Posts by Bogogil

    Früher war alles besser , da hat das Girokonto hier 4 DM im Monat gekostet und die Überweisungen

    im Papierform waren im Preis mit drin. Auch gab es Kontoauszüge in Papierform .


    Heute kostet ein reines Online Konto hier 5,90 Euro . Ein "normales" Giro Konto schon 12,90 Euro.


    Dafür lassen sich die Vorstandsmitglieder in der Presse für ihre guten Jahres Ergebnisse feiern.

    <Sarkasmus>Wann zahlen die Banken uns eigentlich das ihnen zu ihrer Rettung geliehene Geld von 2009 zurück?</Sarkasmus>

    Bogo

    Das Thema Amateurfunk ist ein sehr vielseitiges Hobby, aber kann dadurch auch kompliziert und abschreckend wirken. Wenn man sich die Frequenzpläne anschaut, so merkt man recht schnell, dass dem Amateurfunk nur wenige, relativ kleine Bereiche zugeordnet sind. Teilweise müssen diese auch noch mit anderen Funkdiensten geteilt werden. Da braucht es Regeln, damit alles reibungslos funktioniert. Schon einmal an einem Contest-Wochenende versucht eine freie Frequenz für "normalen" Funkbetrieb zu finden? Schon gewusst, dass ein Sender unter Umständen nicht nur auf der eingestellten Frequenz aussendet, sondern evtl auch unerwünschte Nebenaussendungen (Harmonische), die es zu vermeiden gilt? .., dass ein übersteuertes SSB Signal Störungen auf benachbarten Freuenzen hervorrufen kann? Bevor man selbst sendet, sollte man wirklich wissen, was man tut. Wenn man selbst zunächst nicht lernen möchte, was ich bei erstem Kontakt mit nur ein wenig Interesse verstehen kann, dann ist der Weg in den nächsten Ortsverein nicht weit. Meistens findet sich jemand, der einem zeigt, was man wissen/sehen möchte. Aber senden ohne Lizenz... Das ist nicht, wie Autofahren mit 60 statt 50, sondern wie Autofahren ohne Führerschein (die Lizenz, für die man lernen und eine Prüfung ablegen muss).


    Ich selbst bin erst recht spät (2013) zum Amateurfunk gekommen. Angefixt von YT Kanälen, wie z.B. der von Ham Radio Crash Course oder Survival Tech Nord, wollte ich irgendwann mehr - mitmachen und nicht nur zuschauen/-hören. Irgendwann bin ich auf der Seite Prüfungstraining für das Amateurfunkzeugnis gelandet und hab begonnen, online zu lernen. Gleichzeitig hab ich meine Neugierde weiter mit YT und WebSDR gestillt, wodurch ich nur noch mehr Fragen und noch mehr Motivation für die Prüfung bekam.

    Letzten Endes steht einem ein unglaublich tolles Hobby offen: Ob man gerne in geselliger Runde quatscht, ob man Datenfunk betreiben möchte, mit Technik basteln, Antennen ausprobieren, ... für jeden ist etwas dabei.


    [Edith sagt]Es gibt für lizenzierte Funkamateure die Möglichkeit, ein Ausbildungsrufzeichen zu beantragen. Mit diesem darf er oder sie dann Nichtlizenzierte unter seiner Aufsicht Betrieb machen lassen. Wichtig ist dabei, dass jemand mit Ahnung notfalls auch einschreiten kann.[/Edith sagt]

    Bogo

    Schönes Video. Verbindet es doch mehrere meiner Steckenpferde. :)

    Mit dem Kiwi hab ich das auch mal gemacht und dafür extra ein Terminalprogramm mit GUI geschrieben. Wow, schon über vier Jahre her... =O
    Mittlerweile habe ich meine Lizenz aufgestockt und aus dem "DO" ist ein "DB" geworden.


