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Arcadeautomaten Workshop?

  • Mahlzeit,


    hat jemand an einem Workshop zum Selbstbau eines Arcade (MAME)-Automaten Interesse?
    So ein Gerät sieht meist so aus:




    Man benötigt ein Arcadegehäuse, am besten ohne den Festfrequenzmonitor und eine Platine, da diese Dinge meistens am teuersten sind. So ein abgeliebtes Leergehäuse kostet weit unter 10,- EUR bei Ebay oder bei Eurem lokalen Automatenhändler (Löwenautomaten, etc.). Ihr solltet darauf achten, dass die Sticks und Knöpfe noch dran sind und dass das Gerät einen Rahmen für den Monitor hat.


    Ihr braucht dann noch:
    - 2x digitale USB-Gamepads von Thrustmaster (bei Reichelt) um die vier EUR/Stück.
    - Monitor (Röhre, je nach Gehäuse 19", 21" oder größer) Kostenpunkt: geschenkt oder bis 20,- EUR. TFT geht zur Not auch, ist aber hässlich und teuer
    - Mainboard (500 MHz bis open end, je nach gewünschten Spielen), Grafikkarte (egal), RAM, Festplatte, Netzteil
    - Kabel, Holzschrauben, Metallwinkel, Holzleisten und anderer Bastelkram sind von Vorteil.
    - ggf. noch Aktivlautsprecher. 2.1-System der 10,- EUR-Klasse bei Pollin reicht vollkommen.
    - ggf. neue Schlösser
    - Später, im Copyshop, könnt Ihr Euch noch das Marquee und die Beezels ausdrucken lassen.


    OS geht eigentlich alles. BeOS, Linux, OS X, oder zur Not irgendein Windowszeug. Setzen wir mal den Windowskram voraus. ;-)
    Konfiguration könnt Ihr von mir haben.


    Ein Fahrzeug, in das das Gehäuse passt, bzw. ein Anhänger sind natürlich Voraussetzung. Achtung: So ein Leergehäuse wiegt ab 50kg aufwärts - zzgl Monitor! Die Cabs haben aber meist Rollen und Griffe.


    Ich sage mal: Ohne Mainboard-Geraffel zahlt Ihr höchstens 100,- EUR für so einen Automaten. Die dicksten Posten sind meist zwei neue Schlösser für den Einwurf und die Geldkassette sowie die Drucke im Copyshop. Beides braucht/will man aber ggf. gar nicht. Je nachdem was Ihr zu Hause noch an PC-Zeug habt und was Ihr für das Cab zahlt, kostet Euch das Gerät also einen einstelligen Euro-Betrag.


    Lokation wäre wieder Seligenstadt, wie bei der HomeCon. Zeit wären gemütliche zwei Tage, damit wir auch wirklich fertig werden. Kosten für die Miete sind zu teilen, Termin muss noch angefragt werden.


    Bei Interesse stelle ich eine Checkliste mit Artikelnummern der Onlineshops und die Adresse des Arcade-Händlers hier im Rhein-Main-Gebiet zur Verfügung.


    Gruß
    Michael

  • Viele Arcadegehäuse (Cabinet) findet man nur noch in einem sehr schlechten Zustand, meist verfault und die Sperrholzplatten lösen sich wegen schlechter Lagerung im Keller bereits auf - deshalb sollte man sich vor der Fahrt zur Ansicht/Abholung den Zustand genau mitteilen lassen, ansonsten fährt man viele Kilometer umsonst, weil man böse überrascht wird (oft ist allein schon der Gestank unannehmbar!).


    Wie schon gesagt, die Dinger sind schwer und der Platzbedarf auch sehr groß, das Arcadegehäuse (Cabinet) benötigt ja fast so viel Platz wie eine komplette Amiga-Sammlung :), wer es wirklich zu 100% wie in der Spielhalle möchte, der greift zu so einem originalen Arcade-Cabinet.


    Als Alternative könnte man auch eines selber bauen welches im Maßstab verkleinert ist (nur machen wenn man handwerklich geschickt ist und auch das Schreinerwerkzeug dazu hat oder eben gleich beim Schreiner passend zusägen lassen, so dass man es nur noch verschrauben/verleimen muss.
    (beim Schreiner auch mal Fragen, was dort die Spannplatten kosten, oft günstiger als im Baumarkt, bei weitaus bessere Qualität !)
    Dann könnte man auch einen kleineren Monitor einplanen, evtl auch TFT den gibt es gebraucht bei EBAY für weit unter 100 Euro, günstige Modell ohne DVI gibt es auch nur für unter 100 Euro. Dann kann man an der Tiefe des Gehäuse nochmals kräftig Platz einsparen.


