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1541-II Reparatur - finde Fehlerquelle nicht

  • Hallo :)


    ich bin seit 2 Tagen an der Reparatur einer Floppy 1541-II ASSY 340503 Rev. 8 aus 1988.


    Das Fehlerbild ist oft zu finden, leider nicht die Lösung, um die Floppy wieder ans Laufen zu bekommen.


    Fehlerbild:


    Sofort nach einschalten rote und grüne LED am Dauerleuchten. Der Motor macht keinen Mux, dreht auch nicht kurz an.


    Bereits gesockelte und getauschte ICs:


    U14: 74LS14N -> ohne Erfolg


    U7: 74LS06N -> ohne Erfolg


    Aus funktionierenden Floppy 3 x das ROM getauscht -> ohne Erfolg


    3 Netzteile die bei anderen 1541-II 1a laufen, ebenfalls durchgemessen und ok -> ohne Erfolg


    Resetmethode von MPU6502 PIN 40 an GND bei Einschalten -> ohne Erfolg


    Korrosion kann ich ausschließen, Lötfehler ebenfalls.


    Nun habe ich die 6502 in Verdacht. Allerdings, da kein Reset (auch nicht mit Reset-DIN-Stecker) funktioniert (es sei denn, ich habe im Schlatplan falsche Pins gelesen ?( ), zerbreche ich mir auch noch gerade den Kopf über den U11 74LS86P.


    Hatte jemand schon einmal das Fehlerbild und könnte mir helfen, den Fehler einzukreisen ?


    Über Antworten würde ich mich riesig freuen, da ich morgen eh zum großen C muss und Teile gleich mitholen könnte :thumbsup:


    Viele Grüße


    oryeth

  • Resetmethode von MPU6502 PIN 10 an GND bei Einschalten -> ohne Erfolg

    Hast Du den Reset-Impuls GEMESSEN?
    Dein Vorgehen hört sich für mich an wie
    -Glühlampe dunkel, könnte kaputt sein.
    -Kann auch sein, daß keine Spannung anliegt.
    -Zweite Leitung zur Lampe gezogen, Lampe bleibt dunkel. Scheint die Lampe zu sein.


    Warum nicht einfach messen? ;)
    Evtl. mach die Floppy ja Dauerreset und hat einen Defekt in der Motorsteuerung. Bei einem Dauerreset die Resetleitung
    auf GND legen, bringt dann natürlich keine Änderung.
    Darum: Messen! ;)


    Ich könnte ein Kleinteil von "Unrad" gebrauchen
    und habe hier eine heile 1541 mit gesockeltem 6502, mit der man die CPU schnell getestet hätte.
    Aber ohne Ortsangabe in Deinem Profil......... :(

  • zerbreche ich mir auch noch gerade den Kopf über den U11 74LS86P

    Einen defekten 74LS86 hatte ich schon einmal. Die Floppy startete damit noch, aber war nicht ansprechbar.


    Laut Schaltplan behandelt der 74LS86 die ATN-Leitung vom IEC-Bus und Leitungen zum R/W-IC, hat also nichts mit dem RESET zu tun.


    Wenn der Motor nicht läuft... Sind die +12V denn in der Floppy vorhanden? Defekte Schalter kommen vor.


    Zum Thema RESET... Es gibt da einen 10µF-Elko, sollte der zum Kurzschluss geworden sein hängt die Floppy im Dauerreset. Müsste C3, der Elko beim 6502 sein wenn ich das richtig sehe.

  • Danke schon einmal für die Antworten :)


    Den Wohnort habe ich natürlich umgehend Eingetragen ^^


    Habe gerade mit meinem Fluke 106 den Reset Impuls messen wollen, scheint in die Richtung zu gehen, das ein Dauerreset vorhanden ist.


    Ich werde mal in meinen Katakomben nach einem 10µF-Elko suchen, müsste ich noch haben und werde auch provisorisch den C3 neben dem 6502 mal tauschen.


    Ich kaufe morgen mal provisorisch einen 74LS86, damit ich den zur Not übers Wochenende habe.


    Die +5 und +12 liegen an den entsprechenden Stellen an. Gerade gemessen.
    Retro-Rentner : bis jetzt sind lediglich die 74LS14 und 06 von mir nachträglich gesockelt worden. ROM war schon gesockelt, der Rest ist noch fest :)

  • Habe gerade mit meinem Fluke 106 den Reset Impuls messen wollen, scheint in die Richtung zu gehen, das ein Dauerreset vorhanden ist.

    Bei einem Dauerreset sind beide LED an und der Motor läuft.
    Der Reset (CPU Pin 40) muss ca. nach 0,5 sec auf High (5V) gehen.



    Die +5 und +12 liegen an den entsprechenden Stellen an. Gerade gemessen.

    Wo genau hast du gemessen?

  • Hi ADAC,



    Bei einem Dauerreset sind beide LED an und der Motor läuft.
    Der Reset (CPU Pin 40) muss ca. nach 0,5 sec auf High (5V) gehen.

    Motor läuft ja nicht.


    Nochmal gemessen, er bleibt im Low bei ~ 0.5V.



    Wo genau hast du gemessen?

    Unterschiedliche Punkte für 12V und 5V:


    an CN4 2 und 6, an U13 Pin 9 (12V), U3 Pin 8, sowie den Schalter und Eingangsstecker auf 5V und 12V gemessen.

  • U10 Pin 13 Low -> deswegen läuft der Motor auch nicht, das ist aber nicht der Fehler.


    U1 Pin 11/12/13 alles Low... das ist in sich zwar schlüssig, soll aber nicht so sein. Da solltest du 5V finden.




    Wie sieht das bei U7 Pin 11 und U14 Pin 13 aus? Einer der beiden ist ziemlich sicher defekt.

  • Wenn U7 Pin 10 und Pin 11 Low sind (wobei Pin 11 Low ist ok, das soll so) dann ist:


    - U7 defekt oder
    - U12 defekt, kommt auch gerne mal vor (=totalschaden, der ist nicht oder nur teuer zu bekommen)
    - oder der 10µF Kondesator (C3)


    Was anderes kommt nicht mehr in frage.

  • Ich werde morgen noch einmal eine weiter U7 beim großen C mitholen, ebenfalls auch noch einmal einen C3 um wirklich alles ausschließen zu können.


    Ich werde morgen Nachmittag berichten ^^


    Vielen Dank schon einmal an alle Helfenden.


    Super Forum :thumbsup:

  • Bei U7 und C3 auf die richtige Orientierung achten (ist ja auf der Platine aufgedruckt)


    Wenn es weder U7 noch C3 ist ... U12 karpott. Hatte ich auch schon ein paar defekte von (allerdings noch keinen der seinen PowerOn auf Low festklemmt... aber da kommt dann wieder die Geschichte mit den Pferden und Apotheken...).

  • zu Testen kannst du C3 mal rausnehmen und schauen ob sich an U7 Pin 10 was ändert (sollte, wie gesagt, 5V sein)

    Gerade ausprobiert, ohne Veränderung an Pin 10. Bleibt auf Low.


    Habe gerade noch einen weuteren U7 in meinem Sortiment gefunden, original verpackt noch.


    Drin war ein SN74LS06N, jetzt ein SN7406N, Pin 10 bleibt Low.


    Kondensator checke ich trotzdem morgen noch einmal ab und werde berichten :)