    Weitaus interessanter als Sat/ISS Datenfunk finde ich mittlerweile modernere Arten des "Digifunks" auf Kurzwelle. Mit Winlink lassen sich quasi von fast überall Emails senden und empfangen. Dabei werden Mails nicht nur innerhalb des Winlink Netzwerkes übertragen, sondern auch in und aus dem Internet geroutet. JS8Call ist eine weitere tolle Spielerei, um Nachrichten auszutauschen. "Keyboard-to-Keyboard" Chat ist ebenso möglich, wie jemandem eine Nachricht in einen Briefkasten zu werfen, Positionsdaten an das APRS System zu senden oder Gegenstationen als Relais zu verwenden (um z.B. mit Empfängern zu schreiben, welche man selbst nicht direkt erreicht).


    Das eigentliche APRS System ist mehr oder minder die letzte Anwendung, bei der noch AX25 in großem Umfang genutzt wird (von ein paar Sats und der ISS mal abgesehen). Ein kleiner Sender steckt im Kofferraum meines Autos. Zur Auswertung gibt es dann verschiedene Webseiten, wo man sich dann die Positionsdatenauf einer Karte anschauen kann.


    Bogo

    Hallo Jonas. :)


    Danke! Das System macht so schon richtig Spass. Ich muss mir bei Gelegenheit mal einen alten Laserdrucker besorgen, der noch unterstützt wird. Dann kann ich meine (LaTeX, Works, ...) Dokumente komplett mit dem Kiwi editieren und drucken.


    Das sieht nicht schlecht aus. Wobei ich mir eine zukünftige Kiwi Version eher mit einem grösseren 68k vorstelle. BGA ist allerdings fies für die Hobby Ausstattung. :)
    Wobei ich mich erstmal um weitere Bausätze kümmern muss. Bin etwas in Verzug, weil ich gerade viel um die Ohren hab. Dabei fehlen nur noch ein paar Bauteile für die neuen Bausätze. Wie das so ist... :D


    Bogo

    So hab ich das auch nicht verstanden. Übrigens ist der Kiwi nicht mein Traumrechner, sondern das was nach realistischen Überlegungen und vielen Experimenten herausgekommen ist. Wenn ich so sehr darauf poche, dass man nicht bis ins kleinste Detail in der Theorie planen soll, so hat es schon seinen Grund...


    Wobei eben "anders" nicht leicht ist, wenn es synonym zu "besser" sein soll. Dafür müsste man evtl Dinge aus der Hardwareevolution rückportieren. Und zwar nicht nicht einfach nur Schnittstellen wie HDMI oder so, sondern eher Konzepte. Touchscreen, Stifteingabe, UTF-8 z.B. Aber das sind im Grunde alles nur kleine periphere Dinge, die man durchaus auch an existierende Hardware anflanschen oder umsetzen könnte. Es hat schon seine Gründe, dass sich aus damals vielen Variationen nur ganz wenige heute noch existierene Konzepte herausgebildet haben.
    Und zu sehr von etablierten Standards würde ich mich auch nicht entfernen, denn damit stellt man sich am Ende nur selbst ein Bein. Es gab da mal jemanden, der hat sein eigenes Zeichenendcoding entworfen. Weder ASCII noch UTF-8. War bestimmt lustig, aber wie sinnhaft das war...


    Ich hab ein wenig den Eindruck, man will ein Retro System entwickeln,weiß aber eigentlich nicht warum und sucht nun nach einer Existenzberechtigung für ein derartiges System. Und da wiederhole ich mich: Die braucht es nicht. Es ist ein Hobby. Umgekehrt wird aber auch ein Schuh daraus: Wenn man eine (konzeptionelle) Idee hat, die es noch nicht gibt, dann hat man in logischer Konsequenz eine Motivation und braucht nicht auf 23+ Seiten darüber diskutieren, sondern kann loslegen.


    Da sollte man vielleicht auch mal in sich selber schauen und fragen "warum interessiert mich die Idee, ein System zu entwickeln, wenn ich gar nicht weiß, was anders sein soll?". Ich glaube, dann wird man ganz andere Motivationen finden, als die, um die man sich hier die ganze Zeit dreht. Für mich hat das ganze Retro Computer Hobby zumindest vor allem den einen Zweck, mich auf Gefühlsebene anzusprechen.


    Nicht böse sein, aber ich klinke mich mal wieder aus.


    Bogo


    Edit:

    Stand denn auch eine (Teil-)Lösung mit FPGAs zur Debatte? Und siehst du noch Sparpotenzial bei dem jetzigen Kiwi-Design?