    Als Eingabegeräte konnte man entweder einen originale Arcade-Stick nehmen und ihn mit einem digitalen USB-Joypads für den Anschluss an den PC umbauen. Ich habe z.B. den SEGA Dreamcast-Arcade-Stick mit dem inneren eines Microsoft USB-Gamepad versehen,
    da kommt schon etwas Arcade-Feeling auf:
    Sega Stick.jpgMicrosoft-Sidewinder.jpg


    Je nachdem welche Spiele man machen will, würde wohl auch ein Mini-ATX-Mainbaord mit Celeron M oder Atom 230/330 (z.B. INTELD945GCLF) ausreichen, so ein Mainbaord bekommt man für ca. 60-90 Euro, benötigt gerade mal 15 Watt, man benötigt dann nur noch ein DRAM-Speichermodull (1 GB DDRAM für 12 Euro) und ein ATX-Netzteil (da würde dann ein 250W-Gerät völlig ausreichen). Als Speichermedium könnte man eine 2 GB-CF-Karte mit CF-IDE-Adapter nutzen.
    INTELD945GCLF.jpg


    Ich würde aber dann auf alle Fälle noch eine Möglichkeit einbauen, eine SEGA Dreamcast im Arcade-Gehäuse unterzubringen, denn gerade für die Dreamcast gibt es viele gute Arcade-Hits, auch läßt sich die Dreamcast mit einem Dreamcast-VGA-Kabel mit einem PC-Monitor verbinden.
    Also einen Jostick/Monitr-Umschalter für MAME vom PC und SEGA Dreamcast.


    Man könnte aber auch gleich eine umgebaute Xbox1 nehmen, da gibt es ein gutes MAME-Version dazu und viele Acrade-Spiele die es auch auf der Dreamcast gab, gut die umgebaute Xbox1 bietet kein VGA-Signale sondern nur (S)Video, RGB und YUV, dafür aber auch HD-Auflösung. Acradestick gibt es auch für die Xbox1.


    Es führen als viele Wege zum Ziel, z.B. original Cabinett oder Eigenbau des (Holz)-Cabinet, Hardware vom PC, Dreamcast oder Xbox, oder original Hardware umbauen, Einsatz welches Betriebssytems usw.

  • so ein mainboard biete ich übrigens im moment an!


    V: ITX board intel D201GLY2 mit 1gb DDR2 Ram


    zum cabinet...


    hab selber ein originales gehäuse gekauft, bin aber noch nicht dazu gekommen es fertig zu machen.
    es muß restauriert werden und ich brauche 2 joysticks dafür. bisher war nur ein arcadestick vorgesehen, sollen aber 2 werden. also da basteln und ne ordentliche abdeckung bauen :(
    da ich handwerklich nicht unbedingt SOO geschickt bin... schiebe ich das seit ca 2 jahren vor mir her :nixwiss: :rotwerd:

  • Mahlzeit,


    ja, so einen Automaten von Privat aus dem Keller oder von einem Gastwirt zu kaufen ist ein Risiko. Auch vom Profihändler direkt vom Hof kann knifflig sein. Allerdings sollte man auch die hohen Kosten für ein Selbstbau-Cab aus Spanplatten (zzgl. Lackierung) dagegenhalten und sich überlegen, ob man nicht eine keimige Bodenplatte selber austauscht.


    Ich bin wirklich kein Echtheits-Freaks und ein Automat darf auch stolz die Spuren der Vergangenheit tragen, aber ein TFT ist immer knifflig, da flach, eckig und allen weiteren Nachteilen eines TFT gesegnet. Für die Kids einen kleinen Automaten für die Wandaufhängung oder als Tischgerät mit einem TFT zu fertigen halte aber auch ich für funktional. Sticks und Buttons bekommt man übrigens auch für den schmalen Euro neu bei den üblichen Arcade-Zubehör-Versendern.


