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C64 Assy 250407 - schwarzer Schirm

  • Ich habe hier einen schönen Brotkasten Assy 250407. Leider beim Einschalten nur schwarzer Schirm. Die LED brennt. Das Netzteil funktioniert bei meinem anderen C64.



    Bei meinem funktionierenden C64-C sind so charakteristische Pfeiftöne beim Starten zu hören (aus dem Lautsprecher des Fernseher). Sobald der Startschirm kommt ist alles ruihig. Der defekte C64 macht das auch so in etwa.



    Zum Glück ist da ziemlich alles gesockelt. Ich habe schon folgendes getestet:

    • CIA gegnseitig getauscht
    • VIC getauscht
    • PLA getauscht


    Leider absolut kein Erfolg.


    Was kann ich noch probieren? Mit weiteren Ersatzteilen bin ich nicht ausgestattet, sonst hätte ich natürlich weiter probiert.

  • Das Lesen einiger Threads mit C64 Reparatur Versuchen hat mich motiviert wieder mal mein defektes 407er Board anzusehen:



    Ich habe alle Punkte durch:


    + CIA und SID ausgebaut
    + Alle Spannungen stimmen.
    + Es wird nix abnormal warm
    + PLA getauscht
    + VIC getauscht
    + alle ROM getauscht
    + Am Pin 1 der CPU ist lt. meinem Oszi ein Rechteck knapp unter 1 MHz



    Was ist bitte der nächste Schritt?


    Ersatz CPU habe ich leider keine (keine Verwendbare weil nicht gesockelt).

  • Mit Ultimax- oder Diagnosecart probieren ob sich was tut. Oft ist einfach nur das RAM defekt und Ultimax Module wie Jupiter Lander oder Avenger holen doch noch ein Lebenszeichen aus der Kiste raus. Ansonsten RAMs einzeln checken. Dazu an den RAMs mit Huckepack-Methode rumfummeln (manchmal tut sich da was). Oder besser mit dem Oszi oder TTL-Tester d0 - d7 checken. Vielleicht auch mal auf a0-a15 schauen, ob sich was tut und wie weit die CPU beim Reset kommt. Ansonsten CPU tauschen - die sind auch ab und an mal im Eimer. Wenn sich dann nichts tut, mal die Multiplexer checken. In letzter Verzweiflung dann alle Leiterbahnen und Sockel durchmessen oder Board jemand geben, der sich mit Hardware auskennt. (-;

  • Mit Ultimax- oder Diagnosecart probieren ob sich was tut.


    Hab leider weder Ultimax noch Diagnosecard.


    Geht ein EF auch im Ultimax? Jupiterlander drauf flashen ohne Menü?



    Ansonsten RAMs einzeln checken. Dazu an den RAMs mit Huckepack-Methode rumfummeln (manchmal tut sich da was).


    Hab leider keine RAM. Sind bei Donald bestellt ...



    Oder besser mit dem Oszi oder TTL-Tester d0 - d7 checken. Vielleicht auch mal auf a0-a15 schauen, ob sich was tut und wie weit die CPU beim Reset kommt.


    Werd ich versuchen ...



    Ansonsten CPU tauschen - die sind auch ab und an mal im Eimer.


    Dieses Board hätte die CPU sogar gesockelt.


    Aber alle meine anderen C64 und Schlacht-Platinen sind leider nicht gesockelt ...


    Wo ist denn die CPU bei den 128D? Ich hab zwar Fotos meiner 128D aber leider ist überall so ne Schmiere drauf.



    Wenn sich dann nichts tut, mal die Multiplexer checken.


    Multi was?



    In letzter Verzweiflung dann alle Leiterbahnen und Sockel durchmessen oder Board jemand geben, der sich mit Hardware auskennt. (-;


    Du meinst per Ohmmeter? Alle Busse und so?


    Könnte ich machen, werde mal die PIN Belegungen raussuchen ...



  • Quote

    Schauen ob er aus dem Reset rauskommt an CPU 6510 pin40 , sollte nach 3 sekunden High sein.
    wenn nicht dann den ne 556 und den 7406 überprüfen. Resetsignal beim ne 556 invertiert an Pin 9, dann weiter zum 7406 Pin 9.