    Nein, die stand nicht zu Debatte. Sparpotential gibt es, aber da kann ich von meiner Seite keine Hoffnung auf Umsatz machen. Wer das angehen möchte bekommt von mir Unterstützung, nur werde ich das zeitlich nicht schaffen (auch ein Grund, warum man in der Plaung realistisch sein sollte. Lieber 50% real umgesetzt, als 100% nur in der Theorie erträumt).

    Naja, mir fällt halt nichts ein, was eine neue Retro Platform leisten kann, was nicht eine moderne Platform viel besser könnte. Auch mit 16,7 Millionen Farben kann ich mich auf eine Palette von 16 Farben beschränken. Und die Praxis zeigt, dass es sehr schöne "retro" Software gibt, die auf morderner Hardware läuft. Daher meine Zweifel, dass eine Retro Platform überhaupt einen Mehrwert haben kann, als den genannten Selbstzweck/Lernen/Bastelspass...
    Vielleicht wäre für eure Zwecke ein fiktiver Emulator der dann auf einem RPi läuft besser geeignet.


    Bogo

    Ob den Kiwi jemand nutzt? Natürlich. Und selbst davon gibt es wieder Spin-Offs: https://ddraig68k.com/
    Ihr glaubt gar nicht, wie sehr im Hintergrund solche kleinen Projekte vernetzt sind. Ich bekomme immer wieder Post von Leuten, die einen Rechner entwickeln wollen oder dabei sind und Fragen haben. Da werden Dinge diskutiert, man hilft und motiviert sich gegenseitig und zeigt einem auch den Stand der Entwicklung. Spaß ohne Ende, aber eben immer etwas "in der Entwicklung" auf einer großen Spielwiese. :)


    Abgesehen davon ist es doch egal, wie viele so ein System nutzen.
    Wie gesagt, es gibt unzählige dieser Rechner. Nicht, weil jemand ein Ziel hat, das noch nie erreicht wurde, sondern um des Spaß am Entwickeln. Alles ist erlaubt. Es wird keinen Retro Rechner in endlicher Zeit geben, der dann plötzlich perfekt mit Tool Chain und Killer Apps um die Ecke kommt und alle anspricht. Der Entwicklungsprozess sollte Selbstzweck genug sein. Ob nun zunächst Hardware oder später Software.
    Als reiner "Anwender" würde ich niemals so ein System kaufen, wenn ich nur am Ergebnis und der Software interessiert bin. Dann kauf ich einen RPi oder Arduino von der Stange. Aber eine neue Hardware zu entdecken, die eben noch nicht erforscht ist, das macht (mir) Spaß. Es macht doch nichts, wenn es noch nicht alles gibt und wenn das, was es gibt, nicht perfekt ist. Genau das macht bei mir den Reiz aus. :)


    Bogo

    Ihr werdet eh ausprobieren und experimentieren müssen. Ihr könnt in der Theorie auch noch das letzte Bit planen und dann kommt die Praxis und macht euch einen Strich durch die Rechnung. Das geht mit einem Stecksystem am besten.
    Wie gesagt, ich würde so loslegen und mich eher früh als spät von Träumerei lösen. Beim Expereimentieren kommen vor allem auch wieder neue Ideen und Eingebungen. Vor dem Kiwi gab es auch ein modulares System. Manches hat sich als nicht brauchbar erwiesen und erst am Ende wurde alles in ein System "gegossen".


    Bogo

    Hallo zusammen,


    ich lese hier schon länger mit und möchte mal Folgendes in die Runde werfen: Der Weg ist das Ziel. Es ist völlig unerheblich, welche Details man entwickelt. Ob es ein Steckschwein, C256 Foenix, Kiwi oder was auch immer wird. Alle diese Systeme werden immer weniger Software Unterstützung haben, als man sie sich wünscht. Und im Grunde sind alle Systeme auf ihre Art und Weise toll. Will man nur einen reinen Retro Rechner mit viel Software, so nimmt man einfach einen existierenden C64, MSX, Amiga, VC-20, Atari 800, Atari ST, ... Sprich, die gibt es wie Sand am Meer, warum sollte man also einen neuen "alten" entwickeln, wenn das Ziel in zig Variationen schon existiert?!