    Hier habe Ihr noch Bilder vom Umbau des Panels auf USB-Joypads:
    http://www.hessburg.com/michae…ion=com_wrapper&Itemid=29


    cu
    m

  • @Gerti: Wow fünfmal editiert, und ich hatte nur das Original gelesen. Anyway, jetzt habe ich es ja.
    Ja, so eine XBox wäre auch interessant. Gibt es denn dafür auch ein gutes Auswahlmenue?
    Für Win benutze ich aktuell den MaLa, damit kommen auch die Kids auf Anhieb zurecht.


    SVHS ist kein Nachteil, denn damit wird das Bild unschärfer als mit VGA, sieht dann mehr Retro aus. Klar gibt es die ganzen Unschärfe- und Schatten-Effekte auch in MAME, aber... naja, ich weiss nicht, sieht irgendwie komisch aus.


    Damit funzt auch ein größeres Cab, denn man braucht ja "nur" einen Fernseher und die sind eben auch in größeren Röhrenabmessungen zu haben.


    Ach ja: Mein Cab ist recht klein: 158cm hoch, 60 breit, Tiefe? Uhhh... auch 60? Drin steckt ein 21"er VGA von HP, der im originalen Rahmen befestigt ist.


    Wem ein normales Cab zu groß ist, der kann ja auch über ein Gerät in Tischform nachdenken. Ist auch cool. Das wird mein nächstes Projekt.


    Die ursprünglichen Monitore (meist von Hantex) haben einen größeren Ablenkwinkel, so dass sie meist etwas kürzer in der Tiefe wie ein VGA-Monitor bauen (und entsprechend unschärfer sind). Ist aber kein Problem: Man sägt eine entsprechende Aussparung aus dem Deckel der Rückwand, so dass die Abdeckung des Monitors etwas raussteht. Sind meist nur drei, vier Zentimeter.


    Originale Bildröhren haben halt auch den Nachteil ewig alt zu sein und leider weigern sich auch die meisten örtlichen Fernsehtechniker einen solchen Monitor zu reparieren. Das weiss ich leider aus Erfahrung. Wenn man mit so einer Röhre MAME laufen lassen will, dann hat man die sehr hohen Kosten für die passende GraKa am Hals.


    Von den sehr, sehr vielen Leute, die bisher auf Feiern, Geburtstagen, sowie auf den diversen Ausstellungen an dem Ding gezockt haben, hat sich noch keiner über die die "zu" gute Bildqualität beschwert.


    Gruß
    Michael


    P.S.: Bitte auf eines achten: Die Leute bei Arcadeinfo und Arcadezentrum sind wirklich nett und hilfbereit. Aber leider haben die ein sporadisch auftretendes Trollproblem: Wenn Euch dort jemand anschreiben sollte, erst auf nett und freundlich macht, Euch dann aber Baupläne für Cabs VERKAUFEN will, dann meldet den am besten den Mods.

  • Es gibt den Amerikanischen X-Arcade Anbieter, der viele Ersatzteile für Cabinets vorrätig hält als auch Bauanleitung für nen Mame-Cabinet. Vorallem die Joystick-/Buttonsfront und die Geldeinheit sind sehenswert (auch gibs dort echte 15kHz-Monitore). In deutschlad wird das ganze über wolfsoft vertrieben (seite scheint zur Zeit ein Fehler in der DB zu besitzen...).


    Edit: die wolfsoft-seite geht nu wieder...

  • Im Arcade-Info-Forum läuft grad diesbezüglich ein Workshop...
    Die Jungs dort (wie auch im Arcadezentrum-Forum) haben schon Ahnung....


    Workshop


    Ich bin eher für´n Mame-Cab...
    Nutze selber eins Marke Eigenbau (Thanx Wumpus)....und möchte es nicht mehr missen...
    Aber Original-Cab umbauen ist ja auch nicht so schwer....

  • Hallo ! Auch ich habe mich schon vor ein paar Jahren mit dem Bau einer M.A.M.E. Maschine beschäftigt. Eigentlich war die ganze Sache garnicht so schwer. Ich habe mir bei einem Automatenausstatter einen alten Wonderboy Automat in wurzelholz Optik für knappe 100,- Euro besorgt. Sämtliche Innereien mußten bei mir allerdings weichen. Das Gehäuse habe ich schwarz lackiert. Im unteren Bereich habe ich ein Pentium IV Board mit 2,8 GHZ, 2 GB RAM, GeForce 8600GT und 400 GB Festplatte eingebaut. Im oberen Bereich einen kleinen Verstärker (Yamaha PC Aktivboxen). Der Arcade Monitor mußte für einen 21 Zoll Acer Monitor weichen. Die Joysticks, Buttons und das IPAC-2 habe ich im deutschen Arcadeshop (http://www.arcadeshop.de) bestellt. Das I-PAC2 reicht bei einem zwei Player Automaten auch völlig aus. Installiert habe ich Windows XP. Als Frontend benutze ich den Emuloader in Verbindung mit Mame Plus.
    Den Staub bitte ignorieren ....