    ...das sollte man zuerst checken,denn wenn die Resetlogik nicht funktioniert,tut sich nämlich jarnüscht... :)

  • Reset habe ich gecheckt. Von 3 Sekunden ist da keine Rede. Beim Einschalten geht das blitzschnell auf high.



    Aber ich habe einen Resetschalter am Userport. Und der sollte doch immer funktionieren, auch wenn die Resetlogik defekt ist?


    Zumindest wird der Reset PIN an der CPU low wenn man den Taster drückt. Das müsste doch langen zum hochfahren der CPU?


    ------


    Habe heute mal mit dem Oszi die Daten- und Adressleitungen angeschaut. Es herrscht reger Wechsel auf alllen Leitungen. A15 und A14 sind immer nur kurz low. Also spielt sich alles fast nur im Kernel ab? Die CPU scheint zu laufen, oder wie seht ihr das?


    Allerdings scheint die R/W Leitung immer high zu sein. Beim Einschalten ist der Vorgang zu kurz als das man was erkennen kann.


    ------


    Was sind Multiplexer? Sind das die beiden gesockelten TTL Dinger rechts von den RAM? Lt. Schaltbild sind das digitale Schalter?



    Falls es noch jemand braucht, ich habe alle PIN belegungen auf eine Seite kopiert zum Ausdrucken: klick

  • Gut, wenn da was an d0-d7 und a0-15 zappelt, dann macht die CPU noch was.
    Das Bild, das Du beschreibst, scheint mir auf RAM defekt hinzuweisen. Ich würd' mir jetzt mal die Ausgangssignale (Q) der RAM-Chips anschauen.
    Zu Deinen Fragen bzgl. Multiplexer möchte ich auf die Suchfunktion hinweisen.

  • ich weiss nicht ob das hier passt - bitte habt Nachsicht wenn ich offene Türen einrenn'. Ich hatte mal einen C64 'zur Reparatur geliehen', da war beim Platinen-Rework mit dem Schraubenzieher die Platine leicht verkratzt. Der Kratzer ging genau über die Leiterbahn mit dem Videosignal... und eines Tages war der Haarriss ein kompletter Riss. Mehr zufällig und ohne die geritzte Stelle ernst zu nehmen maß ich mit dem Multimeter durch - komplett unterbrochen.
    Dass die CPU ordentlich arbeitet, bekam ich ohne Bildschirm raus indem ich eine Datasette anschloss und eine Taste daran langsam runterdrückte. Wenn man hinhört, stellt man dabei fest, ob der Motor als "Antwort" eingeschaltet wird und beim Loslassen wieder aufhört. Bei CPU-Fehler stellte ich z.b. bei einem C16 fest , dass die Datassette einen Dauerlauf macht (schon vor dem Taste drücken) oder
    Man kann den Test sicher auch modifizieren, z.b. Rechner bereits mit runtergedrückter Datasettentaste einschalten - wenn der Prozessor dann anderweitig festhängt, vielleicht hatte er zumindest 1x die Chance einen IRQ abzuarbeiten und den Motor einzuschalten.
    Just my 2 Cents .... :)

  • Zumindest wird der Reset PIN an der CPU low wenn man den Taster drückt. Das müsste doch langen zum hochfahren der CPU?


    Reset habe ich gecheckt. Von 3 Sekunden ist da keine Rede. Beim Einschalten geht das blitzschnell auf high.


    An Pin 40 muss zwei/drei Sekunden low anliegen und dann erst auf high gehen,der Prozessor wird dadurch in einen definierten Zustand gebracht.
    Den Rechner am besten dabei am Netzschalter ein-und ausschalten.
    Die Kandidaten sind U20 (556),U8 (7406),U1 und U2 (6526),U7 (6510).
    Auf dem Bild sehe ich,daß fast alle genannten Chips gesockelt sind,da hat sich also schon mal jemand zu schaffen gemacht. :)

  • Ich würd' mir jetzt mal die Ausgangssignale (Q) der RAM-Chips anschauen.


    Ausgangssignal, werd ich mir vornehmen.


