Posts by Bogogil

    Hallo Jonas. :)


    Danke! Das System macht so schon richtig Spass. Ich muss mir bei Gelegenheit mal einen alten Laserdrucker besorgen, der noch unterstützt wird. Dann kann ich meine (LaTeX, Works, ...) Dokumente komplett mit dem Kiwi editieren und drucken.


    Das sieht nicht schlecht aus. Wobei ich mir eine zukünftige Kiwi Version eher mit einem grösseren 68k vorstelle. BGA ist allerdings fies für die Hobby Ausstattung. :)
    Wobei ich mich erstmal um weitere Bausätze kümmern muss. Bin etwas in Verzug, weil ich gerade viel um die Ohren hab. Dabei fehlen nur noch ein paar Bauteile für die neuen Bausätze. Wie das so ist... :D


    Bogo

    So hab ich das auch nicht verstanden. Übrigens ist der Kiwi nicht mein Traumrechner, sondern das was nach realistischen Überlegungen und vielen Experimenten herausgekommen ist. Wenn ich so sehr darauf poche, dass man nicht bis ins kleinste Detail in der Theorie planen soll, so hat es schon seinen Grund...


    Wobei eben "anders" nicht leicht ist, wenn es synonym zu "besser" sein soll. Dafür müsste man evtl Dinge aus der Hardwareevolution rückportieren. Und zwar nicht nicht einfach nur Schnittstellen wie HDMI oder so, sondern eher Konzepte. Touchscreen, Stifteingabe, UTF-8 z.B. Aber das sind im Grunde alles nur kleine periphere Dinge, die man durchaus auch an existierende Hardware anflanschen oder umsetzen könnte. Es hat schon seine Gründe, dass sich aus damals vielen Variationen nur ganz wenige heute noch existierene Konzepte herausgebildet haben.
    Und zu sehr von etablierten Standards würde ich mich auch nicht entfernen, denn damit stellt man sich am Ende nur selbst ein Bein. Es gab da mal jemanden, der hat sein eigenes Zeichenendcoding entworfen. Weder ASCII noch UTF-8. War bestimmt lustig, aber wie sinnhaft das war...


    Ich hab ein wenig den Eindruck, man will ein Retro System entwickeln,weiß aber eigentlich nicht warum und sucht nun nach einer Existenzberechtigung für ein derartiges System. Und da wiederhole ich mich: Die braucht es nicht. Es ist ein Hobby. Umgekehrt wird aber auch ein Schuh daraus: Wenn man eine (konzeptionelle) Idee hat, die es noch nicht gibt, dann hat man in logischer Konsequenz eine Motivation und braucht nicht auf 23+ Seiten darüber diskutieren, sondern kann loslegen.


    Da sollte man vielleicht auch mal in sich selber schauen und fragen "warum interessiert mich die Idee, ein System zu entwickeln, wenn ich gar nicht weiß, was anders sein soll?". Ich glaube, dann wird man ganz andere Motivationen finden, als die, um die man sich hier die ganze Zeit dreht. Für mich hat das ganze Retro Computer Hobby zumindest vor allem den einen Zweck, mich auf Gefühlsebene anzusprechen.


    Nicht böse sein, aber ich klinke mich mal wieder aus.


    Bogo


    Edit:

    Stand denn auch eine (Teil-)Lösung mit FPGAs zur Debatte? Und siehst du noch Sparpotenzial bei dem jetzigen Kiwi-Design?

    Nein, die stand nicht zu Debatte. Sparpotential gibt es, aber da kann ich von meiner Seite keine Hoffnung auf Umsatz machen. Wer das angehen möchte bekommt von mir Unterstützung, nur werde ich das zeitlich nicht schaffen (auch ein Grund, warum man in der Plaung realistisch sein sollte. Lieber 50% real umgesetzt, als 100% nur in der Theorie erträumt).

    Naja, mir fällt halt nichts ein, was eine neue Retro Platform leisten kann, was nicht eine moderne Platform viel besser könnte. Auch mit 16,7 Millionen Farben kann ich mich auf eine Palette von 16 Farben beschränken. Und die Praxis zeigt, dass es sehr schöne "retro" Software gibt, die auf morderner Hardware läuft. Daher meine Zweifel, dass eine Retro Platform überhaupt einen Mehrwert haben kann, als den genannten Selbstzweck/Lernen/Bastelspass...
    Vielleicht wäre für eure Zwecke ein fiktiver Emulator der dann auf einem RPi läuft besser geeignet.