  • Ja, so eine XBox wäre auch interessant. Gibt es denn dafür auch ein gutes Auswahlmenue?


    Für eine umgebauter Xbox, d.h. Xbox1 mit "Mod-Chip" oder "Softmod" oder "TSOP Flash" und vorallem einer größere Festplatte gibt es eine große Anzahl an Benutzeroberflächen (("Dashbaord") ), die bekannteste und meiner Meinung auch die beste wohl "XBMC", XBMC war am Anfang nur ein Mediaplayer, hat sich aber dann zur einer vollen Benutzeroberfläsche ("Dashbaord") gemausert:


    http://de.wikipedia.org/wiki/Xbox_Media_Center



    XBMC hat seinen Ursprung, wie der Name schon sagt, von der XBOX1, es gibt aber bereits Versionen für andere Betriebsysteme, wie MAC, Linux, Windows, sogar auf USB-Stick:


    http://xbmc.org/download/


    Dies könnte man für den MAME-PC auch benutzen, ob jetzt mit PC oder mit der Xbox1 (das Modden einer XBox1 ist etwas kompliziert, vorallem der Softmod, leichter ist der Einbau eines Mod-Chip und dann mit einer "Auto-Installer-CD" ("Slayer") das neuen "Betriebsystem" auf die Xbox1 aufspielen. Im Internet gibt es da viele Foren, welche sich mit XBOX1-Mods beschäftigen. (oder eben von jemanden "modden" lassen).

  • @CBM-Hardware:
    Naaaa, kaufen! Wo ist denn da der Spass? Aber trotzdem danke! :)


    Real :
    Das ist ein 21"er? Wow, da siehst mal, wie klein mein Automat ist.
    Na, dann kennst Du ja auch die Preise für Sticks und Buttons, das hält sich ja alles in Regionen, die auch ein Sparbrötchen wie ich noch gut findet.


    So langsam wird das aber irgendwie ein "Ich-weiss-was"- und ein "Ich-hab-da-was"-Thread. Sei Euch ungenommen, ist auch interessant mal was anderes zu sehen. Sind auch tolle Lösungsansätze. Aber wie wäre es denn, wenn auch die Interesse an einem Workshop bekunden würden, die bereits Erfahrungen haben und so ihr Wissen weitergeben können? Dann hängt net alles nur an mir.


    Gruß
    Michael


    Edith: Äh... "Preise kennen" war auf den Arcadeshop bezogen.

  • Hessi : Hast ja recht ... wenn Fragen sind, stehe gerne zur Verfügung.


    Die Kontrolle der Joysticks würde ich jedoch nicht mit USB-Gamepads lösen. Hier würde ich in jedem Fall ein I-PAC einsetzen : Verwendet keine Matrix, keine Verzögerung bei der Signalverarbeitung, keine Ghost Keys. Kann per USB (optional erhältlich) oder ps/2 angeschlossen werden und besitzt einen zusätzlichen ps/2-Anschluss für Tastatur oder ein weiteres I-PAC. Das vorgegebene Buttonlayout entspricht dem Grundmuster von MAME und ist frei veränderbar (die Programmierung bleibt nach dem Ausschalten erhalten). Zur Programmierung steht der Interactive Panel Designer in Versionen für Windows, Dos, MacOS und Linux zur Verfügung.

  • Originale Bildröhren haben halt auch den Nachteil ewig alt zu sein und leider weigern sich auch die meisten örtlichen Fernsehtechniker einen solchen Monitor zu reparieren. Das weiss ich leider aus Erfahrung. Wenn man mit so einer Röhre MAME laufen lassen will, dann hat man die sehr hohen Kosten für die passende GraKa am Hals.


    Soft15kHz existiert. Mein MAMECab läuft mit ner uralten Matrox Millenium und Soft15kHz perfekt.


    Galaga3.jpg