    Für mich war und ist es beim Kiwi, wie bereits angedeutet, der Weg. Ich habe bei allen existierenden Rechnern immer das Gefühl gehabt, es ist eine angestaubte Reise in die Jugend: Man hat schon alles gesehen und weiß was möglich ist, aber der WOW-Effekt, wenn der Cousin oder Freunde mit neuer Software kamen, war nicht mehr da. Zum 100. Mal Summer und Winter Games oder coole Demos. Ja, macht Spaß, aber kein "Wow, das geht?!" mehr. Vor allem das habe ich mit dem Kiwi wiedergefunden. Und dabei bin ich noch lange nicht am Ziel.

    • Das erste Mal ein Bild am Monitor.
    • Die erste SID Musik hören.
    • Den BASIC Interpreter ans Laufen bekommen.
    • LOAD/SAVE ans Dateisystem binden.
    • XRick portieren.
    • Ein Gehäuse basteln.
    • EmuTOS portieren.
    • Eine GUI Anwendung programmieren.
    • Einen VDI Treiber für GEM programmieren.

    Die Liste ließe sich beliebig erweitern und im Grunde ist es mir egal, ob es da draußen 10, 100 oder 10000 Kiwi Anwender gibt. Ich habe Spaß dabei, ich lerne unglaublich viel und habe permanent WOW Erlebnisse, die ich seit Dekaden nicht mehr mit existierenden Retro Rechnern hatte. Ich war schier sprachlos, als ich feststellte, ich kann mit dem Kiwi texen... Und ich wusste zu Beginn nicht, wo mich diese Reise hinführt. Ich hätte nie gedacht, dass der Kiwi mal eine GUI bekäme.


    Wenn ich zu einem neuen Retro Computer, wie er hier im Thread diskutiert wird, sachdienliche Tipps geben sollte, würde ich folgendes raten: Definiert einen Bus, entwerft eine Backplane, teilt euch in Gruppen auf und legt los. Bastelt, probiert aus und entwickelt in kleinen Teams Module. Warum auch nicht verschiedene CPU Karten oder verschiedene Soundkarten? Am Ende kann sich jeder seinen Traum Retro Computer zusammen stecken, wie er möchte und man sieht unterwegs Erfolge.
    Diese Diskussionen über VGA, HDMI, SCART und co führen zu nichts weiter, als dass der Thread tatenlos irgendwo bei Seite 100 einschläft. ;-) SCART ist im Übrigen nur ein Steckerstandard. Zudem ein ziemlich dämlicher: Es gibt ihn nur in Europa und ich hab mich damals schon über diesen frickeligen Stecker geärgert. Welche Signale dort belegt sind, ist zudem willkürlich. Zumeist sind es aber auch nur (F)BAS und/oder RGB mit Audio...


    Just my two cents...


    Bogo

    Na ja, für den Apple II gabs ja auch Karten mit 68008-Prozessor ohne eigenes RAM, zB die hier

    Interessant. Allerdings ist es für einen asynchronen Prozessor einfacher, ihn an ein synchrones System anzuflanschen, da eben asynchron. Der umgekehrte Weg ist mitunter schwieriger - wenn auch nicht unmöglich. Man kann ja sogar einen anderen Busmaster rein quetschen, siehe den 5503DOC im Apple IIgs...


    Ansonsten passiert eigentlich gerade genau das, was ich befürchtet hatte: Es wird alles bis zur Unendlichkeit diskutiert. Solche Projekte sollte man nicht zu früh der Öffentlichkeit präsentieren, um genau das zu vermeiden. Wenn ich sehe, wie oft Projekte, die zu früh vorgestellt wurden nie realisiert worden sind... Mittlerweile hat sich anscheinend auch der anvisierte Preis bereits verdoppelt.


    Ich weiß schlicht nicht, warum er noch diskutieren muss, wenn er doch einen Traum hat?! Er soll einfach loslegen. Aber vielleicht bedeutet "Traum" Computer eben genau das: Traum :zzz:


    Been there, done that.
    Bogo