    Anyway: defekte Cevis zu kannibalisieren, ist natürlich eine Möglichkeit, keine Frage.

  • Um einen Baustein wie den SID nochmal neu aufzulegen existiert auch die damalige Fertigungstechnik nicht mehr, dann gibt keine Unterlagen

    Genau das hab ich nämlich befürchtet. Wie du sagst, dann müsste mans neu hochziehen, und dann kann man auch gleich auf aktuelle Technik setzen.

  • Also es gibt durchaus noch Händler die größere Mengen Commodore Chips auf Lager haben. Diese sind natürlich nicht neu produziert sondern damalige Ersatzteile, von daher normal auch unbenutzt. Wir haben erst kürzlich eine größere Bestellung aus dem ferneren Ausland getätigt. Alle Chips waren unbenutzt und mit Timestamps aus 91/92 versehen. Mittlerweilen ist es allerdings so das auch diese Händler den Wert der einzelnen Chips (SID 6581, 8550 - PLA, CPU usw.) kennen. Für die kleine Reparatur ist es billiger alte (und teildefekte) Geräte zu schlachten.

  • @oldscool: Nunja, damit wäre Krümel´s Anfrage ja beantwortet.
    Ich wäre genau so an einer Quelle interessiert, die mir diverse IC´s noch liefern kann. Würdest Du uns denn die Quellen nennen?


    Quote

    Zitat von »7Saturn«Wie du sagst, dann müsste mans neu hochziehen, und dann kann man auch gleich auf aktuelle Technik setzen.


    Die Produktion eines Prozessors ist so aufwändig, das kann in die Millionen gehen bis zum ersten Prototypen. In der ersten Ausgabe der RETURN (Herbst 2009) haben wir über das Projekt SID-Reproduktion berichtet. Tomy Lempinen hat einen kompletten ReLayer vom 6581 R3 erstellt, der zur Chip-Produktion geeignet wäre. Startkosten und Abnahme wären so immens, das kann sich keiner von uns leisten. Die SIDs wären so teuer, da würde jeder dankbar 60,- Euro bei EBAY zahlen.

  • Interessant wäre es vllt, wenn man die Erkenntnisse aus dem C-One in dedizierte Chips (FPGA) fließen lassen würde.
    Da wäre dann wohl Jens gefragt. Z.B. den Sid-Part in ein kleines FPGA verbannen und die Schnittstelle stricken, so dass man ohne Ahnung zu haben lediglich austauschen muss...

  • Gerade was den SID angeht ist mit dem SwinSID bereits eine Möglichkeit da. Die aktuelle Version (MicroSwinSID auf ATmega88-Basis) kommt auch ohne DAC aus und hat wohl eine sehr kleine Platine (also auch kein Sockel für einen echten SID für Parallelbetrieb - ist wirklich als SID-Ersatz gedacht).
    Klar ist die Frage, wie gut die Emulation ist, und ob die aus dem Chameleon nicht besser ist. Aber Swinkels ist offensichtlich aktiv an der Sache dran und das allein ist für sich genommen ein gutes Zeichen.