    Bogo

    Ob den Kiwi jemand nutzt? Natürlich. Und selbst davon gibt es wieder Spin-Offs: https://ddraig68k.com/
    Ihr glaubt gar nicht, wie sehr im Hintergrund solche kleinen Projekte vernetzt sind. Ich bekomme immer wieder Post von Leuten, die einen Rechner entwickeln wollen oder dabei sind und Fragen haben. Da werden Dinge diskutiert, man hilft und motiviert sich gegenseitig und zeigt einem auch den Stand der Entwicklung. Spaß ohne Ende, aber eben immer etwas "in der Entwicklung" auf einer großen Spielwiese. :)


    Abgesehen davon ist es doch egal, wie viele so ein System nutzen.
    Wie gesagt, es gibt unzählige dieser Rechner. Nicht, weil jemand ein Ziel hat, das noch nie erreicht wurde, sondern um des Spaß am Entwickeln. Alles ist erlaubt. Es wird keinen Retro Rechner in endlicher Zeit geben, der dann plötzlich perfekt mit Tool Chain und Killer Apps um die Ecke kommt und alle anspricht. Der Entwicklungsprozess sollte Selbstzweck genug sein. Ob nun zunächst Hardware oder später Software.
    Als reiner "Anwender" würde ich niemals so ein System kaufen, wenn ich nur am Ergebnis und der Software interessiert bin. Dann kauf ich einen RPi oder Arduino von der Stange. Aber eine neue Hardware zu entdecken, die eben noch nicht erforscht ist, das macht (mir) Spaß. Es macht doch nichts, wenn es noch nicht alles gibt und wenn das, was es gibt, nicht perfekt ist. Genau das macht bei mir den Reiz aus. :)


    Bogo

    Ihr werdet eh ausprobieren und experimentieren müssen. Ihr könnt in der Theorie auch noch das letzte Bit planen und dann kommt die Praxis und macht euch einen Strich durch die Rechnung. Das geht mit einem Stecksystem am besten.
    Wie gesagt, ich würde so loslegen und mich eher früh als spät von Träumerei lösen. Beim Expereimentieren kommen vor allem auch wieder neue Ideen und Eingebungen. Vor dem Kiwi gab es auch ein modulares System. Manches hat sich als nicht brauchbar erwiesen und erst am Ende wurde alles in ein System "gegossen".


    Bogo

    Hallo zusammen,


    ich lese hier schon länger mit und möchte mal Folgendes in die Runde werfen: Der Weg ist das Ziel. Es ist völlig unerheblich, welche Details man entwickelt. Ob es ein Steckschwein, C256 Foenix, Kiwi oder was auch immer wird. Alle diese Systeme werden immer weniger Software Unterstützung haben, als man sie sich wünscht. Und im Grunde sind alle Systeme auf ihre Art und Weise toll. Will man nur einen reinen Retro Rechner mit viel Software, so nimmt man einfach einen existierenden C64, MSX, Amiga, VC-20, Atari 800, Atari ST, ... Sprich, die gibt es wie Sand am Meer, warum sollte man also einen neuen "alten" entwickeln, wenn das Ziel in zig Variationen schon existiert?!


    Für mich war und ist es beim Kiwi, wie bereits angedeutet, der Weg. Ich habe bei allen existierenden Rechnern immer das Gefühl gehabt, es ist eine angestaubte Reise in die Jugend: Man hat schon alles gesehen und weiß was möglich ist, aber der WOW-Effekt, wenn der Cousin oder Freunde mit neuer Software kamen, war nicht mehr da. Zum 100. Mal Summer und Winter Games oder coole Demos. Ja, macht Spaß, aber kein "Wow, das geht?!" mehr. Vor allem das habe ich mit dem Kiwi wiedergefunden. Und dabei bin ich noch lange nicht am Ziel.

    • Das erste Mal ein Bild am Monitor.
    • Die erste SID Musik hören.
    • Den BASIC Interpreter ans Laufen bekommen.
    • LOAD/SAVE ans Dateisystem binden.
    • XRick portieren.
    • Ein Gehäuse basteln.
    • EmuTOS portieren.
    • Eine GUI Anwendung programmieren.
    • Einen VDI Treiber für GEM programmieren.

    Die Liste ließe sich beliebig erweitern und im Grunde ist es mir egal, ob es da draußen 10, 100 oder 10000 Kiwi Anwender gibt. Ich habe Spaß dabei, ich lerne unglaublich viel und habe permanent WOW Erlebnisse, die ich seit Dekaden nicht mehr mit existierenden Retro Rechnern hatte. Ich war schier sprachlos, als ich feststellte, ich kann mit dem Kiwi texen... Und ich wusste zu Beginn nicht, wo mich diese Reise hinführt. Ich hätte nie gedacht, dass der Kiwi mal eine GUI bekäme.


    Wenn ich zu einem neuen Retro Computer, wie er hier im Thread diskutiert wird, sachdienliche Tipps geben sollte, würde ich folgendes raten: Definiert einen Bus, entwerft eine Backplane, teilt euch in Gruppen auf und legt los. Bastelt, probiert aus und entwickelt in kleinen Teams Module. Warum auch nicht verschiedene CPU Karten oder verschiedene Soundkarten? Am Ende kann sich jeder seinen Traum Retro Computer zusammen stecken, wie er möchte und man sieht unterwegs Erfolge.
    Diese Diskussionen über VGA, HDMI, SCART und co führen zu nichts weiter, als dass der Thread tatenlos irgendwo bei Seite 100 einschläft. ;-) SCART ist im Übrigen nur ein Steckerstandard. Zudem ein ziemlich dämlicher: Es gibt ihn nur in Europa und ich hab mich damals schon über diesen frickeligen Stecker geärgert. Welche Signale dort belegt sind, ist zudem willkürlich. Zumeist sind es aber auch nur (F)BAS und/oder RGB mit Audio...