    Hab mir schon überlegt ob es Sinn macht den LA anzuschliessen. Ist halt die Frage ob man aus dem Datenberg überhaupt was erkennt?



    An Pin 40 muss zwei/drei Sekunden low anliegen und dann erst auf high gehen,der Prozessor wird dadurch in einen definierten Zustand gebracht.


    Also dann hat die Reset Logik definitiv eine Macke?


    Aber das müsste ja egal sein, wenn ich den Reeset Taster 3 Sekunden drücke, kommt es ja auf dasselbe heraus, oder? Hat jedenfalls keinen Effekt gehabt.


    Und mein funktionierender Brotkasten macht da auch keine 2 Sekunden low, nicht mal eine Sekunde. Läuft trotzdem problemlos.


    ===


    Leider ist erstmal Familienbesuch angesagt und ich musste alles verräumen ... :encolere20:

  • Ein Zweikanal-Oszi mit >=10MHz Bandbreite ist m.E. schon ein gutes Mittel für die RAM-Diagnose am C64.
    Wenn man die Qs an allen RAMs oszillographiert, sieht man meist schon wo es Abweichungen gibt. Entweder stimmen die Pegel nicht, es gibt Dauer-High oder Dauer-Low oder die "Wellenform" passt nicht so recht zu den übrigen.

  • Ich bin es wieder. Ich nutze die Gunst der Stunde (bin allein zuhause) um mich meinem defekten 8-Bitter zu kümmern ...



    Mit Hilfe des Schaltbild habe ich den Adressbus mit dem Ohmmeter überprüft. Alle Signale führen dahin wo sie sollen.



    Aber - folgendes erscheint mir seltsam:


    + Alle Adressleitungen sind sehr hochohmig gegen Masse, bis auf A12, A13, A14, A15, die haben ca. 11,3K Ohm gegen Masse (erst weniger dann steigend bis 11,3)


    + A12 - A15 haben gegeneinander nur etwa 6K Ohm ??!!


    Ist das normal?


    ==


    Jetzt werde ich mal die Q mit dem Oszi anschauen ...

  • Aber - folgendes erscheint mir seltsam:


    + Alle Adressleitungen sind sehr hochohmig gegen Masse, bis auf A12, A13, A14, A15, die haben ca. 11,3K Ohm gegen Masse (erst weniger dann steigend bis 11,3)


    Das ist normal und liegt daran das A12-A15 zusätzlich noch an die PLA gehen.
    Bei mir sind es sogar nur 5-6kOhm


    EDIT: mach doch mal den Test mit Jupiterlander auf dem EF

  • + Ultimax Mode läuft defakto nicht.




    So, ich glaube der Sache jetzt näher gekommen zu sein: Das /CS des Farbram ist immer auf low!



    Lt. Schaltplan geht der Pin 6 des U27, das sollte ein 7408 sein. Leider nicht bei meinem C64, da geht der auf einen MOS 7712 und nicht an PIN 6.


    Ich nehme an der 7712 tut dasselbe wie der 7408? Das Beinchen daneben hat jedenfalls einen schönen Rechteck (AEC??) und auf der anderen Chipseite liegt dasselbe Signal an.



    Irgendwelche Tips für mich?



  • Du kannst mal das Farbram rausziehen, das sieht dann wild aus, aber der Rechner kommt evtl hoch.
    und dann mal den CS Pin nochmal messen, da sollte ein Rechteck von ca 1MHz sein
    Nebenbei hast du den falschen Schaltplan zur Hand... Du arbeitest mit dem Schaltplan von der 250425.


    Ja, den 7712 kannst Du problemlos gegen 74LS08 tauschen

  • Hurra, der 407 läuft!!!!! Nach fast 6 Monaten! :juhu::lol23::thumbsup:



    Der defekte 7408 war der Auslöser für den "Black Sreen". Die gängigen Diagnose Anleitungen gehen davon aus dass ein Defekt des U27 einen bunten Schirm mit wirren Zeichen auslöst. Sollte man mal umschreiben ...




    Danke an alle die mir mit Rat und Tat zur Seite standen in Stunden der Not!
    :party:


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