    Just my two cents...


    Bogo

    Na ja, für den Apple II gabs ja auch Karten mit 68008-Prozessor ohne eigenes RAM, zB die hier

    Interessant. Allerdings ist es für einen asynchronen Prozessor einfacher, ihn an ein synchrones System anzuflanschen, da eben asynchron. Der umgekehrte Weg ist mitunter schwieriger - wenn auch nicht unmöglich. Man kann ja sogar einen anderen Busmaster rein quetschen, siehe den 5503DOC im Apple IIgs...


    Ansonsten passiert eigentlich gerade genau das, was ich befürchtet hatte: Es wird alles bis zur Unendlichkeit diskutiert. Solche Projekte sollte man nicht zu früh der Öffentlichkeit präsentieren, um genau das zu vermeiden. Wenn ich sehe, wie oft Projekte, die zu früh vorgestellt wurden nie realisiert worden sind... Mittlerweile hat sich anscheinend auch der anvisierte Preis bereits verdoppelt.


    Ich weiß schlicht nicht, warum er noch diskutieren muss, wenn er doch einen Traum hat?! Er soll einfach loslegen. Aber vielleicht bedeutet "Traum" Computer eben genau das: Traum :zzz:


    Been there, done that.
    Bogo

    Ich bin deshalb skeptisch, weil seit April letzten Jahres nicht wirklich viel passiert ist. Nun möchte er "seinen Traumcomputer" aber erst noch mit tausenden Menschen diskutieren. Das klingt für mich alles nach zu viele Köche... Er soll seinen Traum definieren und loslegen, sonst wird alles von Leuten zerredet, die mehr Meinung als Know-How dazu beitragen können. :-)
    Immerhin hat er seine Fans, die sich nur auf eine Idee stürzen, so dass ich gestern nach Jahren von einem Bekannten erstmals auf Internas zum Kiwi gefragt wurde, obwohl er diesen schon seit der Entstehung kennt. :gruebel Zeigt aber auch, dass die Leute lieber diskutieren, als die einfachsten Fragen mit Blick in Datenblätter zu beantworten.


    [Offtopic]Vom Kiwi wird es bald wieder einige Bausätze geben. Und ja, dieser ist 68k - wenn auch mehr oder weniger 8 Bit, da 68008. Aber das ist ja hier nicht das Thema...[/Offtopic]


    Bogo

    Tolle Idee. Allerdings wäre ich bei neuen Projekten immer vorsichtig, etwas früh im Planungsstadium zu veröffentlichen bzw auch noch mit tausenden Leuten zu diskutieren.
    Sein erster Blog Artikel dazu war aus April 2018. Ich hoffe, seine Entwicklung nimmt dann auch mal Fahrt auf... :-)


    Viel Erfolg wünscht
    Bogo

    Den Kiwi hab ich mit gEDA/pcb entworfen. Schaltplan und Layout...
    Kicad hat wohl mitterlweile eine starke Entwicklung hingelegt, so dass ich vermutlich heute dazu greifen würde.


    Bogo

    Neue Nachrichten zu den Bausätzen. Ich hab einen neuen Lieferanten ausfindig gemacht und Bauteile bestellt.


    Voraussichtlich ab März werden neue Kiwi Bausätze erhältlich sein. Einschränkung für die neue Serie: Die Platinen werden nicht mehr mit den SMD Bauteilen vorgelötet verschickt werden. Dass muss nun jeder selbst machen...


    Bogo

    Ich hatte auch nie groß etwas im Sinn. Also nicht zu viele Vorgaben für den Inhalt. Ich denke dabei wirklich an nur ganz grobe Vorgaben. Vielleicht im Kopfbereich, bei dem man das Wichtigste an immer derselben Stelle erkennt:

    • Was sehe ich hier? Hardware? Software? -> Nicht zu viele Kategorien, wie C64, VC-20, ... Evtl auch farblich kodiert. Halt so, dass ich das wichtigste erkenne, auch wenn ich nur fünf Leuten über die Schulter schaue...
    • Wer stellt es aus -> Wen muss ich bei Fragen ansprechen (ich bin bestimmt nicht die ganze Zeit am Platz)
    • Und eben das Logo als "coorporate design", sowie gleiche Schrifttype

    Den Rest würde ich zu freien Gestaltung der jeweiligen Aussteller lassen.
    Aufsteller1.jpg
    Aufsteller2.jpg
    Bogo

    Naja, ich dachte da auch weniger an eine Art Formular, als ein einheitliches Design. Also etwas wie

    • DoReCo + HNF Logos, sowie Name des Ausstellers an bestimmter Stelle
    • Einheitlicher Font + Größe
    • Evtl grobe Angaben an fester Stelle, was man hier bestaunt, wie "Hardware", "Software", ...
    • ...

    Halt, dass die Aufsteller Wiedererkennungswert haben und wie aus einem Guss wirken, anstatt komplett durcheinander.


    Bogo


    Edit(h sagt): Gerade den Link mit der Vorlage gesehen. Schau ich mir mal an...